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Presseartikel 2010

Hier finden Sie die Presseartikel aus 2010.
Sie wurden maschinell von unseren alten Internetseiten übertragen. Daher entsprechen sie nicht immer den Anforderungen, die wir an unseren derzeiten Internetauftritt stellen. Da sie ein Zeugnis der Aktivitäten in Reichenberg sind und eine manuelle Neuerfassung mit erheblichem Aufwand verbunden gewesen wäre, haben wir uns für diesen Weg entschieden.


Die anderen Jahrgänge des Archivs finden Sie hier:

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Andacht und Empfang zum Jahreswechsel (24.12.2010)

Gemeinde und Kirchengemeinde laden ein

Reichenberg blickt auf ein Jahr zurück, in dem wir versucht haben, die Gemeinde am Laufen zu halten. In Anbetracht der finanziellen Mittel ist dies schon eine große Aufgabe. Es ist uns, so kann man wohl sagen, einigermaßen gelungen. Gemeinsam wollen wir am 31.12. daher sowohl den Blick zurück als auch nach vorne wagen. Wir laden Sie um 16:30 Uhr ganz herzlich zu einer Andacht mit anschließendem Empfang in das Dorfgemeinschaftshaus ein. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Sekt, Orangensaft und andere Getränke werden ausreichend vorhanden sein; an Knabbereien und Gummibärchen für die Kinder wird es sicherlich auch nicht fehlen. Bärbel Goerke, als Vorsitzende des Kirchenvorstandes und der Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke freuen sich auf einen regen Zuspruch der Reichenberger Bürger.

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Weihnachtsgruß (17.12.2010)

Weihnachtszeit, Zeit um auf ein ereignisreiches Jahr zurückzublicken und gespannt die Zukunft zu erwarten. Vieles konnte dank des Engagements der Bürger und der Ratsmitglieder erreicht werden. Die finanzielle Situation ist angespannt und die Gemeinde ist wie immer sehr sorgfältig mit den Steuergeldern umgegangen. Die Kultur hatte ihren angestammten Platz im Jahresverlauf mit einem Wilhelm-Busch-Nachmittag und einer Krimilesung. Daneben sollen auch der Gospelgottesdienst zu Erntedank und die vielen Gelegenheiten, zu denen der Frauenchor gesungen hat, nicht unerwähnt bleiben. Die Burg Reichenberg ist seit Mitte des Jahres wieder in guten Händen und der neue Burgherr hat mit seiner Partnerin schon mehrfach an Veranstaltungen in der Gemeinde teilgenommen. Die Feuerwehr und der Schützenverein haben das Gemeindeleben, jeweils auf eigene Art und Weise unterstützt.
Im nächsten Jahr stehen wichtige Entscheidungen an, die vermutlich erhebliche Auswirkungen auf die Gemeinde haben werden. Leider sind unsere Einflussmöglichkeiten dabei eigentlich nicht gegeben. Wir sollten daher unseren Weg zusammen suchen und gemeinsam das Beste daraus machen.
Ich wünsche Ihnen, liebe Reichenberger, zusammen mit dem gesamten Gemeinderat, eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit. Und falls wir uns nicht beim Jahresabschluss am 31.12. sehen werden, wünschen wir Ihnen alles Gute für das kommende Jahr.
Karl Heinz Goerke, Ortsbürgermeister

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Andacht zum Heiligen Abend (17.12.2010)

Herzliche Einladung an alle Reichenberger

Am 24. Dezember 2010 um 18 Uhr findet in unserer Kirche eine Andacht für alle Einwohner der Gemeinde statt. Gemeinsam wollen wir ein wenig innehalten und uns auf den Heiligen Abend einstimmen. Der Kirchenvorstand wird eine kurze Andacht halten und zusammen wollen wir einige Weihnachtslieder singen. Alle Reichenberger, ob jung oder alt, sind dazu ganz herzlich eingeladen.

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Hoch zu Ross ritt Sankt Martin trotz Regen durch Reichenberg (19.11.2010)

Pferd und Reiter trotzten Regen und Kälte

Auch bei Regen und Kälte sollte der diesjährige St. Martinsumzug nicht "ins Wasser fallen"! Da waren Simon Schaub und Fanny Itzel sich einig.

