TYPO3 MULTISHOP

Presseartikel 2012

Hier finden Sie die Presseartikel aus 2012.


Die anderen Jahrgänge finden Sie hier:

2016  2015  2014  2013  2012   2011   2010  2009   2008  2007  2006  2005  2004  2003  2002  2001


Andacht und Empfang zum Jahreswechsel

Gemeinde und Kirchengemeinde laden ein
Reichenberg blickt auf ein Jahr zurück, das im Wesentlichen durch zwei Straßenbauprojekte geprägt war. Daneben wurden aber auch viele weitere Vorhaben umgesetzt. Manches ist auch liegen geblieben. Gemeinsam wollen wir am 31.12. daher den Blick vor allem nach vorne wagen und uns überlegen, was wir noch angehen können. Wir laden Sie um 16:30 Uhr ganz herzlich zu einer Andacht mit anschließendem Empfang in das Dorfgemeinschaftshaus ein. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Sekt, Orangensaft und andere Getränke werden ausreichend vorhanden sein; an Knabbereien und Gummibärchen für die Kinder wird es sicherlich auch nicht fehlen. Bärbel Goerke, als Vorsitzende des Kirchenvorstandes, und der Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke freuen sich auf einen regen Zuspruch der Reichenberger Bürger.
Bärbel Goerke, Vorsitzende des Kirchenvorstandes
Karl Heinz Goerke, Orstbürgermeister

Andacht zum Heiligen Abend

Herzliche Einladung
Auch in diesem Jahr bietet der Kirchenvorstand wieder eine Andacht am Heiligen Abend an. Wenn Sie also eine besinnliche Einstimmung in die kommenden Weihnachtstage suchen, dann kommen Sie am 24. Dezember um 18 Uhr in die Reichenberger Kirche. Gemeinsam wollen wir ein wenig innegehalten, die Weihnachtsgeschichte hören, einige Weihnachtslieder gemeinsam singen und der Orgel lauschen. Alle Reichenberger, ob jung oder alt, gleich welcher Konfession, sind dazu ganz herzlich eingeladen. Sollten Sie auf dem Weg zur Kirche Unterstützung benötigen, können Sie gerne den Fahrdienst des Kirchenvorstandes in Anspruch nehmen.

 

Bilder aus der Vergangenheit

Schlepperparade im HofSchlepperparade im HofFröhlicher Ausflug auf die HöheFröhlicher Ausflug auf die Höhe

Seniorenfeier war ein voller Erfolg
Am Samstag vor dem ersten Advent waren die Reichenberger Senioren ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Nahezu 50 Besucher konnten Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke und Pfarrer Manfred Löhde am frühen Nachmittag begrüßen. Die Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Bärbel Goerke, die krankheitsbedingt leider nicht anwesend sein konnte, hatte zusammen mit Ihrem Ehemann ein buntes Programm zusammengestellt. Der Frauenchor startete mit zwei beschwingt vorgetragenen Liedern. Dann gab es Bilder aus Reichenberg, die bis in die Zeit kurz nach dem 2. Weltkrieg zurückreichten. Als Zugereister konnte der Ortsbürgermeister die Begebenheiten und die abgebildeten Personen nicht immer identifizieren, aber dank der tatkräftigen Hilfe der Senioren waren bald viele Fragen ausgeräumt.
Nach zwei gemeinsamen Liedern hatte dann die Jugend ihren Auftritt und stellte gekonnt die Tücken der unterschiedlichen Herangehensweisen bei einem Vorstellungsgespräch dar. Der Beifall zeigte, dass ihr Sketch gut angekommen war.
Kaffee, Tee, selbstgebackene Torten und Kuchen, Muffins und belegte Brötchen fanden anschließend regen Zuspruch. Wer da hungrig blieb, war selbst dran schuld. Weitere zwei gemeinsame Lieder leiteten über zu einer Bildbetrachtung über Jesu Einzug in Jerusalem, mit der Pfarrer Löhde auf die Adventszeit in Form einer Andacht einstimmte. Ein obligatorischer Programmpunkt war dann die Ehrung der ältesten anwesenden Reichenberger. Zum wiederholten Male waren es diesmal Elfriede Schulze und August Lenz. Besonders erfreute war Ortsbürgermeister Goerke, dass in diesem Jahr Elisabeth Becker auch wieder dabei sein konnte. Frau Becker ist die Ehefrau von Pfarrer Becker, der von 1969 bis 1978 Reichenberg seelsorgerisch betreute. Nach der Verteilung der Kalender intonierte der Chor noch zwei weihnachtliche Lieder und beendete damit den besinnlichen Nachmittag.

Veranstaltungskalender 2013

Termine melden

Wie in jedem Jahr beginnt im November bereits die Sammlung der Veranstaltungstermine für das nächste Jahr. Natürlich ist noch nicht alles durchgeplant und in trockenen Tüchern, aber dennoch ist es wichtig, die bereits jetzt bekannten und geplanten Termine in einer Liste zusammenzuführen. Änderungen sind dann ja auch jederzeit noch möglich. „Ich möchte alle Gruppen, Gruppierungen und Institutionen bitten, mir ihre Termine zukommen zu lassen!“ appelliert Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke an die Betroffenen. Die Termine werden im Internet auf den Seiten der VG und der Gemeinde veröffentlicht. Im Wochenblatt der Verbandsgemeinde gibt es eine monatliche Aufstellung und beim Welterbezweckverband können auch ausgewählte Veranstaltungen platziert werden. Der Weg der Informationsübermittlung ist egal, email, Fax, als Zettel im Briefkasten oder persönlich, Hauptsache melden.

Volkstrauertag

VolkstrauertagHerzliche Einladung

Gottesdienst und Gedenkfeier

Am Volkstrauertag findet um 14:00 Uhr ein Gottesdienst in unserer Kirche statt. Im Anschluss wird am Ehrenmal in einer Gedenkfeier der Toten der Kriege und den Opfern der Gewaltherrschaft gedacht. Neben dem Frauenchor werden diesmal wieder die Konfirmanden mitwirken. Die Ortsbevölkerung, ob jung oder alt, ist dazu herzlich eingeladen.

