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Presseartikel 2015

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Andacht zum Heiligen Abend

Herzlichen Einladung zur Andacht am 24. DezemberHerzlichen Einladung zur Andacht am 24. Dezember

Herzliche Einladung an alle Reichenberger
Auch in diesem Jahr lädt der Kirchenvorstand zur Andacht am Heiligen Abend ein. Wenn Sie also eine besinnliche Einstimmung in die kommenden Weihnachtstage suchen, dann kommen Sie am 24. Dezember um 18 Uhr in die Reichenberger Kirche. Gemeinsam wollen wir ein wenig innegehalten, der Musik lauschen und die Weihnachtsgeschichte hören. Natürlich werden wir auch einige Weihnachtslieder gemeinsam singen. Alle Reichenberger, ob jung oder alt, gleich welcher Konfession, sind dazu ganz herzlich eingeladen. Sollten Sie auf dem Weg zur Kirche Unterstützung benötigen, können Sie gerne den Fahrdienst des Kirchenvorstandes in Anspruch nehmen.

Jahresrechnung 2013 und 2014 sowie Doppelhaushalt für 2016 und 2017 beschlossen

Es besteht noch Hoffnung auf eine Einigung beim Wirtschaftsweg
Gleich zu Beginn der Gemeinderatssitzung konnte Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke berichten, dass nun die geplanten 15.000 € für die Ertüchtigung des Wirtschaftsweges zugesagt wurden. Gleichzeitig sah der Gemeinderat noch erheblichen nichtöffentlichen Beratungsbedarf bei den damit zusammenhängenden Tagesordnungspunkten. Daher wurden sie einstimmig für diese Sitzung gestrichen.
So konnte sich der Rat ganz auf die Jahresrechnungen für 2013 und 2014 sowie den Doppelhaushalt 2016/17 konzentrieren. Schloss die Jahresrechnung 2013 noch mit einem relativ geringen Minusbetrag von rund 2.500 € ab so stieg der Fehlbedarf für 2014 auf beachtliche 16.900 € an. Neben einem deutlichen Einbruch bei den Steuern, hier vor allem bei der Gewerbesteuer, sind als Ursache die Kosten der Kindertagesstätte, das negative Ergebnis im Gemeindewald und einige zusätzliche Aufwendungen im Dorfgemeinschaftshaus zu nennen. Wie der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses allerdings feststellte, wurden bei der stichprobenartigen Überprüfung keine Ungereimtheiten festgestellt und der Ortsbürgermeister sowie die Finanzabteilung der Verwaltung waren rundherum auskunftsfähig. Daher beantragte er auch folgerichtig, die Jahresabschlüsse festzustellen, dem Ortsbürgermeister und den Ortsbeigeordneten sowie dem Verbandsbürgermeister und den Beigeordneten Entlastung zu erteilen. Diesem Antrag stimmte der Rat mit den dann noch stimmberechtigten Mitgliedern einstimmig zu.
Sodann beschloss der Gemeinderat 10.000 € für das schnelle Internet und derzeit keine weitere Investitionsmaßnahmen in den Haushalt einzustellen. Die Unterhaltungsmaßnahmen sind in den Teilhaushalten im bisherigen Umfang enthalten. Von der Beschaffung einer Geschwindigkeitsmessanzeige sah der Gemeinderat ab, da von den zunächst vorgesehenen drei Beteiligten nur noch zwei übrig geblieben waren.
Ein spannender Punkt bei den Haushaltsberatungen ist immer die Festlegung der Steuersätze. Zu Beginn der Diskussion machte der Ortsbürgermeister noch einmal klar, dass die Gemeinde gesetzlich verpflichtet ist, einen Haushaltsausgleich zu erreichen. Zusätzlich verdeutlichte er, dass die Gemeinde ihr Einsparpotential bereits sehr weit ausgereizt hat. Mangels anderer Geldquellen bleibt damit der Gemeinde nur die Belastung der Bürger über die Steuern. „Das ist bedauerlicherweise alternativlos!“ betonte Goerke. Dass der Rat dabei mit Augenmaß vorgegangen ist, kann man daran erkennen in welcher Höhe die Sätze verändert wurden: Die Grundsteuer A (Land- und Forstwirtschaft) steigt in 2016 und 2017 jeweils um 3%, die Grundsteuer B (Wohngebäude) jeweils um 2,5% und die Gewerbesteuer jeweils um 2,3%. Dies bedeutet für die Gemeinde eine jährliche Mehreinnahme von ca. 650 €. Die Hundesteuer wird einmalig in 2016 um 6 € je Hund angehoben.
Bei den Mitteilungen gab der Ortsbürgermeister bekannt, dass in gewohnter Weise der Wahlvorstand bei der Landtagswahl am 13.03.2016 durch Bürger der Gemeinde gebildet wird.

