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Presseartikel 2008

Hier finden Sie die Presseartikel aus 2008.
Sie wurden maschinell von unseren alten Internetseiten übertragen. Daher entsprechen sie nicht immer den Anforderungen, die wir an unseren derzeiten Internetauftritt stellen. Da sie ein Zeugnis der Aktivitäten in Reichenberg sind und eine manuelle Neuerfassung mit erheblichem Aufwand verbunden gewesen wäre, haben wir uns für diesen Weg entschieden.


Die anderen Jahrgänge des Archivs finden Sie hier:

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Andacht und Empfang zum Jahresabschluss (22.12.2008)

Gemeinde und Kirchengemeinde laden ein

Auch in diesem Jahr gab es wieder viele Dinge, die die Gemeinde bewegt haben. Das Dach auf dem DGH ist fast fertig und der Zuschuss für den Wirtschaftsweg lässt immer noch auf sich warten. Die Gemeinde hat den Prozess vor dem Verwaltungsgericht wegen der Personalkosten der Kindertagesstätte verloren dafür aber inzwischen wieder fünf Kinder im Alter bis zu 5 Jahren. Fünf unserer Mitbürger mussten wir zu Grabe tragen. Durch die Anregung zweier Reichenbergerinnen wurde mit Hilfe der gesamten Ortsbevölkerung das Reichenberger Adventsfenster ins Leben gerufen.
Gemeinsam wollen wir am 31.12. daher sowohl den Blick zurück als auch nach vorne wagen. Wir laden Sie daher für 16:30 Uhr ganz herzlich zu einer Andacht mit anschließendem Empfang in das Dorfgemeinschaftshaus ein. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Sekt, Orangensaft und andere Getränke werden ausreichend vorhanden sein; an Knabbereien und Gummibärchen für die Kinder wird es sicherlich auch nicht fehlen. Bärbel Goerke, als Vorsitzende des Kirchenvorstandes und der Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke freuen sich auf einen regen Zuspruch der Reichenberger Bürger.

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Grundsteuern werden nicht erhöht! (22.12.2008)

Auch die Hundesteuer bleibt konstant

Nicht folgen wollte der Gemeinderat dem Beschlussvorschlag des Ortsbürgermeisters zur Erhöhung der Grundsteuerhebesätze. Durch die Baumaßnahmen der letzen beiden Jahre, die teilweise noch ins neue Jahr hineinreichen werden, hat die Gemeinde einen Finanzbedarf, der nicht durch die bisherigen Steuern und die in Aussicht gestellten Zuschüsse gedeckt ist. Die vorgeschlagene Erhöhung der Hebesätze um 10 Prozentpunkte hätte eine Einnahmeverbesserung um 650 € gebracht. Sicherlich ist dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber immer noch besser wie gar nichts.
Nun gilt es, auf der Ausgabenseite weiterhin strenge Disziplin zu wahren, um die Schulden aus dem Ausbau des Amtsfeldes und der Dachsanierung DGH zügig wieder abzubauen. Zunächst allerdings muss die Gemeinde, erstmals seit Jahren, wieder einen Kredit aufnehmen, um die Ausgaben zu bestreiten. Mit 3,58 % Zinsen bei 2% Tilgung und einer Laufzeit von 5 Jahren war die Nassauische Sparkasse der günstigste Anbieter. Mit über 10.000 € steht die Gemeinde nun bei dem heimischen Kreditinstitut in der Kreide!
Die Friedhofsgebühren wurden allerdings moderat angehoben. Das Reihengrab ist nun 100 € teurer und die Benutzung der Leichenhalle wird ebenfalls 25 € mehr kosten. Die Gebühren für das Ausheben und Schließen der Gräber wird in Zukunft nach Aufwand zuzüglich eines Verwaltungskostenaufschlags abgerechnet. In der Regel wird dies jedoch in Selbsthilfe von der Nachbarschaft erledigt.
Weiterhin hatte der Gemeinderat über den Brennholzpreis für 2009 zu beschließen. Mit durchschnittlich 19 € wurde dabei ein marktkonformer Preis festgelegt, der der Gemeinde weitere Zuschüsse sichert. Allerdings ist dieser Preis natürlich abhängig vom jeweils zur Verfügung stehenden Holz und der Abfuhrmöglichkeit. Die konkrete Regelung der Einzelheiten wurde dem Revierförster, Herrn Kasper, übertragen.
Im Forstwirtschaftsplan ist der Einschlag von 65 fm Fichte und 135 fm Douglasie vorgesehen. Darüber hinaus werden wieder 50 fm Buche für Selbstwerbung angeboten.
Es ist vorgesehen den unteren Weg von der Burg durch die Abteilung 6 bis zum Radweg zu befestigen und für die Holzabfuhr herzurichten. Die Transportfahrzeuge sollen aufgesattelt bis zur Burg fahren und von dort aus dann den Abtransport vornehmen. Für diese Wegebaumaßnahme in Höhe von 7.100 € werden Fördermittel von 4.100 € erwartet. Der Forsthaushalt 2009 schließt mit einem Plus von 74 € (kameral) ab und wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.
Ebenso hat der Gemeinderat einstimmig der Vereinbarung über den Einsatz von Waldarbeiterinnen und Waldarbeitern zugestimmt. Diese war erforderlich, da die bisher bei den Gemeinden angestellten Waldarbeiter nunmehr bei der Verbandsgemeinde angestellt sind.

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Der Weg zur Steegsmühle soll endlich ausgebaut werden

Reichenberg: Arbeiten kosten 75 000 Euro - Zuschusszusage seit 2007

REICHENBERG. Die Ortsgemeinde Reichenberg hat in den kommenden Monaten und Jahren einiges vor: So liegt unter anderem seit 2007 eine Zusage für einen Zuschuss von 55 Prozent für den Ausbau des Weges zur Steegsmühle vor. "Sponsor" ist das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR). Die Gesamtkosten wurden auf circa 75 000 Euro geschätzt. "Der nicht durch den Zuschuss gedeckte Teil ist von der Jagdgenossenschaft zu bezahlen", sagte Reichenbergs Ortsbürgermeister Karl-Heinz Goerke in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates.
Zur Finanzierung der Maßnahme kann die Genossenschaft auch auf eine Rücklage zurückgegriffen werden. Eine Deckungslücke von etwa 7500 Euro soll von der Gemeinde vorfinanziert werden, im Gegenzug wird auf den zehn prozentigen Gemeindeanteil verzichtet. "Die Maßnahme war bereits im Haushalt 2008 eingeplant; die Mittel werden nach 2009 übernommen", klärte der Ortschef den Rat auf.
Für den Zeitraum 2010 bis 2013 könnte die Sanierung der Kreisstraße anstehen. Goerke: "In diesem Fall ist der Ausbau der Bürgersteige über die Gemeinde abzuwickeln. Wegen des völlig ungeklärten Termins ist diese Maßnahme nicht im Haushalt abgebildet." Weitere wesentliche Investitionsmaßnahmen könne sich die Gemeinde in der nahen Zukunft nicht leisten.
In Eigenleistung will die Gemeinde 2009 die Schlaglöcher sowohl bei den Gemeindestraßen wie auch auf den Wirtschaftswegen schließen. Eine Preisermittlung für Kaltasphalt habe ergeben, dass der Kauf über den Landesbetrieb Mobilität, Straßenmeisterei Bogel, mit circa 260 Euro pro Tonne am günstigsten ist. Auch kleine Dinge beschäftigten den Rat: So ist die Heckenschere der Gemeinde defekt; eine Reparatur sei unwirtschaftlich. Daher hat der Gemeinderat beschlossen, eine Profi-Heckenschere mit Benzinmotor anzuschaffen. "Das Gerät soll über einen örtlichen Händler gekauft werden", sagte Goerke.
Unterdessen habe sich bei der Erneuerung des Daches auf dem Dorfgemeinschaftshaus herausgestellt, dass die Pappschindeln auf dem Anbau nicht mehr lange dicht sein werden. Der Ortsbürgermeister hat daher ein Angebot zur Sanierung des Daches mit Bitumenschweißbahnen eingeholt. Im Gemeinderat war man sich einig, dass diese Maßnahme jetzt sehr günstig vorgenommen werden kann, da die Firma ja bereits vor Ort tätig sei.

Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 22.12.2008, Seite 22.

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Frohe Weihnachten (19.12.2008)

Der helle Glanz des Weihnachtssterns
erstrahle Euch im Herzen,
in Euren Seelen spiegle sich
das warme Licht der Kerzen.
Verfasser unbekannt

Der Ortsbürgermeister und alle Mitglieder des Gemeinderates wünschen den Reichenberger Bürgern eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit.
Karl Heinz Goerke, Ortsbürgermeister

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Reichenberger Adventsfenster (19.12.2008)

Abschluss beim Weihnachtsbaum im Schulgarten

Seit dem 1. Dezember wird an jedem Abend in Reichenberg ein adventlich geschmücktes Fenster erleuchtet. Immer wieder trifft sich gegen 18 Uhr eine stattliche Zahl kleiner und großer Reichenberger um die Dekoration zu bewundern. Zum Abschluss der Aktion am 23. Dezember werden beim Weihnachtsbaum im Schulgarten, gegenüber dem Dorfgemeinschaftshaus, weihnachtliche Lieder gesungen. Es wäre schön, wenn möglichst viele Reichenberger an diesem Abend um 18 Uhr den Weg ins Untertal finden würden.

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Investitionen und Unterhaltung (19.12.2008)

Gemeinderat beschließt Planung bis 2013

Der Gemeinde liegt seit 2007 eine Zusage für einen Zuschuss von 55% für den Ausbau des Weges zur Steegsmühle seitens des DLR vor. Die Gesamtkosten wurden 2007 auf ca. 75.000 € geschätzt. Der nicht durch den Zuschuss gedeckte Teil ist von der Jagdgenossenschaft zu bezahlen. Dabei kann auf die entsprechende Rücklage zurückgegriffen werden. Eine Deckungslücke von etwa 7.500 € soll von der Gemeinde vorfinanziert werden, im Gegenzug wird auf den 10%igen Gemeindeanteil verzichtet. Eine Aussage über den Zeitpunkt des Bescheides ist zurzeit nicht möglich! Die Maßnahme war bereits im Haushalt 2008 eingeplant; die Mittel werden nach 2009 übernommen.
Für den Zeitraum 2010 bis 2013 könnte die Sanierung der Kreisstraße anstehen. In diesem Fall ist der Ausbau der Bürgersteige über die Gemeinde abzuwickeln. Wegen des völlig ungeklärten Termins ist diese Maßnahme nicht im Haushalt abzubilden.
Weitere wesentliche Investitionsmaßnahmen kann sich die Gemeinde in der nahen Zukunft nicht leisten!
Eine aktuelle Preisermittlung für Kaltasphalt hat ergeben, dass der Bezug über den LBM, Straßenmeisterei Bogel, mit ca. 260 €/t am günstigsten ist. In 2009 sollen daher in Eigenleistung Transport und Einbau erfolgen. Damit sollen die Schlaglöcher sowohl bei den Gemeindestraßen wie auch auf den Wirtschaftswegen geschlossen werden.
Die Heckenschere der Gemeinde ist defekt; eine Reparatur ist unwirtschaftlich. Daher hat der Gemeinderat beschlossen, eine Profi-Heckenschere mit Benzinmotor anzuschaffen. Das Gerät soll über einen örtlichen Händler gekauft werden.
Bei der laufenden Erneuerung des Daches auf dem Dorfgemeinschaftshaus hat sich herausgestellt, dass die Pappschindeln auf dem Anbau nicht mehr lange dicht sein werden. Der Ortsbürgermeister hat daher ein Angebot zur Sanierung des Daches mit Bitumenschweißbahnen eingeholt. Im Gemeinderat war man sich einig, dass diese Maßnahme jetzt sehr günstig durchzuführen ist, da die Firma ja bereits vor Ort tätig ist. Über den angesetzten Preis für die Gerüststellung soll noch nachverhandelt werden.

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Veranstaltungen an diesem Wochenende (05.12.2008)

Zwei Termine in Reichenberg

An diesem Wochenende gibt es zwei empfehlenswerte Termine in der Gemeinde. Nachdem der vordere Teil des Daches neu eingedeckt wurde und das Gerüst vor dem Dorfgemeinschaftshaus abgebaut werden konnte, steigt am Samstag, 6. Dezember um 20 Uhr die gemeinsame Jahresabschlussfeier des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr und des Schützenvereins Horrido. Nicht nur die jeweiligen Vereinsmitglieder, sondern die gesamte Ortsbevölkerung ist dazu ganz herzlich eingeladen. An diesem Tag wird auch das Dorfgemeinschaftshaus im Rahmen der Aktion Adventsfenster erstrahlen!
Am Sonntag, 7. Dezember um 10:30 Uhr wird dann in unserer Kirche im Rahmen eines Familiengottesdienstes die Kinderkantate "Menschen warten im Advent" aufgeführt. Der Dekanatskinderchor unter der Leitung von Markus Ziegler hat das Singspiel eingeübt. Dies ist eine schöne Gelegenheit, mit der gesamten Familie die adventlich geschmückte Kirche zu besuchen und das Spiel der Kinder zu verfolgen.
"Ich finde es sehr schön, dass am Wochenende diese zwei Veranstaltungen in Reichenberg angeboten werden!" betont Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. Nach der Seniorenfeier am letzten Wochenende wird nun der jüngere und ganz junge Teil der Gemeinde angesprochen. "Ich bin sicher, beide Termine lohnen sich wirklich und hoffe auf einen regen Besuch!"

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Besinnlicher Nachmittag (05.12.2008)

Seniorenfeier im Advent

Seniorenkaffee im Advent

Zu einer besinnlichen Feier im Advent trafen sich knapp 50 Reichenberger Senioren im Dorfgemeinschaftshaus. Eine wunderschöne Atmosphäre strahlten die von Heike Baron und Regine Keller dekorierte Tafel aus. Die beiden hatten viele kleine Kunstwerke gebastelt, und das DGH liebevoll ausgeschmückt. Der Frauenchor begann mit zwei Liedern und Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke freute sich in seiner Begrüßung über den regen Zuspruch. Mit einigen besinnlichen Worten leitete Pfarrer Manfred Löhde über zu "Ihr Kinderlein kommet" in das alle Anwesenden kräftig einstimmten. Bärbel Goerke, die als Vorsitzende des Kirchenvorstandes in bewährter Form die Organisation übernommen hatte, kündigte, nach einer kurzen Begrüßung, ein Gruppe Reichenberger Kinder an. Sie hatten unter der Leitung von Marion Voss einen Sketch einstudiert. Es ist schon erstaunlich, welche schauspielerischen Talente in den Kindern schlummern und ein herzlicher Beifall belohnte sie für ihre Darbietung.
Seniorenkaffee im AdventDer Ortsbürgermeister berichtet in einem kurzen Vortrag über die Gemeinde Reichenberg in Brandenburg und konnte dazu auf Bilder zurückgreifen, die er an die Wand projizierte. Nach einem weiteren gemeinsamen Lied gab es dann Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, der allen sehr gut schmeckte. Besonders der Frankfurter Kranz war anscheinend sehr begehrt, so dass Pfarrer Löhde, der unmittelbar an der entsprechenden Kuchenplatte saß, mit dem Verteilen kaum noch hinterher kam. Das Kaffeetrinken wurde mit einem gemeinsamen Lied beendet. Als älteste Teilnehmer wurden Frau Kraus und Herr Lenz geehrt und durften sich über einen Mini-Präsentkorb freuen, in dem ein Einkaufsgutschein steckte. Von der Kirchengemeinde gab es für jede Familie einen schönen Kalender und im Anschluss wurden die fleißigen Helfer aus dem Hintergrund noch einmal nach vorne gebeten. Claudia Baldes, Regine Keller und Heike Baron sowie Selina, Sabrina und Laura hatten alles bestens im Griff und bekamen einen entsprechenden Applaus. Den Nachmittag beendete der Frauenchor mit einem weiteren Lied, bevor sich alle auf den Heimweg machten. Inzwischen war es draußen dunkel, und so konnte man auch den Weihnachtsbaum im Schulgarten bewundern, der in diesem Jahr in Reichenberg für weihnachtliche Stimmung sorgt. In diesem Zusammenhang sei auch noch mal an die Aktion Adventsfenster erinnert, die seit dem 1. Dezember täglich um 18 Uhr stattfindet.

Seniorenkaffee im Advent

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Seniorennachmittag (28.11.2008)

Herzliche Einladung

Die Gemeinde und die Kirchengemeinde freuen sich über die zahlreichen Zusagen zum diesjährigen Seniorennachmittag. Mit Kaffee und Kuchen, einem Sketch der Jugend und "Bilder und Impressionen aus Reichenberg in Brandenburg" wird es sicherlich eine kurzweilige Veranstaltung werden. Kurzfristige Nachmeldungen sind auch kein Problem. Zur Erinnerung: Wir treffen uns morgen, am 29. November um 14:30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus.

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Veranstaltungskalender 2009 (28.11.2008)

Was geht ab im nächsten Jahr?

Wie in jedem Jahr werden die Vereine und Vereinigungen in Reichenberg gebeten, dem Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke bis Ende November die Termine für 2009 bekannt zu geben. Zum einen werden sie im Veranstaltungskalender der Verbandsgemeinde, der auch im Internet unter www.loreley.info zu finden ist, bekannt gemacht, zum anderen sind sie natürlich wieder auf der Homepage der Gemeinde, www.reichenberg-rlp.de, zu finden. Sollten sich später noch Terminverschiebungen ergeben, so können diese Änderungen bei rechtzeitiger Meldung auch noch nachträglich in den monatlich erscheinenden Terminkalender aufgenommen werden. "Ich appelliere an alle, diesen Aufruf wieder etwas ernster zu nehmen!" stellt der Ortschef fest, "nur so sind Terminkollisionen zu vermeiden."

