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Presseartikel 2011

Hier finden Sie die Presseartikel aus 2011.
Der Jahrgang 2011 wurde als erster vollständig im Rahmen der Welterbe-Präsenz in Typo3 erfasst.


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Andacht und Empfang zum Jahreswechsel

Gemeinde und Kirchengemeinde laden ein
Reichenberg blickt auf ein Jahr zurück, das eher verhalten begonnen hat, dann aber in der zweiten Jahreshälfte doch etwas turbulenter geworden ist. Im nächsten Jahr stehen zwei Straßenbauprojekte an, die uns sicherlich einiges abverlangen werden. Gemeinsam wollen wir am 31.12. daher den Blick vor allem nach vorne wagen. Wir laden Sie um 16:30 Uhr ganz herzlich zu einer Andacht mit anschließendem Empfang in das Dorfgemeinschaftshaus ein. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Sekt, Orangensaft und andere Getränke werden ausreichend vorhanden sein; an Knabbereien und Gummibärchen für die Kinder wird es sicherlich auch nicht fehlen. Bärbel Goerke, als Vorsitzende des Kirchenvorstandes, und der Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke freuen sich auf einen regen Zuspruch der Reichenberger Bürger.

Andacht zum Heiligen Abend

Herzliche Einladung an alle Reichenberger
In diesem Jahr hat sich der Kirchenvorstand etwas Besonderes einfallen lassen. Zwei Jungmusiker werden die Andacht mit eigens zu diesem Anlass von der Sängerin Christina Rattay-Wrede geschriebenen Arrangements begleiten. Wenn Sie also eine besinnliche Einstimmung in die kommenden Weihnachtstage suchen, dann kommen Sie am 24. Dezember um 18 Uhr in die Reichenberger Kirche. Gemeinsam wollen wir ein wenig innegehalten, der Musik lauschen und die Weihnachtsgeschichte hören. Natürlich werden wir auch einige Weihnachtslieder gemeinsam singen. Alle Reichenberger, ob jung oder alt, gleich welcher Konfession, sind dazu ganz herzlich eingeladen. Sollten Sie auf dem Weg zur Kirche Unterstützung benötigen, können Sie gerne den Fahrdienst des Kirchenvorstandes in Anspruch nehmen.

"Auf dem Berg" wird erschlossen

Gemeinderat arbeitet umfangreiche Tagesordnung ab
Sichtlich erleichtert war Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke als die Grundsatzentscheidung zur Erschließung „Auf dem Berg“ einstimmig gefallen war. Die Stimmung bei den betroffenen Anliegern, die fast vollständig anwesend waren machte Roland Müller deutlich: „Wir haben uns schweren Herzens entschlossen, die Vereinbarung mit der Gemeinde zu schließen!“ Im Gegenzug hat der Rat die Aufnahme verschiedener zusätzlicher Anregungen und Forderungen der Anlieger in die Planung ebenfalls beschlossen. So kann nun Herr Strubel vom Ingenieurbüro Leyendecker mit der Ausführungsplanung beginnen und die Ausschreibung vorbereiten. Nach Abschluss der Maßnahme werden alle gemeindlichen Straßen und Wege im Ortsbereich in einem ordentlichen Zustand sein. Wann allerdings die Ortsdurchfahrt erneuert wird, steht in den Sternen.
Bei den folgenden zehn Tagesordnungspunkten ging es im Wesentlichen um finanzielle Aspekte. Den Anfang machte der Brennholzpreis, der moderat erhöht wurde und der Forstwirtschaftsplan. Im nächsten Punkt wurde über die zukünftigen Investitionen und die Unterhaltung gesprochen. Die Erschließung „Auf dem Berg“ wird über einen Nachtragshaushalt abgebildet und für die Überdachung am Feuerwehrgerätehaus soll eine Plane beschafft werden. Weitere Investitionen kann sich die Gemeinde nicht leisten. Dafür sind aber hoffentlich ausreichende Beträge für die Unterhaltung der Infrastruktur in den jeweiligen Teilhaushalten eingestellt. Nicht folgen wollte der Gemeinderat dem Beschlussvorschlag des Ortsbürgermeisters für die Grund- und Gewerbesteuer. Immerhin wurde aber eine Erhöhung des jeweiligen Hebesatzes um 10% beschlossen. Auch bei der Hundesteuer konnte sich Goerke nicht durchsetzen, die Sätze wurden jeweils um 6 € angehoben.
Das Preisblatt für die Benutzung des Dorfgemeinschaftshauses wurde ebenfalls angepasst, in geringem Umfang bei den Mieten, etwas mehr bei den Nebenkosten. Die Unterstützung für Vereine und Gruppen bleibt im Wesentlichen auf dem Niveau des Vorjahres, allerdings wird die Gemeinde dem Schützenverein zu seinem einhundertsten Geburtstag ein Feuerwerk schenken. Die Gemeinde wird dem Verein „Pro Brücke e.V.“ beitreten und eine einmalige Spende in Höhe von 50 € geben. Damit möchte der Rat ein Zeichen für die Wichtigkeit einer festen Rheinquerung setzen.
Der Gemeinderat hat die Spende des Ortsbürgermeisters für die Kosten der Internetpräsenz der Gemeinde angenommen. Die Beschlussfassung über die Beschaffung einer Plane für die Überdachung am Feuerwehrgerätehaus wurde vertagt, das bisher damit befasste Gremium der betroffenen Gruppen soll hier noch einmal gefragt werde. Der Rat hat jedoch einen Zuschuss in Höhe von maximal 500 € in Aussicht gestellt.
Mit diesen vorbereitenden Beschlüssen konnte dann sehr zügig der Haushalt und die Haushaltssatzung beschlossen werden. Sorge bereitete dabei dem Ortsbürgermeister die Tatsache, dass sowohl für 2012 wie auch für 2013 ein für Reichenberg recht hoher Fehlbetrag ausgewiesen werden muss. Der Hinweis von Dieter Clasen, dass es in Reichenberg in der Regel im Jahresergebnis dann besser aussehe, konnte Goerke nicht wirklich trösten. Der Gemeinderat hat aber mit seinen Beschlüssen versucht, auf dem Weg des sparsamen Wirtschaftens voranzugehen. Gegen die nicht beeinflussbaren Belastungen von Außen steht die Gemeinde allerdings auf verlorenem Posten.

Herzliche Einladung

Adventliche Seniorenfeier im Dorfgemeinschaftshaus
Die Gemeinde und die Kirchengemeinde freuen sich über die zahlreichen Zusagen zum diesjährigen Seniorennachmittag. Mit Kaffee und Kuchen, einem Sketch der Jugend und einem Bilderrätsel wird es sicherlich eine kurzweilige Veranstaltung werden. Kurzfristige Nachmeldungen sind auch kein Problem. Zur Erinnerung: Wir treffen uns morgen, am 26. November um 14:30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus.

Sitzung des Gemeinderates

Besuchen Sie doch einmal die Gemeinderatssitzung!

