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Presseartikel 2013

Hier finden Sie die Presseartikel aus 2013.


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Andacht und Empfang zum Jahreswechsel

Gemeinde und Kirchengemeinde laden ein
Reichenberg blickt auf ein Jahr zurück, das keine außergewöhnlichen Ereignisse zu verzeichnen hatte. Allerdings hat sich die finanzielle Situation der Gemeinde stark verschlechtert. Wie soll es im nächsten Jahr weitergehen? Gemeinsam wollen wir am 31.12. daher den Blick nach vorne werfen und uns überlegen, was wir überhaupt noch angehen können. Wir laden Sie um 16:30 Uhr ganz herzlich zu einer Andacht mit anschließendem Empfang in das Dorfgemeinschaftshaus ein. Dabei soll die Gemeindeversammlung der ev. Kirchengemeinde stattfinden und wir wollen einige Regelungen und Gewohnheiten in unserer Gemeinde diskutieren. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Sekt, Orangensaft und andere Getränke werden ausreichend vorhanden sein; an Knabbereien und Süssigkeiten für die Kinder wird es sicherlich auch nicht fehlen. Bärbel Goerke, als Vorsitzende des Kirchenvorstandes, und der Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke freuen sich auf einen regen Zuspruch der Reichenberger Bürger.
Bärbel Goerke, Vorsitzende des Kirchenvorstandes
Karl Heinz Goerke, Ortsbürgermeister

Andacht zum Heiligen Abend

Herzliche Einladung an alle Reichenberger
Auch in diesem Jahr bietet der Kirchenvorstand wieder eine Andacht am Heiligen Abend an. Wenn Sie also eine besinnliche Einstimmung in die kommenden Weihnachtstage suchen, dann kommen Sie am 24. Dezember um 18 Uhr in die Reichenberger Kirche. Gemeinsam wollen wir ein wenig innegehalten, die Weihnachtsgeschichte hören, einige Weihnachtslieder gemeinsam singen und dem Flötenspiel und der Orgel lauschen. Alle Reichenberger, ob jung oder alt, gleich welcher Konfession, sind dazu ganz herzlich eingeladen. Sollten Sie auf dem Weg zur Kirche Unterstützung benötigen, können Sie gerne den Fahrdienst des Kirchenvorstandes in Anspruch nehmen.

Gemeinderat arbeitet eine umfangreiche Tagesordnung ab

Gebühren werden moderat angehoben
Der Gemeinderat hatte auf seiner Sitzung auch wieder die Gebühren für das Dorfgemeinschaftshaus und den Friedhof auf dem Programm. Seit Jahren wird hier in kleinen Schritten versucht, den Kostendeckungsgrad zu erhöhen.
Beim DGH ist der wesentlichen Kostentreiber bei den Energiekosten zu sehen. Damit hängt natürlich auch die Wartung und Instandsetzung der Heizung zusammen. „Wir sind auf einem guten Weg!“ ist sich Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke sicher. Das DGH ist in einem guten Zustand und nachdem nun die Heizungseinstellung optimiert wurde sogar in der Übergangszeit wunderbar warm. Im nächsten Jahr soll in Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeindeverwaltung noch eine betriebswirtschaftliche Kostenkalkulation erfolgen um auch hier allen gesetzlichen Anforderungen genüge zu tun.
Auch beim Friedhof sieht die Lage inzwischen schon ganz gut aus. Das Abräumen der ab 2013 neu belegten Gräber wurde bereits vor zwei Jahren in die Grabgebühr mit einkalkuliert, sodass ein entsprechender Hinweis des Gemeinde- und Rechnungsprüfungsamtes bereits umgesetzt ist. Auch hier wird im nächsten Jahr eine betriebswirtschaftliche Kostenkalkulation erfolgen. Wie sich die Herren Prüfer aber eine Teilstilllegung und Veräußerung des Friedhofsgeländes vorstellen, bleibt ein Rätsel. Ebenso wie der damit verbundene finanzielle Entlastungseffekt.
Die Diakoniestation wir auch in 2013 im bisherigen Umfang unterstützt, ebenso wie der Seniorenkaffee und die Seniorenfeier im Advent. Auch gab es wieder von der Gemeinde die Weckmänner an St. Martin.
Leider war die Krimilesung nicht so optimal besucht, aber durch die großzügige Unterstützung unseres Burgherrn und der Verbandsgemeinde war die Veranstaltung für die Gemeinde kostenneutral. Der Ortsbürgermeister stellt, wie in jedem Jahr die Kosten für das Hosting der Internetseite der Gemeinde zur Verfügung.
„Es ist schade, dass dieser sparsame und angemessene Umgang mit den Finanzen nicht zu einem ausgeglichenen Haushalt führt,“ faste Goerke die Situation zusammen.

Gemeinderat stimmt für Ausschreibung

Jagdverpachtung steht im neuen Jahr an
Der Ortsbürgermeister informierte den Gemeinderat, dass sich zwischenzeitlich eine weitere Gruppe für die Reichenberger Jagd interessiert. Man war sich darüber einig, die Pachtbedingungen im Wesentlichen beizubehalten und nur an das neue Landesjagdgesetz anzupassen. Der Gemeinderat kam in Abstimmung mit den anwesenden Mitgliedern des Jagdvorstandes überein, den gemeinschaftlichen Jagdbezirk im Zuge einer öffentlichen Ausbietung auszuschreiben. Gemäß Vertrag mit der Jagdgenossenschaft ist die Gemeinde zuständig für die Jagdverpachtung, hat allerdings das Einvernehmen mit dem Vorstand der Jagdgenossenschaft herzustellen. Der Ortsbürgermeister wurde beauftragt, die Ausschreibung vorzubereiten. Die Verwaltung wurde gebeten, zeitnah die Digitalisierung des Jagdkatasters abzuschließen und das Ergebnis der Gemeinde zur Verfügung zu stellen.
Die Jagdverpachtung war auch ein Punkt bei der Prüfung der Haushalts- und Wirtschaftsführung der Ortsgemeinde Reichenberg. Dieser Punkt der Tagesordnung konnte nur vorläufig beraten werden, da eine Stellungnahme der Verwaltung noch aussteht. Aber der Punkt Jagdverpachtung konnte trotzdem schon beleuchtet werde. Seitens der Prüfer wurde bemängelt, dass der Pachtpreis unter dem Kreisdurchschnitt liegt. An dieser Stelle erinnerte der Ortsbürgermeister daran, dass vor neun Jahren die Reichenberger Jagd zunächst einmal für einen Monat überhaupt nicht verpachtet war. Die Jagd war ordnungsgemäß ausgeschrieben worden und es fand sich kein Pächter. Jagdgenossenschaft und Gemeinde waren daher froh, die Jagd überhaupt zu ihren Bedingungen verpachtet zu bekommen. Und der Pachtpreis war dann natürlich auch nicht mehr verhandelbar. Gänzlich unberücksichtigt bleibt bei der Argumentation mit den Durchschnittspachtpreisen, dass die einzelnen Jagdreviere sehr unterschiedlich sind und die Pachtpreise in den letzten Jahren teilweise deutlich gefallen sind.
Als weiterer Hinweis wird von den Prüfern die Begrenzung des Wildschadensersatzes durch potentielle Pächter angesprochen. Auch hier ist zu entgegnen, dass der Hinweis an der Reichenberger Realität vorbei geht. Schon immer wurde beim Abschluss des Pachtvertrages darauf geachtet, dass der Pächter den Wildschaden voll übernimmt; darin eingeschlossen sind sogar Sonderkulturen des Bioland-Hofes. Hier gab es in der Vergangenheit mit den Pächtern keine Probleme und die Gemeinde ist zuversichtlich, dass dies auch künftig so sein wird.
Die Jagdpacht wird dazu verwendet, die Feld- und Waldwege in der Gemarkung zu unterhalten. Daher ist die Gemeinde sehr daran interessiert, einen hohen Pachtpreis zu erzielen. Allerdings ist der entscheidende Faktor die Nachfrage. Die Jagdgenossenschaft und die Gemeinde haben bisher ihr Bestes gegeben und alles richtig gemacht und wurden nun dafür noch kritisiert. Der Ortsbürgermeister erläuterte, das die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Jagdgenossenschaft immer sehr gut war, auch im Hinblick darauf, dass die Gemeinde mit ihren Flächenanteil nur bei ca. 25% liegt. Hier stellt sich ernsthaft die Frage, ob die Prüfer sich einmal die Mühe gemacht haben in die Details einzusteigen.