Jahresrechnung/Haushaltsplan Reichenberg
Bezeichnung Ist 14 Ist 15 Plan 16 Ist 16 Plan 17
Steuern 72.282 € 76.995 € 81.200 € 73.208 € 81.200 €
Schlüsselzuweisung 67.633 € 53.487 € 55.700 € 57.526 € 55.700 €
Summe Erträge 139.915 € 130.482 € 136.900 € 130.734 € 136.900 €
Gewerbesteuerumlage, Fonds deutsche Einheit -1.391 € -1.400 € -1.900 € -1.152 € -1.900 €
Kreisumlage -62.675 € -56.813 € -58.500 € -58.501 € -58.500 €
Verbandsgemeindeumlage -57.745 € -53.262 € -54.800 € -54.844 € -54.800 €
Verbleiben für Reichenberg 18.103 € 19.008 € 21.700 € 16.237 € 21.700 €
Konzessionsabgabe 5.210 € 5.715 € 5.200 € 3.988 € 5.200 €
Verfügbare Mittel 23.313 € 24.723 € 26.900 € 20.225 € 26.900 €
Bürgermeister und Verwaltung -10.023 € -9.143 € -18.600 € -10.318 € -11.700 €
Kindertagesstätte -12.789 € -7.445 € -11.200 € -6.661 € -11.200 €
Kinder- und Jugendarbeit -682 € -742 € -1.700 € -1.305 € -1.700 €
Straßen, Wege, Plätze -9.302 € -9.256 € -11.350 € -8.445 € -10.750 €
Friedhof und Leichenhalle -876 € -1.104 € -1.300 € -628 € -1.300 €
Forst -1.064 € 1.003 € -250 € -740 € -250 €
DGH -2.888 € -427 € -2.300 € -2.268 € -2.300 €
Zinsen -2.638 € -2.560 € -2.400 € -2.302 € -2.400 €
o.a. Ergebnis 3.876 €
Ergebnis -16.949 € -4.951 € -22.200 € -8.566 € -14.700 €