Recht umfangreich ist die Gemeinderatssitzung am heutigen Freitag. Vierzehn Tagesordnungspunkte im öffentlichen Teil sind schon eine stattliche Anzahl. Und die Themen sind auch nicht von Pappe! Zentraler Punkt ist die Haushaltsplanung für 2012. „Wir stecken in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten,“ betont Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke, „und da sind die Möglichkeiten schon sehr begrenzt!“
Traditionell wird in Reichenberg sparsam gewirtschaftet; dies führte in der Vergangenheit in der Regel zu einem ausgeglichenen Haushalt. Aber gerade in den letzten Jahren wurde es immer problematischer, den Ausgleich zu schaffen. Für 2010 gibt es beim vorläufigen Abschluss ein Minus von mehr als 10.000 Euro. Grund dafür ist im Wesentlichen der Wegebau im Wald hinter der Burg. Hier ist die Gemeinde für die Grundstückseigentümer im Außenbereich in Vorlage getreten, da die Rücklagen aus der Jagdpacht für diese Investition nicht ausreichten. Über etwa fünf Jahre wird der Betrag zurückgezahlt werden und im jeweiligen Ergebnis auftauchen.
Auch für das negative Ergebnis im Plan 2012 gibt es Begründungen. Nur leider zeichnet sich dort eine Kompensation in der Zukunft nicht ab. Die geplanten Schlüsselzuweisungen werden zwar um 3.500 € steigen, im Gegenzug erhöhen sich aber die Umlagen an die VG und den Kreis um 8.200 €. Ferner belastet die Notwendigkeit einer neuen Heizung im Kindergarten St. Goarshausen das Ergebnis mit 1.000 €. Sinkende Konzessionsabgabe der SÜWAG und steigende Energiekosten wirken sich ebenfalls negativ aus. Auch wenn verschiedentlich die Haushaltsansätze bei den Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen in 2010 nicht ausgenutzt wurden, sind sie für 2012 und 2013 in unveränderter Höhe eingestellt worden. „Die Gemeinde muss konsequent Geld für die Erhaltung des Infrastrukturvermögens einsetzen, um den Minimalstandard weiterhin zu erhalten!“ ist sich Goerke sicher. Noch nicht in den Haushalt eingestellt ist die möglicherweise geplante Erschließung „Auf dem Berg“. Da es sich dabei um eine Investition handelt, werden sich die Kosten „nur“ in Form von Abschreibungen und Zinsen für die notwendigen Kredite in den nächsten Ergebnishaushalten auswirken. Allerdings kann ja ein Teil der notwendigen Liquidität über die Hochzeitsprämie der Verbandsgemeindefusion abgedeckt werden.
Für 2012 und in der Folge stehen der Gemeinde noch schwierigere Zeiten bevor. Ein strukturelles Defizit von bis zu 15.000 € wird die Gemeinde begleiten. Wesentliche Verbesserungen auf der Ertragsseite sind auch durch drastische Steuererhöhungen nur schwer möglich. Andere Ertragsquellen existieren nicht. Dennoch ist ein Gegensteuern über die stetige Erhöhung der Steuern unverzichtbar und eine regelmäßige Anpassung der Gebühren unverzichtbar.
Auf der Aufwandsseite hat sich die Gemeinde bereits in der Vergangenheit so positioniert, dass Einsparungen fast ausgeschlossen sind. Viele Sparmöglichkeiten wurden ausgeschöpft und das ehrenamtliche Engagement der Bürger ist nach wie vor hoch. Die Gebühren für die kostenrechnenden Einrichtungen wurden regelmäßig angepasst um z.B. die Steigerungen beim Energieeinsatz zu kompensieren.
Daher gilt es auf dem Weg der sparsamen Haushaltsführung fortzufahren, die gemeindliche Infrastruktur in einem nutzbaren Zustand zu halten und alle Möglichkeiten auf der Ertragsseite auszuschöpfen. „Nur so behalten wir die Möglichkeit, auch in Zukunft noch eigene Ideen zu verwirklichen.“ stellt der Ortsbürgermeister fest. „Das Geld, das wir ausgeben müssen, können wir nur von den Bürgern in Reichenberg bekommen. Dies ist leider alternativlos!“ Und so wird der Gemeinderat auch für den nächsten Haushalt wieder die Steuern erhöhen müssen. In diesem Zusammenhang ist der § 93 Abs. 4 der Gemeindeordnung zu beachten: „Der Haushalt ist in jedem Haushaltsjahr in Planung und Rechnung auszugleichen.“ Wie dies zu geschehen hat, steht in § 94: „Die Gemeinde erhebt Abgaben nach den gesetzlichen Vorschriften. Die Gemeinde hat die zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlichen Erträge und Einzahlungen, soweit vertretbar und geboten aus Entgelten für ihre Leistungen, im Übrigen aus Steuern zu beschaffen, soweit die sonstigen Erträge und Einzahlungen nicht ausreichen.“ Dem ist eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen. Nur halten müssten sich alle dran!

Zwischen den Gräben

Dies gehört mit Sicherheit da nicht hin!
In einem Gespräch wurde Ortsbürgermeister darauf hingewiesen, dass von unbekannten Mitbürgern „Zwischen den Gräben“ Dinge entsorgt wurden, die dort mit Sicherheit nicht hingehören. Bimssteine und allerlei Müll wurde dort von uneinsichtigen Zeitgenossen abgeladen.
„Das gehört sich einfach nicht!“ pflichtete der Ortsbürgermeister dem Beschwerdeführer bei, allerdings ist es schwer dem Verursacher beizukommen. Nur wenn aufmerksame Mitbürger sich nicht scheuen, ihre Beobachtungen zu melden, können die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Auch kündigte der Ortsbürgermeister an, bei seinem regelmäßigen Lauftraining diesen Bereich verstärkt zu kontrollieren.

Volkstrauertag

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Gedenkfeier

Am Volkstrauertag findet um 14:00 Uhr ein Gottesdienst in unserer Kirche statt. Im Anschluss wird am Ehrenmal in einer Gedenkfeier der Toten der Kriege und den Opfern der Gewaltherrschaft gedacht. Neben dem Frauenchor werden diesmal wieder die Konfirmanden mitwirken. Die Ortsbevölkerung, ob jung oder alt, ist dazu herzlich eingeladen.

Volksbund - Eine nicht endende Aufgabe

Workcamp des Volksbundes in GothaJugendliche gestalten eine Allee auf dem Friedhof in Gotha

Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge

Dieser Friedhof ist voller Symbole. Er ist ein Sinnbild für unsere Geschichte, für zahllose Kriege - und unseren Umgang mit den Opfern, sagt Friedhofsmeister Rainer König. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern pflegt er die Gräber auf dem Gothaer Hauptfriedhof. Hier finden sich zahlreiche Kriegsgräberstätten verschiedener Nationen und Epochen. Heute hat der Mann, den man meist mit einer Schirmmütze und einem Volksbund-Shirt bei der Arbeit sieht, 30 jugendliche Helfer an seiner Seite. Es sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des internationalen Workcamps im thüringischen Gotha. In diesem Sommer haben sie sich viel vorgenommen. Denn neben den üblichen Pflegearbeiten wollen sie eine neue Allee bauen, welche die russischen mit den deutschen Gräbern verbindet: Sie nennen sie die "Allee der Versöhnung".
Etwas Gutes tun
Für die Jugendlichen, die hier zwei Wochen lang gemeinsam arbeiten, lernen und ihre Freizeit verbringen, ist diese Idee äußerst einleuchtend. Schließlich stammen sie selbst aus neun Ländern Europas, die sehr unter den Weltkriegen zu leiden hatten: Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Italien, Moldawien, Russland, Türkei, Ukraine und Weißrussland. Ivan Fukin ist einer der beiden weißrussischen Teilnehmer. Der 21-Jährige, der gerade mit der Schaufel in der Hand die spezielle Kieselmischung verteilt, ist schon das zweite Mal in einem Workcamp in Deutsch - land. Nach dem er vergangenes Jahr die Kriegsgräberstätte in Halbe und die Arbeit des Volksbundes erlebt hatte, hat er diesmal noch einen Freund mitgebracht: "Denn ich finde, dass dies eine gute Möglichkeit ist, das Land aus einer ganz anderen Perspektive kennen zu lernen und zugleich etwas Gutes zu tun." Die deutsche Sprache hat er übrigens am Goethe-Institut in Minsk erlernt. Auch viele der anderen ausländische Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfügen über gute Deutschkenntnisse, ansonsten verständigt man sich mit der Campsprache Englisch oder mit teils fantasievollen Gesten.
Wachsendes Verständnis
Die Arbeit selbst verläuft meist ohne große Worte. Jeder packt mit an. Jungen und Mädchen wuchten gemeinsam die so eben entfernten morschen Äste auf einen großen Haufen, reinigen die Gräber oder beweisen sich im akkuraten Heckenschnitt. Die Arbeit an der künftigen Allee der Versöhnung hat dabei Symbolkraft. So legen sich die Jugendlichen um Workcamp-Leiter Sebastian Fehnl und seine Teamer mächtig ins Zeug. Sie alle verteilen mit ihren Schaufeln und Hacken den aufgeschütteten Kies und pflanzen beidseitig am Wegesrand junge Laubbäume.
Die jungen Setzlinge besitzen in den Augen des Friedhofsmeisters eine große Symbolkraft: Die Neuanpflanzungen ersetzen jene absterbenden Bäume, die hier in den zwanziger und dreißiger Jahren gepflanzt wurden. Sie sollen nun ein neues Zeichen der historischen Versöhnung und des aktuellen Verstehens unter den Menschen der jüngeren Generation sein. So soll ihr Wachstum auch das wachsende Verständnis in der jungen Generation belegen. Wie zum Beweis, dass die Gothaer Gräber dazu besonders geeignet sind, findet sich im aufwändig gestalteten Mausoleum der Anlage die Urne Bertha von Suttners. Sie war die erste Trägerin des Friedensnobelpreises.
Spenden Sie
Damit der Volksbund auch zukünftig seine Aufgaben, wie zum Beispiel diese Pflegearbeiten im Zusammenhang mit einem Workcamp für Jugendliche, bewältigen kann, ist er auf Ihre Spenden angewiesen. Im letzten Jahr wurden in Reichenberg 177 Euro gesammelt. Dafür an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank. Bitte geben Sie auch in diesem Jahr wieder damit die Soldatengräber in aller Welt in einem würdevollen Zustand gehalten werden können.
Karl Heinz Goerke, Ortsbürgermeister

Martinszug in Reichenberg

Kinder mit LaternenLaternenumzug

Termin ist der 11. November!