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Gironimo trägt St. Martin sicher durch Reichenberg (21.11.2008)

Simon Schaub war der stolze Reiter

Bild von Simon als St. Martin auf Gironimo

Schon zum zweiten Mal durfte Simon auf dem ruhigen, unerschrockenen Therapiepferd Gironimo als St. Martin durch Reichenberg reiten. Die Schar der Besucher traf sich wie gewohnt am Friedhof und zog dann mit der musikalischen Begleitung der bewährten Martinszugkapelle über den Berg bis zum Dorfgemeinschaftshaus. Gironimo ist eines der Pferde von der Pferdeinsel, die im Rahmen der heilpädagogischen Begleitung mit dem Pferd eingesetzt werden. "Ich bin froh, dass Kim Müller unseren Martinszug mit ihrem Pferd und ihrer Erfahrung unterstützt!" stellt Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke fest. Die Absicherung des Zuges übernahm die Löschgruppe Reichenberg, die auch wieder für das Martinsfeuer zuständig war. Am DGH gab es wieder Weckmänner, Brezel und Winzerbrote, Kinderpunsch, Glühwein und Bier. Organisiert wurde alles vom bewährten Team Vera Schaub und Bärbel Goerke. Wie in jedem Jahr geht der Überschuss der Veranstaltung an zwei indische Patenkinder in Hyderabad.

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Die gute Seele des Dorfgemeinschaftshauses geht in den Ruhestand (21.11.2008)

Clemens Lindenblatt hört zum Jahresende auf

"Er wird eine große Lücke hinterlassen!" ist sich Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke sicher, "aber nach allem, was er für die Gemeinde geleistet hat, ist sein Wunsch, nun etwas kürzer zu treten, sicherlich gerechtfertigt." Clemens hat seine Spuren schon in allen Bereichen der Gemeinde hinterlassen. Im Gemeinderat, bei der Feuerwehr und im Schützenverein war er stets ansprechbar, wenn es darum ging, etwas voran zu bringen. In den letzten Jahren war er für das Dorfgemeinschaftshaus verantwortlich. Immer wenn es um handwerkliche Dinge ging, war sein Rat gefragt. Fast täglich hat er nach dem Rechten gesehen. Da er ja ganz in der Nähe wohnte, konnte man, sollte einmal der Schlüssel vergessen worden sein, einfach zu ihm hinlaufen.
"Wir werden uns umstellen müssen!" ist sich der Ortsbürgermeister sicher. Die Gemeinde sucht also im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung jemanden, der sich um das Dorfgemeinschaftshaus kümmert. Die konkreten Aufgaben und der Umfang der Arbeit können dabei in gewissen Grenzen noch festgelegt werden. Feste Aufgaben werden die Schlüsselverwaltung, Heizung, Wasser, Beleuchtung und Strom, Straßenreinigung und Schneeräumen sein.
Wenn also jemand Interesse an dieser Aufgabe hat und sich für unsere Gemeinde engagieren möchte, so kann er sich beim Ortsbürgermeister oder aber bei jedem Gemeinderatsmitglied gerne melden. Dort und bei Clemens selbst sind auch weitere Informationen erhältlich.
Nur wenn sich ein Nachfolger findet, kann das DGH in der jetzigen Form bewirtschaftet und für die Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden!

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Volkstrauertag (14.11.2008)

Gottesdienst und Gedenkfeier

Am Volkstrauertag findet um 14:00 Uhr ein Gottesdienst in unserer Kirche statt. Im Anschluss wird am Ehrenmal in einer Gedenkfeier der Toten der Kriege und den Opfern der Gewaltherrschaft gedacht. Neben dem Frauenchor werden diesmal wieder die Konfirmanden mitwirken. Die Ortsbevölkerung, ob jung oder alt, ist dazu herzlich eingeladen.

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Goerkes Rede beispielhaft

Volkstrauertag: Ansprache des Reichenberger Ortsbürgermeisters wurde bundesweit veröffentlicht

Am Sonntag gedenken Menschen in Deutschland und anderen europäischen Ländern der Opfer der Kriege des 20. Jahrhunderts.

Bild von Ortsbürgermeister Goerke am Ehrenmal
Direkt neben der Reichenberger Kirche und unterhalb der Burg steht das Ehrenmal, der Reichenberger, die in den zwei Weltkriegen gestorben sind. Dort wird Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke auch den Kranz niederlegen.

REICHENBERG/RHEIN-LAHN. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat in einer Broschüre für den Volkstrauertag eine Rede des Reichenberger Ortsbürgermeisters Karl Heinz Goerke abgedruckt. Das bundesweit veröffentlichte Heft beinhaltet Anregungen zur Gestaltung der Gedenkstunden zum Volkstrauertag, der am kommenden Sonntag ist. An diesem Tag wird den Opfern der Kriege des 20. Jahrhunderts gedacht. In vielen Gemeinden und Städten werden an Ehrenmälern Kränze niedergelegt.
Goerkes Rede ist eine von zwei Textvorschlägen, die von der Kasseler Zentrale des Bundes publiziert werden. Im Gespräch mit unserer Zeitung begründet der Bund die Auswahl des Textes mit der bildhaften Sprache Goerkes, "die sich wohltuend abhebe. Ansonsten sind Reden zum Volkstrauertag naturgemäß eher schwere Kost", sagt Stefan Dworak, Referent des Volksbundes.
Der Organisation sei daran gelegen, mit den veröffentlichten Textvorschlägen Tradition und Moderne abzubilden, und die Rede des zweifachen Familienvaters aus Reichenberg richte sich an ein jüngeres Publikum. "Wir sind bemüht, ein Spektrum mit Lösungswegen zur Gestaltung des Volkstrauertages aufzuzeigen", macht Dworak deutlich. Die Handreichung richtet sich zunächst an die Verantwortlichen der Gedenkfeiern wie Bürgermeister, Pfarrer, Soldaten oder Feuerwehrleute. "Aber die Broschüre ist nicht nur für einen erlauchten Kreis, sondern eine Ideensammlung für jedermann", erklärt der Referent. Goerke selbst ist über den Abdruck seiner Rede, die er im vergangenen November vor den Reichenbergern gehalten hat, natürlich stolz. Seit zehn Jahren ist er mit der Organisation der Gedenkfeiern in dem 240 Einwohner zählenden Dorf betraut - anfangs als Zweiter Beigeordneter, seit 2004 als Ortsbürgermeister. "Ich halte die Veranstaltungen zum Volkstrauertag gerade in der heutigen Zeit, in der diejenigen, die den Krieg noch selbst miterlebt haben, immer weniger werden, für recht wichtig", sagt Goerke, der 13 Jahre lang selbst Soldat war und als Kompanieführer einer Panzereinheit vorstand.
Um den Zuhörern das Verständnis zum Volkstrauertag nahezubringen, wählt der Ortschef nicht selten Geschichten aus, die sich während der Kriegswirren rund um Reichenberg ereignet haben. So stand der Volkstrauertag 2004 im Zeichen der Erinnerung an Gerhard Köhler, einem Soldaten aus Dessau, der im März 1945 bei einem Bombenangriff in Nochern starb und in Reichenberg begraben wurde. Mit den Konfirmanden arbeitete er vor vier Jahren dessen Schicksal. "Reichenberg ist ein kleiner Ort, da erzähle ich nicht von hochtrabenden Dingen."
Am Sonntag will sich der Ortsbürgermeister auch mit der Schlacht um die Seelower Höhen in Brandenburg beschäftigen, bei der mehr als 80 000 Soldaten starben. Goerke besuchte den Ort, als er den Sommerurlaub im brandenburgischen Reichenberg verbrachte.(wak)

Text und Bild Markus Wakulat: Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 12.11.2008, Seite 11.


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Martinszug in Reichenberg (11.11.2008)

St. Martin reitet über den Berg

Groß und Klein sind auch in diesem Jahr wieder ganz herzlich zum Martinszug eingeladen. Am 11. November ab 18 Uhr starten wir wie immer am Friedhof. Die Strecke geht diesmal über den Berg zum Dorfgemeinschaftshaus. Gemeinsam wollen wir, von der bewährten Kapelle begleitet, einige Lieder singen. Am Ziel wird es unter der Überdachung heißen Apfelsaft und Glühwein geben. Für jedes Kind spendiert die Gemeinde einen Weckmann und für die Erwachsenen werden wieder die leckeren Winzerbrote, auf Wunsch mit reichlich frischen Zwiebeln, angeboten. Der Erlös der Veranstaltung geht erneut nach Hyderabad in Indien. Dort wird die schulische Ausbildung zweier Kinder finanziert. Zusätzliche Spenden sind daher jederzeit willkommen.

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Die letzte Ruhestätte (31.10.2008)

Krimilesung mit Gabriele Keiser

Abbildung des Taschenbuches: Gabriele Keiser, Gartenschläfer

Bereits zum dritten Mal wird die Autorin in Reichenberg aus ihrem neusten Buch lesen; diesmal jedoch solo. "Gartenschläfer" heißt der Kriminalroman, der die Fortsetzung zu ihrem 2006 erschienenen Titel "Apollofalter" bildet.
Wieder ist es ein Tier, das dem Buch seinen Namen gibt, allerdings spielt der einer Maus ähnelnde Gartenschläfer in Franca Mazzaris zweitem Fall nur eine untergeordnete Rolle. Bei der Aufklärung des Mordes an einem 18-Jährigen taucht die Kommissarin diesmal ein in die Lebenswelt einer Gruppe Jugendlicher, die voll ist von Einsamkeit, Gewalt, Drogen, Okkultismus und mehr ...
Im herbstlich dekorierten Dorfgemeinschaftshaus werden die Zuhörer Auszügen aus dem Krimi lauschen können. Beginn ist am 14. November 2008 um 19:30 Uhr. Im Vorverkauf kosten die Karten 7 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Jugendliche. Darin enthalten ist ein Glas Wein oder aber ein nichtalkoholisches Getränk. Unter allen Besuchern werden diesmal zwei Exemplare des Krimis verlost. Natürlich wird Frau Keiser ihre Bücher auch gerne signieren; sie können im Anschluss an die Lesung erworben werden.
Karten gibt es im Bürgerbüro der VG Loreley (Tel. 06771/919-147), bei der Touristinformation, St. Goarshausen, (Tel: 06771/910-11), in der Buchhandlung Gasteyer, Nastätten, (Tel: 06772/94513) und beim Ortsbürgermeister der Gemeinde Reichenberg (Tel: 06771/435).

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Lohnsteuerkarten 2009 werden verteilt (31.10.2008)

Helfen Sie bei der Ermittlung des Anteils an der Lohn- und Einkommensteuer

Wie in jedem Jahr werden die Lohnsteuerkarten durch die Gemeinde verteilt. Sollten Sie schon heute wissen, dass Sie diese nicht benötigen, so können Sie sie gerne dem Ortsbürgermeister zurückgeben oder aber den Briefkasten am DGH nutzen. Damit helfen Sie mit, kommunale Aufgaben in Reichenberg zu finanzieren, ohne dass es Sie auch nur einen Cent kostet. Sie brauchen nur Ihre Lohnsteuerkarte für das vergangene Steuerjahr an die Gemeinde oder an das Finanzamt zurückzugeben, wenn Sie die Lohnsteuerkarte nicht für den Lohnsteuerjahresausgleich oder die Einkommensteuererklärung benötigen. Alle zurückgegebenen Lohnsteuerkarten dienen dem Statistischen Landesamt zur Errechnung des der Gemeinde zustehenden Anteils am Lohn- und Einkommensteueraufkommen des Landes. Jede fehlende Lohnsteuerkarte bedeutet weniger Geld für uns. Auch nicht benötigte Karten für 2009 können Sie auf diesem Wege gewinnbringend für die Gemeinde einsetzen. Wir werden die Karte dann entsprechend weiterleiten. Vielen Dank für Ihre Mithilfe

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Sammlung für den Volksbund (31.10.2008)

Trauer braucht einen Ort!

Es ist ein guter Tag, sagt Iwan Malachowski aus Russland. Dann blickt der ehemalige Kriegsteilnehmer stumm auf die Granitstelen mit den Namen und Lebensdaten der deutschen Gefallenen - seine ehemaligen Gegner. Die Einweihung in Apscheronsk ist ein Meilenstein. Hier ist etwas entstanden, das den Willen zur Aussöhnung kaum besser dokumentieren könnte. Die neue Kriegsgräberstätte im Kaukasus ist eine Mahnung zum Frieden. So sieht es Wolfgang Schneiderhan, der Generalinspekteur der Bundeswehr: Dies ist ein Ort der Erinnerung gegen das Vergessen. Am 6. September ist es soweit. Der Volksbund übergibt einen der letzten großen Sammelfriedhöfe seiner Bestimmung. Die Kriegsgräberstätte Apscheronsk wird der zentrale deutsche Sammelfriedhof für alle Gefallenen des Zweiten Weltkrieges im Kaukasusgebiet und des ehemaligen Kubanbrückenkopfes sein.
Bild der Stelen auf dem Soldatenfriedhof ApscheronskSeit über achtzig Jahren widmet sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Er betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, berät öffentliche und private Stellen, unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.
Liebe Reichenberger, ich möchte Sie ganz herzlich bitten, für diese gute Sache einen angemessenen Beitrag zu leisten. Ich kann Ihnen versichern, dass diese Mittel für die ganz besondere Friedensarbeit des Volksbundes eingesetzt werden. In 2007 wurden in Reichenberg wieder über 100 Euro gesammelt; dafür möchte ich allen Spendern danken. Es wäre schön, wenn in diesem Jahr ein Betrag mindestens in ähnlicher Höhe zusammen kommen würde. Sollten Sie weitere Fragen haben oder aber noch zusätzliche Informationen wünschen, so können Sie sich gerne an mich wenden.

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Auch in Reichenberg Brennholzbestellung möglich! (24.10.2008)

Bitte Formular handschriftlich ändern

Durch ein Versehen wurde bei der Veröffentlichung des Forstreviers Loreley Nord die Gemeinde Reichenberg nicht berücksichtigt. Wie Karl-Heinz Kasper, der zuständige Revierförster mitteilt, können die Reichenberger Bürger, die Brennholz in Selbstwerbung bestellen wollen, einfach das abgedruckte Formular handschriftlich ändern. Im Reichenberger Wald wird es nur Brennholz in Selbstwerbung (Sortiment 3) geben. Der Preis wird bei 19 Euro/rm liegen.

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Frank Puchtler MdL besucht Reichenberg (03.10.2008)

Ortsbevölkerung ist herzlich eingeladen

Der Landtagsabgeordnete Frank Puchtler kommt zu einem Gespräch nach Reichenberg und möchte unsere Gemeinde gerne kennenlernen. Daher wurde für den 07. Oktober ab 18 Uhr ein zweistündiger Besuch vereinbart. Nach einer kurzen Begrüßung vor dem Dorfgemeinschaftshaus ist ein Rundgang durch die Gemeinde geplant. Anschließend wird Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke Herrn Puchtler im Dorfgemeinschaftshaus über die aktuelle Lage in der Gemeinde und die derzeit geplanten Vorhaben informieren. Dabei werden sicherlich auch einige Probleme, die Reichenberg zurzeit beschäftigen, zur Sprache kommen. Als Stichpunkte sind die Verteilung der Personalkosten der Kindertagesstätte, die Finanzausstattung der Gemeinde, die demografische Entwicklung und die Burg Reichenberg zu nennen. Zusätzlich wird für alle Bürger die Möglichkeit bestehen, Fragen und Anregungen direkt an den Landtagsabgeordneten zu richten. Nutzen Sie diese Gelegenheit, Ihre Sorgen und Nöte direkt an der richtigen Stelle zu adressieren.

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Ortbürgermeister im Urlaub (03.10.2008)

Vertretung übernimmt der 1. Ortsbeigeordnete

Auch ein Ortsbürgermeister braucht mal Urlaub. Für eine Woche geht es mit Kind und Kegel in die Alpen. Für die Zeit vom 11.10. bis zum 18.10.2008 übernimmt Hans-Rudi Voss, der 1. Ortsbeigeordnete, die Geschäfte. Er ist unter der Telefonnummer 7466 zu erreichen.