Gemeinderat zieht die Notbremse

Ziemlich marodeZiemlich marode

Landwirte in der Gemarkung tragen persönliche Konflikte auf dem Rücken der Gemeinde aus
Erhebliche Brisanz verbarg sich hinter dem Tagesordnungspunkt „Beratung und Beschlussfassung über die Ertüchtigung des Wirtschaftsweges am Offenthaler Hof“ bei der letzten Gemeinderatssitzung in Reichenberg. Das Thema beschäftigt das Gremium bereits seit mehr als 2 Jahren. Unzählige Treffen, Sitzungen und Besprechungen wurden seit 2013 durchgeführt, doch leider können sich die beteiligten Parteien auf keinen Kompromiss einigen. Nun droht auch noch der avisierte Zuschuss von 55% zu verfallen.
Unstreitig ist, dass der Weg ertüchtigt werden muss. Es gibt viele Schadstellen und Schlaglöcher, Slalom ist beim Befahren angesagt. Um eine nachhaltige Wirkung und zugleich kostengünstige Lösung zu erzielen, wurden 650m identifiziert, die einer dringenden Ertüchtigung bedürfen. Über diese Strecke sind zwei landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe angebunden und drei Wohnplätze im Außenbereich der Gemeinde erschlossen. Täglich wird der Weg von den Anliegern und Post/Paketdiensten genutzt, wöchentlich kommt die Müllabfuhr. Daneben dient er der Bewirtschaftung von nahezu 30% der in der Gemarkung liegenden landwirtschaftlichen Flächen.
Da die Jagdpacht, die gewöhnlich für die Unterhaltung der Wald- und Wirtschaftswege verwendet wird, in Reichenberg nicht ausreicht eine solche Maßnahme zu finanzieren, wurde nach Alternativen gesucht. Die Idee war, dass die großen Bewirtschafter vorab einen größeren Betrag zur Verfügung stellen und der Rest dann über die Jagdpacht abgestottert wird. Ursprünglich sollten 19.000 € aufgebracht werden. Da die Gemeinde und der Besitzer der Burg, sich zusammen mit 4.000 € zu beteiligen wollten, waren 15.000 € zuzusagen. Über die Verteilung dieses Betrages konnten sich die Landwirte in zwei Sitzungen nicht einigen. Leider geht es dabei offensichtlich um persönliche Dinge, sodass das gemeinsame Ziel völlig aus dem Blick gerät. Wenn man bedenkt, dass für die landwirtschaftlichen Flächen in Reichenberg nahezu 75.000 € an EU-Fördermittel jährlich fließen, sollte die derzeit vorhandene Deckungslücke von 3.000 € eigentlich zu schließen sein. Im Wesentlichen dient das Wirtschaftswegenetz in der Gemarkung der land- und forstwirtschaftlichen Bewirtschaftung in der Fläche. Darüber hinausgehende Nutzungen werden über einen Gemeindeanteil von 10% der Kosten abgedeckt.
„Günstiger wie jetzt mit einem respektablen Zuschuss von 55% bekommen wir den Weg nicht gemacht!“ war sich der Ortsbürgermeister bei den verschiedenen Sitzungen und Besprechungen sicher. Er stellte daher in der Ratssitzung den Antrag, den Weg zu ertüchtigen und die Kosten über die Wegebeitragssatzung umzulegen. Da bereits erhebliche Unruhe innerhalb der Bevölkerung zu spüren war, eine Beitragserhebung mit erheblichem Aufwand verbunden ist und eine Lösung der persönlichen Gegensätze unter den Landwirten nicht zu erkennen war, hat sich der Gemeinderat diesem Antrag nicht angeschlossen. Alle Ratsmitglieder stimmten gegen den Bürgermeister. Dies bedeutet, dass der Weg zurzeit nicht ertüchtigt wird. Gegebenenfalls werden einige Löcher in zwei bis drei Jahren geflickt werden müssen.
Gleichzeitig wurde der Ortsbürgermeister beauftragt, die Vereinbarung mit der Jagdgenossenschaft über die Verwaltung der Geschäfte und die Vereinbarung mit dem Eigentümer des Eigenjagdbezirks auf der nächsten Gemeinderatssitzung zur Disposition zu stellen. Ebenso soll das Wirtschaftswegenetz für den reinen land- und forstwirtschaftlichen Durchgangsverkehr gesperrt werden. Klar ist auch, dass alle anderen Wirtschaftswege derzeit und auch in naher Zukunft nicht ausgebaut oder ertüchtigt werden.
„Ich hoffe, dass sich die fünf Betriebe doch noch einigen werden, da ansonsten die Infrastruktur in der Gemarkungen immer weiter verschlissen wird.“ betont der Ortsbürgermeister. Dazu ist jetzt erst mal ein halbes Jahr Zeit, da gemäß Gemeindeordnung über einen Beratungsgegenstand frühestens nach 6 Monaten erneut abgestimmt werden darf.

Veranstaltungskalender

Termine melden
Wie in jedem Jahr beginnt im November bereits die Sammlung der Veranstaltungstermine für das nächste Jahr. Natürlich ist noch nicht alles durchgeplant und in trockenen Tüchern, aber dennoch ist es wichtig, die bereits jetzt bekannten und geplanten Termine in einer Liste zusammenzuführen. Änderungen sind dann ja auch jederzeit noch möglich. „Ich möchte alle Gruppen, Gruppierungen und Institutionen bitten, mir ihre Termine zukommen zu lassen!“ appelliert Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke an die Betroffenen. Die Termine werden im Internet auf den Seiten der VG und der Gemeinde veröffentlicht. Im Loreleyecho gibt es eine monatliche Aufstellung und beim Welterbezweckverband können auch ausgewählte Veranstaltungen platziert werden. Der Weg der Informationsübermittlung ist egal, email, Fax, als Zettel im Briefkasten oder persönlich, Hauptsache melden.