Finanzielle Lage nicht mehr beherrschbar

Vorgaben der Landesregierung beschäftigen den Gemeinderat
Ziemlich frustriert war die Stimmung auf der Gemeinderatssitzung in Reichenberg. In seiner Einführung zum Punkt 3 der Tagesordnung, der Beratung und Beschlussfassung über die Grund- und Gewerbesteuerhebesätze, stellte Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke fest, dass durch die Anhebung der Nivellierungssätze der Gemeinde erneut 1.500 € weggenommen werden. Bereits im Mai waren die Auswirkungen der Änderung des Landesfinanzausgleichsgesetzes (LFAG) bekannt geworden, die ca. 8 € je Einwohner weniger für Reichenberg bedeuten. Insgesamt fehlen also zukünftig 3.000 €. Zum Ausgleich müsste die Gemeinde die Hebesätze um ca. 50 Punkte anheben, also um 13 %. Da wollte der Gemeinderat nicht mehr mitmachen.
Wollte die Gemeinde auch noch das strukturelle Defizit, das in den Ergebnishaushalten für 2014 und 2015 anfällt, ausgleichen wären zusätzlich ca. 200 Punkte Erhöhung der Hebesätze notwendig. Damit wäre man dann bei einer Steigerung von 65%. Die Hebesätze für die Grundsteuer B lägen dann zum Beispiel bei 630, ein unvorstellbarer Wert!
Natürlich hat sich der Gemeinderat gefragt, ob er noch Sparpotenzial hat. Aber Reichenberg hat schon immer viel in Eigenleistung gestemmt und dabei mit Erfolg die Infrastruktur in einem noch annehmbaren Zustand gehalten. Man könnte natürlich die Straßenbeleuchtung abstellen, den Kinderspielplatz nicht mehr unterhalten und schließen, die Pflegemaßnahmen auf dem Friedhof weiter reduzieren, den Radweg nicht mehr säubern, das Dorfgemeinschaftshaus zumachen und verkaufen,… Aber das sind nun wirklich keine Optionen. Bis 2011 waren die Haushalte in der Regel ausgeglichen, 2012 wurde das Ergebnis durch die Fusionsprämie von 10.000 € ins positive gedreht. Für die Zukunft ist ein Ausgleich nicht in Sicht. Auch keine Besserung!
Daher hat der Gemeinderat aus Protest die Hebesätze nicht erhöht, sondern auf die Nivellierungssätze gesenkt. Reichenberg, das zurzeit noch ohne Liquiditätskredite auskommt, wird von ganz oben kaputtgemacht. „Wir haben keine Chance!“ ist sich der Ortsbürgermeister sicher, und stellt sich die Frage, warum man sich überhaupt noch ehrenamtlich engagieren soll.
Von den Steuern und Zuweisungen in Höhe von 145.000 € werden durch Umlagen für den Kreis, die Verbandsgemeinde und den Fonds deutsche Einheit 122.000 € wieder abgezogen. 10.000 € kostet uns der Kindergarten, 13.000 € Straßen, Wege und öffentliches Grün. Dann ist das Geld schon weg! Es fehlen aber noch Personal und Versorgungsaufwendungen von 12.000 €, Spielplatz, Friedhof und DGH mit zusammen 6.000 € und die Zinsen für die Investitionskredite in Höhe von 2.000 €.
Wenig hilfreich sind dann die Hinweise des Gemeinderechnungs- und Prüfungsamtes, Reichenberg solle doch die beiden vorhandenen Baugrundstücke verkaufen. Trotz aller Bemühungen gibt es dafür zurzeit keinen Markt. Auch von den vielzitierten 400 Mio.€, die in den Bereich des UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal geflossen sind, ist in Reichberg weder direkt noch indirekt ein nennenswerter Betrag angekommen. Da es in Reichenberg keine Gewerbe- oder Handwerksbetriebe gibt, konnten die auch nicht vom „Segen“ der Zuschüsse profitieren. Der Vorwurf, wir hätten doch Zuschüsse für Leader-Projekte beantragen können, zieht auch nicht, da wir die erforderliche Eigenbeteiligung von ca. 50 % nicht stemmen können.
„Die Lage ist trostlos und die Motivation dahin!“ so konnte man die Stimmung am Freitagabend zusammenfassen. Es wird sich zeigen, ob sich bei der nächsten Kommunalwahl überhaupt noch Kandidaten für den Gemeinderat und den Posten des Ortsbürgermeisters finden lassen. Im Gemeinderat wurde sogar der sofortige Rücktritt aller Anwesenden diskutiert.

Krimilesung hätte mehr Zuhörer verdient

Hans Jürgen SittigHans Jürgen Sittig

Kurzweilige Unterhaltung
Etwas enttäuscht war Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke schon, als er die wenigen Gäste bei der Krimilesung in Reichenberg begrüßte. Aber diejenigen, die dabei waren, erlebten einen spannenden Abend mit dem Autor Hans Jürgen Sittig. Er las aus seinen beiden bisher erschienenen Kriminalromanen „Mordwald“ und „Tod am Laacher See“. Zur Einstimmung und zur Auflockerung trug er zusätzlich einige Gedichte vor, die jeweils auch einen Bezug zu nicht ganz natürlichen Todesfällen hatten. Man merkte dem Vortragenden an, dass er eine schauspielerische Ausbildung hat, konnte er doch innerhalb kürzester Zeit Spannung bei den Zuhörern erzeugen. Die geschickt ausgewählten Passagen drehten sich jeweils um einen Mord, die Opfer und die ermittelnden Beamten der Kriminalpolizei. Neben praktischen Informationen zum Umfeld der Taten kamen dabei auch ganz profane zwischenmenschliche Begebenheiten zur Sprache. Den Zuhörern hat es gefallen, was auch daran zu erkennen war, dass Hans Jürgen Sittig mehrere Bücher mit einer persönlichen Widmung versehen durfte.
In der Pause konnten dann alle Anwesenden die wunderschönen Bilder bewundern, in denen Margit Holzapfel Reichenberg und Umgebung portraitiert hat. So manch eine ungewöhnliche Perspektive kam da zum Vorschein. Thematisch ein wenig geordnet hatte der Ortsbürgermeister die Bilder an den Wänden im Dorfgemeinschaftshaus platziert und sie so ins rechte Licht gerückt. „Ich freue mich, dass wir als kleine Gemeinde heute wieder einmal bewiesen haben, auch wir können Kultur!“ erklärte Goerke in seinem Schlusswort. Die Bilder und die Lesung haben sich an diesem Abend in idealer Weise ergänzt. Dank der Spende von Detlef Klein und der finanziellen Unterstützung durch die Verbandsgemeinde war die Veranstaltung für die Gemeinde „tragbar“. Bei Spundekäse, Baguette, Salzgebäck und Wein vom Weingut Leonhard in einer herbstlichen Dekoration war es für alle Anwesenden ein sehr schöner Abend. Und alle anderen haben etwas verpasst!