Das Insekt

Ein Skultur von Jochen ErbachDas Insekt

Eine Skultur von Jochen Erbach

Seit einigen Tagen steht im Reichenberger Schulgarten eine leuchtend gelbe Skulptur: Das Insekt. Die Reaktion darauf war sehr unterschiedlich. Die einen fragten, wann endlich der Schrotthändler käme, um das Altmetall abzuholen, andere wiederum sahen in dem Blickfang gegenüber dem Dorfgemeinschaftshaus eine gelungene Bereicherung.
„Bei einem Gespräch über die Instandsetzung des Kirchengeländers fragte mich Jochen, ob ich einen Platz für seine Skulptur wüsste,“ erinnert sich Ortbürgermeister Karl Heinz Goerke. Nachdem er das Objekt in seinen Einzelteilen und noch ohne Anstrich in Augenschein genommen hatte, schlug er die Schulwiese als Aufstellungsort vor. Und so steht nun das überdimensionale Insekt frisch gestrichen im Schulgarten. Es ist ca. 20 Jahre alt und tourte zuletzt durch verschiedene Orte im Odenwald.

Eine Skultur von Jochen ErbachDetailansicht

Jochen Erbach möchte mit seiner Skulptur auf die Bedeutung der kleinen Lebewesen hinweisen, die mitten unter uns leben. Sie treten auf als Plagegeister, aber auch als wunderschöne Schmetterlinge und Libellen. Sie sind klein und unscheinbar, aber auch ekelig und furchteinflößend. Sie leben als Einzelgänger oder aber in großen Kolonien. Ohne sie wäre das Leben ärmer, sie sorgen für Honig und Obst aber auch für Sauberkeit und Hygiene.
Es ist geplant, das Insekt zunächst einmal bis in den nächsten Sommer auf der Schulwiese zu belassen, danach soll es im Bereich des Welterbe Oberes Mittelrheintal auf die Reise gehen.

Martinsfeuer in Reichenberg

MartinsfeuerMartinsfeuer

Treffpunkt Bolzplatz am DGH
Neue Wege geht die Gemeinde Reichenberg am 11. November. „Da der demografische Wandel in unserer Gemeinde immer weiter fortschreitet, verzichten wir in diesem Jahr auf den Martinszug!“ erklärt Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. Da sich das Martinsfeuer aber immer großer Beliebtheit bei Jung und Alt erfreut wird es auch in diesem Jahr ab 18 Uhr auf dem Bolzplatz hinter dem Dorfgemeinschaftshaus brennen. Dabei wird uns die Freiwillige Feuerwehr wieder unterstützen. Unter der Überdachung wird es heißen Apfelsaft und Glühwein geben. Für jedes Kind spendiert die Gemeinde einen Weckmann und für die Erwachsenen werden wieder die leckeren Winzerbrote, auf Wunsch mit reichlich frischen Zwiebeln, angeboten. Der Erlös der Veranstaltung geht wie in jedem Jahr nach Hyderabad. Dort wird die schulische Ausbildung zweier indischer Kinder finanziert. Zusätzliche Spenden sind daher jederzeit willkommen. Die Ortsbevölkerung und auswärtige Gäste sind zu dieser Veranstaltung ganz herzlich eingeladen.

Sammlung Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Kriegsgräberstätte Groß NädlitzKriegsgräberstätte Groß Nädlitz

Unterstützen Sie die Arbeit der Umbetter

Manchmal ist es erschreckend. Hört man heute die Berichte der Angehörigen von Kriegstoten und Zeitzeugen des Zweiten Weltkrieges, ist das unendliche Leid auf allen Seiten kaum zu fassen. Immer wieder stellt sich die Frage: Warum? Auch die Tatsache, dass – und auf welche Weise – bis heute nach den Toten aus dieser dunklen Epoche gesucht wird, ist vielen nicht klar. Zumindest darauf geben die Volksbundmitarbeiter schon im Vorfeld der Gedenkveranstaltung anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Kriegsgräberstätte Groß- Nädlitz (Nadolice Wielkie/Polen) erhellende Antworten.
Was als erstes auffällt, ist der scharfe Kontrast zwischen der gepflegten Kriegsgräberstätte und ihrer Vorgeschichte. Hier ist die unermüdliche Arbeit der Umbetter einer der Gründe. Und die ist im Gegensatz zum heutigen Idyll der Friedhofsanlage nicht immer ansehnlich. Es gibt historische Bilder mit völlig verwilderten Grablagen, verrostetem Kriegsmaterial und vor allem zahllose menschlichen Gebeinen. Diese liegen – wenn nicht wie zur Anfangszeit der Volksbundarbeit in Osteuropa offen verstreut oder in geplünderten Gräbern – häufig an Stellen, wo man sie nicht vermutet und die zudem einer Grabanlage nicht würdig sind. „Ohne die Hilfe von ortsansässigen Zeitzeugen, die uns die alten Grablagen zeigen, würden wir wohl ohnehin kaum noch Gräber finden“, gibt einer der Umbetter offen zu.