Herzliche Einladung

Adventliche Seniorenfeier im Dorfgemeinschaftshaus
Die Gemeinde und die Kirchengemeinde freuen sich über die zahlreichen Zusagen zum diesjährigen Seniorennachmittag. Bei Kaffee und Kuchen und kleinem Programm wird es sicherlich eine kurzweilige Veranstaltung werden. Kurzfristige Nachmeldungen sind auch kein Problem. Zur Erinnerung: Wir treffen uns morgen, am 28. November um 14:30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus.

Noch Verbesserungswürdig

So sollte die Schiene nicht aussehenSo sollte die Schiene nicht aussehen

Umgang mit Gemeindeeigentum lässt manchmal zu wünschen übrig

Nicht besonders erfreut war Ortbürgermeister Karl Heinz Goerke, als er neulich den Hochentaster der Gemeinde in Augenschein nahm. Das Gerät war aus Mitteln der Jagdpacht angeschafft worden, um vor allem entlang der Waldränder, überstehende Äste abzusägen. Er wurde in den vergangenen Jahren rege genutzt. Vereinbart war, dass jeder Nutzer seine eigene Sägekette nutzt und die Betriebsstoffe, Kettenöl und Kraftstoff, nach getaner Arbeit auffüllt. Schon aus Umweltgründen soll dabei Bio-Sägekettenöl und Sonderkraftstoff eingesetzt werden.
Nun berichtete der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft, der das Gerät lagert und verwaltet, dass ein Bürger den Hochentaster total leer abgegeben hat, und darauf angesprochen auch nicht bereit war, für Abhilfe zu sorgen. Vermutlich wurde die Säge sogar ohne Sägenkettenöl benutzt, da das Schwert erhebliche Schäden aufweist.
Bisher wurde das Gerät ohne größere Formalitäten ausgeliehen. Die große Mehrheit der Nutzer ist damit umsichtig umgegangen und hat es pfleglich behandelt. Es konnte auf Formalitäten, wie Übergabeprotokoll und Kaution in beiderseitigem Interesse verzichtet werden. „Ich möchte dies auch zukünftig so handhaben lassen!“ betont der Ortsbürgermeister. Er hat ein neues Schwert montiert, einen defekten Stehbolzen erneuert, eine neue Kette aufgezogen und alle Betriebsstoffe komplett aufgefüllt. Gut 75 € haben die Ersatzteile gekostet! Der Nutzer, der das Gerät leer abgegeben hat, bekommt es in der nächsten Zeit nicht mehr geliehen. Und der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft wird die Personen, die das Gerät ausleihen auf einen pfleglichen Umgang und die weiteren Regularien hinweisen. Im Übrigen hält er immer eine Sägekette zum Kauf bereit, damit jeder mit seiner eigenen Kette sägen kann.