Veranstaltungskalender 2014

Termine melden!
Wie in jedem Jahr beginnt im November bereits die Sammlung der Veranstaltungstermine für das nächste Jahr. Natürlich ist noch nicht alles durchgeplant und in trockenen Tüchern, aber dennoch ist es wichtig, die bereits jetzt bekannten und geplanten Termine in einer Liste zusammenzuführen. Änderungen sind dann ja auch jederzeit noch möglich. „Ich möchte alle Gruppen, Gruppierungen und Institutionen bitten, mir ihre Termine zukommen zu lassen!“ appelliert Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke an die Betroffenen. Die Termine werden im Internet auf den Seiten der VG und der Gemeinde veröffentlicht. Im Loreleyecho gibt es eine monatliche Aufstellung und beim Welterbezweckverband können auch ausgewählte Veranstaltungen platziert werden. Der Weg der Informationsübermittlung ist egal, email, Fax, als Zettel im Briefkasten oder persönlich, Hauptsache melden.

Deutsche Kriegsgräberstätte in Duchowschtschina bei Smolensk

30 513 Kriegstote sind gegenwärtig in Duchowschtschina bestattet.30 513 Kriegstote sind gegenwärtig in Duchowschtschina bestattet.Gedenkfeier am 17. November um 14 UhrGedenkfeier am 17. November um 14 Uhr

Letzter Zubettungsfriedhof in Russland
In Duchowschtschina bei Smolensk entstand der letzte zentrale Zubettungsfriedhof für deutsche Gefallene des Zweiten Weltkrieges, den der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Russland gebaut hat. Zur Einweihung kamen über 200 Gäste aus Deutschland, unter ihnen zahlreiche Angehörige der Gefallenen. An der offiziellen Übergabe haben auch junge deutsche und russische Soldaten teilgenommen, die sich zu einem gemeinsamen Arbeitseinsatz an Kriegsgräbern in der Oblast Smolensk trafen.
Gegenwärtig sind bereits 30 513 Kriegstote in Duchowschtschina bestattet. Auf der über fünf Hektar großen Anlage können etwa 70 000 Kriegstote ihre letzte Ruhestätte finden. Damit wird dieser Friedhof in Zukunft die größte deutsche Kriegsgräberstätte weltweit werden.
Zum Vergleich: Auf den deutschen Friedhöfen in Sologubowka bei St. Petersburg ruhen derzeit 50 299 Tote des Zweiten Weltkrieges, in Rossoschka bei Wolgograd 56 875, in Neuville-St-Vaast/Frankreich 44 833 Tote des Ersten Weltkrieges.
Auf Granitstelen hat der Volksbund die Namen und Lebensdaten von 16 300 Kriegstoten dokumentiert. Weitere Stelen werden in den kommenden Jahren Schritt für Schritt folgen.
Die Einweihung am 3. August markiert einen neuen Abschnitt in der Arbeit des Volksbundes. Die Zahl der Ausbettungen wird in den kommenden Jahren rückläufig werden, da es immer schwieriger wird, Grablagen zu finden.
Der Volksbund rechnet damit, bis 2017 im Osten und Südosten Europas noch etwa 150 000 Kriegstote des Zweiten Weltkrieges bergen zu können. Dann verbleiben noch weitere 250 000 Tote, die überwiegend in schwer zugänglichen Gebieten oder in Kleinstgrablagen ruhen. Die Suche nach diesen Gräbern erfordert einen wesentlich höheren Aufwand als bisher.
Unterstützen Sie die Arbeit des Volksbundes mit einer Spende. In den nächsten Tagen wird Hermann-Willi Schmidt wieder mit der Sammelbüchse in Reichenberg unterwegs sein. Im letzten Jahr kamen so über 200 € zusammen. Dafür allen Spendern ein herzliches Dankeschön.
Gleichzeitig möchte ich Sie auf unsere Gedenkfeier am Volkstrauertag hinweisen. Nach dem Gottesdienst, der um 14 Uhr beginnt, werden wir uns am Ehrenmal versammeln und der Toten der Kriege gedenken. Der Frauenchor sowie die Konfirmanden werden die Gedenkfeier mitgestalten.

Martinsfeuer in Reichenberg

Baumaßnahmen entlang der B274 zwingen zum Verzicht auf einen Umzug
Im letzten Jahr war es ein Versuch, der Verzicht auf einen Martinszug. In diesem Jahr zwingt die Baumaßnahme entlang der B274 mit der damit verbundenen Umleitung durch die Ortslage zum Verzicht auf einen Martinszug. Nach Rücksprache mit den Verantwortlichen des Ordnungsamtes ist ein Martinszug auf der K90 in diesem Jahr nicht möglich. Nach Rücksprache mit dem Organisationsteam wollen wir das Martinsfeuer in diesem Jahr trotzdem ab 18 Uhr wieder auf dem Bolzplatz hinter dem Dorfgemeinschaftshaus brennen lassen. Alle sind sich aber einig: Im nächsten Jahr gibt es wieder einen Martinszug. Unter der Überdachung wird es heißen Apfelsaft und Glühwein geben. Für jedes Kind spendiert die Gemeinde einen Weckmann und für die Erwachsenen werden wieder die leckeren Winzerbrote, auf Wunsch mit reichlich frischen Zwiebeln, angeboten. Der Erlös der Veranstaltung geht wie in jedem Jahr nach Hyderabad. Dort wird die schulische Ausbildung zweier indischer Kinder finanziert. Zusätzliche Spenden sind daher jederzeit willkommen. Die Ortsbevölkerung und auswärtige Gäste sind zu dieser Veranstaltung ganz herzlich eingeladen.

Wahlsonntag in Reichenberg

Wahlbeteiligung vor Ort geht etwas zurück

Genau einhundertzwei Bürgerinnen und Bürger haben am letzten Sonntag im Dorfgemeinschaftshaus Ihre Stimme abgegeben. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 70,8%. Dabei sind die Briefwähler, die geschlossen von der Verbandsgemeindeverwaltung ausgezählt wurden, nicht mit eingerechnet. Der Wahlvorstand wurde auch diesmal von jüngeren Reichenbergerinnen und Reichenbergern gebildet. Morgens gab es den größten Andrang, da die Feuerwehr zu ihrem Hauseckerwald-Treffen aufbrach, in der Zeit zwischen 15 und 18 Uhr haben dann nur noch wenige Wähler das Wahllokal aufgesucht. Ausgezählt war sehr schnell, bereits um 18:26 Uhr konnte die Schnellmeldung abgesetzt werden. Anschließend wurden alle Unterlagen ordnungsgemäß verpackt. Zum Abschluss gab es dann verschiedene Pizzen und Getränke und der Wahlvorstand konnte in gemütlicher Runde über die ersten Hochrechnungen diskutieren.
Herzlichen Dank an die Mitglieder des Wahlvorstandes, die an diesem Sonntag ihre Zeit für das demokratische Mitwirkungsrecht eingesetzt haben.
Die Ergebnisse für Reichenberg sind wie immer auf der Internetseite unter http://reichenberg.welterbe-mittelrhein.de/wahlen nachzulesen.