Leider gab es in der Terminübersicht in der letzten Woche einen Fehler! Am 11. November ab 18 Uhr starten wir wie immer am Friedhof zu unserem Martinszug. Groß und Klein sind auch in diesem Jahr wieder ganz herzlich eingeladen. Die Strecke geht diesmal Richtung Amtsfeld und wieder zurück zum Dorfgemeinschaftshaus. Gemeinsam wollen wir, von der bewährten Kapelle begleitet, einige Lieder singen. Am Ziel wird es unter der Überdachung heißen Apfelsaft und Glühwein geben. Für jedes Kind spendiert die Gemeinde einen Weckmann und für die Erwachsenen werden wieder die leckeren Winzerbrote, auf Wunsch mit reichlich frischen Zwiebeln, angeboten. Der Erlös der Veranstaltung geht wie in jedem Jahr nach Hyderabad. Dort wird die schulische Ausbildung zweier indischer Kinder finanziert. Zusätzliche Spenden sind daher jederzeit willkommen.

Friedhof für die kommenden Gedenktage vorbereiten

Die meisten Gräber sind vorbildlich

Schon ein wenig gewachsen ist das Gras auf den beiden eingeebneten Flächen des Reichenberger Friedhofs. Vermutlich muss im Frühjahr noch die ein oder andere Stelle nachgesät werden. An dieser Stelle noch mal vielen Dank an alle die geholfen haben. Auch beim überwiegenden Teil der Gräber kann man die Mühe erkennen, mit der sich die Angehörigen der Grabpflege widmen. Leider sind aber einzelne Gräber ziemlich verwahrlost. Unkraut steht 50 cm hoch auf dem Grab und der Splitt zwischen den Gräbern ist kaum noch zu erkennen.

Gemäß Friedhofsordnung sind auch die Grabzwischenräume von den Angehörigen zu pflegen und sauber zu halten. Splitt stellt die Gemeinde zur Verfügung und davon ist noch genug vorhanden. Sicherlich gibt es unterschiedliche Ansichten zum Thema Grabbepflanzung, aber das reine Unkraut ist garantiert nicht der richtige Weg. Wenn der Bodendecker in begrenztem Umfang über die eigentliche Grabstelle hinaus wächst, lockert dies die strenge Ordnung ein wenig auf und ist nicht zu beanstanden. Wenn aber Löwenzahn, Disteln, Klee und Gras den Grabzwischenraum zuwuchern, verstößt das eindeutig gegen die Regeln.

„Wegen der kommenden Gedenktage wäre es schön, wenn alle ihren Verpflichtungen nachkommen!“ so Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke, „dann bietet unser Friedhof auch einen würdigen Rahmen für die Tage.“

Grabfeld angesät

Plötzlich ging alles sehr schnell

„Nun muss das Gras nur noch wachsen!“ freut sich Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. In Eigenleistung wurden die beiden unteren Grabfelder auf dem Friedhof eingeebnet, mit Mutterboden aufgefüllt und angesät. Koordinator der Aktion war der 2. Beigeordnete Hans-Joachim Hopf. Die restlichen Arbeiten konnten innerhalb einer Woche beendet werden.

Der Gemeinderat hatte auf seiner letzten Sitzung beschlossen, dass die Sträucher an der Mauer vorne entfernt werden sollten. Dies konnte nur teilweise ausgeführt werden, da das Wurzelwerk teilweise so in der Mauer steckte, dass Schäden drohten. So wurde beschlossen, die Büsche kurz abzuschneiden und dies regelmäßig zu wiederholen, um sie endgültig zu beseitigen. Gut 23t Mutterboden wurden kurzfristig geliefert und auf der Fläche verteilt. Eine große Hilfe dabei war das Ratsmitglied Bernd Huppert, der mit seinem Frontlader das Material über die Friedhofsmauer brachte. Nun muss die Fläche in den nächsten tagen noch regelmäßig feucht gehalten werden, damit der Grassamen aufgeht.

„Dadurch, dass viele mitgeholfen haben, konnten wir dies Maßnahme mit Kosten von etwa 500€ abschließen!“ freut sich der Ortschef. Dies entlastet die Finanzen der Gemeinde, die trotz der in Aussicht stehenden „Hochzeitsprämie“ traditionell nicht besonders üppig sind.

Dies und Das aus dem Gemeinderat

Überregionale Projekte sollen unterstützt werden

Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke wies in der Ratssitzung auf die Benutzungsordnung für das DGH hin und plädierte an die Nutzer, Lärmbelästigungen nach 22 Uhr zu vermeiden. Vor allem gegen Ende der Veranstaltungen in der Nacht solle darauf geachtet werden, die Anwohner nicht zu belästigen. „Ich denke das ist ein Gebot des fairen Miteinanders in unserer Gemeinde!“ betonte er.

Die Ratsmitglieder wurden gebeten zu prüfen, ob sie einem Beitritt der Gemeinde zum Verein Pro Brücke e.V. zustimmen könnten. Ortsbürgermeister Goerke plädierte dabei für eine zunächst einmalige finanzielle Unterstützung des Vereins. „Die Brücke ist eine Möglichkeit die Arbeitsplätze auf der anderen Rheinseite zu erreichen, und die sind wichtig für die Zukunft unserer Kinder!" führte Goerke dazu aus.

Der Ortsbürgermeister erläutert, dass er den Erhalt einer Inspektion im Bereich St. Goarshausen/Nastätten für unbedingt erforderlich hält. Eine entsprechende Unterschriftenliste wurde in der Sitzung spontan herumgegeben und von einem Teil der Anwesenden unterzeichnet!

Seit 2009 gibt es Bemühungen einen zusätzlichen Rundweg im Bereich St. Goarshausen, Patersberg, Reichenberg und Bornich in Verbindung mit dem Rheinsteig auszuweisen und zertifizieren zu lassen. Das Verfahren läuft. Es sind zwei Vereinbarungen zwischen der Verbandsgemeinde und privaten Grundstückseigentümern zu schließen. Der Ortsbürgermeister hat sich bereit erklärt, die Angelegenheit federführend für die beteiligten Städte und Gemeinden zu begleiten.

Sehr positiv bewertete der Ortschef, dass er über die CIP-Software lesend auf die Haushaltsdaten der Gemeinde zugreifen kann. Dies erleichtert die Überwachung der Ausgaben der Gemeinde und die Haushaltsplanung für das Folgejahr. Er betonte, dass er dieses Programm auch unbedingt nach der Fusion der Verbandsgemeinden weiter nutzen möchte.

Der Ortsbürgermeister berichtete über den steten Verkauf der Chronik der Gemeinde im 11. Jahr nach ihrem Erscheinen. Er gab den Dank und die Anerkennung von Dr. Joachim Bauke an den anwesenden Karl-Willi Hebel weiter. Gleichzeitig wies er auf eine Neuerscheinung zu den Landtafeln hessischer Ämter von Wilhelm Dilich bei der kassel university press hin.

Nach Durchsicht des Antragsformulars für den Kultursommer 2012 „Gott und die Welt“ wurde beschlossen, keinen Antrag auf Förderung zu stellen. Für 2012 ist in Absprache mit der Evangelischen Kirchengemeinde wieder eine Beleuchtung von Kirche und Burg, eine musikalische Beschallung der Gemeinde und eine Lesung Anfang Oktober geplant. Die Turnfrauen des Schützenvereins werden gebeten, in bewährter Form die Bewirtung zu übernehmen.