Brücke wieder instandgesetzt

Alles wieder in OrdnungAlles wieder in Ordnung

Kosten geringer wie befürchtet

Im Weihnachtstrubel wurde vermutlich von einem Fahrzeug eines Paketdienstes die Brücke im Untertal beschädigt. Der Verursacher beging Unfallflucht. Der Schaden wurde auf ca. 2.000 € geschätzt.
Trotz vorhandener Lackspuren und Angaben zu einem in Frage kommenden Fahrzeug brachten die polizeilichen Ermittlungen kein Ergebnis. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein. Damit war klar, dass die Gemeinde für die Kosten aufkommen muss.
Unmittelbar nach Schadenseintritt wurde das schadhafte Brückenteil abgesichert und regelmäßig kontrolliert.
Es wurden drei Preisanfragen gestartet, die aber nur zwei Rückläufe erbrachten. Ein Unternehmen bot einen Festpreis an, das zweite Unternehmen wollte auf Stundenbasis abrechnen. Der Ortsbürgermeister wurde beauftragt, mit dem Unternehmer, der auf Stundenbasis abrechnen wollte einen Festpreis von 2.200 € zu verhandeln und dann den Auftrag zu vergeben. Dazu sah sich der Unternehmer nicht in der Lage.
Daraufhin fragte der Ortsbürgermeister noch einmal bei dem Unternehmen nach, dass kein Angebot abgegeben hatte. Hier erhielt er eine Zusage zu einem Maximalpreis von 2.150 €. Es wurde vereinbart, die Arbeiten bis zum 31.07. abzuschließen.
Mitte Juli erhielt dann der Ortsbürgermeister eine Beschwerde von Einwohnern, die eine sofortige Instandsetzung verlangten. Der Hinweis auf den vereinbarten Termin reichte den Bürgern nicht aus. Sie haben sich dann beim Ordnungsamt der Verbandsgemeinde beschwert.
Zur gleichen Zeit begann das beauftragte Unternehmen mit seinen Arbeiten und beseitigte den Schaden innerhalb von 1½ Tagen. Auch die Rechnung ist schon bei der Gemeinde eingegangen. Mit 1.261 € liegt sie deutlich unter den vorher genannten Kosten. So findet ein insgesamt sehr unerfreulicher Vorgang doch noch ein versöhnliches Ende.

Ausbau der K 90 ist schwierig zu finanzieren

Die Reichenberger Bürger wollen etwas in ihrer Heimatgemeinde bewegen, doch wie so oft mangelt es an Geld. Hilfe erhoffen sie sich aus dem Innenministerium.Die Reichenberger Bürger wollen etwas in ihrer Heimatgemeinde bewegen, doch wie so oft mangelt es an Geld. Hilfe erhoffen sie sich aus dem Innenministerium.

Projekt - Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke hofft auf Unterstützung aus dem Innenministerium

Reichenberg. Zwei große Projekte stehen in Reichenberg in Kürze an: der Ausbau der K 90 als größte Ortsdurchfahrtsstraße und der Austausch der gesamten Straßenbeleuchtung im Ort. Dabei bereitet vor allem die Finanzierung Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke Kopfschmerzen: „Wir sind hier in Reichenberg wirklich sehr sparsam, erarbeiten vieles in Eigenleistung und drehen jeden Cent dreimal um“, sagt er. „Aber wir haben kaum Einnahmen, mit denen wir Projekte solcher Größenordnung finanzieren könnten.“

Denn auch das 186-Seelen-Dorf hat mit der Überalterung zu kämpfen. Und Gewerbe, das höhere Steuereinnahmen nach Reichenberg brächte, gibt es nicht. „Unsere Steuersätze liegen schon über dem Durchschnitt, wir haben kaum Ausgaben – und trotzdem reicht es nicht“, sagt Goerke. Hilfe erhofft er sich von der Landesregierung: Innenminister Roger Lewentz hatte seinen Besuch angekündigt, um mit den Bürgern über die aktuelle Situation zu sprechen.

Am selben Tag teilte Finanzministerin Doris Ahnen mit, dass der Bund im Rahmen des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes 3,5 Milliarden Euro an die Länder zahlen wird, wovon Rheinland-Pfalz bis 2018 rund 253 Millionen Euro abrufen kann, um kommunale Investitionen zu fördern. „Wir hoffen, dass auch wir hier in Reichenberg ein Stück vom Kuchen abbekommen“, erklärt Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke.

Auch Lewentz sieht die Dringlichkeit der Erneuerung der K 90. In den vergangenen Jahren wurde der Teil zwischen Reitzenhain und Niederwallmenach sowie der zwischen Reitzenhain und Reichenberg erneuert. „Man kann aber nicht nur um den Ort herum erneuern, man muss auch im Ort selbst aktiv werden – und hier sind wir auf einem guten Weg“, betont der Innenminister. Schließlich müsse man jedoch dem Takt des Rhein-Lahn-Kreises folgen, denn die K 90 ist immerhin Kreisstraße. Einerseits bedeutet das für die Ortsgemeinde, dass sie lediglich die Kosten für den Ausbau der Bürgersteige übernehmen muss. Andererseits ist selbst dieser Betrag für die leeren Reichenberger Kassen kaum zu tragen. „Jedoch ist mit hoher Wahrscheinlichkeit sowohl für den Rhein-Lahn-Kreis als auch für die Ortsgemeinde eine Förderquote von 65 Prozent möglich“, erklärt Lewentz. Bliebe noch der Austausch der Straßenlaternen, der mit etwa 1200 Euro pro Laterne veranschlagt ist. Im ganzen Ort stehen insgesamt 33 Lampen.