Dorfjugend feiert zünftig

GlasschubsenGlasschubsenBierkastentanzBierkastentanz

Reichenberger Rasen

Sehr zünftig ging es bei einer internen Reichenberger Veranstaltung zu, die unsere Dorfjugend auf die Beine stellte. Seit einigen Jahren haben die Jugendlichen die Tradition des Bachfestes wieder aufleben lassen. Das Motto knüpfte an die derzeitigen süddeutschen Volksfeste an und da staunte so manch ein Besucher über die feschen Reichenberger Madeln im Dirndl mit ihren Buben in der Krachledernen. Leberkäs, Krautsalat, Weißwurst, süßer Senf und Brezen und jede Menge Weizenbier wurden angeboten und von den Besuchern in Mengen verzehrt. Im Bierkrugschubsen konnte man sich messen und auch Bingo stand auf dem Programm. Absoluter Höhepunkt war dann der Bierkastentanz, den die Jugendlichen so gekonnt auf die Bühne brachten, dass sie noch eine Zugabe geben mussten. Jung und Alt freuten sich über eine gelungene Veranstaltung, die noch bis in den frühen Morgen dauerte.

Prüfung der Haushalts- und Wirtschaftsführung

Vorschläge und Hinweise wenig realistisch

Das Rechnungs- und Gemeindeprüfungsamt bei der Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises hat die Haushalts- und Wirtschaftsführung in den Jahren 2007 bis 2011 geprüft. In dem nun vorliegenden Prüfungsbericht sind zunächst die haushaltswirtschaftlichen Grunddaten aufgeführt. Es folgen insgesamt 11 Einzelfeststellungen, die jedoch allesamt als nicht wesentlich einzustufen sind. Enttäuscht zeigte sich der Ortsbürgermeister jedoch darüber, dass die entsprechenden Hinweise nur eine sehr begrenzte Hilfestellung geben.
Unter Punkt 3.4 Liegenschaften (Grundstücke) ist folgendes zu lesen:
In der Ortsgemeinde werden 2 öffentliche Baugrundstücke mit einem Buchwert in Höhe von 13.828,- € seit dem Jahr 1975 vorgehalten.
Die Ortsgemeinde sollte im Hinblick auf § 94 Abs. 2 GemO zum Ausgleich des Haushalts weiterhin bemüht bleiben, vorrangig vorhandene Baugrundstücke zu verkaufen. Durch besondere Maßnahmen -wie z.B. verstärkte Information, Lockerung des Bauzwangs, Abgabe an Auswärtige, Preisgestaltung im Rahmen des § 79 Abs. 1 GemO- sollte versucht werden, Verkaufserlöse zu erzielen.

Seit Jahren bietet die Gemeinde die Grundstücke an und nutzt dabei unterschiedliche Medien. Es existiert kein Bauzwang, Auswärtige können jederzeit die Grundstücke erwerben und bei den Konditionen sind Familien mit schulpflichtigen Kindern im Vorteil. Die Preise orientieren sich am unteren Rand des Möglichen. Durch die erfolgte Erschließung „Auf dem Berg“ und die anstehenden Beitragsbescheide für Baulücken wird sich der Buchwert, der mindestens zu erzielen ist noch erhöhen. Insgesamt geht der Hinweis daher an der Realität vorbei, die Gemeinde versucht schon seit Jahren mit aller Kraft, die Grundstücke zu vermarkten.

Planen leisten gute Dienste

Wo sind die Decken?

Die Planen an der Überdachung haben in den vergangenen Wochen bereits wieder gute Dienste geleistet. Beim Wandertag des Edith-Stein-Hauses und beim Bachfest der ehemaligen Dorfjugend konnten so die Gäste vor dem Wetter geschützt feiern. „Ich bin froh, dass wir die Planen haben und sie so häufig genutzt werden.“ betont Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. Der Aufbau ist mit drei Helfern in 20 Minuten erledigt; der Abbau dauert etwas länger, da die Planen noch gereinigt werden müssen. Und bei diesem Punkt tritt aktuell ein Problem auf. Es waren zwei Bananenkisten mit einer Anzahl von alten Decken vorhanden, auf die die Planen zum Reinigen abgelegt werden konnten. Dies ist erforderlich, um die Plane und vor allem die Fenster nicht zu verkratzen. Leider sind die Kisten, und damit die Decken, zurzeit unauffindbar. Für sachdienliche Hinweise über den Verbleib ist der Ortsbürgermeister dankbar. Alternativ werden aber auch alte Decken gerne angenommen. „Ich hoffe, dass bald wieder ein paar Decken vorhanden sind, damit wir die Planen wieder ordentlich verpacken können“ erklärt der Ortsbürgermeister. Eine Idee zur Ergänzung gibt es auch schon. Möglicherweise sollen noch mobile Verschlüsse für die drei Gauben besorgt werden, damit der Wind nicht so an der Dekoration, die jeweils an der Decke angebracht wird, zerrt.

Seniorenkaffee war gut besucht

Der Frauenchor umrahmte mit seinen Lieder den SeniorenkaffeeDer Frauenchor umrahmte mit seinen Lieder den SeniorenkaffeeViele Besucher kamen unter die Überdachung am FeuerwehrgerätehausViele Besucher kamen unter die Überdachung am Feuerwehrgerätehaus

Informationen über die Restaurierung der Burg

Gut besucht war der Seniorenkaffee in Reichenberg. Bei sehr sommerlichen Temperaturen traf man sich unter der Überdachung am Feuerwehrgerätehaus. In ihrer Begrüßung betonte Bärbel Goerke, die Vorsitzende des Kirchenvorstandes der evangelischen Kirchengemeinde, die gemeinsame Verantwortung für dieses gemütliche Beisammensein. Die Feuerwehr ist für den Auf- und Abbau der Tische und Stühle verantwortlich, der Schützenverein stellt zwei Helfer für die Bewirtung, der Frauenchor sorgt für die musikalische Umrahmung und die politische und die kirchliche Gemeinde teilen sich die Kosten und die Organisation.
Nachdem der Frauenchor zwei jahreszeitlich sehr gut passende Lieder präsentiert hatte, kündigte der Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke einen Vortrag zu den aktuellen Sanierungsmaßnahmen auf der Burg an. Dazu begrüßte er Kurt Frein von der Generaldirektion Kulturelles Erbe, der ein profunder Kenner der Burg Reichenberg ist und dies bereits mit mehreren Aufsätzen dokumentiert hat. Zu Beginn machte er deutlich, welch besonderes Bauwerk die Burg Reichenberg ist, um dann auf den Wiederaufbau der Nordwestecke des Nordbaus einzugehen. Anhand von Bildern konnte er den generellen Verlauf skizzieren und dabei kenntnisreich auf viele Details, wie zum Beispiel die mittelalterlichen Toilettenanlagen, hinweisen. Sobald ein entsprechender Kranwagen gefunden ist, soll das rotbraune Stützgestell aus Doppel-T-Trägern entfernt werden. Dies ist ein Meilenstein in der Sanierung des Nordbaus. Wie der Burgherr Detlef Klein in einem Gespräch erläuterte, werden z.Zt. vor allem die Mauerkronen so befestigt, dass ihnen die Witterung nichts mehr anhaben kann.
Nach dem Vortrag gab es dann Kaffee und Kuchen und die Möglichkeit für anregende Gespräche. Kaffee wurde auf Grund des sehr warmen Wetters nicht so viel getrunken, der Kuchen war sehr lecker und es blieben nur wenige Stücke übrig.
Pfarrer Manfred Löhde leitete in der anschließenden Andacht von der Sanierung der Burg auf das Kirchenlied „Eine fest Burg ist unser Gott“ über. Beide böten jeweils in ihrer Art Schutz und haben eine zentrale Funktion im Leben. Den Abschluss bildeten dann wieder zwei Lieder des Frauenchores und alle freuten sich über den gelungenen Nachmittag.