Anlieger haben sich beschwert, dass das Lichtraumprofil und das Bodenprofil bei einigen Grundstücken ‚Auf dem Berg’ nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Der Ortsbürgermeister wird die betreffenden Anlieger schriftlich auf ihre Pflichten hinweisen.

Rat stimmt mit knapper Mehrheit für die Fusion

In Reichenberg sind verschiedene Projekte in der Umsetzung

Denkbar knapp war das Ergebnis der Abstimmung über die Fusion der beiden Verbandsgemeinden Loreley und Braubach im Reichenberger Gemeinderat. Zwei Ja-Stimmen, eine Nein-Stimme und zwei Enthaltungen zählte Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke am Ende.

Vorangegangen war je ein Statement des Ortsbürgermeisters und des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Loreley, Dieter Clasen. „Reichenberg hat nur geringe Vorteile,“ so das Resumee von Goerke, „und die zukünftigen finanziellen Belastungen werden durch die Eigenbeteiligungen an den bezuschussten Projekten weiter deutlich steigen!“ Er stimmte folglich gegen die Fusion.

Dieter Clasen stellte aus seiner Sicht die Unabwendbarkeit der Fusion dar und betonte, dass die geplanten Maßnahmen über kurz oder lang sowieso hätten angegangen werden müssen. „Und dann ist eine Teilfinanzierung durch das Land ein echter Gewinn!“ Auch stellte er in Aussicht, das mittelfristig durch einen Personalabbau Kosten eingespart werden sollen. „Ob sich dies aber auf die Umlage auswirkt, hat der neue Verbandsgemeinderat zu entscheiden!“ ergänzte er.

Im Rahmen der Einwohnerfragestunde hatten dann die anwesenden Bürger und die Ratsmitglieder die Möglichkeit ergänzende Fragen zu stellen. Themen waren dabei unter anderem die Herleitung der Hochzeitsprämie und die Zukunft der Werke. Sehr erfreut zeigte sich der Ortsbürgermeister über das rege Interesse der Bürger, das sie mit ihrer Anwesenheit und ihren Fragen bekundeten.

Der Ortsbürgermeister berichtete von seiner Besprechung mit der Firma Zeltbau Fiebig in Katzenelnbogen. Es ist angedacht, an der Überdachung am Feuerwehrgerätehaus die Möglichkeit zu schaffen, die Seite zum Bolzplatz mit Planen zuzuhängen. Nach Zugang des Angebotes soll über das weitere Vorgehen entschieden werden. Die Investition wird in den Haushalt 2012 aufgenommen.

Hans Joachim Hopf berichtete über den Fortgang der Begrünung des Grabfeldes. Sträucher und Büsche wurden oberflächlich entfernt, ein Herausziehen des Wurzelwerkes wurde abgebrochen, da Schäden für die Mauer zu befürchten waren. Nächste Aktion ist das Abfahren des Gestrüpps, für das schon konkrete Absprachen getroffen wurden. Der Ortsbürgermeister kümmert sich um die Lieferung von 15m³ Mutterboden.

Der Ortsbürgermeister kündigte einen Arbeitstermin am Zaun des Radweges an, zu dem im Loreleyecho noch eingeladen wird. Der Gemeinderat ist sich einig, dass nur noch der Zaun unmittelbar von der Kreisstraße bis zum Weg zur Kirche bestehen bleiben soll.
Der Ortsbürgermeister wird beauftragt, mit dem Revierförster mittelfristig dafür zu sorgen, dass der Baumbestand unmittelbar neben dem Radweg reduziert wird. Dazu sind vor allem Selbstwerber zu gewinnen.

Durch Lieferverkehr zu den Anwesen am Burgweg und zur Burg kam es in der jüngsten Vergangenheit zu Schäden am Privateigentum eines Anliegers. Es steht zu befürchten, dass die Brücke über den Reitzenhainer Bach Schaden nimmt. Der Ortsbürgermeister wird die Anlieger schriftlich darauf hinweisen, dass für den Lieferverkehr ausdrücklich kleine Fahrzeuge anzufordern sind. Dies sollten die Anlieger schon in ihrem ureigensten Interesse zukünftig berücksichtigen.

Besondere Begegnung von Mensch und Pferd

Spielende Kinder im IndianerdorfNach dem Theaterstück haben die Kinder in dem aufgebauten Indianerdorf getobt und gespielt.

Aufführung
Kinder der Pferdeinsel in Reichenberg machten aus dem Buch „Kleiner Indianer“ ein Theaterstück

Reichenberg. Ein Theaterstück der besonderen Art gab es auf der Pferdeinsel in Reichenberg zu sehen: Rund 170 Besucher nutzten die Gelegenheit, sich davon zu überzeugen, dass die Begegnung zwischen Mensch und Pferd auf der Pferdeinsel – eine Einrichtung, die das heilpädagogische Begleiten mit dem Pferd für behinderte und förderbedürftige Menschen anbietet – etwas ganz Zauberhaftes sein kann.

Bereits vor drei Monaten wurde eine elfköpfige Kindergruppe zusammengestellt, die im Verlauf der folgenden Wochen die Geschichte von Geraldine Elschner und Monika Schliephack in Form eines Theaterstücks mit ihren Pferden einübten. Weil das Buch „Kleiner Indianer“ der Pferdeinsel aus dem Herzen spricht, beschlossen die Kinder gemeinsam, diese Geschichte nachzuspielen. Denn Menschen mithilfe von Pferden starkzumachen, das ist nicht nur das Ziel der Arbeit auf der Pferdeinsel, sondern auch der Inhalt der Geschichte. Die Autorinnen Geraldine Elschner und Monika Schliephack mischten sich persönlich unter die Zuschauer des Theaterstücks. Sie waren stolz darauf, dass ihr Buch auf so einzigartige Weise zum Leben erweckt wurde.

Kulisse gemeinsam gebaut
Die Kulisse wurde von den Kindern und einem achtköpfigen Team aus Fachkräften und Praktikanten zusammengebaut. Gemeinsam mit den Eltern wurden Kostüme genäht, die Therapiepferde trainiert und die Dekoration für die große Aufführung gebastelt. Jeder Indianer übte seine Passagen mit und ohne Pferd an insgesamt sechs Projekttagen ein. Das Ergebnis der Anstrengungen konnte sich sehen lassen: Die große Aufführung beeindruckte die Zuschauer.
Die Kinder gingen selbstbewusst in ihrer Rolle auf und präsentierten stolz ihr Können – mit und auf den Pferden Gironimo, Gina und Nscho- Tschi. Das Besondere an diesem Theaterstück war aber nicht nur die Geschichte, sondern die tief greifenden positiven Emotionen, die sowohl die Kinder als auch die Zuschauer zeigten. „Vor allem, weil die Kinder ganz ohne Druck behutsam in ihre Rolle und das Gruppengeschehen hineinwachsen und sich darin frei entfalten konnten“, ist sich die Leiterin der Pferdeinsel, Kim Michel, sicher.

Ausstellung präsentiert Konzept
Nach dem Theaterstück stärkten sich die Hauptdarsteller und Besucher bei Kaffee und Kuchen, bastelten Kopfschmuck und nutzten das aufgebaute Indianerdorf zum Toben und Spielen. An den Stallungen der Pferdeinsel wurde eine Ausstellung über die Arbeit der Pferdeinsel und des Vereins Aktion Pegasus präsentiert. Dort konnten die Besucher beim Blick auf die Fotografien Eindrücke aus den Therapien gewinnen, das Konzept der Pferdeinsel kennenlernen und sich über die Projekte informieren.