Fanny Itzel als St. Martin

Fanny Itzel reitet als St. Martin NschoTschi

Die beiden Kinder hatten sich für den diesjährigen St. Martinsumzug etwas ganz besonderes vorgenommen; statt Gironimo sollte NschoTschi, das schwarz- weiße Pferd von der Pferdeinsel, zum ersten Mal den Zug anführen. Wie wird ein Pferd eigentlich ein St. Martinspferd? Simon und Fanny können diese Frage besonders gut beantworten, da sie einen Plan ausgearbeitet haben, um NschoTschi bestmöglich auf ihren großen Tag vorzubereiten. Ihnen war bewusst, dass man mit einem Pferd sehr viel üben muss, damit es St. Martin ruhig und ohne Angst zum Dorfgemeinschaftshaus trägt. So arbeiteten die beiden einen ausführlichen Trainingsplan für NschoTschi aus, in dem sie alle möglicherweise aufkommenden Schwierigkeiten bedachten und setzten diesen erfolgreich in die Tat um. Fanny und Simon zeigten NschoTschi den Weg durchs Ort, die Straße und den Verkehr. Beim Reiten wurde gesungen, Musik und Krach gemacht und NschoTschi wurde mit blinkenden Taschenlampen, Wunderkerzen und Laternen vertraut gemacht. Erst wurde mit dem Stallgefährten Gironimo bei Tageslicht gemeinsam geübt, da er sich bereits gut auskannte. Nachdem NschoTschi hierbei keine Angst mehr hatte, wurde mit ihr alleine in der Dunkelheit geübt.
Simon Schaub als St. Martin

Simon, schon ein alter Hase als St. Martin, diesmal auf NschoTschi

Übung macht den Meister! Da Fanny und Simon so viel mit NschoTschi geübt haben, war es ein besonders großes Erfolgserlebnis, stolz und mit einem ruhigen und unerschrockenen Pferd, den St. Martinsumzug durch Reichenberg zu ziehen!Hoch zu Ross führten sie als St. Martin verkleidet kleine und große Leute auf dem schnellsten Wege zum Dorfgemeinschaftshaus, da das Wetter doch sehr ungemütlich war. Dort ließ sich niemand mehr vom schlechten Wetter abschrecken und es fand ein gemütliches Beisammensein am großen Feuer bei Kinderpunsch, Glühwein, Weckmännern und Brezeln statt.


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Moderate Gebührenanhebung (19.11.2010)

Finanzielle Spielräume sollen erhalten bleiben

Dem immer wiederkehrenden Thema Gebühren und Steuern musste der Gemeinderat sich auf seiner letzten Sitzung stellen. Leider hat die Gemeinde keine Möglichkeit, Einnahmen auf anderem Wege zu erzielen.
Zunächst wurde festgelegt, dass die Gemeinde über die bereits seit langem diskutierte Erneuerung der Ortsdurchfahrt entlang der Kreisstraße und der Erschließung des Wirtschaftsweges "Auf dem Berg" zur Gemeindestraße hinaus auf lange Zeit keine Investitionen plant bzw. planen kann.
Die Friedhofsgebühren wurden nur geringfügig um 25 € angepasst, dies entspricht einer Erhöhung um 1 € pro Jahr der Ruhefrist. Wie bereits berichtet wurden die Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer deutlich angepasst. Durch Veränderung bei den Nivellierungssätzen und die möglicherweise ins Haus stehende Umlageerhöhung bei der Verbandsgemeinde und beim Kreis wird für die Gemeinde dabei allerdings per Saldo nichts übrig bleiben. Die Gebühren fürs Dorfgemeinschaftshaus wurden ebenfalls nur geringfügig angehoben. Hier musste u.a. die zweimalige Erhöhung des Gaspreises aufgefangen werden. Es gibt allerdings vermutlich noch in diesem Jahr eine Erweiterung der Möglichkeiten: Der Gemeinde wurde eine gebrauchte Profi-Spülmaschine geschenkt. Zurzeit wird der Anschluss (Strom und Wasser/Abwasser) installiert.
Wegen der begrenzten finanziellen Mittel kann die Gemeinde in 2010 nur die Diakoniestation, den Martinszug und die Seniorenfeiern finanziell unterstützen. Insgesamt werden dafür ca. 165 € bereitgestellt.
Der Ortsbürgermeister hat der Gemeinde für verschiedene Projekte insgesamt 442,52 € zur Verfügung gestellt. Der Rat beschloss, diese Spende anzunehmen.
(wird fortgesetzt)

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Volkstrauertag (12.11.2010)

Gottesdienst und Gedenkfeier

Am Volkstrauertag findet um 14:00 Uhr ein Gottesdienst in unserer Kirche statt. Im Anschluss wird am Ehrenmal in einer Gedenkfeier der Toten der Kriege und den Opfern der Gewaltherrschaft gedacht. Neben dem Frauenchor werden diesmal wieder die Konfirmanden mitwirken. Die Ortsbevölkerung, ob jung oder alt, ist dazu herzlich eingeladen.