Das Exhumieren inzwischen überwucherter Wehrmachtsgrablagen sei dabei noch das Leichteste. Schwierig werde es, wenn über den Gräbern im Laufe der vergangenen Jahrzehnte Straßen oder Bauwerke errichtet worden sind. Aber auch hier versuchen sie im Auftrag des Volksbundes und der Angehörigen noch das Unmögliche zu erreichen. Haben sie Erfolg, ist der Ablauf immer der gleiche: Bei Genehmigung der Ausbettung, welche die polnische Partnerorganisation Pamiec (deutsch: Gedenken) erwirkt, wird nach Hinweisen des Volksbund-Gräbernachweises, der Deutschen Dienststelle in Berlin sowie der Zeitzeugen die vermutliche Stelle möglichst genau lokalisiert. Danach beginnen die Probegrabungen und schließlich die eigentliche Ausbettung. Dabei werden alle Gebeine sowie weitere Fundsachen sorgfältig geborgen und protokolliert. „Jeder Ring, jede Brille, jeder nach einem früheren Bruch wieder verheilte Knochen, jeder in das Kochgeschirr eingeritzte Name ist ein Hinweis, der vielleicht am Ende zur Identifizierung der Toten beiträgt. Alles kann uns helfen.“, erklärt der Umbetter.
Dies ist eine der wesentlichen Aufgaben des Volkbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Bereits 1954 beauftragte die Bundesregierung den Volksbund mit der Aufgabe, die deutschen Soldatengräber im Ausland zu suchen, zu sichern und zu pflegen. Dazu benötigt er auch unsere Unterstützung. Hermann-Willi Schmidt wird Anfang November wieder die Sammlung bei uns in Reichenberg durchführen. In den vergangenen Jahren konnten wir dabei immer ein überdurchschnittliches Ergebnis erzielen.
An dieser Stelle möchte ich Sie schon heute zum Gottesdienst mit anschließender Gedenkfeier am Volkstrauertag einladen. Denn was bleibt, ist nicht nur die individuelle Erinnerung – sondern auch die Aufforderung, die eindringliche Mahnung zum Frieden in den Mittelpunkt unserer Anstrengungen zu stellen.

Spenden sind auch heute noch erforderlich!Spenden sind auch heute noch erforderlich!

rheinreise 554

Lichtinszenierung der BurgLichtinszenierung der Burg

Gelungene Kulturveranstaltung in Reichenberg

Deutlich über einhundert Besucher konnten am vergangenen Samstag erstmals seit Jahren die Burg Reichenberg in einer Lichtinszenierung erleben. Gerhard Schaub gelang es, die Ruine in immer neuen Farben erstrahlen zu lassen. Dazu spielte Dekanatskontor Markus Ziegler beschwingte Lieder auf der Reichenberger Voigt-Orgel. Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke las einen Abschnitt aus Victor Hugos Rheinreise, die der Schriftsteller um 1830 unternahm. Eine kleine, aber feine Kulturveranstaltung der Ortsgemeinde in Zusammenarbeit mit vielen Partnern aus dem 185-Seelen-Dorf.
„Der Zuspruch und das Lob, das ich gehört habe, spornt uns an, in zwei Jahren wieder so etwas auf die Beine zu stellen!“ erklärte der sichtlich stolze Ortsbürgermeister.

Auf dem Berg gehts los

Baumaßnahmen starten am 16.10.

Nachdem die Kreisstraße nach Reitzenhain fast fertig gestellt ist, gibt es in Reichenberg bald wieder eine Baustelle. Die Straße „Auf dem Berg“ wird erschlossen. Eine Baustelleneinweisung hat bereits stattgefunden und dabei wurde als Starttermin der 16.10. festgelegt. Die Maßnahme soll innerhalb von zwei Wochen abgewickelt werden. Es ist damit zu rechnen, dass es an einzelnen Tagen Behinderungen geben wird. Eine Ausweichmöglichkeit wird aber immer über Patersberg gegeben sein. Allerdings wird in der zweiten Woche für voraussichtlich drei Tage die Strecke voll gesperrt. In dieser Zeit soll die Schwarzdecke aufgebracht werden. Die Anlieger werden gebeten, in diesen drei Tagen ihre Fahrzeuge anderweitig abzustellen. Hier bietet sich der Wirtschaftsweg Richtung Patersberg oder das Umfeld Friedhof an. Sollte der „Backesweg“ als Alternative genutzt werden, wird gebeten umsichtig und mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren. Die Baufirma hat zugesagt, über die Sperrungen jeweils rechtzeitig per Handzettel zu informieren.

Jahresrechnung geprüft und beschlossen

Nachtrag verabschiedet

Regelmäßig sind die Jahresabschlüsse der Gemeinde zu prüfen. Nun war es wieder soweit, die Zahlen von 2010 und 2012 wurden unter die Lupe genommen. Für 2010 ergab sich im Ergebnishaushalt ein Fehlbetrag von 10.530 €. Gründe waren unter anderem eine erforderliche Ehrensoldrückstellung, Wege- und Straßenbaumaßnahmen, der Wald und das DGH. Dafür sah es dann in 2011 deutlich besser aus. Die negativen Einflüsse aus 2010 waren abgearbeitet und diesmal konnte im Wald ein deutlicher Überschuss erzielt werden. Allerdings wird dies eine einmalige Angelegenheit bleiben, die Gemeinde kann froh sein, wenn sie zukünftig in dieser Position eine schwarze Null erzielen kann. So betrug das Ergebnis 2.208 €.
Für 2012 war ein Nachtrag zu beschließen, um die Finanzierung der Erschließung „Auf dem Berg“ zu sichern. Ergebnismäßig wirkt sich diese Maßnahme in 2012 noch nicht aus, sie wird jedoch die zukünftigen Haushalte mit Abschreibungen sowie Zins- und Tilgungsleistungen belasten. Allerdings ist die Liquidität über einen Investitionskredit in Höhe von voraussichtlich knapp 60.000 € zu sichern.
Erfreulich ist allerdings die „Hochzeitsprämie“ in Höhe von knapp 10.000 €, die als einmaliger, außerordentlicher Ertrag das Jahresergebnis für 2012 verbessern wird. Schade, dass es diese Finanzspritze nicht jährlich gibt.
Die finanzielle Situation der Gemeinde ist weiterhin angespannt und so wird es auch in der Zukunft darum gehen, sehr sparsam zu wirtschaften und alle Möglichkeiten der Einnahmebeschaffung auszunutzen. „Wir werden keinen finden, der uns regelmäßig unter die Arme greift!“ ist sich Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke sicher.