Der Nordbau unmittelbar nach dem Einsturz und aktuell nach dem WiederaufbauDer Nordbau unmittelbar nach dem Einsturz und aktuell nach dem Wiederaufbau

Keine Auffälligkeiten bei der Geschwindigkeit

Interessante Messergebnisse
Mit einer verdeckten Messung im Mai wurde die Geschwindigkeit der aus Richtung Reitzenhain in den Ort einfahrenden Kraftfahrzeuge ermittelt. Insgesamt passierten 2093 Fahrzeuge die Messstelle, die bedeutet rund 210 Fahrzeuge am Tag. Pro Stunde waren es zwischen keinem und in der Spitze 30 Fahrzeugen. Die meisten Fahrzeuge wurden dabei am frühen Morgen und am frühen Nachmittag erfasst.
Das schnellste Fahrzeug passierte das Messgerät mit 76 km/h, erlaubt sin 50 km/h. 78% fuhren innerhalb der erlaubten 50 km/h, davon 1882 bis 30 km/h, 1354 31-40 km/h und 1870 bis 50 km/h. Immerhin 17% fuhren bis zu 10 km/h zu schnell, und 5% lagen da noch drüber.
Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass in Anbetracht der örtlichen Verhältnisse die ausgewerteten Messergebnisse nicht auffallend hoch sind. „Wir werden zusätzlich eine Messung am anderen Ortseingang vornehmen lassen,“ erklärt Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke und dann soll das Thema Geschwindigkeit bei der nächsten Verkehrsschau einmal beleuchtet werden. Im Wesentlichen geht es der Gemeinde um die älteren Mitbürger die mit ihrem Rollator wegen der fehlenden Bürgersteige teilweise auf der Kreisstraße unterwegs sein müssen. Hier kommt es dann bei Gegenverkehr und zu hoher Geschwindigkeit zu gefährlichen Situationen. Die K90 wird in der Ortsdurchfahrt frühestens in 5 bis 7 Jahren ausgebaut; hier gilt es in der verbleibenden Zeit für eine sichere Bewegungsmöglichkeit zu sorgen.
Ein weiterer Punkt für die Verkehrsschau wird die Situation der der Buswartehalle sein. Zwischenzeitlich hat der Ortsbürgermeister eine Sperrfläche markiert. Er hofft damit deutlich zu machen, dass diese Fläche eigentlich ein Bürgersteig ist und allenfalls zum kurzfristigen Be- und Entladen als Parkraum genutzt werden darf. Ferner ist unbedingt darauf zu achten, dass der Zugang zum Anwesen Untertal 8 jederzeit gewährleistet werden muss. Dies gilt nicht nur für PKWs sondern auch für Rettungsfahrzeuge und Lieferanten. Im Winter soll dann der Backesweg noch einmal freigeschnitten werden, so dass die Zuwegung auch optisch deutlicher wird. Möglicherweise ergeben sich ja bei der Verkehrsschau noch weitere Hinweise zu Gestaltung und Beschilderung.

Edwin Sarius

Ehemaliges Ratsmitglied verstorben
Wir nehmen Abschied von unserem ehemaligen Ratsmitglied Edwin Sarius der am 10. Juni 2013 im Alter von 76 Jahren verstarb. Edwin Sarius begleitete die Geschicke der Gemeinde als Ratsmitglied von 1989 bis 1999. In diese Zeit fielen die beiden großen Projekte der Gestaltung des Umfeldes Friedhof mit der Leichenhalle und die Ortskanalisation. Mit seiner ruhigen und ausgleichenden Art hat er dafür gesorgt, dass immer beide Seiten gehört und berücksichtigt wurden. Die Gemeinde dankt ihm für sein Engagement und wird ihn stets in guter Erinnerung bewahren.
Karl Heinz Goerke, Ortsbürgermeister
im Namen aller Ratsmitglieder und Bürger der Gemeinde Reichenberg

Wassergebundene Decke wird saniert

Weg hinter der Siedlung Bornshöhe für 4 Wochen gesperrt
In Absprache mit dem Vorsitzenden der Jagdgenossenschaft, Alfred Hammann, wird der Weg hinter der Siedlung Bornshöhe Richtung Bornicher Gemeindemühle saniert. In den letzten Jahren wurde mehrfach Schotter in die vorhandenen Löcher verteilt, der nachhaltige Erfolg blieb jedoch aus. Nunmehr soll mit einem neuen Verfahren die Decke neu hergerichtet und profiliert werden. Anschließend muss die Oberfläche ca. 4 Wochen ruhen. Dies ist für den nachhaltigen Erfolg der Maßnahme ein wesentlicher Punkt.
Der Zeitpunkt wurde mit den unmittelbaren Anliegern abgesprochen. Um die Sperrung durchzusetzen, werden Baumstämme an beiden Enden quer über die Fahrbahn gelegt. Potenzielle Nutzer werden gebeten die örtlichen Umgehungsmöglichkeiten zu nutzen. Da es sich um einen Wirtschaftsweg handelt, sollte sich gemäß der gültigen Wegesatzung der Gemeinde die Zahl der Betroffenen im niedrigen einstelligen Bereich befinden.