Rh.-Lahn-Ztg. Bad Ems vom Freitag, 2. September 2011, Seite 22

Soll Reichenberg für die Fusion stimmen

Gibt es Alternativen?
Wesentlicher Tagesordnungspunkt auf der nächsten Ratssitzung in Reichenberg ist die Zustimmung zur Fusionsvereinbarung zwischen den Verbandsgemeinden Loreley und Braubach. „Ich bin mit dem gesamten Prozess der Fusionsverhandlungen und dem Ergebnis ausgesprochen unzufrieden!“ bezieht Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke klar Stellung. „Leider gibt es aktuell aber keine echten Alternativen!“
Bereits zu Beginn der Fusionsüberlegungen wurden mit den damals aufgestellten Maximalforderungen die falschen Signale an mögliche Partner gesendet. Und so wurde sich schon sehr früh auf eine Verbindung von St. Goarshausen und Braubach festgelegt. Die wirtschaftliche Tragfähigkeit dieser Lösung muss stark bezweifelt werden, zumal im Verbandsgemeinderat schon offen darüber geredet wurde, dass die VG-Umlage nicht gesenkt werden könne. „Wenn die Verwaltungskosten in den nächsten Jahren fusionsbedingt nicht steigen, so wäre dies ein kleiner Beitrag zur Konsolidierung der Finanzen,“ betont der Ortsbürgermeister. „Die Gründe für den erhöhten Umlagebedarf sind nicht in der geplanten Fusion zu suchen.“ Auch haben die beiden Verbandsgemeinden bei der Finanzkraft pro Einwohner keine signifikante Lücke gegenüber dem Aufkommen z.B. in Nastätten. Daher liegen die Probleme offensichtlich auf der Ausgabenseite.
Und von dieser Seite drohen der neuen fusionierten Verbandsgemeinde gerade durch die „Wohltaten der Strukturförderprojekte“ weitere ungedeckte Wechsel auf die Zukunft. So schön die Übernahme des Loreley-Besucherzentrums einschließlich der aufgenommenen Kredite für die Stadt St. Goarshausen und die Gemeinde Bornich auch ist, diese Kosten sind zukünftig von allen in der neuen VG zu tragen. Ein Zuschuss von 50% für ein neues Feuerwehrgerätehaus klingt gut, aber die restlichen 50% müssen auch finanziert werden. Da der Zuschuss betragsmäßig gedeckelt ist und bekanntlich solche Projekte immer etwas teurer werden sowie zusätzliche, nicht zuschussfähige Ausgaben auftauchen, ist davon auszugehen, dass dadurch die VG-Umlage steigen müsste. Da vermutlich das Ganze auch noch vorfinanziert werden muss, kann man von 3% der neuen VG-Umlage ausgehen.
Wenn sich dann der neue VG-Rat auch wieder entschließt, die Umlage nicht anzuheben, um die Städte und Gemeinden zu schonen, dann wird das Problem nur in die Zukunft transferiert. „Die VG hat keine wesentlichen eigenen Einnahmen und die Fehlbeträge von heute und morgen fallen uns übermorgen wieder vor die Füße,“ ist sich Goerke sicher, „und dann sind sie wieder oder aber immer noch von den Städten und Gemeinden zu tragen!“
Wenn der neue Verbandsgemeinderat nicht eisern spart und das strukturelle Defizit im Ergebnishaushalt abbaut, dann hat auch die neue VG keine Zukunft. Und dabei gilt es auch, die Annahme von Zuschüssen zu hinterfragen, die die finanzielle Situation nicht wirklich verbessern.
Selbst die Verwendung der Hochzeitspräme, die für Reichenberg knapp 10.000 Euro betragen wird, ist in der Vereinbarung vorgeschrieben. Die Gemeinde hat den Kredit, den sie für die Sanierung des Daches auf dem DGH aufgenommen hat, vorzeitig zurückzuzahlen. Eigene Ideen können dann nur von der jährlichen Einsparung bei den Zins- und Tilgungsleistungen in Höhe von ca. 350 Euro verwirklicht werden.
„Ich frage mich, ob es eine Alternative zur Zustimmung gibt?“ zieht der Ortsbürgermeister ein nachdenkliches Resumee.

Strom-Konzessionsvertrag gebilligt

SÜWAG war alleiniger Interessent
Planmäßig in 2012 läuft der bestehende Vertrag mit der SÜWAG über das Betreiben des Energieversorgungsnetzes in der Gemeinde aus. „Besonders attraktiv scheint das nicht zu sein!“ stellte Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke bei der letzten Ratsitzung fest. Einziger Interessent im Verfahren war erneut die SÜWAG. Konzessionsverträge sind dem Privatrecht zugehörige sog. qualifizierte Wegenutzungsverträge im Sinne des § 46 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), durch die die Gemeinden Versorgungsunternehmen das Recht einräumen, die öffentlichen Verkehrswege zur Verlegung und zum Betrieb von Versorgungsleitungen, die zu einem Energieversorgungsnetz der allgemeinen Versorgung gehören, zu nutzen. Der Netzbetreiber wiederum verpflichtet sich, für dieses Recht zur Benutzung öffentlicher Verkehrswege u.a. ein Entgelt, nämlich die Konzessionsabgabe zu zahlen. Diese betrug im Jahr 2010 für Reichenberg insgesamt 5.424,16 €.
Zwischen dem Gemeinde- und Städtebund Rheinland Pfalz (GStB) und der Süwag Energie AG wurde in mehreren Abstimmungsgesprächen ein „Musterkonzessionsvertrag" erarbeitet. Dieser stand zur Abstimmung.
Mangels Alternativen, stimmte der Gemeinderat dem Vertrag einstimmig zu.
Eine weitere Mitteilung zum Thema Strom hatte der Ortsbürgermeister auch noch. Der derzeitige Energieversorger für das DGH hat den Arbeitspreis zum 01.07. erhöht und folgt damit leider dem Trend am Strommarkt. „Wir sind an diesen Anbieter noch bis Anfang 2012 gebunden, da uns sonst die ausgelobte Neukundenprämie verloren geht.“ erklärte er. Aber die beträgt nahezu 20% der jährlichen Stromkosten.

Feuerwehr wird weiterhin unterstützt

Die Jugendfeuerwehr darf die Überdachung und die sanitären Anlagen am DGH kostenfrei nutzen
Die Freiwillige Feuerwehr ist mit einem e-Netz Handy ausgestattet worden. Daher wollte der Förderverein den Vertrag mit der Telekom für die Feuerwehr und das DGH kündigen.
Das Festnetztelefon im DGH wird z.B. bei Wahlen benötigt ebenso wie zur Sicherstellung der Erreichbarkeit bei Veranstaltungen. Das analoge Festnetz stellt dabei die zuverlässigste Variante der Verbindung dar.
Der Gemeinderat hat bei zwei Gegenstimmen beschlossen, den Telefonanschluss zu übernehmen. Der analoge Telefonanschluss im Feuerwehrgerätehaus darf von der Feuerwehr weiterhin bei Ausfall des Handys genutzt werden. Der Telefonapparat der Feuerwehr wird zukünftig allerdings unter Verschluss gehalten.
Die Jugendfeuerwehr Patersberg-Reichenberg plant ein Zeltlager auf dem Bolzplatz hinter dem DGH. Der Gemeinderat kam überein für die dreitägige Veranstaltung das Gelände und die sanitären Einrichtungen sowie die Küche im DGH kostenfrei zur Verfügung zustellen. Die Gemeinde möchte damit das ehrenamtliche Engagement der Jugendlichen unterstützen.

Friedhof war Thema im Gemeinderat

Konsequenzen aus der jüngsten Vergangenheit
Gleich drei Tagesordnungspunkte der letzten Gemeinderatssitzung befassten sich mit dem Friedhof. Ausgangspunkt war die Räumung der beiden vorderen Grabfelder. Dabei stellte sich heraus, dass es trotz umfangreicher Friedhofssatzung offensichtlich schwierig ist, für die Räumung aller Grabstellen Angehörige dingfest zu machen. Dies hat unterschiedliche Gründe. Teilweise sind Verwandte überhaupt nicht mehr bekannt, teilweise meinen die Pflichtigen, sie seien dafür nicht zuständig.
Nachdem viele Gräber in Eigenregie geräumt waren, blieben am Ende der Frist insgesamt vier Gräber übrig, für die keiner aufkommen wollte. Einige Bürger hatten zusätzlich das Angebot angenommen, über die Gemeinde das Abräumen in Auftrag zu geben. So wurden von der Firma Axel Höhn an zwei Tagen 6 Einzel und 3 Doppelgräber abgeräumt, alle Fundamente entfernt und der Boden wieder angeglichen.
Nun soll in einer Aktion der Gruppe der Grabmacher der restliche Splitt entsorgt, die Fläche durchgehackt und eingeebnet werden, Mutterboden aufgefüllt und das Ganze angesät werden. Die Hecke an der Mauer zur K90 soll ebenfalls abgeräumt werden, um die Fläche einfacher mähen zu können. Mit der Koordination der Aktion wurde der 2. Beigeordnete Hans-Joachim Hopf beauftragt. Als Zeitraum ist der August geplant.
Um in Zukunft nicht wieder auf den Kosten für das Abräumen sitzenzubleiben, hat der Gemeinderat eine Doppelstrategie beschlossen. Zum einen sollen die Grabfelder schneller nach dem Ablauf der Ruhefrist geräumt werden. Zum anderen werden die Grabgebühren entsprechend der aktuellen Kosten für das Abräumen angehoben und die Gemeinde wird beginnend ab 2036 alleine für das Abräumen zuständig sein. Dies gilt aber nur für die Gräber die ab 01.08.2011 neu belegt werden. Für alle bisherigen Gräber gilt die alte Regelung weiter. Die Angehörigen sind verpflichtet, für das Räumen aufzukommen. „Ich hoffe, dass dies beim nächsten Mal besser klappt!“ meint dazu der Ortsbürgermeister.