Anregungen werden aufgegriffen

Auch ein neuer Rasenmäher wird beschafft
Vielfältig waren die Themen auf der letzten Sitzung des Gemeinderates. Und erfreulich war die große Anzahl an Besuchern. Zu Beginn begrüßte der Ortsbürgermeister ganz besonders Bürgermeister Werner Groß, der nach seine Wahl nun zum ersten Mal an einer Ratssitzung in Reichenberg teilnahm. Aber auch eine große Zahl älterer Mitbürger war gekommen, um den schriftlich der Gemeinde vorliegenden Anregungen von Thomas Michel Nachdruck zu verleihen. Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke gliederte die in dem Schreiben vorgetragenen und mit Bildern belegten Sachverhalte in drei Gruppen.
Der erste Punkt betraf die in der Ortsdurchfahrt nicht durchgängig vorhandene Möglichkeit, den Bürgersteig mit einem Rollator zu benutzen. Hier schilderte der Ortsbürgermeister, dass die Gemeinde nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten hat, den Ausbau der Kreisstraße K90 zu beschleunigen. Immerhin gibt es die Aussage von Landrat Günter Kern, dass versucht werden solle, dieses Projekt in den Planungszeitraum 2014 bis 2019 aufzunehmen. Bürgermeister Groß, der selbst im Kreistag vertreten ist, bestätigte, dass in der Regel in einem solchen Zeitraum im Kreis nur zwei bis drei Ortsdurchfahrten erneuert werden. Der Ortsbürgermeister wird im diesem Jahr noch einmal im Kreishaus vorsprechen, um das Projekt voran zu bringen. Kurzfristig soll bei der nächsten Verkehrsschau über Geschwindigkeit reduzierende Maßnahmen gesprochen werden, um die Sicherheit der älteren Mitbürger zu erhöhen.
Der zweite Punkt betraf die fehlenden Geländer an den Treppen auf dem Friedhof. Hier machte der Ortsbürgermeister deutlich, dass verstehen kann, dass sich ältere Mitbürger beim Bewältigen der Treppen gerne irgendwo festhalten. Er hatte schon einmal proaktiv Maß genommen und recherchiert, dass die insgesamt notwendigen Handläufe in Edelstahl für ca. 700 € zu haben sein werden. Natürlich werden hier nur Bausätze gekauft, die dann in Eigenleistung montiert werden sollen. Geprüft werden sollte noch, ob die unteren beiden Stufen gegebenenfalls durch eine Rampe ersetzt werden können; zwischenzeitlich hat sich jedoch ergeben, dass dies nicht möglich ist. Die Geländer werden auch nur einseitig angebracht, damit zukünftig weiterhin mit vier Trägern Särge über die Treppen getragen werden können. Ein Angebot ist bereits angefordert.
Der dritte Punkt betraf alte Zäune in der Gemarkung, die aus Wildschutzgründen abzubauen sind. Hier ist allerdings der Eigentümer, und nicht die Gemeinde in der Pflicht. Daneben wurde auch immer wieder ein ehemaliger Pächter ins Spiel gebracht, der allerdings in diesem Fall auch nicht verpflichtet ist, den Zaun zu beseitigen. Der Ortsbürgermeister wird versuchen, die betreffende Eigentümerin davon zu überzeugen, dass es erforderlich ist, hier zu handeln.
Der Rasenmäher der Gemeinde ist kaputt. Anhand einer vom Ortsbürgermeister vorbereiteten Endscheidungsmatrix wurden zunächst die Kriterien festgelegt, die das neue Gerät zu erfüllen hat. Damit wurden dann die am Markt vorhandenen Geräte überprüft und die Entscheidung fiel zugunsten eines AS530 2T MK. Der Ortsbürgermeister hatte bereits die Preisvorstellungen der örtlichen Händler erfragt; zwischenzeitlich wurde ein Vorführgerät in Glauchau (Sachsen) bestellt, das inklusive Versand 1.950 € kostet. Das sind 300 € weniger als das günstigste Angebot hier vor Ort. Es bleibt zu hoffen, dass der neue Mäher auch wieder deutlich über 15 Jahre hält.

Eine Gemeinde stellt sich dem Wandel

Postkartenmotiv: Das Wahrzeichen der Gemeinde ist die Burg Reichenberg. Das alte Gemäuer aus dem 14. Jahrhundert ist in Privatbesitz. Etwas unterhalb gelegen ist die evangelische Kirche. Sie wurde später in die Ringmauer integriert.Postkartenmotiv: Das Wahrzeichen der Gemeinde ist die Burg Reichenberg. Das alte Gemäuer aus dem 14. Jahrhundert ist in Privatbesitz. Etwas unterhalb gelegen ist die evangelische Kirche. Sie wurde später in die Ringmauer integriert.

Sommertour Reichenberger helfen sich gegenseitig – 20 Einwohner sprechen mit den Redakteuren unserer Zeitung

Reichenberg. Ein toller Blick bietet sich von der Straße „Auf dem Berg“ aus: Die Burg aus dem 14. Jahrhundert und die später in die Schutzmauer integrierte evangelische Kirche leuchten in der Sonne. Wer hingegen auf der anderen Seite des Tals hinaufsteigt, kann einen Großteil der Bebauung sehen – und damit auch die Probleme, denen sich Reichenberg stellen muss.

Der Rundgang mit dem Bürgermeister war auch Auftakt der dritten Sommertour-Station. Rund 20 Reichenberger waren bei „RLZ vor Ort“ am Dorfgemeinschaftshaus dabei, um mit den Redakteuren unserer Zeitung zu sprechen. „Sie würden das Tal romantisch nennen“, sagte Karl Heinz Goerke, aber für die Menschen, die in dem Dorf wohnen, sei es nicht nur das. Die Straßen und die gesamte Gemarkung sind sehr verästelt. Vielfach muss man bergauf laufen, um sein Ziel zu erreichen.