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Leider mal wieder ein Thema (19.09.2008)

Grabpflege wird sehr unterschiedlich wahrgenommen

Zurzeit häufen sich wieder die Beschwerden über mangelhafte Grabpflege auf dem Reichenberger Friedhof. "Ich habe mir darauf hin mal den gesamten Friedhof angesehen", erklärt Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. Der überwiegende Teil der Gräber ist sehr gut gepflegt. Leider sind aber einzelne Gräber ziemlich verwahrlost. Unkraut steht 50 cm hoch auf dem Grab und der Splitt zwischen den Gräbern ist kaum noch zu erkennen.
Gemäß Friedhofsordnung sind auch die Grabzwischenräume von den Angehörigen zu pflegen und sauber zu halten. Splitt stellt die Gemeinde zur Verfügung und davon ist noch genug vorhanden. Sicherlich gibt es unterschiedliche Ansichten zum Thema Grabbepflanzung, aber das reine Unkraut ist garantiert nicht der richtige Weg. Wenn der Bodendecker in begrenztem Umfang über die eigentliche Grabstelle hinaus wächst, lockert dies die strenge Ordnung ein wenig auf und ist nicht zu beanstanden. Wenn aber Löwenzahn, Disteln, Klee und Gras den Grabzwischenraum zuwuchern, verstößt das eindeutig gegen die Regeln.
Die Gemeinde kann es sich nicht leisten, einen Friedhofsgärtner zu beschäftigen, der die Aufgaben der Angehörigen übernimmt. Das Mähen der Grasflächen, das Schneiden der Hecken und das Sauberhalten der Hauptwege sind schon genug Arbeit. Auch ist an dieser Stelle zu bedenken, dass die Gebühren in Reichenberg recht günstig sind. "Dies geht natürlich nur, wenn alle mithelfen, den Friedhof in einem würdevollen und ordentlichen Zustand zu erhalten!" stellt der Ortsbürgermeister zum Abschluss fest.

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Wächst Reichenberg zu? (19.09.2008)

Anlieger in der Pflicht

Im Augenblick herrscht ausgezeichnetes Wachswetter. Alles grünt und sprießt noch mal. Allerdings führt das auch dazu, dass die öffentlichen Verkehrsflächen immer mehr zuwachsen. Hier sind die Anlieger in der Pflicht. Die Gemeinde hat z.B. bereits den Randstreifen entlang des Radwegs mit der Motorsense bearbeitet. Es gibt aber einige Stellen innerorts, an den vor allem Sträucher zurückgeschnitten werden müssen, die von den Grundstücken in den Verkehrraum reingewachsen sind. Dies ist prinzipiell ganzjährig möglich; zurzeit besteht auch keine Gefahr mehr für brütende Vögel. "Ich appelliere hier an alle Grundstückseigentümer, einen ordentlichen Rückschnitt vorzunehmen!" sagt der Ortsbürgermeister. "Und ab 01. Oktober ist auch im Außenbereich der Heckenschnitt wieder zulässig."
Je nach örtlicher Gegebenheit ist ein gründlicher Rückschnitt auch mal für mehrere Jahre ausreichend.

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Wilder Wein und Efeu (19.09.2008)

Arbeitseinsatz erfolgreich

Der wilde Wein und das Efeu am Dorfgemeinschaftshaus wurden beseitigt. Trotz des wenig einladenden Wetters trafen sich am letzten Samstag einige (wenige) Reichenberger am Dorfgemeinschaftshaus um die Dachsanierung vorzubereiten. Nachdem ein Teil des Gerüstes stand, konnte der Bewuchs entfernt werden. Diese Arbeit hat die Gemeinde in Eigenleistung erbracht, um Kosten zu sparen. Im Laufe der Woche wurde dann noch der Speicher leergeräumt, da das Abnehmen des Schiefers erfahrungsgemäß mit erheblicher Verschmutzung einhergeht. Weitere Aufgaben für die Gemeinde werden das Streichen des Dachüberstands und das Reinigen der Abflussrohre für das Regenwasser sein. "Ich werde versuchen, kurzfristig, je nach Fortschritt der Arbeiten, die Helfer anzusprechen", erklärt Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. "Ich bin sicher, wir werden alles zeitnah erledigen können!"

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Warmwasser läuft wieder! (05.09.2008)

Heizung war total verstellt

Fast 80 Euro kostete die Gemeinde Reichenberg die Reparatur der Gastherme im Dorfgemeinschaftshaus. Wie sich beim Besuch des Kundendienstes herausstellte war die Steuerung der Anlage total verstellt. Zusätzlich wurde noch Wasser im Heizkreislauf aufgefüllt. "Diese Ausgabe wäre nicht nötig gewesen!" erklärt Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke, "wenn nur diejenigen die Anlage bedienen, die dazu befugt und eingewiesen sind." Nachdem im Frühjahr bereits die Heizkennlinie verändert wurde, um auch in der Übergangszeit entsprechende Wärme in die Räume des Dorfgemeinschaftshauses zu bekommen, bleibt zu hoffen, dass außer der bereits angekündigten Erhöhung bei den Gaspreisen keine weiteren Kosten auf die Gemeinde zukommen. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Heizung rechtzeitig, d.h. mindestens 4 bis 6 Stunden vorher eingestellt und die Thermostate aufgedreht werden müssen, da das Gebäude nicht durchgängig beheizt wird. "Es sind hier sicherlich Kompromisse notwendig, wenn wir die Heizkosten in einem erträglichen Rahmen halten wollen," ist sich der Ortsbürgermeister sicher, "aber es ist unser aller Geld!"

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Verwaltungsgericht zeigte Verständnis für das Anliegen der Gemeinde (22.08.2008)

Politische Lösung gefragt

Mehr als 5000 Euro muss die Gemeinde Reichenberg zu den Gesamtpersonalkosten der evangelischen Kindertagesstätte St. Goarshausen beisteuern, obwohl zeitweise kein und derzeit nur ein Kind aus der Gemeinde die Kita besucht. Daher hat die Gemeinde gegen die entsprechenden Bescheide Widerspruch eingelegt und ist bis vor das Koblenzer Verwaltungsgericht gezogen. Dort klagt die Gemeinde gegen eine entsprechende Richtlinie des Rhein-Lahn-Kreises. Ortsbürgermeister Goerke moniert, dass der Anteil der Personalkosten der fünf Gemeinden im Kita-Zweckverband alleine über die jeweilige Einwohnerzahl bestimmt wird.
Das Problem: Reichenbergs Einwohner werden - bei gleicher Zahl - immer älter, gleichzeitig werden aber immer weniger Kinder geboren. "Bei uns kommen 1,5 Kinder auf 100 Einwohner, im Kreisdurchschnitt sind es 4,5", sagt Goerke. Ihm geht es um mehr Verteilungsgerechtigkeit, wie er in der mündlichen Verhandlung betonte. An den ebenfalls zu zahlenden Bau- und Investitionskosten will er nicht rütteln. Aber er will erreichen, dass bei der Beteiligung an den Personalkosten auch die Zahl der betreuten Kinder berücksichtigt wird. "Wir zahlen viel Geld, ohne eine Gegenleistung zu erhalten", sagt er und rechnet vor: "Ein Kind kostet uns 5000 Euro, während andere Gemeinden 600 bis 800 Euro zu zahlen haben. Da ist unsere kleine Gemeinde schlicht überfordert." Der Prozessvertreter des Kreises beantragte dagegen, die Klage abzuweisen, denn bereits seit 1973 werde die Kostenrichtlinie unbeanstandet angewendet. Aber die Demografie hat sich grundlegend geändert und die Gemeinde ist der Meinung, dass dies endlich berücksichtigt werden müsse. "Das Anliegen ist nicht ganz ungerechtfertigt", erklärte der Verwaltungsrichter in der Verhandlung. Er betonte aber, dass das Gericht die Richtlinie lediglich auf Ermessensfehler prüfen könne - und ließ durchblicken, dass ein solcher offenbar nicht vorliegt. Da die Richtlinie zum Januar ohnehin geändert wird, regten die Richter an, über eine Änderung im zuständigen Kreistag zu diskutieren.
Interessant für die Gemeinde war auch die Frage eines Beisitzers, wie denn die Angelegenheit aus haushaltsrechtlicher Sicht zu bewerten sei. Da hier eine abschließende Klärung nicht möglich war, wird dieser Gedankengang weiter zu verfolgen sein.
Ortsbürgermeister Goerke wird nun das schriftliche Urteil abwarten. Gleichzeitig soll aber den Hinweisen und Anregungen des Gerichts nachgegangen werden, um hier zusätzlich Ansatzpunkte zu identifizieren. Das Problem für Reichenberg ist, an der Gesamtsumme der an den Kreis zu erstattenden Personalkosten wird sich durch eine Neuverteilung nichts ändern. durch eine Berücksichtigung der Kinderzahlen werden jedoch nur wenige, eher kleine Gemeinden, entlastet, aber einige, eher größere, belastet. Damit wird es schwierig, in einem politischen Willensbildungsprozess entsprechende Mehrheiten zu erreichen. Aber gerade die nunmehr immer weiter voranschreitende Einführung der Doppik, die bei vielen auch nicht gerade Begeisterungsstürme auslöst, aber eine mehr betriebswirtschaftliche Sicht der gemeindlichen Finanzströme beinhaltet, trägt dazu bei, dass Kosten und Leistung gegenüber gestellt werden. Und von daher ist es schon zu hinterfragen, ob alleine aus demografischen Gründen die Personalkosten einer Kindertagesstätte eine Gemeinde dreimal mehr belasten dürfen, wie den Kreisdurchschnitt.

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Gemeinde: Anteil an Personalkosten in Kita zu hoch

Vertreter aus Reichenberg und des Rhein-Lahn-Kreises streiten seit gestern vor Gericht - Richter kann Anliegen verstehen

REICHENBERG/KOBLENZ. Mehr als 5000 Euro muss die Gemeinde Reichenberg zu den Gesamtpersonalkosten der evangelischen Kindertagesstätte St. Goarshausen beisteuern, obwohl zeitweise kein und derzeit nur ein Kind aus dem 190-Seelen-Ort die Kita besucht - für den Gemeinderat ein krasses Missverhältnis, gegen das Ortschef Karl Heinz Goerke seit gestern sogar vor dem Koblenzer Verwaltungsgericht kämpft. Dort klagt die Gemeinde zusammen mit der Verbandsgemeinde Loreley gegen eine entsprechende Richtlinie des Rhein-Lahn-Kreises. Goerke moniert, dass der Anteil der Personalkosten der fünf Gemeinden im Kita-Zweckverband alleine über die jeweilige Einwohnerzahl bestimmt wird. Dadurch sieht er seine Gemeinde benachteiligt.
Das Problem: Reichenbergs Einwohner werden - bei gleicher Zahl - immer älter, gleichzeitig werden aber immer weniger Kinder geboren. "Bei uns kommen 1,5 Kinder auf 100 Einwohner, im Kreisdurchschnitt sind es 4,5", sagt Goerke. Ihm geht es um mehr Verteilungsgerechtigkeit, wie er in der mündlichen Verhandlung betonte. An den ebenfalls beigesteuerten Bau- und Investitionskosten will er nicht rütteln. Aber er will erreichen, dass bei der Umverteilung der Personalkosten auch die Zahl der betreuten Kinder berücksichtigt wird. "Wir zahlen viel Geld, ohne eine Gegenleistung zu erhalten", sagt er und rechnet vor: "Ein Kind kostet uns 5000 Euro, während andere Gemeinden 600 bis 800 Euro zu zahlen haben. Da ist eine kleine Gemeinde schlicht überfordert." Der Prozessvertreter des Kreises beantragte dagegen, die Klage abzuweisen, denn bereits seit 1973 werde die Kostenrichtlinie unbeanstandet angewendet. Laut der Kläger habe sich die Demografie aber grundlegend geändert und müsse endlich berücksichtigt werden. "Das Anliegen ist nicht ganz ungerechtfertigt", so die Verwaltungsrichter gestern. Sie betonten aber, dass sie die Richtlinie lediglich auf Ermessensfehler prüfen könnten - und ließen durchblicken, dass ein solcher offenbar nicht vorliegt. Da die Richtlinie zum Januar ohnehin geändert wird, regten die Richter an, darüber im zuständigen Kreistag zu diskutieren.

Text: msn Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 14.08.2008, Seite 19

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Erfreuliches Ergebnis bei der Submission (15.08.2008)

Dachsanierung beginnt Anfang September

"Wir haben ein wirklich gutes Angebot auf unsere Ausschreibung erhalten," betont Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. Auf der Sitzung des Gemeinderates am 08.08.2008 wurde einstimmig beschlossen, den Auftrag für die Neueindeckung des Daches auf dem Dorfgemeinschaftshaus und die endgültige Fertigstellung der Überdachung am Feuerwehrgerätehaus an die Firma Mario Ostmann aus Reitzenhain zu vergeben. Erstaunt waren die Ratsmitglieder über die Anzahl von 7 Bietern und die Bandbreite der Angebote von knapp 33.000 € bis zu 47.000 €. Vom beauftragten Architekten, dem Büro für Bauwesen Klaus Opel aus Bornich, war die Maßnahme auf 38.000 € geschätzt worden. Das nunmehr deutlich günstigere Angebot entlastet natürlich die Gemeinde finanziell.
Insgesamt wird die Gemeinde etwa 22.000 € aufzubringen haben. Ein Landeszuschuss wird ca. 11.000 € abdecken, die Gemeinde hofft auch noch einen Teil der Architektenkosten ebenfalls ersetzt zu bekommen. Eine großzügige Spende Reichenberger Bürger wird für die vom Land nicht bezuschusste endgültige Eindeckung der Überdachung am Feuerwehrgerätehaus genutzt. Die Annahme dieser Spende hat der Gemeinderat gemäß den neuen Regelungen des Paragrafen 94 Absatz 3 ebenfalls beschlossen.
"Für diese 22.000 € müssen wir einen Kredit aufnehmen," erläuterte der Ortsbürgermeister, "aber wenn das Dach dann wieder 100 Jahre hält, kann man das vertreten!" Die Gemeinde wird diesen Kredit über viele Jahre abbezahlen, da eine wesentliche Verbesserung auf der Einnahmenseite nicht in Sicht ist. "Wir haben immer sparsam gewirtschaftet, aber durch unsere niedrige Finanzkraft ist die Situation sehr schwierig!" bedauert Goerke, "die Gemeinde war schuldenfrei, und diesen Status wollen wir so schnell wie möglich wieder erreichen!"

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Prima Stimmung trotz Gewitter (01.08.2008)

Seniorenkaffee war ein voller Erfolg

Fast 40 Seniorinnen und Senioren trafen sich am vergangenen Samstag unter der Überdachung am Feuerwehrgerätehaus. Bei Kaffee und leckerem Streuselkuchen bot sich die Gelegenheit für ein zwangloses Zusammentreffen und anregende Gespräche. Eingerahmt wurde der Nachmittag von einigen Liedbeiträgen des Frauenchores und einer Geschichte über das kleine Lob, die Pfarrer Löhde vortrug. Auch ein kurzes Gewitter konnte die Stimmung nicht trüben. "Es ist schön, wenn wir Ihnen mit diesem Beisammensein eine kleine Freude machen können!" begrüßte Bärbel Goerke, die Vorsitzende des Kirchenvorstandes die Anwesenden und bedankte sich bei den helfenden Händen der Feuerwehr und des Schützenvereins.

Bild vom Seniorenkaffee unter der Überdachung am Feuerwehrgerätehaus
Bild vom Seniorenkaffee unter der Überdachung am Feuerwehrgerätehaus, die Organisatorin unterhält sich mit Pfarrer Löhde
Der Frauenchor singt

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Auf Pferdeinsel lernen Kinder Lachen neu

Mitarbeiter der Lebenshilfe und Heilpädagogin ermöglichen eine Woche voller Ausgelassenheit

Bild von der Pferdeinsel
Mutig waren die Kinder auf der Pferdeinsel von Kim Müller, als sie sich von den großen Vierbeinern tragen ließen.

REICHENBERG. Die Pferdeinsel gibt es erst seit einem Jahr in Reichenberg. Sie wird von Kim Müller, ihrer Familie und von Gironimo und Gina bewohnt. Kim Müller ist eine lebendige junge Frau in den Zwanzigern, Gironimo, Gina und auch Nscho-Tschi aber sind Pferde.
Gironimo, ein Friesenwallach, hat einen freundlichen Charakter, ist ausgeglichen und geduldig, Gina ist kinderlieb und feinfühlig und Nscho-Tschi neugierig und verspielt. Alle drei haben die Kinder gern, die die Pferdeinsel besuchen. So berichtet es Kim Müller, während sie einen kleinen Jungen trägt, der sich in ihre Arme schmiegt. Kim ist heilpädagogisch und psychologisch ausgebildet und besitzt eine Zusatzausbildung in HBP, das bedeutet "Heilpädagogisches Begleiten mit dem Pferd".
Freundlichkeit, Geduld und Zuwendung von Mensch und Tier sind auch notwendig, denn auf der Pferdeinsel werden Kinder und Jugendliche heilpädagogisch begleitet, die diese Aufmerksamkeit brauchen. Die Kinder und Jugendlichen erleben, wie es ist, nahe mit Pferden zusammen zu sein und von ihnen getragen zu werden. Im Mittelpunkt einer solchen Therapie stehen Förderung sowie günstige Beeinflussung des kindlichen Befindens und Verhaltens; die reiterliche Ausbildung ist untergeordnet.
In dieser Woche sind elf Kinder auf der Pferdeinsel zu Besuch. Zusammen mit der Lebenshilfe Rhein-Lahn bietet der Pferdehof Kindern aus dem Rhein-Lahn-Kreis eine Ferienwoche mit Spiel, Singen, Tanzen und dem Zusammensein mit den Pferden. Die Gäste schlafen auf einem Strohlager im Stall und versorgen sich selbst. Alle helfen mit, wenn Wolfgang Grüttner von der Lebenshilfe morgens das Frühstück zubereitet.
Außerdem sind noch Yvonne Winchiers und Michaela Fries, ebenfalls von der Lebenshilfe, da und drei Praktikantinnen: Isabell Seelbach, Lisa Franzen und Sabrina Roth. Auf der Wiese nahe dem Haus lagern sich alle auf Decken und Schaffellen unter einem großen Birnbaum. Dann wird ein Kreis gebildet und gespielt und getanzt wie die Indianer. Danach putzen und striegeln alle gemeinsam die drei Pferde. Dann geht es hinauf zum Reitplatz. Jeder darf sich mutig auf den Rücken eines der Tiere schwingen und einige Runden auf der Bahn drehen - ein ganz mutiger Junge versucht sich sogar im Voltigieren.
Die Kinder sind stolz, ihre Angst vor den großen Tieren überwunden zu haben, strahlen und sind glücklich. Das ist aber noch längst nicht alles, was die Betreuer vorbereitet haben. Gemeinsam schauen sie sich mit dem Diplombiologen Philipp Schievenhövel Schmetterlinge und Insekten an, beobachten Fledermäuse und besuchen die Eselherde von Friedrich Sauerwein in Bornich.
Im nächsten Jahr finde wieder eine solche Ferienwoche statt, sagt Wolfgang Grüttner von der Lebenshilfe, aber dieses Freizeitangebot sei nur eines unter vielen. Wer will, kann sich bei der Lebenshilfe Rhein-Lahn oder bei Kim Müller erkundigen.
Die Lebenshilfe Rhein-Lahn ist zu erreichen unter der Telefonnummer 06772/6297.