Kindergartenbus – kein einfaches Thema

Antwort der Kreisverwaltung zeigt die Problematik auf
Bei der letzten Gemeinderatssitzung hatte der Ortsbürgermeister den Auftrag erhalten, sich für einen geänderten Umlauf des Kindergartenbusses einzusetzen. Nun liegt das Antwortschreiben aus Bad Ems vor und macht das Dilemma deutlich, in dem sich alle Verantwortlichen befinden. Daher möchte ich den Inhalt an dieser Stelle vollständig wiedergeben:
Sehr geehrter Herr Ortsbürgermeister Goerke,
die Kinder aus Reichenberg besuchen die Kindertagesstätte in St. Goarshausen und werden im Rahmen des öffentlichen Personennahverkehrs mit der Linie 584 der Nassauischen Verkehrs-gesellschaft (NVG) befördert.
Vor dem Ausbau der Kreisstraße K90 zwischen Reichenberg und Reitzenhain fuhr der Linienbus die Ortslage Reichenberg direkt an und wendete dort. Nach Fertigstellung der Baumaßnahmen dienen die Fahrzeuge nur noch die Haltestelle an der Kreisstraße K88 an.Sie hatten sich daher mit der Bitte um Prüfung an uns gewandt, ob der Linienbus die Kindergartenkinder künftig wieder in der Ortslage von Reichenberg aufnehmen und absetzen kann.
Nach Rücksprache mit Herrn Klotz, Betriebsleiter der NVG, konnte der bisherige Beförderungsablauf nach der Baumaßnahme nicht aufrechterhalten werden. Die im Seitenbereich abgesenkte Rinne und der dann ansteigende Weg führen dazu, dass die Busse aufsetzen und dabei beschädigt werden oder sich sogar festfahren.
Der Busumlauf erlaubt es leider auch nicht, die Ortslage von Reitzenhain aus kommend anzufahren, da der Bus von St. Goarshausen aus nach Reichenberg gelangt und zeitlich nicht die Möglichkeit besteht, über Bornich und Niederwallmenach zu fahren. Es steht in den Zeiträumen leider auch kein anderes Fahrzeug zur Verfügung, das die Beförderungsleistungen übernehmen könnte. Die Zeiten während der morgendlichen Hin- und der mittäglichen Rückfahrt zählen zu den Hauptverkehrszeiten der Busunternehmen. Daher können keine zusätzlichen Personal-und Buskapazitäten bereitgestellt werden.
Nach den uns vorliegenden Daten übernimmt der Rhein-Lahn-Kreis zurzeit für zwei Kinder aus Reichenberg die Fahrkosten für den Linienbus zur Kindertagesstätte in St. Goarshausen. Ein Kind wohnt in direkter Nähe zur Haltestelle an der K88 und ein Kind, das nach den Sommerferien an der Loreleyschule eingeschult wird, wohnt innerhalb der Ortslage.
Das von Ihnen aufgezeigte Problem besteht dann zunächst nicht mehr und tritt erst wieder auf, wenn Kinder aus dem Bereich der oberen Ortslage die Kindertagesstätte besuchen.
Wir bitten daher um Verständnis, dass wir Ihrem Anliegen leider nicht entsprechen können.
Bei künftigen Umlaufplanungen der Busse werden wir die Andienung der Ortslage jedoch erneut aufgreifen.

Auch die Idee, im Steinbruch eine Buswartehalle aufzustellen, muss leider verworfen werden. Eine einfache Lösung mit einem Unterstand aus Holz auf einer kleinen gepflasterten Fläche mit entsprechender Eigenleistung würde ca. 3.000 Euro kosten. Ein möglicher Zuschuss ist allerdings an die Bedingung geknüpft, die Wartehalle behindertengerecht auszuführen. Der so entstehende Kostenrahmen liegt dann bei ca. 15.000 Euro. Dies übersteigt natürlich die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde, sowohl die einfach Lösung ohne Zuschuss wie auch die geforderte Lösung mit Zuschuss.
„Es gibt Situationen, die man so hinnehmen muss!“ betont der Ortsbürgermeister, „auch wenn es einem so gar nicht gefällt.“ So ist es gut, dass zunächst einmal die Lage durch die räumlichen Zusammenhänge nach den Sommerferien etwas entspannter ist.

Party gerät außer Kontrolle

Die Schutzhütte, noch unbeschädigt: Ein Platz zum VerweilenDie Schutzhütte, noch unbeschädigt: Ein Platz zum Verweilen

Schutzhütte verwüstet
Drei Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren hatten über ein soziales Netzwerk zu einer Party an der „Römerhütte“ in Reitzenhain am vergangenen Freitagabend eingeladen. Die genaue Anzahl der Eingeladenen ist nicht bekannt, es soll aber deutlich über 100 Zusagen gegeben haben. Welche Probleme bei solchen Partys entstehen können, hatten die Drei aus Reitzenhain, Holzhausen und Nastätten wohl nicht bedacht. Mit der „Römerhütte“ war die Schutzhütte „Schau ins Land“ in Reichenberg gemeint, die sich in der Nähe des Hausecker Waldes befindet. Üblicherweise wird die Nutzung der Schutzhütte, die über eine Wanderrast hinausgeht, mit dem Ortsbürgermeistern von Patersberg oder Reichenberg abgesprochen. Bei den Beiden war aber nichts bekannt.
Jugendliche aus Reichenberg, die am Samstag an der Schutzhütte grillen wollten und dies auch ordnungsgemäß abgesprochen hatten, erfuhren ebenfalls über das soziale Netzwerk von dem Event am Freitag. Sie haben abends dort nachgesehen, wie die Lage so ist. Dabei mussten sie feststellen, dass man gerade dabei war, die Fensterscheiben der Schutzhütte einzuwerfen. Sie haben die Polizeiinspektion in St. Goarshausen und den Ortsbürgermeister umgehend informiert. „Ich finde es vorbildlich, dass die Jugendlichen hier die Initiative ergriffen haben!“ betont Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke.
Als die Polizei zusammen mit dem Ortbürgermeister am Ort des Geschehens eintraf, haben sich ca. 40 Jugendliche Richtung Hausecker Wald abgesetzt. Diejenigen, die noch vor Ort waren, wurden befragt. Dabei konnte auch der Name des mutmaßlichen Täters, der die Scheiben eingeworfen hat, in Erfahrung gebracht werden. Anschließend wurden die Jugendlichen aufgefordert, soweit wie möglich aufzuräumen und dann den Platz zu verlassen. So war der Spuk rund um die Schutzhütte gegen 23:30 Uhr vorbei. Ergebnis: Drei kaputte Scheiben, jede Menge Müll und Glasscherben.
Dem Vernehmen nach ging die Party allerdings in Reitzenhain weiter. Auch dort kam es zu Lärmbelästigungen und Sachbeschädigungen.
Am Samstag wurde dann erst einmal aufgeräumt. Hier sprang der Großvater des Einladenden aus Reitzenhain in die Bresche für seinen Enkel. Nun müssen noch die drei Scheiben erneuert werden. „Ich werde die drei Initiatoren und den Flaschenwerfer anschreiben und auffordern den Schaden zeitnah zu regulieren.“ erklärt der Ortsbürgermeister und hofft, dass die Jugendlichen aus diesem Verlauf der Party etwas gelernt haben.

Landesfinanzausgleichsgesetz wird Gemeinde weiter belasten

Finanzieller Spielraum wird weiter eingeschränkt

Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke erläutert den Ratsmitgliedern die voraussichtlichen Konsequenzen aus dem Landesfinanzausgleichsgesetz. Für Reichenberg wird es gemäß der Studie von Prof. Dr. Martin Junkernheinrich zu einer Verschlechterung der finanziellen Lage um bis zu 40 Euro je Einwohner kommen. Der Haupteffekt wird durch eine geschickt eingesetzte Übergangsregelung allerdings erst ab 2016 eintreten. Der Ortsbürgermeister betont, dass die Gemeinde mit ihrem sehr sparsamen Wirtschaften, der regelmäßigen Anhebung der Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer und der nahezu kostendeckenden Bewirtschaftung des Friedhofs und des Dorfgemeinschaftshauses ihre Hausaufgaben gemacht hat. „Reichenberg beansprucht keine Millioneninvestitionen sondern nur einen geringen finanziellen Spielraum, der uns befähigt eigene Ideen umzusetzen!“ betont Goerke. Ansonsten wird es schwierig, zukünftig Bürger zu finden, die sich für die Gemeinde einsetzen.
Und dass es bürgerliches Engagement in Reichenberg gibt, ist sehr gut beim Projekt „Plane Überdachung“ zu erkennen. Von den Gesamtkosten wurden 3086,06 Euro über Zuwendungen und Spenden aufgebracht. Daneben wurden verschiedene Nebenarbeiten durch mehrere Arbeitseinsätze erledigt. Dankbar nahm der Gemeinderat daher, wie gesetzlich vorgeschrieben, die Zuwendungen der evangelischen Kirchengemeinde und zweier Reichenberger Gruppierungen an. Nun kann unter der Überdachung auch bei nicht so optimaler Witterung gefeiert werde. Die Plane besteht aus drei Teilen und kann schnell und flexibel angebracht werden. Der provisorische Abschluss zum Reitzenhainer Bach wurde durch eine feste Konstruktion mit großen Scheiben ersetzt. Die Gemeinde hatte die Koordination des Projektes übernommen, das von den ersten Ideen bis zur endgültigen Fertigstellung nahezu drei Jahre benötigte. „Wir können sehr stolz sein, gemeinsam diese Möglichkeit geschaffen zu haben!“ stellt Goerke fest. Und die 500 €, die die Gemeinde zu tragen hat, sind eben dieser finanzielle Spielraum, der auch in Zukunft notwendig ist.