In der Straße „Auf dem Berg“ steht die ganz alte Schule. Später fand der Unterricht im heutigen Dorfgemeinschaftshaus statt.In der Straße „Auf dem Berg“ steht die ganz alte Schule. Später fand der Unterricht im heutigen Dorfgemeinschaftshaus statt.Beerdigungen werden noch per Hand erledigt. Dazu wurde ein „Dienstplan“ aufgestellt. Jeder in einem bestimmten Alter ist mal dran, ein Grab auszuheben.Beerdigungen werden noch per Hand erledigt. Dazu wurde ein „Dienstplan“ aufgestellt. Jeder in einem bestimmten Alter ist mal dran, ein Grab auszuheben.Auf dem Weg zur evangelischen Kirche hält Bürgermeister Karl Heinz Goerke inne und wirft einen Blick auf seine Gemeinde. Knapp 190 Einwohner leben in dem Dorf.Auf dem Weg zur evangelischen Kirche hält Bürgermeister Karl Heinz Goerke inne und wirft einen Blick auf seine Gemeinde. Knapp 190 Einwohner leben in dem Dorf.

Die Lage macht Probleme

Gerade für Ältere ist das eine Hürde, außerdem gebe es nicht überall Gehwege. Knapp 190 Einwohner leben in der kleinen Gemeinde. Der Altersschnitt steigt kontinuierlich an. „Jedes Jahr um etwa ein Jahr“, erklärt Ortschef Goerke. Kürzlich wurde wieder ein Kind geboren, rund fünf Jahre lang war das nicht so. Der demografische Wandel hat den Ort im Griff. Mehr als 20 Prozent der Einwohner sind zwischen 70 und 79 Jahre alt. Leer stehende Häuser werden nicht verkauft, ebenso Bauplätze. Unterkriegen lassen sich die Reichenberger aber nicht. Sie machen, was sie leisten können, und das mit Freude an der Sache. Außerdem helfen sie sich gegenseitig. Sie hacken Holz für eine Nachbarin, nennt Annette Höhn ein Beispiel. Zum Dank bekomme sie schon mal Socken gestrickt. Dieses Füreinander eintreten erachtet auch der Ortschef als wichtig, zumal das in Zukunft noch wichtiger werde. Aber Goerke ist optimistisch: „Wenn es darauf ankommt, dann ziehen die Reichenberger an einem Strang.“

Vereine arbeiten zusammen

Das zeigt auch der Schützenverein Horrido 1912 mit seinen 90 Mitgliedern. Im Juni ging die große 100-Jahr-Feier über die Bühne. Daran teilgenommen haben auch zahlreiche Gäste aus der belgischen Stadt Meer, zu denen eine lange Freundschaft besteht. Eine Vorhut des Schützenvereins Koninklijke Ambrosiusgilde hatte Mitte der 70er-Jahre einen Partnerverein gesucht. 1976 reiste dann erstmals ein ganzer Tross ins Rheintal. Franz-Josef Voss, Horrido-Vorsitzender, erinnert sich, dass die Anzahl den Ort etwas überrumpelte. Aber alle kamen unter, die meisten in Privatquartieren, und so ist es bei den wechselseitigen Besuchen bis heute geblieben. Zum Jubiläum gab es übrigens den ersten belgischen Schützenkönig in der Geschichte des Reichenberger Vereins. Ansonsten pflegt der Schützenverein ein gutes Zusammenwirken mit der Feuerwehr und dem Frauenchor, den beiden anderen Vereinen. Denn, so steht es treffend auf der Internetseite der Gemeinde (www.reichen berg.welterbe-mittelrhein.de): „Die Hilfe fürs Dorf ist in Reichenberg eine Ehrensache.“

Das ist auch notwendig. Bei der Finanzlage sind keine großen Sprünge drin. Dennoch: „Unser Haushalt ist immer gerade so ausgeglichen“, betont Goerke, der sich über jedes Engagement freut. Der Kirchenvorstand hat jüngst die Treppen hinauf zur Kirche in Ordnung gebracht, und die Halle hinter dem Dorfgemeinschaftshaus erhielt als Außenwand eine große Plane, die bei Feiern gegen Wind und Wetter schützt. Es sind kleine Schritte, aber für das Dorf wichtige.

Rh.-Lahn-Ztg. Bad Ems vom Freitag, 24. August 2012, Seite 24

 

Bildgalerie

Reichenberg empfängt Redakteure

Bei wunderbarem Wetter wurden die RLZ-Redakteure auf ihrer Sommertour gestern von den Reichenbergern in ihrem Ort an der Loreley empfangen. Die Gastgeber – rechts Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke – berichteten den Zeitungsmachern viele interessantBei wunderbarem Wetter wurden die RLZ-Redakteure auf ihrer Sommertour gestern von den Reichenbergern in ihrem Ort an der Loreley empfangen. Die Gastgeber – rechts Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke – berichteten den Zeitungsmachern viele interessante Begebenheiten.

Sommertour RLZ-Team besucht Ort an der Loreley

Reichenberg. Die dritte Station der Sommerreise „RLZ vor Ort“ führte die Redakteure Markus Eschenauer, Tobias Lui und Carlo Rosenkranz gestern an die Loreley. Die rund 190 Einwohner starke Ortsgemeinde am Fuße der Burg Reichenberg präsentierte sich den Zeitungsmachern gestern von ihrer besten Seite. Auf dem Platz hinter dem Dorfgemeinschaftshaus bereiteten Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke und zahlreiche Bürger den Gästen einen herzlichen Empfang und berichteten aus ihrer Heimat und den Aktivitäten im Ort. Zuvor hatte Goerke den Redakteuren bei einem Rundgang durch die Gemeinde die Schönheiten und Besonderheiten gezeigt. Reichenberg wurde 1319 erstmals urkundlich erwähnt. Die RLZ wird in den kommenden Tagen berichten. crz
Rh.-Lahn-Ztg. Bad Ems vom Donnerstag, 23. August 2012, Seite 22

RLZ-Redakteure sind vor Ort

RLZ vor OrtRLZ vor Ort

Sommertour der Rhein-Lahn-Zeitung – Alle Einwohner sind eingeladen

Aktuell sind der Ausbau der K90 und die anschließende Erschließung "Auf dem Berg" das Thema in Reichenberg. Aber sicherlich gibt es noch viele andere interessante Punkte. Daher wird Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke die Redakteure der Rhein-Lahn-Zeitung auf ihrer diesjährigen Sommertour ganz herzlich willkommen heißen. Treffpunkt ist am Mittwoch, 22. August, um 17 Uhr hinter dem Dorfgemeinschaftshaus.
Bei „RLZ vor Ort“ wollen die Mitarbeiter der Zeitung mehr über die Menschen, den Ort und das Leben dort erfahren. Alle Bürger sind eingeladen anzusprechen, was ihnen am Herzen liegt oder sie schon immer einmal erzählen wollten. Ein bestimmtes Thema ist nicht festgelegt. Bei Regen wird die Veranstaltung übrigens unter die Überdachung verlegt.