Foto und Text: Karl-Heinz Wolter Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 26.07.2008, Seite 20.

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Polizeigewerkschaft ehrt Oppenhäuser und Voss

Achim Eggert (links), Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirksgruppe Koblenz, Friedhelm Oppenhäuser (Mitte) und Rudolf Voss

Achim Eggert (links), Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirksgruppe Koblenz, hatte eine angenehme Pflicht zu erfüllen. Er ehrte Beamte der Polizeiinspektion St. Goarshausen für ihre langjährige gewerkschaftliche Zugehörigkeit. So ist Friedhelm Oppenhäuser (Mitte) seit 40 Jahren treues Mitglied, Rudolf Voss ist seit 25 Jahren dabei.

Foto: Rolf Nölle Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 14.07.2008, Seite 20

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Kleidung erbeutet

Reichenberg: Einbrecher machten sich auf der Burg in Reichenberg zu schaffen. Der Polizei wurde am Mittwoch der Aufbruch der Kellertür zum Burghaus gemeldet. Vom Burgkeller aus gelangten die Täter in den zweiten Stock des Hauses und entwendeten mehrere Kleidungsstücke. Der Schaden beläuft sich auf etwa 200 Euro. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion St. Goarshausen, Tel. 06771/932 70, entgegen.

Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 11.07.2008, Seite 18.

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Herzliche Grüße aus Reichberg (11.07.2008)

Die Märkische Schweiz ist eine Reise wert

Gemeinde Reichenberg, Märkische Höhe, Amt Neuhardenberg, Kreis Märkisch Oderland

Urlaubsgrüße sendet Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke mit seiner Familie aus Reichenberg ostwärts Berlin. Die Fläche der Gemeinde beträgt über 10 km² und beheimatet ca. 340 Einwohner in zwei voneinander getrennten Orten, Reichenberg und Julianenhof. Zusammen mit Ringenwalde und Batzlow bilden sie die Gemeinde Märkische Höhe. Geprägt wird die hügelige Landschaft, zwischen Berlin und dem Oderbruch, durch viele Seen, den Tourismus und die Landwirtschaft. Charakteristisch sind auch die vielen Feldsteinkirchen.

Feldsteinkirche in Reichenberg
Feldsteinkirche in Reichenberg

ehemaliges Rittergut
ehemaliges Rittergut

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Premiere (04.07.2008)

Erstmals beschließt Gemeinderat über Spenden

Eine Änderung des Paragrafen 94 der Gemeindeordnung Rheinland-Pfalz macht es erforderlich, über die Annahme von Sponsoringleistungen, Spenden, Schenkungen und ähnlichen Zuwendungen einen Ratsbeschluss herbeizuführen. Was eigentlich dazu gedacht war, Ortsbürgermeister und Gemeinderäte vor dem Vorwurf der Bestechlichkeit bzw. Vorteilsannahme zu schützen, hat sich zu einem bürokratischen Monster entwickelt. Nachdem die Änderung zum 11.01.2008 in Kraft getreten ist, arbeiten derzeit verschiedene Stellen daran, Leitfäden für eine sinnvolle Umsetzung zu erarbeiten. Bis diese vorliegen, ist jede Spende unverzüglich der Kommunalaufsicht anzuzeigen und durch den Gemeinderat die Annahme zu beschließen. Dem Gemeinderat und der Aufsichtsbehörde sind sämtliche für die Entscheidung maßgeblichen Tatsachen offen zu legen. Da es zurzeit und auch in Zukunft keinerlei Bagatellgrenze gibt, gilt dies theoretisch auch für den selbstgebackenen Kuchen zum Seniorenkaffee. "Hier zeigt sich ein erhebliches Verbesserungspotential im Gesetzgebungsverfahren!" stellt Goerke fest. "Warum kann man Regelungen nicht klarer fassen und die Auswirkungen in der Praxis nicht von Anfang an berücksichtigen?" So beschloss der Gemeinderat einstimmig, der Betroffene nahm an der Beratung und Beschlussfassung nicht teil, die Spenden zur Finanzierung der Teilnahme am Münz-Firmenlauf anzunehmen.
Eine Nachfrage bei den Werken hat ergeben, dass die Baugruben am Wasserhaus noch eine Weile offen bleiben müssen. Zurzeit sind die zuständigen Personen erst mal für 3 Wochen mit Leitungsspülen beschäftigt. Anschließend soll es einen Termin für Kernbohrungen geben, um die Betongüte festzustellen.
Der Gemeinderat nahm zustimmend den Termin 14.11. für eine Krimilesung mit Gabriele Keiser zur Kenntnis. Die Gemeinde stellt den organisatorischen Rahmen, finanziell wird die Veranstaltung über die Kulturhaushalt der VG abgewickelt.

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Aus dem Gemeinderat (27.06.2008)

Gedenken an Willi Huppert

Vor Eintritt in die Tagesordnung bat der Ortsbürgermeister die Anwesenden um ein stilles Gedenken an Willi Huppert, der am 05.06.2008 im Alter von 76 Jahren verstarb. Er war über 2 Legislaturperioden von 1979 bis 1989 Mitglied des Gemeinderates.
Als erster Punkt der Tagesordnung stand dann die Änderung der Satzung über die Erhebung einmaliger Beiträge für öffentliche Verkehrsanlagen nach den tatsächlich entstandenen Investitionsaufwendungen (Einzelabrechnung) auf dem Programm. Durch aktuelle Rechtssprechung und den Wegfall der Außengebietsgrundstücke aus der Beitragsveranlagung wurde vom Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz ein neues Satzungsmuster erstellt. Die Satzung vom 24.03.1997 war daher entsprechend anzupassen. Allerdings haben die Änderungen nur geringe Auswirkungen in Reichenberg, da das grundsätzliche Verfahren, die Einzelabrechnung, erhalten bleibt. Der Gemeinderat beschloss die vorgelegte Satzung einstimmig.
Im zweiten Punkt der Tagesordnung beschloss der Gemeinderat, Hans-Joachim Hopf auf die Vorschlagsliste für die Wahl der Schöffen zu setzen. In der letzten Wahlperiode war er als Schöffe ausgewählt worden, und berichtete in der Sitzung über seine interessante Tätigkeit.
Die Risssanierung Burgweg hat 162,45 € gekostet. Die Nachhaltigkeit der Maßnahme muss im nächsten Jahr geprüft werden, um ggf. weitere Schadstellen in Angriff zu nehmen.
Seitens der Ortsbevölkerung werden die neuen SON-H Birnen kritisiert. Die Lampen sind zwar scheinbar nicht so hell, doch dies trügt. Sie leuchten die Fläche wesentlich besser aus und der Hell-Dunkel-Kontrast ist abgemildert. Möglicherweise kann aber die Steuerung der Zeiten für die Halbnachtslampen noch angepasst werden.

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Planung für die Dacherneuerung beschlossen (27.06.2008)

Ausschreibung wird in Kürze erfolgen

Sichtlich froh war Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke, die Dacherneuerung auf dem Dorfgemeinschaftshaus in Angriff nehmen zu können. "Jetzt geht es los!" eröffnete er die entsprechenden Tagesordnungspunkte im Gemeinderat.
Zunächst wurde das Angebot des Büros für Bauwesen Klaus Opel beraten und beschlossen. Herr Opel wird die Maßnahme von der Ausschreibung bis zur Abrechnung begleiten. Die Planungsunterlagen hatte er bereits auf Basis des Zuschussantrages und des darin enthaltenen Angebots von Johannes Lauer erstellt. Ergänzt hat er noch die Endeindeckung für die Überdachung am Feuerwehrgerätehaus. Der Gesamtaufwand wird mit ca. 47.000 € geschätzt. Davon wird die Gemeinde 38% als Zuschuss auf den Anteil der Dacherneuerung erhalten. Den Rest sowie der Anteil für die Eindeckung der Überdachung muss Reichenberg aus eigener Tasche bezahlen.
Die Ausschreibung ist für Mitte Juli geplant, Submission soll Anfang August sein. Der Baubeginn könnte dann im September liegen.
Der Ortsbürgermeister berichtet vom Angebot der Sparkassenversicherung für die pauschale Sachversicherung "Kristall". Per Saldo bleibt festzuhalten, dass sich der Beitrag, bei Ausweitung des Versicherungsumfanges um 31% erhöht. Nach Diskussion des Angebotes wurde der Ortsbürgermeister beauftragt, den Vertrag in der vorgelegten Form abzuschließen.
In der Gemarkung wird im Auftrag der Naturschutzverwaltung eine Biotop-Kartierung durchgeführt. Das dabei eingesetzte Fahrzeug hat das amtliche Kennzeichen HAM-RW 265 und besitzt eine Sondererlaubnis zum Befahren der Land- und Forstwirtschaftlichen Weg. Ebenso besteht für den Kartierer nach § 43 LNatSchG (Landesnaturschutzgesetz) ein Betretungsrecht zu.

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Team aus Reichenberg mit dabei (14.06.2008)

Gute Ergebnisse beim Münz Firmenlauf in Koblenz

Bild vom Team aus Reichenberg

Bei strahlendem Sonnenschein starteten fünf Läufer aus Reichenberg über die 5 Kilometer rund ums Koblenzer Schloss und das Deutsche Eck. Auf Initiative des Ortsbürgermeisters, der die Mannschaft Anfang Mai anmeldete, fuhren Wolfgang May, Helmut Daum, Dirk Kuttig und Stefan Hopf und Karl Heinz Goerke am 06. Juni gemeinsam nach Koblenz. Ausgestattet mit Funktionshirts, die Werbung für die Gemeinde machten, tummelten sie sich im bunten Feld der über 10.000 Läufer. Als dann um 18 Uhr der Startschuss fiel, dauerte es noch fast 15 Minuten bis alle Reichenberger die Startline passiert hatten. Die Strecke selbst war führte an Rhein und Mosel entlang zurück durch die Altstadt wieder zum Schloss. Ein wenig Konzentration war schon erforderlich, da die Wege und Straßen dem Ansturm der Läufer so gerade gewachsen waren. Am Ende erreichten alle das Ziel und brauchten zwischen 23 und 29 Minuten für die Strecke. "Es ist schon ein Erlebnis!" zog Goerke ein positives Fazit, "und ich werde versuchen, auch im nächsten Jahr wieder ein Team zusammen zu bekommen!"

Bild Stefan Hopf, Karl Heinz Goerke
Es ist geschafft!

Bild Wolfgang May
Sehr guter Zweiter!

Bild Stefan Hopf, Wolfgang May, Dirk Kuttig
Fachsimpeln über den Laufverlauf

Bild Helmut Daum
So ein Becher Wasser tut gut!

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Reichenberg erhält 15.000 Euro (14.06.2008)

Bewilligungsbescheid von Innenminister Karl Peter Bruch für das Dach auf dem Dorfgemeinschaftshaus liegt vor.

"Jetzt können wir starten!" freut sich Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. Am 30. Mai erreichte der Bescheid über die Zuwendung aus dem Investitionsstock 2008 die Verbandsgemeindeverwaltung. Ausgehend von 38.822 Euro zuwendungsfähiger Gesamtkosten wird ein Betrag von höchstens 15.000 Euro im Rahmen einer Anteilsfinanzierung gewährt. Dies entspricht einer Förderquote von 38,64%.
Bereits im November 2006 hat der Gemeinderat im Rahmen der Aufstellung des ersten doppischen Haushalts die Dachsanierung als Investitionsmaßnahme besprochen. Allerdings wurde ziemlich schnell deutlich, dass die entstehenden Kosten nur durch erhebliche Schulden zu finanzieren sein würden. Von daher wurde zunächst die Maßnahme verschoben. Staatssekretär Roger Lewentz brachte dann in einem Brief an die Gemeinde die Möglichkeit, einen Zuschuss zu beantragen, ins Spiel. Für belastbare Zahlen in Form eines detaillierten Angebotes sorgte der Ortschef. Der durch die Gemeinde aufzubringende Anteil von ca. 25.000 Euro stimmte den Gemeinderat allerdings sehr nachdenklich, da Reichenberg seit Jahren schuldenfrei, aber auch ohne Rücklagen da steht. Im Mai 2007 wurde die Antragstellung dann doch einstimmig beschlossen und bei einer Besprechung im November wurde seitens des Innenministeriums eine Zuwendung zugesagt.
"Wir werden bereits auf der Ratssitzung am 20.06. die Planung und die Ausschreibung beschließen, um keine Zeit zu verlieren!" ergänzt Goerke, "und wir hoffen auf ein positives Ausschreibungsergebnis, um sowohl für die Gemeinde wie auch für das Land den ein oder anderen Euro zu sparen!" Einziger Wermutstropfen ist, dass die Gelder erst in 2009 fließen werden, aber die Zwischenfinanzierungen ist den Zuschuss wert.

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Reichenberger Künstler engagiert sich für die Gemeinde (14.06.2008)

Jochen Erbach erneuert die Bänke gegenüber der Buswartehalle.

In einer freundlichen Blau-Grün-Kombination erstrahlen wieder die beiden in die Jahre gekommenen Bänke im Untertal. Sie bieten allen, die auf die Busse warten einen bequemen Platz.
Die alten Kunststoffbohlen waren marode und durch Vandalismus waren auch die Metallfüße schief. Ein Bild des Jammers. Mit neuen Brettern, in seiner Lieblingsfarbe Blau gestrichen, und gerichtetem, in Grün abgesetzten Metallgestell sind sie nun aber wieder voll funktionsfähig.
Sein nächstes Projekt wird ein Mülleimer für die Buswartehalle werden. Damit soll der Flut von Zigarettenkippen, Bonbonpapieren und sonstigen Abfällen begegnet werden, die dort von den Schülerinnen und Schülern beim Warten einfach in die Gegend geworfen werden. Es ist schon erstaunlich, wie wenig verantwortlich dort einige mit der Umwelt und sich selber umgehen.
Bereits im letzten Jahr hatte Jochen Erbach die Geländer am Weg zur Kirche gestrichen und zusammen mit Doris Klinkhammer einige lose Steine an der Brücke Untertal wieder in Speis gelegt. Die beiden haben damit Ihre Fähigkeiten und Neigungen im Sinne der Gemeinde eingesetzt.
"Es sind manchmal die kleinen, unscheinbaren Dinge, die dazu beitragen unsere Gemeinde voran zu bringen" erläutert dazu der Ortsbürgermeister, "und ich bin wirklich sehr dankbar für jeden der hilft!"

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Zuschuss für Reichenberg

Sanierung des Daches auf dem Dorfgemeinschaftshaus wird gefördert

REICHENBERG. Die Reichenberger haben Grund zur Freude. Das Innenministerium fördert die Sanierung des Daches am Dorfgemeinschaftshaus. "Jetzt können wir starten", drückt Ortsbürgermeister Karl-Heinz Goerke seine Erleichterung aus. "Uns erreichte der Bescheid über die Zuwendung aus dem Investitionsstock 2008 über die Verbandsgemeindeverwaltung." Ausgehend von knapp 39 000 Euro zuwendungsfähiger Gesamtkosten wird ein Betrag von höchstens 15 000 Euro im Rahmen einer Anteilsfinanzierung gewährt. "Dies entspricht einer Förderquote von 38,64 Prozent", rechnet Goerke vor.
Bereits im November 2006 hat der Gemeinderat im Rahmen der Aufstellung des ersten doppischen Haushalts die Dachsanierung als Investitionsmaßnahme besprochen. "Allerdings wurde ziemlich schnell deutlich, dass die entstehenden Kosten nur durch erhebliche Schulden zu finanzieren sein würden", sagt der Ortschef. Daher wurde die Maßnahme zunächst verschoben.
Staatssekretär Roger Lewentz brachte dann in einem Brief an die Gemeinde die Möglichkeit einen Zuschuss zu beantragen ins Spiel. Für belastbare Zahlen in Form eines detaillierten Angebotes sorgte der Ortsbürgermeister. Der durch die Gemeinde aufzubringende Anteil von circa 25 000 Euro stimmte den Gemeinderat allerdings sehr nachdenklich, da Reichenberg seit Jahren schuldenfrei, aber auch ohne Rücklagen dasteht. Im Mai 2007 wurde die Antragstellung schließlich einstimmig beschlossen und bei einer Besprechung im November seitens des Innenministeriums eine Zuwendung zugesagt.
"Wir werden bereits auf der Ratssitzung am 20. Juni die Planung und die Ausschreibung beschließen, um keine Zeit zu verlieren", kündigt Goerke an, "und wir hoffen auf ein positives Ausschreibungsergebnis, um sowohl für die Gemeinde wie auch für das Land den ein oder anderen Euro zu sparen." Einziger Wermutstropfen ist aus Sicht Goerkes, dass das Geld erst 2009 fließt, aber der Zuschuss sei die Zwischenfinanzierungen wert.
Der Gemeinderat trifft sich am Freitag, 20. Juni, um 19.30 Uhr, um über die Sanierung zu diskutieren. Ort des Geschehens ist das Dorfgemeinschaftshaus. Bei dem Treffen wird das Gremium auch über die Vorschlagslisten zur Schöffenwahl für die Wahlperiode 2009 bis 2013 entscheiden.

Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 12.06.2008, Seite 16.

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Ortsbürgermeister im Sommerurlaub (06.06.2008)

Vertretung übernimmt der 1. Ortsbeigeordnete

Den diesjährigen Sommerurlaub verbringt der Ortsbürgermeister mit seiner Familie in Brandenburg, in der Märkischen Schweiz. Für die Zeit vom 24.06. bis zum 17.07.2008 übernimmt Hans-Rudi Voss, der 1. Ortsbeigeordnete, die Geschäfte. Er ist unter der Telefonnummer 7466 zu erreichen.

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Trotz mündlicher Zusage noch kein Bescheid (23.05.2008)

Bearbeitung dauert an

Die beiden wesentlichen Maßnahmen, die in Reichenberg für das Jahr 2008 vorgesehen sind, verzögern sich weiter. Trotz entsprechender mündlicher Zusagen gibt es das begehrte Blatt Papier weder für die Erneuerung des Daches auf dem Dorfgemeinschaftshaus noch für den Wirtschaftswegebau Richtung Steegsmühle. "Wir stehen in den Startlöchern, können aber nicht loslegen," erläutert Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke die Situation. "Vor dem konkreten Baubeginn sind noch einige Aufgaben abzuarbeiten, aber ohne einen schriftlichen Bescheid dürfen wir nicht starten."
Für den Wirtschaftswegebau ist vom Gemeinderat bereits ein Planer festgelegt worden. Hier ist der nächste Schritt, die Erstellung der konkreten Planung mit der sich daran anschließenden Ausschreibung. Wichtig ist dabei, die Maßnahme so zu terminieren, dass die eher trockenen Sommermonate genutzt werden können und alles vor der Ernte abgeschlossen ist. Hier spielt natürlich auch die Auftragslage bei den Bauunternehmen eine Rolle.
Für die Erneuerung des Daches vom DGH wird der Zeitraum August bis Oktober angestrebt. Hier wird sich der Gemeinderat auf seiner nächsten Sitzung auf ein Architekturbüro für die Bauleitung verständigen. Im Zuge der Arbeiten soll dann auch die Überdachung am Feuerwehrgerätehaus eine endgültige Eindeckung erhalten.
"Ich hoffe, dass die Bescheide bald eintreffen, damit wir vor meinem Urlaub mit den entsprechenden Sitzungen und Beschlüssen die Weichen stellen können!" wünscht sich der Ortschef. Wie der Landtagsabgeordnete Langner am späten Freitag letzter Woche mitteilte, hat Innenminister Karl Peter Bruch am Tag zuvor bestätigt, dass das Land die Dachsanierung des Dorfgemeinschaftshauses von Reichenberg mit 15.000 Euro aus dem I-Stock unterstützt. Er habe den Bescheid für die kommenden Tage avisiert.

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Einwohnerzahl sinkt auf Stand um 1900 (16.05.2008)

Demografische Entwicklung macht Angst

Reichenberg zählt zum 30. April nur noch 199 Einwohner. Damit sinkt die Zahl der mit Hauptwohnsitz gemeldeten Einwohner unter 200 und erreicht nunmehr den Stand um das Jahr 1900. "Die Entwicklung ist beängstigend!" stellt der nachdenkliche Ortsbürgermeister fest. "Wir müssen diesen Trend aufhalten, sonst hört Reichenberg eines Tages auf zu existieren!"

Liniendiagramm Bevölkerung 1815 bis 2008

Sehr aufschlussreich sind die Zahlen des Statistischen Landesamtes, die teilweise auch in der Chronik veröffentlicht wurden. Die älteste Einwohnerzahl stammt von 1815 und beträgt 98. Wenn man die Bewohner der drei Mühlen am Forstbach und des Offenthaler Hofes abzieht, zählte das eigentliche Dorf also höchsten 75 Einwohner. 1835 waren es dann 182, ein Zuwachs der sich in der Zukunft nicht wiederholen sollte. Bei der ersten Volkszählung 1871 wurden 197 und damit fast die heutige Zahl notiert. Bis 1939 gab es dann nur noch einen geringen Zuwachs auf 208 Einwohner. Eine wahre Blüte erlebte Reichenberg nach dem II. Weltkrieg, mit 292 wurde die höchste jemals offiziell registrierte Zahl festgestellt. Zehn Jahre später waren es schon nur noch 237 Bewohner mit stetig abnehmender Tendenz. Zeitweise wurden höhere Zahlen genannt, allerdings waren dann die Personen mit dabei, die nur einen Nebenwohnsitz in Reichenberg hatten.
Die Aufteilung nach Geschlechtern zeigt, dass es seit 1965 immer einen Frauenüberhang gab. Allerdings schwankend zwischen 2 und 25 Personen.
Ein weiterer Trend der demografischen Entwicklung wird in der Altersstruktur deutlich. Waren es bis 1995 noch um die 20%, die 60 Jahre und älter waren, so sind es aktuell 36,2%. Im Gegenzug sinkt der Anteil der unter 20-jährigen seit 1975 von 29,3% auf 17,6%.

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K90, eine nicht enden wollende Geschichte (17.05.2008)

Landrat Kern antwortet Ortsbürgermeister

Enttäuschung machte sich bei Ortsbürgermeister Goerke breit, als er die schriftliche Antwort von Landrat Günter Kern zum Thema Erneuerung K90 las.
Die SPD Loreley hatte am 05. April 2008 zu einem Ortstermin geladen. Neben dem Landrat war auch der Landtagsabgeordnete David Langner anwesend. Wie immer wurde anschließend eine umfangreiche Presseerklärung mit einem entsprechenden Foto lanciert. Bereits beim Termin selbst hatte Klaus Itzel, der Bürgermeisterkollege aus Reitzenhain, darauf hingewiesen, dass an gleicher Stelle bereits mehrfach Termine stattgefunden haben und ein nahezu identischer Teilnehmerkreis in die Kamera geblickt hat. Leider habe sich allerdings bisher noch nicht viel getan!
Nach der nunmehr vorliegenden schriftlichen Antwort des Landrates auf einen Brief des Ortsbürgermeisters sind für den Abschnitt Reitzenhain - Niederwallmenach die Vermessung bereits abgeschlossen. Hierzu ist anzumerken, dass dies schon sehr lange der Fall ist! Er weist ferner darauf hin, dass der weitere Verlauf von der Bereitschaft zur freiwilligen Flächenabgabe abhänge und die landespflegerischen Aspekte bis zum Sommer 2008 geklärt werden sollen. Fazit: es wird noch dauern!
Der Streckenabschnitt Reichenberg - Reitzenhain, so der Landrat weiter, sei ebenfalls im A-Programm. Planung und Erlangung des Baurechts stehen noch aus. Derzeit ist eine Umsetzung in 2010 geplant.
Doch in 2009 finden ja bekanntlich Kommunalwahlen statt. Es wird sich anschließend noch weisen, ob der Abschnitt noch im A-Programm verbleibt. Nach der Wahl wird wieder eine Kreisstraßenbereisung mit den neuen politischen Mandatsträgern stattfinden. Dabei soll dann auch die Ortsdurchfahrt Reichenberg bewertet und in die neue Prioritätenliste eingearbeitet werden.
"Viel heiße Luft und ein Termin, den man sich hätte schenken können!" ist das Fazit von Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. "Der Kommunalwahlkampf 2009 hat offensichtlich schon begonnen."

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Nun brennen sie in gelb (16.05.2008)

Straßenbeleuchtung umgestellt

Seit gut zwei Wochen leuchten alle Reichenberger Straßenlaternen in gelb. Nachdem der Betreiber der Laternen, die Süwag aus Frankfurt, die Leuchtmittel ausgetauscht hat, werden ca. 15 Prozent Energie gegenüber früher eingespart. Dies bedeutet eine Verringerung des CO² Ausstoßes um knapp 600 kg. Die neuen SON-H Birnen sind zwar scheinbar nicht so hell, doch dies trügt. Sie leuchten die Fläche wesentlich besser aus und der Hell-Dunkel-Kontrast ist abgemildert. Trotz der Kosten der Umrüstung, wird die Gemeinde per Saldo in den nächsten vier Jahren mindestens 250 Euro sparen. "Wieder ein richtiger Schritt in die Zukunft, ökologisch und finanziell!" ist sich Ortbürgermeister Karl Heinz Goerke sicher. "Und nach Ablauf der Vertragsbindung nehmen wir uns die Straßenbeleuchtungsverträge insgesamt einmal vor!"

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Reichenberg bevorzugt Kinder

Gemeinde bietet zwei Grundstücke für Familien zu günstigen Preisen an

REICHENBERG. Der Reichenberger Gemeinderat will nichts unversucht lassen, neue Einwohner für die kleine Gemeinde im Hinterland der Loreley zu gewinnen. Die neueste Idee ist, Familien mit mindestens zwei Kindern Sonderpreise für Baugrundstücke zu gewähren. "Wir müssen neue Wege gehen", sagt Goerke.

Reichenberg leide unter dem deutlichen Anstieg des Durchschnittsalters seiner Bevölkerung. Zwischenzeitlich gab es eine Phase von vier Jahren, in der kein Kind im Dorf geboren wurde. Erster Beigeordneter Hans-Rudi Voss gab die Anregung zur ungewöhnlichen Vermarktung der beiden gemeindeeigenen Baugrundstücke. Voss: "Damit können wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Wir können unsere Bauplätze vermarkten und bekommen Kinder nach Reichenberg."

Der Gemeinderat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, den Weg nun einzuschlagen und die Grundstücke anzubieten. Es handelt sich um zwei Baugrundstücke im Baugebiet "Auf dem Berg", die circa 780 Quadratmeter und 783 Quadratmeter groß sind. Sie befinden sich in einem allgemeinen Baugebiet am Rande der Ortslage mit zweigeschossiger Bauweise und Blick auf die Burg. Der Kaufpreis soll bei jeweils 9950 Euro liegen. Bedingung für den Erwerb zu den Vorzugkonditionen soll es sein, dass die Grundstücke von Familien mit mindestens zwei Kindern unter 15 Jahren erworben werden, die innerhalb von drei Jahren dort in ihr neues Haus einziehen möchten.

Nähere Infos beim Ortschef (Tel. 06771/435) und im Internet www.reichenberg-rlp.de.

Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 26.04.2008, Seite 25.

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Familienförderung (25.04.2008)

Reichenberg bietet günstige Baugrundstücke

Neue Wege der Familienförderung geht die Gemeinde Reichenberg. Für Familien mit mindestens 2 Kindern unter 15 Jahren bietet sie Baugrundstücke zum Sonderpreis und versucht damit die demografische Entwicklung positiv zu beeinflussen.
"Wir müssen neue Wege gehen!" erklärt Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke und hat dabei Familien mit Kinder im Blick. Reichenberg leidet unter dem deutlichen Anstieg des Durchschnittsalters seiner Bevölkerung. Zwischenzeitlich gab es eine Phase von vier Jahren, in der kein Kind im Dorf unterhalb der Burgruine geboren wurde. Aus dem Gemeinderat kam die Anregung, bei der Vermarktung der beiden gemeindeeigenen Baugrundstücke diesem Trend entgegen zu wirken. "Warum versuchen wir nicht, durch attraktive Konditionen junge Familien in den Ort zu bekommen?" schlug Hans-Rudi Voss, der 1. Ortsbeigeordnete vor. "Damit können wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Wir können unsere Bauplätze vermarkten und bekommen Kinder nach Reichenberg!" Zunächst waren zusammen mit der Verbandsgemeindeverwaltung einige grundsätzliche Dinge zu klären. So ging es, auch wegen der zwischenzeitlich eingeführten Doppik, z.B. um Bewertungsfragen. Auch die Frage eines Baugebots und die mögliche Umlage von Erschließungs- oder Ausbaukosten war zu klären.
Der Gemeinderat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, diesen Weg nun einzuschlagen und die Grundstücke anzubieten. Es handelt sich um zwei Baugrundstücke im Baugebiet "Auf dem Berg", die ca. 780qm und 783qm groß sind. Sie befinden sich in einem allgemeinen Baugebiet am Rande der Ortslage mit zweigeschossiger Bauweise und Blick auf die Burg. Der Kaufpreis soll bei jeweils 9.950 Euro liegen. Bedingung für den Erwerb zu diesen Vorzugkonditionen soll es sein, dass die Grundstücke von Familien mit mindestens 2 Kindern unter 15 Jahren erworben werden, die innerhalb von 3 Jahren dort in ihr neues Haus einziehen möchten. Nähere Informationen und weitere Auskünfte gibt es beim Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke (06771/435) und auf der Internetseite www.reichenberg-rlp.de.

Hier können Familien günstigen Baugrund erwerben. Blick von der Burg Reichenberg auf das Baugebiet 'Auf dem Berg'
Hier können Familien günstigen Baugrund erwerben.
Blick von der Burg Reichenberg auf das Baugebiet 'Auf dem Berg'

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Service wird nur unzureichend genutzt (25.04.2008)

Sollen Termine auch in Zukunft veröffentlicht werden?

Enttäuscht zeigt sich Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke von der Resonanz der Gruppierungen in Reichenberg, aktuelle Termine auf der Internetseite der Gemeinde zu veröffentlichen. Bisher wurden die Termine auf www.reichenberg-rlp.de sowohl im Terminkalender als auch auf der thematisch passenden Seite veröffentlicht. Weiterhin wurden die Termine an die Verbandsgemeinde weitergeleitet, die einen Terminkalender in Papierform sowie im Internet herausgibt. Nach Rücksprache wurden teilweise die Termine auch an die Rhein-Lahn-Zeitung weitergegeben. "Ich denke, die rechtzeitige Bekanntgabe der Termine, und zwar mit allen wesentlichen Informationen, sowohl am Jahresanfang wie auch unterjährig ist eine Bringschuld!" ist der Ortschef überzeugt. Termine die noch nicht in allen Details feststehen können auch ohne Probleme nachträglich noch ergänzt werden. Auch Änderungen sind oft noch kurzfristig zu berücksichtigen.
Neben der Koordinationsfunktion des Terminkalenders ist er auch immer unter dem Aspekt der Werbung für die Veranstaltung zu sehen. Daher noch einmal der dringende Appell an alle, Termine an den Ortsbürgermeister weiterzugeben. Gerne kann dazu der Briefkasten am DGH, das Telefon oder am Besten ein e-mail an buergermeister@reichenberg-rlp.de genutzt werden.

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Wie geht es weiter mit der K90 (12.04.2008)

Ortsbürgermeister sichert Unterstützung zu

Positiv reagierte Landrat Kern bei einem Ortstermin auf den Vorschlag von Ortsbürgermeister Goerke, im Zuge der Erneuerung der K90 von Niederwallmenach über Reitzenhain bis nach Reichenberg auch die Ortsdurchfahrt zu sanieren. Schon wegen des Schulbusverkehrs ist es sinnvoll, die Maßnahme nicht am Ortsschild zu beenden.
Bei der Besprechung, an der auch der Landtagsabgeordnete David Langner teilnahm, sicherte Goerke die volle Unterstützung der Gemeinde bei allen auftretenden Fragen zu. "Es ist uns wichtig, dass es bei der K90 nun endlich weitergeht!" Seit mehreren Jahren wird geplant, aber bis auf ein paar Messpunkte im Bereich zwischen Niederwallmenach und Reitzenhain ist kein Fortschritt zu sehen. So wurden abwechselnd Probleme beim Grunderwerb, Probleme mit einem Wasserschutzgebiet oder Probleme mit der Landespflege ins Feld geführt. Über die Fortsetzung der Maßnahme in Richtung Reichenberg wurde noch so gar nicht gesprochen!
Zusätzlich brachte der Ortsbürgermeister aber auch noch die Ortsdurchfahrt Reichenberg ins Gespräch. "In der Ortslage sind die wenigen Versorgungsleitungen, die in der Straße verlaufen, in einem sehr guten Zustand!" führt er dazu aus, "und damit ist im wesentlichen nur die Straßendecke zu erneuern." Die Gehwege dürften auch keine Probleme bereiten, ist doch die auszubauende Fläche überschaubar. Und in der Ortslage braucht man sich auch keine Gedanken über eine Verbreiterung oder Verlagerung zu machen, der Straßenverlauf liegt unverrückbar fest. "Die Gemeinde steht für den Ausbau der K90 bereit, innerorts und außerorts!" fasst Goerke das Treffen zusammen.