Ortsbürgermeister im Sommerurlaub

Bryce Canyon NP
Durango & Silverton Narrow Gauge Railroad

Vertretung übernimmt der 1. Ortsbeigeordnete
In diesem Jahr geht es nach Amerika. Eine vierwöchige Rundreise durch den Westen der Vereinigten Staaten wird in Denver, Colorado beginnen. Eine Vielzahl von Nationalparks liegen auf der geplanten Route durch elf Bundesstaaten. Natürlich darf auch eine Tour mit der historischen Durango & Silverton Narrow Gauge Railroad nicht fehlen.
Für die Zeit vom 05.07. bis zum 07.08.2009 übernimmt Hans-Rudi Voss, der 1. Ortsbeigeordnete, die Geschäfte. Er ist unter der Telefonnummer 7466 zu erreichen.

Mittelrhein Marathon

Karl Heinz und Thomas

Zwei Sportler aus Reichenberg erfolgreich

Wehrleiter Thomas Michel und Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke haben die Gemeinde erfolgreich beim Mittelrhein Marathon 2011 vertreten. Beim Halbmarathon erreichte Thomas das Ziel in guten 1:46:06 und wurde in seiner Altersklasse 72. von 310 Teilnehmern. Im deutlich kleineren Starterfeld beim 10km-Lauf wurde Karl Heinz 3. von 23 Teilnehmern mit 52:33 in der Klasse M55. Das gute Wetter und die perfekte Organisation des Laufs haben sicherlich zu den guten Ergebnissen beigetragen. "Vieleicht können wir im nächsten Jahr mal wieder ein Team auf die Beine stellen?" blickt der Ortsbürgermeister die Zukunft.

Frei, undefinierbar und skurril: FUSE ist alles

Die Gruppe FUSE ist zu Gast auf dem Kunst- und Literaturpfad: Jochen Erbach, Martin Nottrott, Doris Klinkhammer, Christian Rau und Petra Dutinè.


Musikgruppe begleitet die Eröffnung des Kunst- und Literaturpfades am Weinlehrpfad

Die Musikgruppe FUSE ist gewöhnungsbedürftig: überraschend, faszinierend, konservativ und exzentrisch zugleich. Schon der Name – die Betonung liegt auf dem E, das U ist einfach nur ein U – sagt das aus: Es steht kurz für „Freies Undefinierbares Skurril Ensemble“ und hat somit nichts mit der englischen Vokabel „fuse“ (Sicherung) zu tun. Die Gruppe wirkt an diesem Samstag, 4. Juni, bei der Eröffnung des Kunst- und Literaturpfades durch den „Kulturhof Blaues Ländchen“ in Bettendorf auf dem Rheinsteig mit, und zwar an der Winzerhütte der Winzergenossenschaft Bornich am Weinlehrpfad.

Jochen Erbach, Künstlername Blujo, Christian Rau und Doris Klinkhammer aus Reichenberg, Petra Dutinè aus Bettendorf und Martin Nottrott aus Hamburg – jeder ein Künstler eigener Machart – haben sich zu FUSE zusammengefunden, um eine „aus dem Innern transformierte, gegenwartsbezogene Ton-Klang-Musik-Sprach-Geräusch-Kommunikation“ zu betreiben, also zu musizieren. Wie Blujo erklärt, hat sich FUSE formiert, um den oktroyierten Zwängen unserer Lebensart ein gesundes Gleichgewicht zu geben. Durch das freie Spiel der Saxofone, der Klarinette, unterschiedlicher Flöten, der Posaune und Trompete, des Cellos und der Violinen, des Keyboards, Schlagwerks, des E-Basses, der E- und A-Gitarren, der Stimmen und des Gesangs entstehen je nach Stimmung und Anlass des Auftritts in fester Komposition oder intuitiv harmonisierend Gleichklänge, disharmonische Spannungen, singende Nachtigallen, quietschende Autoreifen, Gelächter, Persiflagen, Geschichten, Mondnächte und ähnlich schräge Hörerlebnisse. Die Gruppe tritt auf öffentlichen Plätzen und Straßen, zu Eröffnungen und Ausstellungen sowie auf Festivals für freie Musik auf, wie vielfach bereits geschehen im Odenwald mit Theater-Musik-Performances, beim Jazz-Festival in Moers, auf der Zeche Bochum oder beim Straßenmusikerfestival in Geldern.

In jahrzehntelanger Freundschaft haben sich gleiche Interessen für Natur, Kunst, Malerei und Musik herausgebildet, die gelebt werden. „Bei der Eröffnung des Kunst- und Literaturpfades werden sich die Besucher bei der Betrachtung der entlang des Pfades installierten Kunstobjekte in großartiger Weise von uns überrascht sehen“, freut sich die Gruppe jetzt schon wie ein Schneekönig.

Foto und Text: Norbert Schmiedel
Rhein-Lahn-Ztg. Bad Ems vom Samstag, 4. Juni 2011, Seite 20

Grabfeld wird begrünt

Eigenleistung geplant
Nachdem fast alle Grabdenkmäler entfernt sind, ist geplant, die beiden vorderen Grabfelder wieder anzusäen. Gleichzeitig sollen die Sträucher vorne an der Mauer teilweise durch pflegeleichtere Arten ersetzt werden. Dazu wird es eine Gemeinschaftsaktion geben. Die Koordination wird der 2. Beigeordnete Hans-Joachim Hopf übernehmen.
Als erstes soll noch ein Teil des vorhandenen Splitts von der Fläche entfernt werden. Dann ist der Boden voraussichtlich noch einmal durchzufräsen. Anschließend soll Mutterboden aufgebracht werden, und dann die Fläche eingeebnet, angewalzt und eingesät werden.
Dazu bedarf es natürlich der ein oder anderen helfenden Hand. Terminlich ist die Zeit nach den Sommerferien ins Auge gefasst worden, zumal sich auch noch einmal der Gemeinderat mit dem Thema Friedhof befassen muß.

Internetseite im Welterbedesign

Reichenberg auf der Welterbeseite

Kommt das neue Layout an?