Rheinreise

Hans-Rudi Voss bei der Übergabe der FördermittelHans-Rudi Voss bei der Übergabe der Fördermittel

Unterstützung durch die Naspa Stiftung "Initiative und Leistung"

Am 29. September wird in Reichenberg die Veranstaltung „Rheinreise“ stattfinden. Sie knüpft an die Rheinpartie in 2010 an, die ein großer Erfolg war.
Die Beleuchtung der Burg, Orgelmusik aus unserer Kirche und eine Textpassage von Victor Hugo können vom Berg aus genossen werden. Für Essen und Trinken werden die Gymnastikfrauen sorgen. Die Sitzgelegenheiten werden überdacht sein, sodass die Veranstaltung bei nahezu jedem Wetter stattfinden kann.
„Ganz besonders freut mich, dass wir aus der Naspa Stiftung „Initiative und Leistung“ einen namhaften Beitrag zur Deckung der Kosten erhalten haben!“ betont Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. Als regionale Sparkasse ist die Naspa nicht nur ein kompetenter Partner bei allen Bankprodukten, sie unterstützt auch seit vielen Jahren verschiedene Gruppen innerhalb ihres Geschäftsgebiets.
So konnte der 1. Beigeordnete Hans-Rudi Voss am 28. Juni 2012 in die Stadthalle Katzenelnbogen die Fördermittel in Empfang nehmen.

Plane übersteht ersten Einsatz

Montage erfolgte noch rechtzeitig
Gerade noch rechtzeitig vor der Himmelfahrtsveranstaltung des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr konnte die Plane an der Überdachung vor dem Feuerwehrgerätehaus angebracht werden.
Die von der Firma Zeltbau Fiebig hergestellte Plane war schon ein paar Tage in Reichenberg, allerdings musste erst noch das Material zur Befestigung besorgt werden. Zwei Holzpfosten rechts und links und drei Bohlen oben bilden die Basis. Sie wurden zunächst gestrichen, dann angepasst und angebracht. Sechs Edelstahlrohre dienen zum einen der Aufhängung oben wie auch der Beschwerung unten. Im Boden einbetoniert wurden Hydrantenschächte mit Befestigungshaken, um die Plane nach unten abzuspannen. Kleinere Anpassungen und Verbesserung sollen nach dem ersten Gebrauch noch folgen. „Ich bin froh, dass wir nun die Möglichkeit haben, bei ungünstigem Wetter schnell und unkompliziert einen zusätzlichen Schutz zu bieten!“ freut sich Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. Wichtig wird sein, die Plane pfleglich zu behandeln. Dazu sollen zwei Verantwortliche gefunden werden, die sich um die Plane kümmern. Gelagert werden soll sie im Feuerwehrgerätehaus.
Auf der letzten Ratssitzung betonte der Ortsbürgermeister, dass bei Feiern unter der Überdachung die Regelungen der Benutzungsordnung einzuhalten sind. Anlass war eine Veranstaltung, bei der unzumutbarer Lärm in den Nachtstunden verursacht wurde. Er wies noch einmal eindringlich auf die Nutzungssatzung hin und betont, dass er derartig laute Veranstaltungen zukünftig abbrechen bzw. verbieten werde. „Nur wenn wir uns gemeinsam an die Regeln halten, können wir diese Einrichtung mit den nunmehr verbesserten Möglichkeiten auch zukünftig nutzen.“
Der Abschluss zum Reitzenhainer Bach soll bis zu den Jubiläumsfeierlichkeiten des Schützenvereins ebenfalls noch ausgebaut werden.

Erschließung "Auf dem Berg"

Gemeinderat gibt grünes Licht

Mehrere Sitzungen und Besprechungen gingen der nun getroffenen Entscheidung voraus. Und man merkte es den Ratsmitgliedern an, dass sie sich die Sache nicht leicht gemacht haben. Nach eingehender Beratung wurde nun beschlossen, den Wirtschaftsweg „Auf dem Berg“ im Rahmen einer Erschließungsmaßnahme als Gemeindestraße herzustellen.
Zu Grunde lag dabei eine Planung des Ingenieurbüros Leyendecker, die eine sehr einfache, und damit kostengünstige Variante der Erschließung vorsieht. Über eine Preisanfrage wurden Angebote von heimischen und überregionalen Unternehmen angefordert. Dabei bestätigte sich, dass der ursprünglich vom Ortsbürgermeister genannte Kostenrahmen leider nicht zu halten war. „Ich bedaure sehr, im November letzten Jahres einen zu niedrigen Preis genannt zu haben!“ betonte Goerke, „aber die aktuellen Angebote liegen sehr dicht beieinander und entsprechen den Kostenschätzungen, die nach der Ausführungsplanung abgegeben wurden.“
Es wurde noch einmal ausführlich über den Wunsch eines Anliegers diskutiert, von der bisherigen Aufteilung der Erschließungskosten (10% Gemeinde, 90% Anlieger) abzuweichen. Der Ortbürgermeister betonte, dass der Grundsatz der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit aus den Haushaltsgrundsätzen der Gemeindeordnung dazu verpflichtet, den durch das Baugesetzbuch prinzipiell möglichen höheren Gemeindeanteil auf den Mindestanteil zu begrenzen. Ebenso greift das Subsidiaritätsprinzip, das die Verwendung von Steuern erst nach Ausschöpfung von Gebühren und Beiträgen erlaubt.
Daher beschloss der Gemeinderat mit vier Jastimmen bei einer Enthaltung

  • die Erschließungsmaßnahme „Auf dem Berg“ in der vom Ingenieurbüro Leyendecker geplanten Form durchzuführen,
  • der Firma Miehlener Pflaster- und Straßenbau zu einem Angebotspreis von 96.561,64 € den Auftrag zu erteilen,
  • den Anliegern auf Basis des Angebotspreises und der mit 10.950,00 € kalkulierten Ingenieurkosten eine Ablösevereinbarung mit einer Besserungsklausel für den Fall einer günstigeren Endabrechnung zu unterbreiten,
  • und gegen die Anlieger, die die o.a. Ablösevereinbarung nicht abschließen, einen Beitragsbescheid zu erlassen.