„Wenn wir tatsächlich eine Förderung in Höhe von 65 Prozent für die Straßenbaumaßnahme erhielten, wäre uns schon sehr geholfen“, sagt Goerke. Jedoch müsse man zunächst abwarten, wie viel Förderung letztendlich möglich sei. Der Start der Baumaßnahmen sei jedoch ohnehin erst für 2018 angedacht, vorher fließen also auch keine Fördergelder. „2019 ist dann der 700. Geburtstag der Ortsgemeinde. Wir würden uns sehr freuen, wenn die Bauarbeiten dann abgeschlossen wären“, so Goerke. Das alles ist also noch Zukunftsmusik. Doch für Franz-Josef Voss, den Vorsitzenden des Schützenvereins, hatte Lewentz etwas Handfestes mit dabei: Für die großen Schießtage im Juni dieses Jahres sponsert das Innenministerium einen Pokal.

Text und Bild Theresa Lambrich
Rhein-Lahn-Zeitung. Bad Ems vom Freitag, 22. Mai 2015, Seite 25

Reichenberg verliert zwanzig Prozent der Bevölkerung

Einwohnerzahl sinkt in zehn Jahren um 46

Die amtliche Zahl der Einwohner mit Hauptwohnsitz in Reichenberg beträgt zum 31.12.2014 genau 184. Am 31.12.2004 waren es noch 230. Dies ist ein sehr deutlicher Bevölkerungsrückgang. Das Durchschnittsalter beträgt aktuell 51,4 Jahre; die jüngste Reichenbergerin wurde am 17.09.2014 geboren, der älteste Reichenberger erblickte am 13.04.1921 das Licht der Welt. In den nächsten sechs Jahren sind insgesamt 5 Kinder einzuschulen.
Es gibt einen leichten Frauenüberschuss, 96 weiblichen Einwohnerinnen stehen 88 männliche gegenüber. In Reichenberg wohnen 7 ausländische Mitbürger. Die Herkunftsländer sind die Schweiz, Großbritannien, Ungarn, Rumänien und die Ukraine.
63% der Bürger (116) sind evangelisch, 18% (33) katholisch, 2% (3) gehören einer sonstigen Kirche an. 63 Bürger sind ledig, 113 sind verheiratet oder verwitwet und 8 geschieden.
Insgesamt 12 Bürger sind zusätzlich mit Nebenwohnung in Reichenberg gemeldet.

Gemeinsames Anpacken ist auch 2015 gefragt

Reichenberger Bürger treffen sich am Silvesterabend – Kirchenvorstand braucht weitere Kandidaten für Wahl

Reichenberg. Finanzen, Friedhof, Arbeitseinsatz – diese drei Dinge sind es, die dem Reichenberger Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke mit Blick auf das Jahr 2015 besonders am Herzen liegen. Wie jedes Jahr waren die Reichenberger Bürger am Silvesterabend ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen, um das Jahr gemeinsam bei einer kurzen Andacht mit anschließendem Sektempfang ausklingen zu lassen. „Zwar wollen wir durchaus einen Blick nach vorn werfen und über anstehende Projekte für 2015 sprechen, das gesellige Beisammensein steht aber klar im Vordergrund“, sagte dazu Goerke.

Zuvor jedoch hatte sich die Kirchengemeinde Reichenberg versammelt, um weitere Kandidaten für die Wahl zum Kirchenvorstand aufzustellen. „Bisher haben wir nur drei Kandidaten: Anette Gude, Alfred Hammann und mich selbst – wir benötigen bis Februar jedoch mindestens fünf Kandidaten, sonst werden wir zwangsverwaltet“, erklärte die Vorsitzende des Kirchenvorstandes Bärbel Goerke. Erfreut zeigte sie sich hingegen über die Wahl der beiden Jugenddelegierten Meike Huppert und Simon Schaub.