Nun ist es amtlich

Reichenberg hatte am 9. Mai 2011 genau 193 Einwohner

Am 01. Juni 2013 erhielt Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke den entsprechenden Feststellungsbescheid. Auf dieser Grundlage ergibt sich gemäß der Bevölkerungsfortschreibung zum 31.12.2011 ein Bevölkerungsstand von 185 Einwohnern. Dies bedeutet ein Plus von 7 Einwohnern gegenüber der Fortschreibung auf Basis der Volkszählung von 1987.
Um die Bedeutung dieser Zahlen zu dokumentieren, möchte ich an dieser Stelle einen Teil des Bescheids wiedergeben:
Feststellungsbescheid:
Sehr geehrter Herr Goerke,
gemäß §2 des Landesgesetzes zur Ausführung des Zensusgesetzes 2011 wird für die Gemeinde Reichenberg zum 9. Mai 2011 eine amtliche Einwohnerzahl von 193 Personen festgestellt.
Begründung:
1. Rechtsgrundlagen:
Das Statistische Landesamt stellt auf der Grundlage von § 1 Abs. 3 Nr. 1 des Gesetzes über den registergestützten Zensus vom 8. Juli 2009 (BGBI. l S. 1781) (ZensG 2011) in Verbindung mit § 2 des Landesgesetzes zur Ausführung des Zensusgesetzes 2011 vom 28. September 2010 (GVBI 2010, S. 269) (ZensG2011AG RP) die durch den Zensus 2011 mit Stand vom 9. Mai 2011 (Berichtszeitpunkt) ermittelten amtlichen Einwohnerzahlen der Gemeinden fest.
Die amtliche Einwohnerzahl einer Gemeinde ergibt sich nach § 2 Abs. 2 ZensG 2011 aus der Gesamtzahl der Personen, die ihren üblichen Aufenthaltsort in der Gemeinde haben. Der übli¬che Aufenthaltsort einer Person ist der Ort, an dem sie nach den melderechtlichen Vorschrif¬ten mit ihrer alleinigen Wohnung oder mit ihrer Hauptwohnung gemeldet sein sollte.
Rechtsgrundlagen für die Ermittlung der amtlichen Einwohnerzahlen im Zensus 2011 sind das -Zensusvorbereitungsgesetz 2011 vom 8. Dezember 2007 (BGBI. l S. 2808) (ZensVorbG 2011) und das ZensG 2011 sowie die Verordnung über Verfahren und Umfang der Haushal¬tebefragung auf Stichprobenbasis zum Zensusgesetz 2011 vom 25. Juni 2010 (BGBI. l S. 830) sowie das ZensG2011AG RP.
Die festgestellten Einwohnerzahlen sind die Ausgangsdatenbasis für die Fortschreibung der Bevölkerung nach § 5 des Gesetzes über die Statistik der Bevölkerungsbewegung und die Fortschreibung des Bevölkerungsstandes in der Fassung der Bekanntmachung vom 20. April 2013 (BGBI. l S. 826) (BevStatG). Diese fortgeschriebenen Bevölkerungszahlen dienen als maßgebliche Bemessungsgrundlage z. B. beim Länderfinanzausgleich sowie bei der Einteilung der Wahlkreise.
...
Erfreulich für Reichenberg ist, dass die Einwohnerzahlen in den letzten Jahren relativ konstant geblieben sind, wenngleich der Altersdurchschnitt weiterhin eine steigende Tendenz zeigt.

Manfred Schaubruch einstimmig auf die Vorschlagsliste gesetzt

Wahl der Schöffinnen und Schöffen im Gemeinderat vorbereitet

Die Vorschlagsliste für die Wahl der Schöffinnen und Schöffen der Wahlperiode 2014 bis 2018 stand auf der Tagesordnung des Gemeinderates. Reichenberg hat hier eine Person durch den Gemeinderat auf die Liste zu wählen. Dabei ruht gemäß der gesetzlichen Bestimmungen das Stimmrecht des Ortsbürgermeisters. Manfred Schaubruch wurde einstimmig auf die Vorschlagsliste gewählt. Er hatte sich bereits im Vorfeld bereit erklärt, diese Aufgabe gegebenenfalls wahrzunehmen.
Weiterhin beschloss der Gemeinderat einstimmig den Beitritt zu einem Solidarpakt für regenerative Energien im Bereich der Verbandsgemeinde Loreley, der sich an dem vorliegenden Vertragsentwurf orientiert. Ausdrücklich darin eingeschlossen sind andere Laufzeiten und andere Gestaltungen der finanziellen Aufteilung. Die Ortsgemeinde Reichenberg hat keine Möglichkeit auf gemeindeeigenen Flächen oder auf gemeindeeigenen Gebäuden in wirtschaftlich sinnvoller Weise regenerative Energien zu erzeugen. Sie wird daher keinen finanziellen Beitrag zum Solidarpakt leisten können. Die aktuelle Beschlusslage der Ortsgemeinden und Städte in der Verbandsgemeinde Loreley lässt nicht erkennen, dass es zu einem Solidarpakt kommt. Dennoch erscheint ein Solidarpakt, gleich welcher Form, eine sinnvolle Form des Ausgleichs zwischen den beteiligten Kommunen zu sein.
Seit dem Ausbau der K90 und der Ortsstraße „Auf dem Berg“ müssen die Kinder, die die evangelische Kindertagesstätte in St. Goarshausen besuchen, an der Haltestelle Steinbruch in den Kindergartenbus einsteigen. Dort gibt es keine Unterstellmöglichkeit.
Vom Gemeinderat wird bemängelt, dass die Kinder damit eine Haltestelle benutzen müssen, die ca. 250 m außerhalb der Ortslage liegt, nicht über einen Fußweg zu erreichen und unbeleuchtet ist. Gerade in der dunklen Jahreszeit und bei Schneefall werden hier große Sicherheitsdefizite gesehen. Der Ortsbürgermeister wurde beauftragt, die Bedenken bei der Kreisverwaltung vorzutragen und um eine kurzfristige Antwort zu bitten.
Für den Fall, dass die Haltestelle Steinbruch weiterhin von den Kindergartenkindern zu nutzen ist, beschließt der Gemeinderat die Errichtung einer Buswartehalle bei Gesamtkosten von maximal 3500 Euro, von denen 2500 Euro durch einen Zuschuss abgedeckt werden.