Daraus ergibt sich die Möglichkeit, dass diejenigen die damit nicht einverstanden sind, gegen den Beitragsbescheid Rechtsmittel eingelegt werden.
„Nun gilt es nach vorne zu blicken,“ betont der Ortsbürgermeister, „mit den Berg wird die letzte Gemeindestraße erschlossen!“ Dann sind alle Straßen, für die die Gemeinde zuständig ist, in einem ordentlichen Zustand. Die Ortsdurchfahrt, eine Kreisstraße, liegt in der Verantwortung des Rhein-Lahn-Kreises. Die hätte es zwar auch dringend nötig und es existiert sogar eine Planung, aber die Ausführung steht in den Sternen.

Am 07. Mai geht es los

K90 zwischen Reichenberg und Reitzenhain wird gesperrt.

Zu sehen sind die Markierungen auf der Straße. Gefühlt zum zwanzigsten Mal waren in den letzten Tagen Vermesser unterwegs. Nun soll es am Montag losgehen. Die Kreisstraße zwischen Reichenberg und Reitzenhain wird unter Vollsperrung saniert.
„Sicherlich bedeutet das für alle bisherigen Nutzer eine gewisse Einschränkung,“ erklärt dazu Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke, „wenn die Maßnahme im Herbst aber abgeschlossen ist, kommen wir dann alle in den Genuss einer deutlichen Verbesserung.
Schon seit Jahren trafen sich regelmäßig örtliche und überörtliche Politiker am Ortsausgang nach Reitzenhain, um den schlechten Zustand der Kreisstraße zu begutachten und baldige Abhilfe zu versprechen. Nun endlich wird es war. Leider wird nur die Strecke zwischen den beiden Orten saniert und nicht auch die Ortsdurchfahrt in Reichenberg. Da die Mittel knapp sind, wird im Kreis maximal eine Ortsdurchfahrt pro Jahr erneuert. Bei 134 Kommunen kann das eine Weile dauern. Begründet wird dies mit dem erheblich höheren Aufwand, der dabei zu betreiben ist. Allerdings gibt es für Reichenberg bereits eine Planung, sodass für den Fall der Fälle recht schnell begonnen werden kann. Bleibt zu hoffen, dass wir dies noch erleben werden.
„Jetzt gilt es erst einmal die Bauphase gut zu überstehen um dann ab Herbst unsere Reitzenhainer Nachbarn auf einer „neuen“ Straße zu erreichen!“ blickt Goerke in die Zukunft.

Neue Satzung beschlossen

Sitzung der Jagdgenossenschaft und des Jagdvorstandes am 24.02.2012

Die Jagdgenossenschaft des gemeinschaftlichen Jagdbezirks Reichenberg musste in Folge der Novellierung des Landesjagdgesetzes eine neue Satzung beschließen. Der von Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke vorgestellte Satzungsentwurf entsprach im Wesentlichen der Mustersatzung. Nur ein zusätzlicher Hinweis auf die Auswirkungen der Vereinbarung über die Übertragung der Verwaltung der Angelegenheiten der Jagdgenossenschaft auf die Gemeinde wurde aufgenommen. Die Satzung wurde einstimmig von der Versammlung verabschiedet.
Danach galt es eine Abschussvereinbarung mit den Jagdpächtern zu schließen. Auch hier wurde sehr schnell Einvernehmen erzielt, sodass am Ende der Sitzung alle erforderlichen Unterschriften geleistet werden konnten.
Zum Schluss erläuterte der Ortsbürgermeister in seiner Rechenschaftslegung die Verwendung des Überschusses aus der Jagdverpachtung für die Jahre 2010 und 2011. Für Unterhaltungsarbeiten, geringfügige Wirtschaftsgüter und Aus- und Fortbildung wurden in 2010 insgesamt 436 Euro ausgegeben. Daneben wurden der Ausbau des Weges zur Steegsmühle und der Neubau des Waldweges hinter der Burg mit Ausgaben und Zuschüssen abgewickelt. In 2011 gab es dann für den Weg zur Steegsmühle noch eine letzte Rate des Zuschusses vom Land. Dem standen in beiden Jahren die Einnahmen aus der Jagdpacht und in 2011 letztmalig die Erstattung für das Zaunmaterial gegenüber. Per 31.12.2011 hat die Gemeinde noch 6.895,72 Euro für die Jagdgenossenschaft vorgelegt.
Die anwesenden Jagdgenossen und der Jagdvorstand stellen zu den geplanten Maßnahmen für 2012 Einvernehmen her. Im Wesentlichen geht es um die Beschaffung von Material zur Ausbesserung der Feldwege.
Die Niederschriften über die gemeinsame Sitzung der Jagdgenossenschaft und des Jagdvorstandes vom 24.02.2012 und die neue Satzung der Jagdgenossenschaft liegen in der Zeit vom 05.03.2012 bis zum 02.04.2012 beim Jagdvorsteher Alfred Hammann, Siedlung Bornhöhe, 56357 Reichenberg aus und können dort eingesehen werden.

Haben wir bei der Fusion keine anderen Probleme?