Die Gemeinde Reichenberg habe derweil mit anderen Sorgen zu kämpfen, wobei die finanzielle Lage wohl das schwerwiegendste Problem darstelle, erklärte Ortsbürgermeister Goerke. „Es fehlt an allen Ecken und Enden“, klagte er. Die Ausgaben seien dabei jedoch nicht mehr zu verringern, da die Gemeinde sehr sparsam lebe. „Und so bleibt nur, auf der Einnahmeseite etwas zu tun. Mit der bei der letzten Gemeinderatssitzung besprochenen Steuererhöhung haben wir es uns nicht leicht gemacht, sie ist jedoch alternativlos.“

Weiterhin bereite der Friedhof Probleme, auf dem seit einiger Zeit ein unbekanntes Tier Gräber verwüste. „Aus diesem Grund haben wir nun einen Zaun um den Friedhof errichtet, so sehr er aus rein optischen Gründen auch stören will.“ Als letzten Punkt auf der Tagesordnung lud Goerke die Bürger zum Arbeitseinsatz für Samstag, 24. Januar, ein. Dabei sollen der Backesweg freigeschnitten und die beiden gemeinschaftlichen Grundstücke hergerichtet werden.

Arbeitseinsätze und Eigenleistung spielen in dem kleinen Dorf überhaupt eine wichtige Rolle, betonte Goerke. „Wir haben kaum Wirtschaftswald, keine Gewerbesteuer, die Infrastruktur ist schwierig – und wir überaltern. Uns bleibt also nichts, als vieles in Eigenleistung zu erbringen.“ Dabei lobte der Ortsbürgermeister besonders das Gemeinschaftsgefühl der Bürger. „Wenn es heißt ,anpacken‘, dann kommen sie alle und packen mit an, es herrscht ein sehr guter Zusammenhalt in Reichenberg“, sagte Goerke.

Dies zeige sich auch daran, dass etwa ein Drittel der Einwohner am Silvesterabend der Einladung ins Dorfgemeinschaftshaus gefolgt war, um das Jahr gemeinsam ausklingen zu lassen. „Und so wünsche ich uns allen ein gutes Jahr 2015, das uns vor Katastrophen verschont und viel Gutes bringt!“

Theresa Lambrich, Rhein-Lahn-Zeitung Bad Ems vom Samstag, 3. Januar 2015, Seite 18

Die Reichenberger Bürger pflegen einen sehr guten Zusammenhalt, so der Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. „Das zeigt sich auch daran, dass etwa ein Drittel der Bürger das letzte Jahr hier im Dorfgemeinschaftshaus gemeinsam ausklingen lässt.“ FotDie Reichenberger Bürger pflegen einen sehr guten Zusammenhalt, so der Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. „Das zeigt sich auch daran, dass etwa ein Drittel der Bürger das letzte Jahr hier im Dorfgemeinschaftshaus gemeinsam ausklingen lässt.“ Foto: Theresa Lambrich

Stimmungsvolle Andacht

Kirche war gut gefüllt

Da kam schon weihnachtliche Stimmung auf bei den Besuchern der Andacht zum Heiligen Abend in Reichenberg. Besonders erfreulich war, dass so viele Besucher von Nah und Fern gekommen waren. Im Mittelpunkt stand die Weihnachtsgeschichte, die durch passende Lieder umrahmt wurde. Diesmal kam die musikalische Begleitung von Christina Rattay-Wrede, Gitarre und Gesang, und Jonathan Höhn mit dem Cajón. So konnte man einen Moment innehalten und sich auf Weihnachten einstimmen. Zum Schluss sangen alle „Let it be“ und beendeten damit die weihnachtliche Andacht. Es gab anschließend noch heißen Apfelsaft, der die Besucher zu einem kurzen Verweilen in der Kirche einlud.