Gemeinderat bestätigt Preise für Baugrundstücke

Informationen aus dem Gemeinderat

Die Gemeinde besitzt „Auf dem Berg“ seit Jahren zwei Baugrundstücke, die bisher nicht vermarktet werden konnten. Im Rahmen einer Aktualisierung des Baugrundstückkatasters der Verbandsgemeinde Loreley wurden die aktuellen Preisvorstellungen abgefragt. Der Gemeinderat bestätigte seine Vorstellung, die Grundstücke an Familien mit schulpflichtigen Kindern zu besonders günstigen Konditionen weiterzugeben. Einzuarbeiten war die zwischenzeitliche Erschließung. So werden die beiden 789 m² und 780 m² großen Grundstücke an Familien mit zwei schulpflichtigen Kindern für 17.500 Euro abgegeben. Sonstige Interessenten müssen 10.000 Euro mehr anlegen.
Der Ortsbürgermeister informierte, dass die Verbandsgemeinde die Gefahrenabwehrverordnung auf den Komplex Hunde (Anleinpflicht, Beseitigen der Hinterlassenschaften) reduzieren wird. Zusätzlich ist geplant, Hundesteuermarken einzuführen.
Am 15. November wird es in Reichenberg wieder eine Krimilesung geben. Die Gemeinde wird versuchen, dazu neben der Verbandsgemeinde noch weitere Sponsoren zu gewinnen.
Der im Zuge des Ausbaus der K90 verlegte Weg an der Grenze nach Reitzenhain wird so vermessen, dass er komplett auf Gemeindegrund liegt, ohne die Gesamtfläche zu verändern.
Bei der Erörterung der Einwendungen zum Wasserschutzgebiet „Tiefbrunnen Reichenberg“ wurde der Gemeinde und dem Schützenverein zugesagt, dass Änderungen am Schießstand im Rahmen von Ausnahmegenehmigungen möglich bleiben.
Der Wanderweg „Traumschleife Loreley“ befindet sich seit Jahren in der Planung. Reichenberg ist nur im Rahmen der bereits bestehenden Rheinsteig-Zuwegung betroffen. Der Ortsbürgermeister hat sich bereit erklärt, das Projekt organisatorisch zu unterstützen.
Der Ortsbürgermeister wird Material für die Sanierung des Spielplatzes besorgen und einen Arbeitstermin anberaumen.

Reichenberg und Reitzenhain freuen sich über K90

Flankiert von den beiden Ortsbürgermeistern durchschneidet Landrat Günter Kern das rot-weiße BandFlankiert von den beiden Ortsbürgermeistern durchschneidet Landrat Günter Kern das rot-weiße BandZur Erinnerung gibt es eine Flasche Sekt für den LandratZur Erinnerung gibt es eine Flasche Sekt für den LandratViele Bürger waren gekommen um die neue Straße zu feiernViele Bürger waren gekommen um die neue Straße zu feiern

Straße erwandert
Leider spielte das Wetter nicht ganz mit. Trotzdem beteiligte sich eine große Anzahl von Bürgern der Gemeinden Reichenberg und Reitzenhain an der Wanderung über die K90. Lange hatte es gedauert, bis die wichtige Verbindungsstrecke in den Sanierungsplan des Kreises aufgenommen wurde. Dann ging es Mitte letzten Jahres los. Unter „Vollsperrung“ wurde im Wesentlichen im Bestand gebaut und so konnten die Arbeiten bereits Ende September abgeschlossen werden. „Ich freue mich, dass auch Mitarbeiter der bauausführenden Firma EUROVIA heute hier sind,“ erklärte Reichenbergs Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke, „denn Sie haben dafür gesorgt, dass sehr zügig ein tolles Ergebnis zustande gekommen ist.“
So erwanderten an diesem Tage die Reichenberger die Strecke bergan Richtung Reitzenhain. Von dort waren die Reitzenhainer ebenfalls gestartet. Nicht ganz in der Mitte traf man sich und ging dann gemeinsam zur Siedlung Landgraben. Die K90 ist als eine Verkehrsachse ins Hinterland Richtung Hessen zu sehen und wird im Schnitt von 486 Fahrzeugen am Tag genutzt. Auch für den Schulbusverkehr ist sie eine stark benutzte Verbindung. „Nun ist auch eine Begegnung Bus-Bus möglich!“ betonte Landrat Günter Kern bei seiner Ansprache. Er war gekommen, um symbolisch das Band durchzuschneiden und die Straße mit den Wünschen: „Fahrt langsam und ohne Unfälle!“ an die Bürger zu übergeben.
Rüdiger Geisel sprach dann einen Wermutstropfen an. „Leider war es nicht möglich ein Leerrohr für eine schnelle Internetverbindung in die Maßnahme mit einzubringen.“ Aber auch beim ihm überwog die Freude über gut ausgebaute Straße. Die beiden Schützenvereine sorgten für die Verköstigung und die Feuerwehren für die Absicherung der Wanderer auf der Straße. Und so die Bürger beider Orte diese Verbindung zwischen ihnen mit einer kleinen Feier in Besitz genommen.

Andachten waren gut besucht

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Gute Zusammenarbeit von Gemeinde und Kirchengemeinde
Gut besucht war am Silvesterabend die Andacht im Reichenberger Dorfgemeinschaftshaus. Pfarrer Manfred Löhde stellte seine Ausführungen unter die Jahreslosung „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ Dabei knüpfte er ganz bewusst auch an verschiedene Alltagssituationen an. In seiner Ansprache zum Jahreswechsel beim anschließenden Sektempfang der Ortsgemeinde lenkte Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke den Blick nach vorne. Neben den Projekten, die bereits in 2012 begonnen wurden und im neuen Jahr abgeschlossen werden sollen, sind nur wenige neue Vorhaben geplant. Eine Buswartehalle am Steinbruch soll wegen der geänderten Linienführung der NVG errichtet werden und es soll ein Zuschuss für die Ertüchtigung eines Wirtschaftsweges beantragt werden. Dann nahm der Ortsbürgermeister den Gedanken der Jahreslosung auf „Wir haben hier kein bleibendes Dorf“ und wies auf die demografischen und strukturellen Probleme der Gemeinde hin. Um dem entgegenzuwirken, appellierte er an die Anwesenden, gemeinsam hart dafür zu kämpfen, dass Reichenberg lebens- und liebenswert bleibt. Dazu gelte es, auch mal bei den eigenen Interessen zurückzustecken und sich in die Gemeinschaft einzubringen.
Das hatte bereits die Evangelische Kirchengemeinde getan, worauf Pfarrer Löhde noch einmal hinwies. Der Weg zur Kirche wurde saniert und die Kosten dafür von der Kirchengemeinde übernommen. Neben den Stufen wurde auch das Geländer gerichtet, sodass unsere Kirche zu Fuß wieder gut erreichbar ist. Beachtenswert ist auch das Engagement des Kirchenvorstandes, an Heilig Abend eine Andacht in Eigenregie anzubieten. Über 20 Bürger haben dieses Angebot angenommen und sich so für die Weihnachtstage einstimmen lassen.
Auch im neuen Jahr wird es sicherlich wieder verschiedene gemeinsame Veranstaltungen und Projekte geben, damit Reichenberg in lebens- und liebenswerter Form erhalten bleibt.