Als eine der ersten Gemeindeseite im Welterbegebiet wurde reichenberg.welterbe-mittelrhein.de fertig gestellt. "Es war schon eine Menge Arbeit," stellt Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke fest, "und am Anfang hat es auch ein wenig gehakt." Nun sind aber alle Inhalte übertragen und große Teile neu zusammengestellt. Optisch macht die neue Internetpräsenz einen frischeren Eindruck, allerdings ist die Barrierefreiheit nun leider nicht mehr durchgängig gewährleistet. "Recht trickreich ist dafür aber die Navigation über die Rheinkilometer!" betont Goerke. Am linken Bildschirmrand befindet sich ein Steuerrad, mit dem Sie einen stilisierten Rheinlauf öffnen können. Gleiches funktioniert auch mit einem Klick auf den Rheinkilometer 554 oder den darunter befindlichen Ortsnamen Reichenberg. Entweder mit einem Ausflugsschiff oder aber mit einem Ruderboot kann man rheinauf oder -abwärts navigieren und die einzelnen Städte und Gemeinden im Welterbe ansteuern. Direkt am Ufer gelegen sind die Rheingemeinden, darüber oder darunter klappen dann die Rheinhöhenorte auf.
Zurzeit laufen www.reichenberg-rlp.de und die neue Seite noch parallel. Ganz oben rechts in der Metanavigation findet sich der direkten Link zur bisherigen Seite. Je nach Resonanz soll dann zum Jahresende entschieden werden, wie die Reichenberger Internetseite in Zukunft aussehen soll. "Da bisher die Information der Bürger und Gäste in textueller Form und ein barrierefreier Aufbau im Vordergrund standen, war unsere Seite recht schnörkellos und effizient aufgebaut." Der Ortsbürgermeister ist sich daher auch nicht sicher, ob das neue Design beibehalten werden soll. "Wir haben nicht die touristische Ausrichtung wie zum Beispiel die Rheingemeinden, einige Funktionen und Inhalte sind für uns ohne direkten Nutzen!" Auch hat die Gemeinde vielfach nur noch Zugriff auf die Inhalte, die Funktionen und das Verhalten der Seite sind fest eingestellt und können nur von der beauftragten Agentur geändert werden. "Daher gehen uns einige eigene Gestaltungsmöglichkeiten verloren! Bei unserer alten Seite haben wir den kompletten Zugriff."
Dennoch hat der Ortsbürgermeister das Projekt des Welterbezweckverbandes unterstützt. So hat er sich schulen lassen und führt in der ersten Maiwoche selbst Schulungen für die Webmaster anderer Gemeinden in der VG Loreley durch. "Nur wenn man sich intensiv mit dem Thema befasst und selbst einmal eine komplette Präsenz in der neuen Umgebung erstellt hat, kann man wirklich mitreden." ist sich der Ortsbürgermeister sicher. "Und dann hat man auch das Recht, die ein oder andere kritische Frage zu stellen!" Wichtig für das Gesamtprojekt ist, ob sich die Mehrheit der 54 Städte und Gemeinden im Welterbegebiet beteiligen. Da diese Beteiligung unzweifelhaft auch mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, wird es darauf ankommen, möglichst zeitnah weitere Gemeinden zum Mitmachen zu animieren. Der Anfang ist gemacht. Wie es aussehen kann, haben Braubach mit Hilfe der beteiligten Agentur, die Geschäftsstelle des Welterbezweckverbandes mit den überregionalen Inhalten und die Gemeinde Reichenberg gezeigt. Nun gilt es dranzubleiben.

August und Liesel Lenz wollen keine gemeinsame Minute missen

August und Liesel LenzAugust und Elise Emma Lenz, die im Dorf Liesel genannt wird, feiern heute ihren 65. Hochzeitstag im Familienkreis.

Hochzeitstag: Paar aus Reichenberg ist seit 65 Jahren verheiratet

Reichenberg. 65 Jahre verheiratet sind August und Elise Emma Lenz, geborene Huppert, heute. Im kleinen Familienkreis feiern sie ihre Eiserne Hochzeit, „wo doch unsere Diamanthochzeit gerade mal erst vor fünf Jahren war“, wie der Senior sich sehr genau erinnert, „die Zeit verging aber auch wie im Fluge“. Der heutige 13. April aber bietet einen weiteren, sehr schönen Grund zum Feiern. August Lenz wird nämlich heute 90 Jahre alt. Das Hochzeitsdatum hat sich das Paar vor 65 Jahren extra auf seinen Geburtstag gelegt.

Weit entfernt davon aber ist der 85. Geburtstag von Liesel Lenz, wie sie von allen genannt wird, aber auch nicht, es war der 17. März. Auch dieses Datum erhielt als Tag der Verlobung eine zweite persönliche Bedeutung. „Ja, das hatten wir damals gut eingerichtet“, freut sich das Paar heute noch.

Große Freude hat August Lenz an seinen nahezu täglichen Spaziergängen, „außer wenn es in Strömen regnet“. Sein Schwiegersohn hat bei der Burg an den „Drei Eichen“ eine Ruhebank aufgestellt, und dorthin führt der Spaziergang oft. „Ich habe von dort einen herrlichen Ausblick auf den Ort und die Burg, kann die Vögel beobachten und habe dabei die Ruhe, Veränderungen in der Natur zu beobachten“. Ein Kleiber ist ihm aufgefallen, der wohl in der Nähe seinen Nistplatz haben muss, „denn er schimpft immer, wenn ich mich auf die Bank setze, wohl weil er sich gestört fühlt“.

Auch vor seinem eigenen Haus genießt der Senior im Liegestuhl die Sonne, „die hier aber leider erst gegen Mittag ankommt“. Liesel Lenz bleibt mehr im Haus oder im Garten. Aber auf die Feier ihrer Eisernen Hochzeit freuen sich die beiden sehr. „65 Jahre verheiratet, das werden die meisten der heutigen Jugendlichen kaum schaffen, weil ihr Leben ganz anders verlaufen wird, wie es das unsrige tat“, August Lenz wurde nachdenklich, „aber ich möchte keine Minute mit meiner Frau missen.“

Text und Foto Norbert Schmiedel
Rhein-Lahn-Zeitung Bad Ems vom Mittwoch, 13. April 2011, Seite 22

Abräumen der Gräber (08.04.2011)

Möglichkeit zur gemeinsamen Beauftragung
Zurzeit sind der Gemeinde bereits 2 abzuräumende Gräber bekannt, bei denen sich kein Verantwortlicher mehr ermitteln lässt. Die Gemeinde wird daher diese beiden Gräber von einer Fachfirma entfernen lassen. Eine Kostenermittlung hat dabei einen Preis von 180€ pro Einzelgrab ergeben. Eine weitere Familie hat sich bereits der Gemeinde angeschlossen und wird das Grab ebenfalls von der zu beauftragenden Firma räumen lassen. Sollte weiteres Interesse daran bestehen, sich ebenfalls anzuschließen, so bittet die Gemeinde um unverzügliche Nachricht an den Ortsbürgermeister. Letzter Termin ist dabei der 17.04.!

Reichenberg hat gewählt (28.03.2011)

Wahlbeteiligung geht zurück

Entgegen dem landesweiten Trend ist die Wahlbeteiligung in Reichenberg um 7,2% auf nunmehr 72,1% zurückgegangen. Dieser Wert liegt jedoch immer noch deutlich über dem Landeswert von 61,8%.
Die Ergebnisse im Einzelnen bieten keine großen Überraschungen. Die SPD konnte ihren Anteil auf 58,0% ausbauen. Dies spiegelt sich auch in der Verbandsgemeinde wieder, in der die SPD landesweit ihr bestes regionales Ergebnis erzielt. Deutlich weicht dieses Ergebnis vom Landestrend ab.
Auch die CDU konnte dazu gewinnen. 24,1% sind 2,6% mehr und entsprechen der Veränderung auf Landesebene. Die FDP verliert kräftig, aus 9 Landesstimmen wurden nur noch 2. Die Grünen konnten trotz der Ablehnung der Brücke zulegen und liegen nun bei 9,8% oder 11 Stimmen.
Von den 14 Stimmen die in 2006 auf die restlichen Parteien fielen, sind nur noch 2 übrig geblieben. Eine für die Freien Wähler und eine für die Piraten. Dies sind insgesamt 1,8%
Landratswahl
Ganz eindeutig war der Ausgang der Landratswahl. 111 Stimmen wurden für Günter Kern abgegeben und nur 8 für Michael Maaß. Erwähnenswert ist dabei die Tatsache, dass es keine ungültigen Stimmen gab.


Landtagswahl 2011

Wahlergebnis vom 27. März 2011

Erklärung/Partei Stimmen Prozentsatz Stimmen Prozentsatz
Landtagswahl 2011        
Wahlberechtigte 165      
davon Briefwähler 17      
Wähler 119      
Wahlbeteiligung 72,12%      
  Wahlkreisstimme Landesstimme
    %   %
Ungültig 4   7  
SPD 61 53,4 65 58,3
CDU 33 28,7 27 24,1
FDP 2 1,7 2 1,8
Grüne 12 10,4 11 9,8
Die Linke 6 5,2 5 4,5
Rep        
NPD        
ödp        
BüSo        
ddp        
Freie Wähler 1 0,9 1 0,9
Piraten     1 0,9
Gültig 115   112  


Landratswahl 2011

Wahlergebnis vom 27. März 2011

Kandidat/Erläterung Stimmen Prozentsatz
Landratswahl 2011    
Wahlberechtigte 167  
davon Briefwähler 17  
Wähler 119  
Wahlbeteiligung 71,25%  
    %
Ungültig 0  
Günter Kern (SPD) 111 93,3
Michael Maaß (Die Linke) 8 6,7
Gültig 119  

Neue Webpräsenz (25.03.2011)

Screenshot der neuen Web-Site

Umstellung geplant?