Jonathan Höhn und Christina Rattay-Wrede sorgen für die musikalische BegleitungJonathan Höhn und Christina Rattay-Wrede sorgen für die musikalische Begleitung
Annette Demers-Höhn liest die WeihnachtsgeschichteAnnette Demers-Höhn liest die Weihnachtsgeschichte

Gemeinde wird die Friedhofsgebühren neu kalkulieren

Grabräumung wird mit berücksichtigt
Auf der letzten Ratssitzung hat der Gemeinderat auch die Friedhofsgebühren leicht erhöht. Der Ortsbürgermeister berichtet über die Forderung des Rechnungs- und Gemeindeprüfungsamtes, für die Räumung der Grabstätten auf dem Friedhof einen eigenen Gebührentatbestand in die Friedhofsgebührensatzung aufzunehmen. Da damit das Problem der nicht eintreibbaren Kosten nicht gelöst wird, wird sich der Ortsbürgermeister gegen dieses Vorgehen wehren. Gerade die Weigerung von Angehörigen, die Kosten für die Grabräumung zu übernehmen bzw. die Schwierigkeit der Ermittlung von noch lebenden Angehörigen haben den Gemeinderat vor zwei Jahren dazu gebracht, diese Kosten in die Grabgebühren einzurechnen. Derzeit gibt es in der Friedhofsgebührensatzung nur vier Gebührentatbestände, die eigentlichen Grabgebühr in vielfacher Ausprägung, die Weitergabe der tatsächlichen Kosten für das Ausheben der Gräber, sofern es nicht nachbarschaftlich organisiert ist, die Gebühr für die Nutzung der Leichenhalle und die Gebühr für die dauerhafte Pflege der Rasengrabstelle. Allerdings fehlt zurzeit eine förmliche Kalkulation. Die Verbandsgemeindeverwaltung wurde gebeten, die Gemeinde bei der Kalkulation zu unterstützen und in einem ersten Schritt der Gemeinde die vorhandene Kalkulation zur Verfügung zu stellen.
Ein Thema der letzten Ratssitzung war auch das Projekt Breitbandausbau. Hier sind derzeit die Verbandsgemeinde und der Kreis aktiv. Trotz der zugesagten Fördermittel bleibt eine nicht unerheblich Finanzierungslücke. Es ist angedacht, diese anhand der KVZ (Kabelverzweiger) auf die Gemeinden zu verteilen. Nach einer vorläufigen Berechnung kämen damit für Reichenberg 30.000 € zusammen. „Dieses Geld haben wir nicht!“ betont der Ortsbürgermeister. Der Gemeinderat sah Kosten in dieser Höhe angesichts des tatsächlichen Bedarfs in Reichenberg ebenfalls sehr kritisch.
Der Ortsbürgermeister hat gegen die Feststellungsbescheide der Verbandsgemeindewerke Widerspruch eingelegt. Die Werke versuchen Gebühren für den Schulgarten und den Bolzplatz zu erheben. Da beide Grundstücke tatsächlich nicht bebaubar sind, einmal wegen der vorhandenen Quelle zum anderen wegen der Festlegung als Parkplatz für das DGH und den Schießstand, wehrt sich die Gemeinde dagegen. Der Gemeinderat nahm dies zustimmend zur Kenntnis.  

Arbeitseinsatz geplant

Backesweg soll freigeschnitten werden
Der Gemeinderat hat für die Freischneideaktion Backesweg den 24. Januar 2015 festgelegt. Reichenberg erfreut sich überall umfangreichen Bewuchs. Allerdings wird dadurch zum Teil auch der Zugang bzw. die Zufahrt erheblich erschwert. Nun soll an verschiedenen Stellen im Rahmen eines Arbeitseinsatzes wieder etwas Luft geschaffen werden. Treffpunkt ist am 24. Januar 2015 um 9 Uhr die Bushaltestelle in der Ortsmitte. Je nach Zahl der freiwilligen Helfer werden wir Teams bilden, die an unterschiedlichen Stellen wirken werden. Bitte entsprechendes Werkzeug und Gerät sowie ggf. Schutzkleidung mitbringen. Für einen Mittagsimbiss im DGH wird gesorgt und auch eine Runde Getränke zum Abschluss wird es geben. Die Gemeinde freut sich auf tatkräftige Unterstützung!