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Rechenschaftsbericht übersichtlich (11.04.2008)

Jagdvorstand wurde unterrichtet

Sehr übersichtlich war der Rechenschaftsbericht, den Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke dem Vorstand der Jagdgenossenschaft vorlegte. Auf der Ausgabenseite waren nur 218,64 € zu verzeichnen für 15 to Mineralgemisch für die Wegeinstandsetzung. An Einnahmen sind die Jagdpacht, sowohl vom gemeinschaftlichen wie auch vom Eigen-Jagdbezirk zu verzeichnen sowie die Beteiligung der Jagdpächter am Zaunmaterial. Nach einer zwischenzeitlichen Korrektur nach oben durch die Verbandsgemeinde beträgt die Rücklage 24.231,49 €. Dieses Geld, sowie der zu erwartende Zuschuss des DLR sollen, wie bereits im Oktober 2007 beschlossen, für die Sanierung des Wirtschaftsweges zur Steegsmühle ausgegeben werden.
Die Niederschriften über die Sitzung des Jagdvorstandes vom 25.01.2008 liegt in der Zeit vom 11.04.2008 bis zum 29.04.2008 beim Jagdvorsteher Alfred Hammann, Siedlung Bornhöhe, 56357 Reichenberg aus und kann dort eingesehen werden.

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Schüler aus Klein-Winternheim bittet um Mithilfe (04.04.2008)

Facharbeit über Brücke oder Tunnel am Mittelrhein soll erstellt werden

Benedikt Karbach besucht die 12. Klasse des Willigis Gymnasiums in Mainz. Für eine Facharbeit hat er einen Fragebogen zum Thema Brücke oder Tunnel im Mittelrheintal erstellt. Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke unterstützt dieses Projekt und bittet alle Reichenberger, einen Fragebogen auszufüllen. Der Fragebogen ist weitgehend anonym und wird von Benedikt Karbach nur zur Erstellung der Facharbeit genutzt. Er wird an alle Haushalte in Reichenberg verteilt und sollte bis zum nächsten Freitag, 11.04.2008, ausgefüllt in den Briefkasten am DGH geworfen werden. Weitere Fragebögen können beim Ortsbürgermeister angefordert oder auch auf der Internetseite www.reichenberg-rlp heruntergeladen werden. "Ich finde es eine tolle Idee, sich im Rahmen einer Facharbeit mit dem für uns so wichtigen Thema zu beschäftigen!", erläutert der Ortsbürgermeister, "und ich bin auf das Ergebnis gespannt."

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Vermögen bringt Dorf keine Erträge

Reichenberg: Eröffnungsbilanz weist Zahlen aus, die kaum Nutzen haben

Nach dem doppischen Haushaltsrecht, das bereits im zweiten Jahr an der Loreley gültig ist, muss für jede Ortsgemeinde jährlich eine Eröffnungsbilanz aufgestellt werden, in der ihr Vermögen erfasst ist. Eine Arbeit, die von den Gemeinderäten in jüngster Zeit des Öfteren als "Herkulesaufgabe" bezeichnet wurde, und für die den Kämmerern der Verwaltung in St. Goarshausen bislang viel Anerkennung ausgesprochen wurde.

REICHENBERG. Der Reichenberger Wald ist rund 164 000 Euro wert. Diese Summe weist die Eröffnungsbilanz der Gemeinde für den doppischen Haushalt 2007 aus. Anhand der jährlichen Bilanzen kann sich der Rat künftig orientieren, wenn er feststellen will, wie hoch das Vermögen des Ortes ist.

Straßen am meisten wert

Die Bilanzsumme von rund 995 000 Euro lässt auf den ersten Blick auf ein großes Vermögen schließen, doch nutzt dies kaum etwas. Neben dem Wald beträgt das Vermögen, das der Infrastruktur zuzurechnen ist, 646 000 Euro. Da darin vorrangig Gemeindestraßen, Gehwege und landwirtschaftliche Wege aufgeführt sind, wird schnell klar, dass diesen Zahlen kaum Erträge entspringen können. Die bebauten Grundstücke machen in Reichenberg einen Wert von 83 000 Euro aus, darin enthalten sind zum Beispiel die Trauerhalle und das Buswartehäuschen.
Auf der Passivseite der Bilanz sind im Wesentlichen die Sonderposten in Höhe von 508 000 Euro vermerkt, die noch nicht verbrauchte Zuwendungen, Beiträge und Entgelte enthalten. Durch diese Sonderposten wird sichergestellt, dass zum Beispiel Entgelte zur Grabnutzung, die zu Beginn der Ruhefrist gezahlt werden, über die gesamte Laufzeit von 25 Jahren jeweils mit einem Anteil von 1/25 in den Ergebnishaushalt einfließen.
Zweiter Posten ist die Kapitalrücklage, also das kommunale Eigenkapital, das sich in Reichenberg auf 471 000 Euro beläuft. "An diesem Posten kann man dann in Zukunft ablesen, wie die Gemeinde gewirtschaftet hat. Hier gilt es, zumindest den Wert zu halten", erklärt Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke.
In diesem Zusammenhang macht der Ortschef darauf aufmerksam, dass Reichenberg quasi 162 000 Euro Schulden vor sich herschiebe, die eigentlich der Verbandsgemeinde (VG) und dem Rhein-Lahn-Kreis zuzuordnen seien. "Da sich VG und Kreis fast nur über Umlagen finanzieren, müssen die Gemeinden über kurz oder lang für deren Schulden geradestehen. Auf Reichenberg entfallen 77 000 Euro Schulden der VG und 85 000 Euro Schulden des Kreises."
Der aktuelle Haushalt der Gemeinde im Hinterland der Loreley wird nach Aussage Goerkes durch zwei Maßnahmen geprägt: die Erneuerung des Daches auf dem Dorfgemeinschaftshaus und die Sanierung des Wirtschaftsweges ins Forstbachtal. "Beide Vorhaben dienen im Wesentlichen der Werterhaltung. Mehr als 100 Jahre ist es her, als 1904 das Dorfgemeinschaftshaus als Schulgebäude errichtet wurde. Nunmehr sind die Nägel, die die Schieferplatten auf dem Dach halten, durchgerostet und abgefault." Ein Ausbessern sei daher nicht mehr möglich, immer wieder würden dadurch einzelne Schiefern gelöst. "Am Wirtschaftsweg hat mehr als 30 Jahre der Zahn der Zeit genagt; zusätzlich haben die immer mehr gestiegenen Achslasten dem Weg zugesetzt", sagt Goerke.

Abzüge bei Zuweisungen

Auf der Einnahmeseite des Haushaltes verbucht die Gemeinde Steuern und Schlüsselzuweisungen in Höhe von 124 000 Euro. Nach Abzug der Umlagen für den Kreis, die Verbandsgemeinde, den Fonds zur deutschen Einheit und die Gewerbesteuer, verbleiben für Reichenberg aber nur 31 000 Euro. Im Teilhaushalt Kindertagesstätte und Jugendarbeit sind 9300 Euro veranschlagt, davon entfällt der Hauptanteil von 7900 Euro auf die Kindertagesstätte "Arche am Rhein" in St. Goarshausen, der restliche Betrag wird für den Kinderspielplatz und die Jugendarbeit ausgegeben.
In dieser Kostenstelle versucht der Gemeinderat seit einigen Monaten, Geld zu sparen. So streitet die Gemeinde derzeit mit dem Kreis vor dem Verwaltungsgericht in Koblenz, da man für bestimmte Kosten der Kindertagesstätte nicht aufkommen will, da nur ein Kind aus Reichenberg die Einrichtung besucht.

Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 19.03.2008, Seite 17.

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Ortbürgermeister im Urlaub (14.03.2008)

Vertretung übernimmt der 1. Ortsbeigeordnete

Auch ein Ortsbürgermeister braucht mal Urlaub. Für 10 Tage geht es mit Kind und Kegel in den Harz. Für die Zeit vom 13.03 bis zum 23.03.2008 übernimmt Hans-Rudi Voss, der 1. Ortsbeigeordnete, die Geschäfte. Er ist unter der Telefonnummer 7466 zu erreichen.

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Welterbezweckverband muss sparen (07.03.2008)

Welterbe-Ortsschilder werden erst 2009 aufgestellt

Informations-, Leit- und Orientierungssystem - Ortstafel Reichenberg

Enttäuscht zeigt sich Reichenbergs Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke vom Beschluss des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal bei der Umsetzung des Information-, Leit- und Orientierungssystems die Installation der Ortstafeln ins nächste Jahr zu verschieben. "Als Hinterlandgemeinde spüren wir nur sehr wenig vom Welterbe", erklärt er, "sehr viele Aktivitäten und Projekte betreffen nur die unmittelbaren Rheinanlieger. Wir engagieren uns trotzdem und haben zum Beispiel jedem Haushalt einen Welterbeatlas geschenkt!" Gerne ist die Gemeinde bereit, das Schild selbst aufzustellen, und so Kosten zu sparen. Aber zurzeit ist nur Geld für die Welterbe-Stelen in den Rheingemeinden und die Rheinkilometersteine vorhanden. Es bleibt zu hoffen, dass der Zweckverband sein Versprechen hält und die Schilder Anfang 2009 zur Verfügung stellt.

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Gelbes Licht hilft sparen (07.03.2008)

Gemeinde nutzt Strom aus Wasserkraft

Aus ökologischer und ökonomischer Verantwortung hat die Gemeinde ihren Umgang mit elektrischer Energie umgestellt. Bereits seit dem 01.01. bezieht die Gemeinde Öko-Strom, der zu 100% aus Wasserkraft gewonnen wird. Die angekündigte drastische Preiserhöhung des bisherigen Energieversorgers in Verbindung mit den für die Gemeinde nicht unbedingt vorteilhaften Bündelangeboten hat dazu geführt, dass sich Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke auf dem Markt umgesehen hat. Zum Zuge kam die Firma eprimo, eine Discountmarke des RWE Konzerns. Da der Preis sehr attraktiv ist, liegen die Gesamtkosten, trotz des Aufschlags von 0,4 ct/kwh für den Strom aus Wasserkraft, deutlich unter dem Angebot des bisherigen Versorgers.
Auch die Entwicklung bei den Straßenlampen schreitet stetig voran. Nunmehr ist es möglich, energiesparende Gelblichtbirnen ohne weitere Umbaumaßnahmen in die vorhandenen Leuchten einzubauen. Allerdings verlangt die Süwag dafür eine Beteiligung an den Kosten der Umrüstung, da das turnusgemäße Wechseln der Birnen erst wieder in gut 3 Jahren vorgesehen war. Der Betrag von 470 € wird allerdings über die vierjährige Nutzungsdauer der Birnen durch die Energieeinsparung mehr als kompensiert. So wird vermutlich ab April in Reichenberg gelbes Licht leuchten.
Insgesamt spart die Gemeinde ca. 1.400 kg CO² ein und stellt sich damit der ökologischen Verantwortung. Dass sich dies auch in Form einer Kosteneinsparung ökonomisch auszahlt, ist ein positiver Nebeneffekt.

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Schwarze Null (29.02.2008)

Ausgeglichener Haushalt für 2008 beschlossen

Eine schwarze Null konnte Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke für den Haushaltsplan 2008 präsentieren. Dabei betonte er, dass Sparsamkeit auch für die Zukunft oberstes Ziel sein muss.
Zu Beginn der Beratungen über die Eröffnungsbilanz 2007 und den Haushaltsplan 2008 dankte der Ortsbürgermeister zunächst einmal der Finanzabteilung der Verbandsgemeindeverwaltung für die sehr gute Vorbereitung und Unterstützung bei der Einführung der doppischen Haushaltsführung. "Hier ist eine wahre Herkules-Aufgabe zu bewältigen," erklärte er, "und alle Fragen wurden stets zeitnah und kompetent beantwortet. Die Schwierigkeiten und Probleme wurden besprochen und im Einvernehmen gelöst!"
In der Eröffnungsbilanz 2007, die mit einer Bilanzsumme von 995.133,01 € festgestellt wurde, finden sich auf der Aktivseite im Wesentlichen die Sachanlagen. Größter Posten dabei ist das Infrastrukturvermögen mit 646 Tsd.€ zu dem alle Gemeindestraßen, die Gehwege an der Kreisstraße aber auch die landwirtschaftlichen Wege nebst allem Zubehör gehören. Mit deutlichem Abstand und 164 Tsd.€ folgt dann der Wald. Die bebauten Grundstücke sind mit 83 Tsd. € bewertet, darin enthalten sind auch die Gebäude, wie zum Beispiel die Leichenhalle und die Buswartehalle. Der letzte größere Posten sind die unbebauten Grundstücke die mit 49 Tsd.€ zu Buche schlagen. 62 Tsd. € entfallen auf die Anlagen im Bau, die Straße "Amtsfeld", die Überdachung am Feuerwehrgerätehaus und das Dorfgemeinschaftshaus. Nach Fertigstellung und Abrechnung der Maßnahmen werden diese dann ins Infrastrukturvermögen bzw. in die bebauten Grundstücke eingebucht. Der Rest von 11 Tsd.€ beinhaltet mehrere kleinere Posten.
Auf der Passivseite sind dann im Wesentlichen die Sonderposten in Höhe von 508 Tsd.€ vermerkt, die noch nicht verbrauchte Zuwendungen, Beiträge und Entgelte enthalten. Durch diese Sonderposten wird sichergestellt, das zum Beispiel Grabnutzungsentgelte, die ja zu Beginn der Ruhefrist gezahlt werden, über die gesamte Laufzeit von 25 Jahren jeweils mit einem Anteil von 1/25 in den Ergebnishaushalt einfließen. Zweiter Posten ist die Kapitalrücklage, also das kommunale Eigenkapital, das sich auf 471 Tsd.€ beläuft. An diesem Posten kann man dann in Zukunft ablesen, wie die Gemeinde gewirtschaftet hat. Hier gilt es, zumindest den Wert zu halten. Letzter Posten auf der Passivseite sind die Ehrensoldrückstellungen für die Ortsbürgermeister in Höhe von 16 Tsd.€.
Zum Schluss der Vorstellung der Eröffnungsbilanz machte der Ortsbürgermeister noch auf einen weiteren interessanten Punkt aufmerksam. Da sich die Verbandsgemeinde und der Kreis fast nur über die entsprechende Umlage finanzieren, müssen die Gemeinden über kurz oder lang für deren Schulden geradestehen. Damit entfallen auf Reichenberg noch einmal 77 Tsd.€ Schulden der VG und 85 Tsd.€ Schulden des Kreises. Damit würde sich das Eigenkapital rechnerisch auf 309 Tsd.€ vermindern.
Der Haushaltsplan 2008 wird geprägt durch zwei Maßnahmen: die Erneuerung des Daches auf dem Dorfgemeinschaftshaus und die Sanierung des Wirtschaftsweges ins Forstbachtal. Beide Vorhaben dienen im Wesentlichen der Werterhaltung. Über 100 Jahre ist es her, als 1904 das DGH als Schulgebäude errichtet wurde. Nunmehr sind die Nägel, die die Schieferplatten auf dem Dach halten, durchgerostet und abgefault. Ein Ausbessern ist daher nicht mehr möglich, immer wieder werden dadurch einzelne Schiefern gelöst. Am Wirtschaftsweg hat über 30 Jahre der Zahn der Zeit genagt; zusätzlich haben die immer mehr gestiegenen Achslasten dem Weg zugesetzt.
Auf der Einnahmenseite verbucht der Haushalt Steuern und Schlüsselzuweisungen in Höhe von 124,9 Tsd.€. Nach Abzug der Umlagen für den Kreis, die VG, den Fonds deutsche Einheit und die Gewerbesteuer, in Summe 93,8 Tsd.€, verbleiben für Reichenberg 31,1 Tsd.€. Die Konzessionsabgabe steigert die verfügbaren Mittel auf insgesamt 36,2 Tsd.€.
Davon fließen 10,3 Tsd.€ in den Teilhaushalt Verwaltung, u.a. für die Aufwandsentschädigung und die Ehrensoldrückstellungen des Ortsbürgermeisters, Versicherungsbeiträge, Mitgliedsbeiträge und Verfügungsmittel. Im Teilhaushalt Kita und Jugendarbeit sind 9,3 Tsd.€ veranschlagt, davon entfällt der Hauptanteil von 7,9 Tsd.€ auf die Kindertagesstätte "Arche am Rhein", der Rest wird für den Kinderspielplatz und die Jugendarbeit ausgegeben. Im Teilhaushalt Straßen, Plätze, Wirtschaftswege stehen Aufwendungen in Höhe von 10,7 Tsd.€. für den Unterhalt und die Abschreibung der Gemeindestraßen und Wirtschaftswege, die Straßenbeleuchtung und die Pflege der öffentlichen Anlagen. Das DGH ist saldiert mit 3,6 Tsd.€ auf der Aufwendungsseite geplant, für Friedhof und Leichenhalle werden saldiert 1,9 Tsd.€ ausgegeben. Im Forst ist ein Minus von 130 € geplant und für Zinsen sind 250 € veranschlagt.
Übrig bleibt damit ein Ergebnis von 120 €, eine schwarze Null. Wie alle Pläne, ist auch der Haushalt 2008 immer mit einem Fragezeichen zu versehen. "Das größte Risiko liegt in der prognostizierten Steigerung des Gemeindeanteils an der Einkommensteuer um 25%", stellte der Ortsbürgermeister fest, "ob dies auch für Reichenberg so zutreffen wird, kann heute noch niemand sagen. Ich bin da eher skeptisch!" Daher wird Reichenberg auch in 2008 an seinem Sparkurs festhalten. Trotzdem, oder gerade deshalb, wurden die Eröffnungsbilanz 2007 und der Haushaltsplan 2008 einstimmig vom Gemeinderat verabschiedet.