Im Rahmen des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal besteht für die Gemeinde die Möglichkeit, ihre Internetseite neu zu konzipieren.

Zunächst einmal bedeutet dies eine Menge Aufwand. "Wenn allerdings die Möglichkeiten und das Ergebnis stimmen, könnte sich die Arbeit lohnen." Dies ist die Auffassung von Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke, der die Seiten der Gemeinde betreut. So ist zunächst einmal ein Parallel-Betrieb geplant, um vergleichen zu können. Ziel ist es, bis zum Jahresende über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Ein Teil der Informationen von der alten Seite wurde bereits auf die neue Seite übertragen. Zusätzlich gibt es dort noch viele Inhalte die global vom Zweckverband gepflegt werden. Auch wenn dabei die touristische Ausrichtung überwiegt, ist die doch eine Bereicherung für die Seite. So nach und nach sollen möglichst viele Dinge von der alten Seite übertragen werden. Die Neukonzeption ist aber auch eine Möglichkeit einmal über die Inhalte und die Präsentation nachzudenken und ggf. neue Wege zu gehen. "Noch liegt eine Menge Arbeit vor uns," betont der Ortsbürgermeister "wir werden die Angelegenheit aber ergebnisoffen prüfen." Die neue Seite erreichen Sie unter reichenberg.welterbe-mittelrhein.de. Ganz oben rechts gibt es dort auch einen direkten Link zur alten Seite.

Räumung von Grabstätten (11.03.2011)

Frist bis zum 30.04.
Der Gemeinderat der Ortsgemeinde Reichenberg hat in seiner Sitzung am 22. Oktober 2010 beschlossen, dass teilweise die Gräber der beiden unteren Grabfelder abgeräumt werden müssen. Betroffen sind die Grabstellen, bei denen die Ruhefrist abgelaufen ist. Eine Liste der aufgerufenen Gräber wird zusammen mit dem Loreleyecho verteilt.
Gemäß § 22 Abs. 2 der Friedhofsatzung der Ortsgemeinde Reichenberg vom 03. Mai 2010 werden die Nutzungsberechtigten der vorgenannten Grabstätten aufgefordert, die Grabsteine und Grabeinfassungen, sowie die zugehörigen Fundamente, dieser Grabstätten bis zum 30. April 2011 zu entfernen. Sollte die Abräumung bis zu diesem Termin nicht erfolgt sein, werden die Grabmäler und Einfassungen auf Kosten der Nutzungsberechtigten von der Gemeinde abgeräumt. Die nach Ablauf der Räumungsfrist noch vorhandenen Grabmäler und Einfassungen gehen entschädigungslos in das Eigentum der Gemeinde über. Ansprüche können nach Ablauf der vorgenannten Frist nicht geltend gemacht werden. Sofern Grabstätten von der Ortsgemeinde abgeräumt werden, hat der jeweilige Verpflichtete die Kosten zu tragen.
Da die geräumte Fläche angesät werden soll, ist der Splitt ebenfalls zu entfernen. Die Nutzungsberechtigten werden gebeten, mit dem Ortsbürgermeister einen Termin zu vereinbaren, um eine Abnahme der geräumten Grabstelle durchzuführen. Da in Reichenberg die Grabstätten noch von Hand ausgehoben werden, ist es besonders wichtig, dass auch die Fundamente vollständig entfernt werden. Jeder der bei dieser nachbarschaftlichen Gemeinschaftsaufgabe schon mal dabei war, kann bestätigen, wie problematisch alte Fundamente in einem solchen Fall sein können. Möglicherweise bietet es sich auch an, mehrere Grabstellen gemeinsam abzuräumen, um sich den Aufwand zu teilen. Hier sollte allerdings die Initiative von den Nutzungsberechtigten ausgehen.

Kleidersammlung für Bethel (11.03.2011)

Bitte Tüten benutzen

In der Zeit vom 21. bis 26. März werden wieder gut erhaltene Kleidung und Wäsche, Schuhe, Handtaschen, Plüschtiere, Pelze und Federbetten für die Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel gesammelt. Als Sammelstelle dient der untere Flur im Dorfgemeinschaftshaus. Die Kellertüre ist zu diesem Zwecke von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Es wird darum gebeten, die Spenden in Plastiktüten zu verpacken, da sich diese beim Abtransport viel besser verstauen lassen. Pappkartons benötigen aufgrund ihrer unterschiedlichen Größen deutlich mehr Platz. Den kirchlichen Gemeindebriefen liegt deshalb je eine Plastiktüte bei. Falls Sie weiteren Bedarf an Tüten haben, wenden Sie sich an die Kirchenvorsteherin Bärbel Goerke.
Bitte denken Sie daran, Ihre Tüten platzsparend im Kellerflur zu deponieren und einen Laufweg zur Treppe freizuhalten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Reichenberger Welterbesteele (21.01.2011)

Bild der Reichenberger WelterbesteeleReichenberger Welterbesteele

Unterstützung durch die Nassauische Sparkasse

Dank einer Spende der Nassauischen Sparkasse, die vom Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke noch aus der eigenen Tasche aufgestockt wurde, hat nun Reichenberg auch eine Welterbesteele. Nicht in vier Sprachen, sondern nur in Deutsch und auch in der Größe ein wenig bescheidener ist sie nun am Dorfgemeinschaftshaus angebracht. "Wir gehören auch zum Welterbe!" hatte Goerke beim Jahresabschlussempfang der Gemeinde betont, "und wir wollen dies auch nach Außen hin dokumentieren." Und so kann jeder Besucher die wichtigsten Informationen über die kleine Höhengemeinde an zentrale Stelle erfahren.
Zur Information hier der Text über Reichenberg:

554
Reichenberg
Die Gemeinde wurde 1319 erstmals urkundlich erwähnt als Siedlung im Tal und Wohnstätte der Handwerker, Tagelöhner und Arbeiter, die beim Bau der Burg Reichenberg durch Graf Wilhelm I von Katzenelnbogen eingesetzt waren. 1380 wurde die Kirche an der heutigen Stelle durch Graf Wilhelm II errichtet. Zwischen Kirche und Burg befindet sich ein Friedhof mit einer Vielzahl von Gräbern der Familie von Oettingen. Dr. phil. Baron Wolfgang von Oettingen war bis 1918 Direktor des Goethe-Nationalmuseums in Weimar und privatisierte anschließend auf Burg Reichenberg.
Älteste Siedlung in der Gemarkung ist jedoch der bereits 1250 erstmalig urkundlich erwähnte Hof Offenthal, der sich südlich der Ortslage auf der Höhe befindet. Seit dem 17 Jahrhundert ist der Hof eine Domäne, zunächst von Hessen-Rheinfels, dann Herzoglich Nassauisch, später Preußisch und zuletzt Rheinland-Pfälzisch. Die Domänenpächter besitzen neben der Kirche einen eigenen Friedhof; sechs Generationen sind dort beerdigt. Seit 1975 ist der Hof in Privatbesitz.
Zu Reichenberg gehören drei Mühlen im Forstbachtal; die älteste, die Offenthaler Mühle, wurde bereit 1573 errichtet. Zwei Aussiedlerhöfe in der Gemarkung entstanden in den frühen fünfziger Jahren.
Durch die Gemarkung verläuft die Hessen- oder Römerstraße. Sie führt von Trier über eine Rheinfurt bei St. Goarshausen bis nach Kassel. In der Nähe der Schutzhütte auf der Höhe südlich der Ortslage wurde ein kurzes Stück der Straße freigelegt und kann besichtigt werden.
Information
Leider kann die Burg zurzeit nicht besichtigt werden.
Die evangelische Kirche steht Besuchern auf Anfrage offen, Mitglieder des Kirchenvorstandes schließen Ihnen gerne auf. Der Burgfriedhof, der Friedhof der Domänenpächter sowie das Ehrenmal für die Gefallenen der Kriege sind frei zugänglich.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Gemeinde
www.reichenberg-rlp.de.
Die Gemeinde hat im Jahre 2000 eine umfangreiche Chronik mit dem Titel "Reichenberg, Dorf und Burg im Taunus" herausgegeben. Sie kann beim Ortsbürgermeister erworben werden.