Karl Heinz Goerke, Ortsbürgermeister in Reichenberg

Es ist schon interessant, wie sich die politisch Verantwortlichen in den jetzigen Verbandsgemeinden Braubach und Loreley über eine Nebensächlichkeit echauffieren können. Ein Wappen wird aus der entfernten Vergangenheit hergeleitet und hat im Tagesgeschäft eigentlich nur eine untergeordnete Bedeutung. Ein ausgewiesener Fachmann der Heraldik hat in Absprache mit dem Arbeitskreis Kommunalreform einen Vorschlag erarbeitet. Er wurde auch schon mal beim Landeshauptarchiv, das bei Wappen seine Zustimmung erteilen muss, vorgestellt. Endgültig entscheiden müssen aber immer noch die beiden alten Verbandsgemeinderäte oder aber der neue Verbandsgemeinderat. Die wesentliche Nutzung des Wappens beschränkt sich auf das Dienstsiegel, und das ist für die Bürger nun sicherlich nicht von besonderer Bedeutung.

Viel wichtiger ist für den Bürger aber die Gegenwart. Und wenn ein Schwerpunkt der neuen Verbandsgemeinde der Tourismus sein soll, wäre hier ein Logo zu entwickeln. Und da kommt es dann nicht auf die Heraldik, sondern auf ein modernes, identitätsstiftendes Design an. Hier sollten die Parteien einen Schwerpunkt setzen und etwas für die Zukunft schaffen, um die neue, fusionierte Verbandsgemeinde voranzubringen. In diesem Sinne gilt es, mit den Spiegelfechtereien und dem „Wahlkampf“ aufzuhören und endlich mit der wirklichen Erarbeitung von Zukunftsperspektiven für die neuen Gebietskörperschaft zu beginnen. Die Bürger entlang des Rheins und auf der Höhe hätten es verdient!

Rubrik 'Hier schreiben unserer Leser' in der Rhein-Lahn-Zeitung vom 23.02.2012 Seite 22

765.000 Euro für Ausbau K 90 bei Reichenberg

Infrastrukturminister Roger Lewentz hat dem Rhein-Lahn-Kreis für den Ausbau der K 90 zwischen Reichenberg und Reitzenhain einen Zuschuss in Höhe von 765.000 Euro zugesagt. „Der Ausbau ist erforderlich, weil der derzeitige Zustand nicht mehr den Anforderungen entspricht“, erläuterte Lewentz.

Die Fahrbahn der Kreisstraße wird auf einer Länge von rund 2,16 Kilometern und in einer einheitlichen Breite von fünf Metern frostsicher ausgebaut. Gleichzeitig werden die Entwässerungseinrichtungen erneuert.

Der Rhein-Lahn-Kreis profitiert bei der Maßnahme von einer höheren Förderung, da das Land Zuschläge zu den Grundfördersätzen in Höhe von jeweils zehn Prozent für den Ausbau von besonders sanierungsbedürftigen Straßen der freien Strecke und für die grundlegende Sanierung von Brücken und Stützmauern sowie deren Umbau im Zuge von förderfähigen Straßen eingeführt hat. Die Förderzuschläge von zehn Prozent gelten bis Ende 2013.


Jagdgenossenschaft wird tagen

Vorankündigung

Das neue Landesjagdgesetz ist seit nunmehr einem Jahr in Kraft. Daher ist es erforderlich, die Satzung der Jagdgenossenschaft des gemeinschaftlichen Jagdbezirks Reichenberg anzupassen. Daher ist für den 24.02.2012 um 19:30 Uhr eine Sitzung der Jagdgenossenschaft im Dorfgemeinschaftshaus geplant.
Weitere Themen werden die Vereinbarung mit der Gemeinde über die Verwaltung und die Abschussplanung für das Jagdjahr 2012/2013 sein. Alle betroffenen Grundeigentümer und Pächter werden gebeten, sich diesen Termin schon einmal vorzumerken.

Haushalt wird beanstandet

Lage ist wenig erfreulich
Der Doppelhaushalt 2012/2013 wird von der Kommunalaufsicht beanstandet, da der gesetzlich vorgeschriebene Haushaltsausgleich weder im Haushaltsjahr 2012 noch in 2013 im Ergebnishaushalt erreicht wird. „Wir nehmen das nicht auf die leichte Schulter!“ betont Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. So wird die Gemeinde auch in Zukunft weiter sparen und die Einnahmemöglichkeiten so weit wie möglich ausnutzen müssen.
Die Kreisverwaltung stellt fest, dass die ordentlichen Einzahlungen nicht ausreichen, um die ordentlichen Auszahlungen zu decken. So schmilzt die Rücklage der Vorjahre jährlich um gut 8000 Euro ab. Die Steuerkraft der Gemeinde beträgt 2012 389,55 Euro pro Einwohner, liegt damit nur bei 54,4% des Landesdurchschnitts von 716,66 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung aus Verbindlichkeiten für Investitionsmaßnahmen wird zum Ende des Haushaltsjahres 2012 bei 179,55 Euro liegen. Das sind 53,4% der landesdurchschnittlichen Pro-Kopf-Verschuldung von Gemeinden vergleichbarer Größe in Höhe von 336 Euro. Erfreulicherweise bestehen auch weiterhin keine Verbindlichkeiten zur Liquiditätssicherung (Kassenkredite).
Allerdings hat die Kreisverwaltung die Bemühungen der Gemeinde um den Haushaltsausgleich auch gelobt: „Wir haben positiv zur Kenntnis genommen, dass der Gemeinderat weiter auf die finanzielle Ausstattung der Gemeinde reagiert und die Steuersätze für die Grundsteuer A auf 315 %, für die Grundsteuer B auf 370 % und für die Gewerbesteuer auf 420 % angehoben hat. Auch die Anpassungen im Bereich der Hundesteuer haben wir in diesem Zusammenhang positiv zur Kenntnis genommen.“
„Wir werden diesen Weg konsequent weiter gehen!“ stellt der Ortsbürgermeister fest, „dies ist für mich persönlich alternativlos!“