Haushaltsplan Reichenberg

Bezeichnung Plan 2008 Plan 2007 Ist 2006
Steuern 75.100 € 65.200 € 64.104 €
Schlüsselzuweisung 49.800 € 46.200 € 34.953 €
Summe Erträge 124.900 € 111.400 € 99.057 €
Gewerbesteueruml., FDEh -1.900 € -2.000 € -1.929 €
Kreisumlage -44.800 € -41.500 € -37.555 €
Verbandsgemeindeumlage -47.100 € -44.800 € -37.905 €
Verbleiben für Reichenberg 31.100 € 23.100 € 21.668 €
Konzessionsabgabe 5.100 € 7.400 € 7.396 €
Verfügbare Mittel 36.200 € 30.500 € 29.064 €
Bürgermeister + Verwaltung -10.300 € -9.000 € -7.568 €
Kindertagesstätte -7.900 € -6.900 € -6.830 €
Kinder- und Jugendarbeit -1.400 € -1.200 € -350 €
Straßen, Wege, Plätze -10.700 € -8.000 € -4.883 €
Friedhof und Leichenhalle -1.850 € -2.350 € -492 €
Forst -130 € -200 € 1 €
DGH -3.550 € -6.400 € -2.392 €
Zinsen -250 € -150 € -151 €
Ergebnis 120 € -3.700 € 6.701 €
Die kameralen Zahlen für das Ist 2006 sind nur bedingt mit den doppischen Ansätzen ab 2007 vergleichbar!

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Regionale Schule muss erhalten bleiben (29.02.2008)

Gemeinderat beschließt Resolution

Eine Resolution zum Erhalt der regionalen Schule auf der Heide hat der Gemeinderat auf seiner letzten Sitzung beschlossen. Durch eine gezielte Pressekampagne wurde der Eindruck erweckt, dass die Loreleyschule in absehbarer Zeit geschlossen wird. Später wurde dann erläutert, dass dies nicht für die Grundschule gelte.
Schon bevor das vom Kreis in Auftrag gegebene Schulentwicklungsgutachten von den zuständigen politischen Gremien beraten werden konnte, wurde so der Loreleyschule erheblicher Schaden zugefügt. Gerade in der letzten Zeit wurden an der Schule erhebliche pädagogische und infrastrukturelle Anstrengungen übernommen, um den Erfolg als Regionale Schule mit integrativem Ansatz zu sichern. Daneben wurde die weitere Anpassung im Sinne einer Schwerpunktschule vorangetrieben. Ebenso ist die Einrichtung eines Ganztagsangebotes geplant.
Die Loreleyschule als reine Grundschule ist, auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, überdimensioniert und das Vorhalten der Infrastruktur (Schulgebäude, Doppelturnhalle und Hallenbad) wäre finanziell nicht mehr zu verantworten. Langfristig könnten dann zusätzliche Auswirkungen auf das Angebot von Sportvereinen und der VHS nicht ausgeschlossen werden. Daraus ergäben sich weitere negative Auswirkungen auf die Infrastruktur innerhalb der Verbandsgemeinde, die die demografische Entwicklung noch weiter verstärken würde.
Daher hat der Gemeinderat die Verbandsgemeinde Loreley als Schulträger und den Rhein-Lahn-Kreis aufgefordert, die Loreleyschule als Regionale Schule mit integrativem Ansatz im Rahmen einer verbundenen Regionalen und Grundschule zu erhalten. Nur so können die erheblichen pädagogischen und infrastrukturellen Investitionen der letzten Jahre ihre Früchte tragen.
Den Kindern der Verbandsgemeinde Loreley muss die Möglichkeit geboten werden, innerhalb der Verbandsgemeinde einen mittleren Bildungsabschluss zu erreichen. Kinder sind unsere Zukunft, und dies muss auch in unserer Verbandsgemeinde gelten. Daher ist die Zukunftsfähigkeit unserer Verbandsgemeinde und der hier lebenden Bevölkerung auch durch den vollständigen Erhalt der Loreleyschule zu sichern.
Diese Forderung gilt auch für die in Zukunft noch anstehende Kommunal- und Verwaltungsreform.

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Reichenberg: Rat für Schule

Resolution zum Erhalt der Bildungseinrichtung in St. Goarshausen-Heide

REICHENBERG. Eine Resolution zum Erhalt der Regionalen Schule in St. Goarshausen-Heide hat der Gemeinderat in Reichenberg beschlossen. Der Rat ist sicher, gerade in der letzten Zeit wurden an der Schule erhebliche pädagogische und infrastrukturelle Anstrengungen unternommen, um den Erfolg als Regionale Schule mit integrativem Ansatz zu sichern. Weitere Anpassung im Sinne einer Schwerpunktschule wurden vorangetrieben, und die Einrichtung eines Ganztagsangebotes ist geplant.
Ortsbürgermeister Karl-Heinz Goerke: "Die Loreleyschule als reine Grundschule ist, auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, überdimensioniert, und das Vorhalten der Infrastruktur - Schulgebäude, Doppelturnhalle und Hallenbad - wäre finanziell nicht mehr zu verantworten." Daraus ergäben sich weitere negative Auswirkungen auf die Infrastruktur innerhalb der Verbandsgemeinde, die die demografische Entwicklung noch weiter verschärfen würden.
Daher hat der Gemeinderat die Verbandsgemeinde Loreley als Schulträger und den Rhein-Lahn-Kreis aufgefordert, die Loreleyschule als Regionale Schule mit integrativem Ansatz im Rahmen einer verbundenen Regionalen und Grundschule zu erhalten.
"Den Kindern der Verbandsgemeinde Loreley muss die Möglichkeit geboten werden, innerhalb der Verbandsgemeinde einen mittleren Bildungsabschluss zu erreichen. Kinder sind unsere Zukunft, und dies muss auch in unserer Verbandsgemeinde gelten. Daher ist die Zukunftsfähigkeit unserer Verbandsgemeinde und der hier lebenden Bevölkerung auch durch den vollständigen Erhalt der Loreleyschule zu sichern", so der Gemeinderat.

Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 26.02.2008, Seite 22.

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Orientierung verbessert (15.02.2008)

Gemeinde investiert 180 Euro

Straßenschild Auf dem Berg mit zusätzlichen Nummern

Es gibt einige neue Straßenschilder in Reichenberg. Damit, so der Plan der Gemeinde, soll die Orientierung innerhalb des Ortes verbessert werden. Durch die für Außenstehende teilweise etwas komplizierte Straßenführung gab es oft Probleme, eine bestimmte Adresse zu finden. Da einzelne Straßenzüge nicht durchgängig beidseitig bebaut sind, ist auch die Nummerierung nicht immer eingängig. "Ich habe mich entschlossen, durch Zusatzschilder das Suchen bestimmter Hausnummern zu erleichtern!" erläutert Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. "Gerade im Notfall können so entscheidende Minuten gewonnen werden!" Die Anregung für diese Zusatzbeschilderung kam von einem Reichenberger Bürger, der oft beobachten konnte, wie am Schaube Eck links abgebogen wurde, obwohl das Ziel eigentlich rechts in Richtung Reitzenhain lag. Und das Wenden im Ortskern erforderte dann oft Zeit und kraftfahrerisches Können. Weitere Punkte, an denen neue Schilder angebracht wurden, sind die Brücke Untertal und der Berg. Nun ist es an den Bürgern, durch gut sichtbare Hausnummern die optimale Orientierung innerhalb des Ortsbereichs abzurunden.

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Forsthaushalt 2007 endet im Minus (08.02.2008)

Situation bleibt schwierig

Genau 379,07 Euro beträgt das negative Ergebnis im Forsthaushalt der Gemeinde für 2007. Daran wird sich leider auch in Zukunft nicht viel ändern. Durch die Einnahmen aus dem Holzverkauf an Selbstwerber werden gerade einmal die Betriebskosten gedeckt. Dies ist auf absehbare Zeit die einzige Einnahmequelle des 16,5 ha großen Wirtschaftswaldes in Reichenberg. Und so bleiben dann die Beförsterungskosten ungedeckt.
Der Reichenberger Wald wird in der Bilanz der Gemeinde mit gut 160.000 Euro bewertet; davon entfallen auf den Grund und Boden knapp 100.000 Euro und auf den Baumbestand der Rest. Insgesamt entspricht dies ca. 15% der Bilanzsumme. Leider befinden sich darunter keine wirklich wertvollen Bestände, allerdings ist der immaterielle Wert durchaus beachtenswert. Der Wald entlang des Radweges hat sowohl für die Ortsbevölkerung als auch für fremde Radfahrer und Spaziergänger einen Erholungswert, der durchaus positiv zu sehen ist. Für den Wald Richtung Reitzenhain liegt der Erholungswert sicherlich mehr bei der heimischen Bevölkerung.
"Wir werden versuchen, den Zuschussbedarf auf diesem Niveau zu halten!" erklärt Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. "Dies kann man eben als Preis für den Erhalt der Erholungsfunktion abbuchen."

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Nichtraucherschutzgesetz wirkt auch in Reichenberg (09.02.2008)

Im Dorfgemeinschaftshaus gilt Rauchverbot

Das Nichtraucherschutzgesetz Rheinland-Pfalz tritt am 15.02.2008 in Kraft. Dies hat auch Auswirkungen auf das Dorfgemeinschaftshaus. "Da das DGH ein öffentliches Gebäude ist, gilt ab dem Stichtag ein absolutes Rauchverbot!" erklärt dazu Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. "Dies gilt sogar im Falle einer Vermietung für private Veranstaltungen!" Das Gesetz lässt hier keine Ausnahmen zu.
Es werden daher alle Aschenbecher aus dem DGH entfernt und im Eingangsbereich wird zeitnah ein entsprechender Hinweis angebracht. Die Satzung über die Benutzung des Dorfgemeinschaftshauses, hier speziell der Paragraph 4, wird bei der nächsten Gemeinderatssitzung angepasst. Ebenso wird das Merkblatt, das jedem Mieter ausgehändigt wird, aktualisiert. Sicherlich muss sich der Gemeinderat auch Gedanken machen, wie er das "Kippenproblem", das sich mit der neuen Regelung dann vor die Türe verlagert, lösen wird. An dieser Stelle geht aber schon jetzt der Appell an alle Raucher, trotz der nun geltenden einschränkenden Regelungen für eine ordnungsgemäße Entsorgung der "Kippen" zu sorgen.

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Marcel ist jüngster Küster im Kreis

>13-Jähriger bereitet alle zwei Wochen in Reichenberg den Gottesdienst vor

Im Alter von 13 Jahren gehen die meisten Jungs nicht unbedingt freiwillig zum Gottesdienst in die Kirche - erst recht nicht Sonntagfrüh. Bei Marcel Diesler ist das anders.

REICHENBERG. Er ist mit seinen 13 Jahren einer der jüngsten Küster im ganzen Land: Marcel Diesler aus Reichenberg sorgt in dem kirchlichen Amt dafür, dass in der Burgkapelle über dem kleinen Ort die Glocken pünktlich zum Gottesdienst läuten, Kerzen und Abendmahlsgerät ihren Dienst erfüllen und die Gottesdienstbesucher wissen, welche Lieder gesungen werden.
"Ich bin mir gar nicht mehr sicher, wer mich angesprochen hat - ich glaube meine Mutter war es", erinnerte sich Marcel nur vage an seinen Dienstantritt im August vergangenen Jahres. Der Vorgänger - ebenfalls zunächst Schüler, dann Student - hatte den Dienst aufgegeben, und dann wechselten sich die Kirchenvorsteher beim Küstern ab. Sicher ist sich der Schüler allerdings, dass ihm der Nebenjob viel Spaß macht. "Es ist schön, so eine Aufgabe zu haben", sagt er. Andere Jungs in seinem Alter würden Blättchen austragen. "Das wäre nichts für mich."

Foto von Marcel Diesler beim Anzünden der Kerze
Kerzen anzünden, Liedertafeln anstecken und Glocken läuten zählen zu den Aufgaben Marcels vor und während der Gottesdienste alle 14 Tage in der Reichenberg Burgkapelle.

Wenn alle 14 Tage um 9.30 Uhr in der Reichenberger Kapelle Gottesdienst gefeiert wird, geht Marcel eine Stunde vorher von seiner Wohnung die 70 Stufen zum Gotteshaus hinauf, um die Wärme zu kontrollieren und für Sauberkeit, Glockengeläut und die richtigen Lieder an der Anstecktafel zu sorgen. Das vermeintlich frühe Aufstehen am Sonntag sieht Marcel gelassen. "Um halb Acht steh ich auf für den Küsterdienst, wenn ich Schule habe, muss ich schon um sechs Uhr raus", sagt der Achtklässler des Wilhelm-Hofmann-Gymnasiums in St. Goarshausen. Schon vor seinem Dienstantritt war er ab und an Zuhörer im Gottesdienst, wohnt er doch direkt am Fuße der Burgruine in Reichenberg, das zum Kirchspiel Bornich gehört. Zurzeit ist er Konfirmand und müsste ohnehin regelmäßig den Kirchgang pflegen.
Mit den direkten Gottesdienstvorbereitungen allein ist es allerdings nicht getan. Auch Putzen und Kehren gehören zum Auftrag des Küsters. Im Winter, wenn Schnee liegt, muss Marcel das Dorfgemeinschaftshaus für den Gottesdienst vorbereiten. Der Blumenschmuck auf dem Altar verrät, dass er bei seinem Dienst von der Mutter unterstützt wird, auch als es darum ging, die Kirche mit dem Christbaum weihnachtlich zu schmücken.
Auch für Gemeindepfarrer Manfred Löhde ist der junge Mitarbeiter ein Novum. "So einen jungen Küster habe ich noch nie gehabt", sagt der Theologe, und ist sowohl von der Zuverlässigkeit Marcels als auch von seinem Mut und Selbstbewusstsein angetan, einen solchen Job zu übernehmen. "Das macht nicht jeder in diesem Alter."
In kürzester Zeit hatte sich Marcel mit den Aufgaben vertraut gemacht; auch im richtigen Moment die Vater-Unser-Glocke zu bedienen. "Da warte ich aufs Stichwort ,Nun beten wir gemeinsam" - dann drück ich den Knopf", erklärt Marcel. Und während ihn beim ersten Einsatz noch etwas Aufregung begleitete, hat er mittlerweile schon Routine darin, mit seinen jungen Fingern die Einwohner Reichenbergs per Knopfdruck laut und deutlich zum Gottesdienst zu rufen.

Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 06.02.2008, Seite 13.

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Reichenberg hebt Steuern an

Zusatzbelastung beträgt pro Haushalt 4,20 Euro - Rat bremste Ortschef

REICHENBERG. Seit dem 1. Januar gelten in Reichenberg neue Steuersätze. Der Gemeinderat hat die Hebesätze für die Grundsteuern A und B um jeweils fünf Prozentpunkte erhöht. "Da auf der Ausgabenseite kaum noch Einsparpotential vorhanden ist, sollte die Einnahmenseite verbessert werden", nennt Ortsbürgermeister Karl-Heinz Goerke die Beweggründe.
Die nunmehr beschlossene Erhöhung bringt für jeden Haushalt eine durchschnittliche Zusatzbelastung von 4,20 Euro im Jahr und summiert sich für die Gemeinde auf ein Plus von insgesamt etwa 320 Euro hat der Ortschef ausgerechnet. "Davon können, wie jeder leicht erkennen kann, keine großen Sprünge gemacht werden. Also gilt es auch in Zukunft, den Sparkurs fortzusetzen", kündigt Goerke an.
Der Gewerbesteuerhebesatz wurde beibehalten. "Hier liegt Reichenberg mit sechs anderen rheinland-pfälzischen Gemeinden und einem Hebesatz von 400 Prozent an zweiter Stelle", sagt Karl-Heinz Goerke. Auch der Hundesteuersatz wurde geringfügig um einen Euro pro Monat angehoben.
Goerke erklärt: "Der Gemeinderat hat es sich nicht leicht gemacht mit diesen Entscheidungen. Ich hatte in meiner Vorlage jeweils eine deutlichere Erhöhung vorgeschlagen. Die Mehrheit im Rat wollte jedoch die Reichenberger Bürger angesichts der allgemeinen Preissteigerungen nicht noch zusätzlich über Gebühr belasten."

Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 18.01.2008, Seite 20.

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Rat will ins Dach investieren

Reichenberg: Land sagt Zuschuss für Arbeit am Dorfgemeinschaftshaus zu

REICHENBERG. Der Reichenberger Gemeinderat hat Investitionen und nötigen Sanierungen für 2008 sowie die Jahre 2009 bis 2012 vorgelegt. So wird sich die Gemeinde in diesem Jahr der Erneuerung des Daches auf dem Dorfgemeinschaftshaus annehmen. Möglich macht das eine vorliegende Zusage für einen Landeszuschuss über 45 Prozent. "Ein Kostenvorschlag geht von Baukosten in Höhe von 38 000 Euro aus. Hinzu kommen die Kosten für den Architekten. Bei Gesamtkosten von zirka 42 000 Euro ist daher der Gemeindeanteil mit 23 000 Euro anzusetzen", rechnet Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke vor.
Darüber hinaus hat das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Simmern seine Zusage für einen Zuschuss von 55 Prozent für den Ausbau des Weges zur Steegsmühle gegeben. Die Gesamtkosten werden etwa 75 000 Euro betragen. "Der nicht durch den Zuschuss gedeckte Teil ist von der Jagdgenossenschaft zu bezahlen. Dabei kann auf die entsprechende Rücklage zurückgegriffen werden. Eine Deckungslücke von rund 10 000 Euro soll von der Gemeinde vorfinanziert werden, im Gegenzug wird auf den zehnprozentigen Gemeindeanteil verzichtet", erklärt der Reichenberger Ortschef.
Für den Zeitraum 2009 bis 2012 könnte die Sanierung der Kreisstraße anstehen. Goerke: "In diesem Fall ist der Ausbau der Bürgersteige über die Gemeinde abzuwickeln." Der Ortsbürgermeister macht allerdings klar, dass "diese Maßnahme wegen des völlig ungeklärten Termins nicht im Haushalt abzubilden ist". Weitere wesentliche Investitionen kann sich die Gemeinde nach Aussage Goerkes nicht leisten.
Das Abstecken der Investitionen macht in dieser Form die neue Haushaltsführung der Doppik nötig. Die Doppik wird an der Loreley seit vergangenem Jahr in allen Gemeinden angewendet. Sie soll unter anderem sicherstellen, dass es Ratsmitgliedern und Bürgern künftig leichter fällt, den Haushalt zu lesen und daraus Verbesserungen erarbeiten zu können.

Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 17.01.2008, Seite 14.

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Reichenberg klagt gegen Kreis

Ortsgemeinde aus der VG Loreley möchte Personalkosten für Kita nicht zahlen, die nicht von Kindern aus dem Ort besucht wird

Solidargemeinschaft hin oder her - wenn's ums Geld geht, das zudem immer knapper wird, greifen Kommunen bisweilen ganz tief in die Trickkiste, um sich scheinbar unnötiger Kosten zu entledigen.

RHEIN-LAHN. Die Ortsgemeinde Reichenberg erhebt vor dem Verwaltungsgericht Klage gegen den Rhein-Lahn-Kreis. Die Ortsgemeinde sieht es nicht ein, sich an den Personalkosten für die evangelische Kindertagesstätte in St. Goarshausen zu beteiligen. Ihre Argumentation: Wenn wir keine Kinder in die Einrichtung schicken, brauchen wir auch nicht für die Personalkosten aufzukommen. Vor dem Kreisrechtsausschuss hatte die Ortsgemeinde bereits ihr Ansinnen vorgetragen - und war abgewiesen worden. Nun nimmt sie einen neuen Anlauf vor Gericht.
Die Umlage, an der fünf Gemeinden und die Stadt St. Goarshausen anteilig beteiligt sind, beruht auf einer Richtlinie des Kreises aus dem Jahr 1973. Inzwischen hat sich nach Ansicht des Ortsbürgermeisters, Karl-Heinz Goerke, die Situation geändert - nicht nur, weil aktuell kein Kind aus Reichenberg die Kita besucht. Die Demografie tut ihr Übriges. Laut Goerke besitzt der Ort Reichenberg durch eine unglückliche Tallage keine Ausdehnungsmöglichkeit. Häuser, die in der Vergangenheit gebaut wurden, wurden oft auf den Fundamenten alter Häuser errichtet. Ein Wachstum war so kaum möglich. Das bedeutet: Wo keine neuen Häuser gebaut werden können, siedeln sich keine jungen Familien an. Keine jungen Familien bedeutet zugleich: keine Kindergeburten, dafür immer mehr ältere Menschen. Folge: Die Reichenberger werden weniger, das Steueraufkommen und damit auch die Einnahmen sinken. Für Goerke ist daher klar: Bei der Berechnung des Kostenanteils soll die Kinderzahl mitberücksichtigt werden. Für die Ortsgemeinde geht es um einen stattlichen Haushaltsposten, immerhin 5000 Euro - bei einem Gesamtvolumen von 120 000 Euro ein ordentlicher Batzen. Komplett verabschieden aus der gemeinschaftlichen Finanzierung will sich Reichenberg nicht. "Die Betriebskosten waren nie strittig, die werden wir auch weiterhin mittragen."
Landrat Günter Kern nimmt die Klage zunächst gelassen, gibt jedoch zugleich zu bedenken, dass ein Ausscheren der Ortsgemeinde das gesamte solidarische Finanzierungssystem des Kreises treffen würde. Schaden entstünde dem Kreis freilich nicht: Denn den Anteil der Reichenberger müssten im Zweifelsfall andere übernehmen.
Am bisherigen Prinzip der Umlagefinanzierung will Kern deshalb aber nicht rütteln. Nach dem ersten Reichenberger Vorstoß hätten alle hauptamtlichen Bürgermeister einvernehmlich dafür plädiert, die bisherige Praxis beizubehalten. "Das hat sich bewährt." Schließlich gewähre diese für alle Beteiligten eine Kontinuität der finanziellen Belastung und sei weniger Schwankungen unterworfen, so Kern.(noe)

Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 15.01.2008, Seite 15. Text: Andreas Nöthen

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Verständigungsprobleme (11.01.2008)

Ganz Reichenberg wechselt nicht den Stromanbieter

Zu einem Missverständnis kam es beim Jahresabschlussempfang der Gemeinde. Nur die Gemeinde bezieht bei allen ihren insgesamt 3 Anschlussstellen ab 01.01. Ökostrom von eprimo. Der Strom wird aus Wasserkraft gewonnen und ist deutlich günstiger als beim alten Lieferanten. Die privaten Haushalte müssen dagegen einen Wechsel des Anbieters selbst in die Wege leiten, sofern gewünscht.
Auch mit den Vornamen gab es Schwierigkeiten, so wurde aus unserem Küster Marcel Diesler ein Marcus Diesler und tags darauf aus Wolfgang Hebel Manfred Hebel. Sicherlich war das alles keine böse Absicht, sondern einfach geballte Missverständnisse. "Ich bin schon sehr froh, dass die Rhein-Lahn-Zeitung immer wieder über Reichenberg berichtet!" stellt Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke fest, "und wo Menschen arbeiten gibt es eben auch mal Fehler."

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Baufinanzierungsbüro hat in Nastätten eröffnet

Foto von Eröffnung der Firma Opti-Zins

Stadtbürgermeister Emil Werner (2. von rechts) zeigte sich hoch erfreut über eine weitere geschäftliche Belebung in Nastätten. In der Römerstraße 2 wurde durch Roland Müller (rechts) Opti-Zins eröffnet. Der Geschäftsschwerpunkt liegt in der Vermittlung von Darlehen zur Baufinanzierung, zum Immobilienerwerb sowie An- und Umbauten, wobei Finanzierungslösungen von mehr als 25 Banken online geprüft werden. Bei der Eröffnung mit dabei waren (von links): Helmut Göttert, Zweiter Beigeordneter der Verbandsgemeinde Nastätten, Rüdiger Hein vom Gewerbeverein Nastätten und Umgebung sowie Bauunternehmer Hans-Jörn Wilhelm.

Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 09.01.2008, Seite 15.Text und Foto Rolf Nölle

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Ein kleines Stück mehr Lebensqualität

Die Pflegekasse wollte die Kosten nicht übernehmen - Doch ein Widerspruch hatte Erfolg

Jetzt kann Auguste Meyer wieder die frische Luft genießen und in ihrem Heimatort spazieren fahren - Eine Rampe und die Verbreiterung der Eingangstür machen es möglich

RHEIN-LAHN/REICHENBERG. Einfach mal rausgehen und die frische Luft genießen - das ist im Alter oftmals gar nicht so einfach. Dabei ist es doch ein wichtiges Stück Lebensqualität. Und dafür lohnt es sich auch einzutreten.
In eine warme Decke gepackt, ein Kopftuch angezogen, so sitzt Auguste Meyer in ihrem Rollstuhl vor der großen neuen Tür in der Küche. Draußen erstreckt sich die Rampe, über die die 100-Jährige nun problemlos ins Freie gerollt werden kann. "Es ist ganz einfach ein Stück Lebensqualität", erklärt ihr Schwiegersohn Wolfgang Hebel, der die Umbaumaßnahme des Hauses maßgeblich vorangetrieben hat. Sicherlich hat es Konflikte mit der Pflegekasse gegeben, gerade was die Frage der finanziellen Unterstützung angeht. Doch die Familie aus Reichenberg hat gekämpft - und gewonnen. "Ich hätte die Sache in jedem Fall realisiert", sagt Hebel.
Als sogenannte "Wohnraumumfeldverbesserung" wurde die anteilige Kostenübernahme für die Türverbreiterung und den Bau der Rampe bei der Pflegekasse beantragt. Bis zu 2557 Euro kann die Kasse bei als pflegebedürftig Eingestuften übernehmen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Maßnahmen die Pflege erleichtert und eine größere Selbstständigkeit erzielt wird. Im Falle von Auguste Meyer sei dies nicht gegeben, argumentierte die Pflegekasse. Zum einen könne durch den Umbau keine selbstständigere Lebensführung erzielt werden, zum anderem sei die Grundpflege auch ohne möglich. Wolfgang Hebel und seine Frau Irene waren enttäuscht. "Ich hätte mich damit abgefunden", erklärt die Rentnerin, doch ihr Mann wollte nicht aufgeben. Unterstützung fand sich in Person von Christa Klamp von der Beratungs- und Koordinierungsstelle (BeKo). "Der Fall ist ein gutes Beispiel, um die Leute zu ermutigen", sagt die Sozialarbeiterin.

Foto von Auguste Meyer zusammen mit Irene und Wolfgang Hebel sowie Christa Klamp
Warm eingepackt geht es für Auguste Meyer mit ihrem Rollstuhl die Rampe runter. Die Tür zur Küche wurde verbreitert. Gemeinsam mit Christa Klamp (rechts) von der BeKo-Stelle in Nastätten konnten Wolfgang Hebel und seine Frau Irene etwas bewegen.

Vier BeKo-Stellen zählt der Rhein-Lahn-Kreis: Die Caritas-Sozialstation Lahnstein-Braubach, die Diakoniestation Loreley-Nastätten, die Kirchliche Sozialstation Bad Ems-Nassau und die Kirchliche Sozialstation Diez. "Jeder Mensch soll trotz Pflegebedürftigkeit möglichst lange in der eigenen Wohnung und im vertrauten Umfeld leben können", heißt es in einem Flyer des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit, das - um diesen Leitsatz zu verwirklichen - 2001 die Beratungs- und Koordinierungsstellen eingerichtet hat. Auf der Regionalen Pflegekonferenz im Bad Emser Kreishaus wurden die Stellen im Rhein-Lahn-Kreis bestätigt und neue Arbeitsgruppen festgelegt.
"Als Sozialarbeiter dürfen wir keine Rechtsberatung geben", erklärt Klamp ihr Arbeitsgebiet. Doch durch die kostenlose Beratung für Kranke, Behinderte und Pflegebedürftige kann den Menschen schon enorm geholfen werden. "Viele ältere Menschen möchten keine Veränderungen, doch bereits kleine Dinge - etwa Klötzchen unter das Bett zu legen, damit es höher ist - können den Alltag deutlich erleichtern", so Klamp.
Nach umfassender Beratung legten Tochter und Schwiegersohn Widerspruch gegen den Bescheid der Pflegekasse ein. Und siehe da, die Pflegekasse hatte ein Einsehen und übernahm anteilmäßig die Kosten - den Höchstsatz. Es stellte sich nämlich heraus, dass das Verlassen der Wohnung zur Befriedigung elementarer Bedürfnisse zählt - so sieht es das Bundessozialgericht. Der Einspruch kostet übrigens als formloser Rechtsbehelf nichts.
"Die Barrierefreiheit ist Grundvoraussetzung für die Teilhabe behinderter Menschen im Alltag", formuliert Beate Fasbender-Döring, Pressesprecherin des Landesministeriums, den zentralen Punkt. Dabei gehe es nicht immer nur um Rollstuhlfahrer - wie es in den Köpfen der Bevölkerung verankert ist. Gerade unter dem Aspekt demografischer Entwicklung und umgedrehter Alterspyramide ist barrierefreies Leben ein wichtiger Aspekt, der allen Menschen zugute kommt.
"Barrierefrei" ist aber nicht mit "behindertengerecht" zu verwechseln. Das erklärte der Lahnsteiner Architekt Christoph Jost. Zwar ermöglichen Rampen an Bahnhöfen einen barrierefreien Zugang, doch behindertengerecht, wie ein Aufzug, seien diese oftmals nicht. Die Wohnung von Auguste Meyer muss gar nicht behindertengerecht sein. Denn die Familie hat erreicht, was sie wollte. Gemeinsam draußen spazieren gehen und die frische Luft genießen. "Und mit dem neuen elektrischen Rollstuhl waren wir sogar schon mal bis Reitzenhain", sagt Wolfgang Hebel stolz.

Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 05.01.2008, Seite 22. Text und Foto Markus Eschenauer

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Auf Reichenberg machen Autoaufkleber aufmerksam

Beim Jahresabschluss im Dorfgemeinschaftshaus stellte Pfarrer Manfred Löhde den erst 13-jährigen Küster Marcel Diesler vor

Bild der Ortbevölkerung im Dorfgemeinschaftshaus
Sehr beliebt bei den Reichenbergern ist der Jahresabschluss im Dorfgemeinschaftshaus, der wieder gemeinsam mit der Orts- und Kirchengemeinde gefeiert wurde.

REICHENBERG. Den Jahresabschluss 2007 feierten die Kirchen- und die Ortsgemeinde Reichenberg zusammen im Dorfgemeinschaftshaus. Seit Jahren schon halten Pfarrer Manfred Löhde und Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke an dieser Form der Zusammenkunft fest, die sich stets eines großen Zuspruchs erfreut und die immer mit einer Andacht beginnt. Renate Tauber begleitete die Andacht am Klavier. Pfarrer Löhde forderte die Gemeinde im Rückblick auf, "dem zu gedenken, was wir verloren, aber auch was wir bewahrt und neu aufgebaut haben".
In seiner Predigt ging er auf den "Begriff der Zeit" ein, alles im Leben habe seine Zeit, seinen Rhythmus. "Aber hat die Zeit uns oder haben wir die Zeit im Griff?" Mit Gelassenheit möge jeder dem neuen Jahr begegnen, sich nicht hetzen lassen. Für die ehrenamtlichen Tätigkeiten für die Gemeinde bedankte sich Pfarrer Löhde ganz besonders bei allen Helfern und stellte den neuen Küster von Reichenberg vor.
"Mit 13 Jahren dürfte Marcel Diesler der jüngste Küster des Kirchspiels überhaupt sein", ergänzte Bärbel Goerke, Vorsitzende des Kirchenvorstandes. Sie gab weiterhin bekannt, dass künftig ein Fahrdienst zum Gottesdienst zur Verfügung stehen wird. Wer nicht selbst zur Kirche kommen könne, der möge sich rechtzeitig telefonisch anmelden, er würde dann abgeholt und wieder nach Hause gebracht. Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke erfreute die Anwesenden mit der Nachricht, dass der Ausbau des "Amtsfeldes" günstiger abgeschlossen werden konnte als es die Planungen ausgewiesen hatten. Jetzt stehe der Ausbau des Weges zur Steegsmühle an, zu dem es aber weniger Zuschüsse geben werde als erhofft. Sehr erfreulich hingegen sei der geschlossene Wechsel aller Haushalte zu einem günstigeren Ökostromanbieter gewesen, wovon jetzt alle profitieren würden.
"Und weil wir alle stolz sein können auf unsere kleine Gemeinde wollen wir das auch nach außen erkennbar machen", fuhr Goerke fort, und verteilte Ortseingangstafeln in Form von kleinen gelben Aufklebern für die Fahrzeuge.
Pfarrer Manfred Löhde überreichte er ein Exemplar des neuen Welterbeatlasses, "als kleines Zeichen der Wertschätzung und als Dankeschön für die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit". Nach Andacht und offizieller Ansprache des Bürgermeisters nahmen die Gäste seine Einladung zu einem gemütlichen Umtrunk gerne an.

Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 03.12.2008, Seite 16. Text und Foto Norbert Schmiedel

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Moderate Steuererhöhung (04.01.2008)

Auswirkungen werden überschaubar bleiben

Zum 1.1.2008 gelten auch in Reichenberg neue Steuersätze. Nach einer sehr angeregten Diskussion hat der Gemeinderat die Hebesätze für die Grundsteuern A und B um jeweils 5 Prozentpunkte erhöht. Da auf der Ausgabenseite kaum noch Einsparpotential vorhanden ist, sollte die Einnahmenseite verbessert werden. Die nunmehr beschlossene Erhöhung bringt für jeden Haushalt eine durchschnittliche Zusatzbelastung von 4,20 € im Jahr und summiert sich für die Gemeinde auf ein Plus von insgesamt etwa 320 €. Davon können, wie jeder leicht erkennen kann, keine großen Sprünge gemacht werden. Also gilt es auch in Zukunft, den Sparkurs fortzusetzen.
Der Gewerbesteuerhebesatz wurde beibehalten, hier liegt Reichenberg mit 6 anderen rheinland-pfälzischen Gemeinden und einem Hebesatz von 400% an zweiter Stelle. Auch der Hundesteuersatz wurde geringfügig um 1 € pro Monat angehoben.
Der Gemeinderat hat es sich nicht leicht gemacht mit diesen Entscheidungen; der Ortsbürgermeister hatte in seiner Vorlage jeweils eine deutlichere Erhöhung vorgeschlagen. Die Mehrheit im Rat wollte jedoch die Reichenberger Bürger angesichts der allgemeinen Preissteigerungen nicht noch zusätzlich über Gebühr belasten. Der gefundene Kompromiss sollte nun alle Seiten zufrieden stellen.

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