Spendenaufruf Volksbund

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Frevel im Beinhaus (12.11.2010)

Spannende Lesung in Reichenberg

Die Schriftstellerin Petra Schier aus dem kleinen Eifeldorf Heckenbach im Kreis Ahrweiler setzte in diesem Jahr die Reihe der Lesungen in Reichenberg fort. In der Kleidung einer gutbürgerlichen, gesellschaftlich anerkannten Frau des Mittelalters las sie im Dorfgemeinschaftshaus, wo Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke sie einem kleinen, aber sehr interessierten Publikum vorstellte, aus ihrem Roman "Frevel im Beinhaus", dem 4. Teil ihrer Adelina-Buchreihe.

Demonstration der Herstellung von Pillen im Mittelalter

Rita Krämer-Zurru von der Loreley Apotheke demonstriert die Herstellung von Pillen
(Foto Norbert Schmiedel)

Adelina, eine Apothekerin im Köln des 14. Jahrhunderts, ist die Hauptfigur des Romans. In deren Welt entführte Frau Schier die Zuhörer. Adelinas Ehemann, der Medicus Neklas Burka, gerät in Verdacht, eine hochschwangere Frau getötet und ihr ungeborenes Kind aus ihrem Leib zu Versuchszwecken herausgeschnitten zu haben, nachdem aus einem Beinhaus Knochen gestohlen worden waren. Nun muss man wissen, wie die Autorin erklärte, dass zu dieser Zeit der Aberglaube im Alltag ständig präsent war, und dass Knochen, besonders Kinderknochen, fein zermahlen zur Herstellung von medizinischen Pillen wegen mutmaßlicher mystischer Wirklungen sehr gefragt waren. Adelina will die Unschuld ihres inhaftierten Mannes beweisen, bekommt aber erhebliche Zweifel, als in einem Geheimraum ihres Hauses, in der auch ihre Apotheke ist, menschliche Knochen gefunden werden. Damals stellte ein Apotheker, respektive natürlich eine Apothekerin Tees, Salben, Pillen und Tinkturen aus Kräutern selbst her. Bei der Lesung stellte Rita Krämer-Zurru von der Loreley-Apotheke in St. Goarshausen die Herstellung von Pillen aus Kräutern mit entsprechenden Gerätschaften, "die heute gar nicht mehr benutzt werden" vor und erklärte die Herkunft und Verwendung von Drogen als Bestandteil von Medikamenten. Die Kostproben, die sie mitbrachte allerdings erweisen sich leckere Salmiak- und Lakritzvarianten, "deren Zusammensetzung aber auch genau dosiert werden muss". Die beiden Mörser, die sie mitbrachte stellten dann wieder unwillkürlich die Assoziation zu zerriebenen Knochen her, womit der Kreis zum Roman "Frevel im Beinhaus" geschlossen war. Die gelesenen Passagen des Romans, der aber eigentlich ein handfester Krimi ist, waren absolut fesselnd, verlangten nach Aufklärung nicht nur des Schicksals des armen Opfers, sondern auch des Medicus und seiner Frau, die sich den obrigkeitlichen Ermittlungen stellen musste. Wer mitlesen möchte: Die Buchreihe ist erschienen im Rowohlt-Verlag. Weitere Informationen unter www.petra-schier.de.
Zum Schluss bedankte sich Goerke bei der Autorin mit einem Weinpräsent und dem Welterbeatlas und hob mit einem gewissen Stolz die "Reichenberger Kultur" hervor. Neben den regelmäßigen Lesungen, den musikalischen Veranstaltungen der ev. Kirchengemeinde und der Wilhelm Busch Rezitation beim Seniorennachmittag erwähnte er auch die Teilnahme an der Rheinpartie, die auch für 2011 wieder fest eingeplant ist.

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Unterer Burgweg für die Benutzung gesperrt! (12.11.2010)

Investition in die Zukunft muss erhalten werden

Der untere Weg von der Burg Reichenberg bis zum Radweg ist für alle Fahrzeuge bis zum 31.03.2011 gesperrt. Darauf weist der Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke hin. "Wir haben diesen Weg mit erheblichem Aufwand zur zukünftigen Holzabfuhr hergerichtet." Nun muss er über die kalte und feuchte Jahreszeit ungenutzt liegen, um seine Endfestigkeit zu erreichen. Regelmäßige Kontrollen und die aufmerksamen Reichenberger Bürger werden dafür Sorge tragen, dass dieses Verbot auch eingehalten wird.

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Umfangreiche Tagesordnung abgearbeitet (12.11.2010)

Rat war unter sich

Immerhin fünfzehn Punkte standen auf der Tagesordnung der letzten Ratssitzung. Daher dauerte sie auch bis 23 Uhr.
Zu Beginn wurde über die Jahresabschlüsse 2007 bis 2009 beraten. Der Ergebnisse sind positiv zu beurteilen, wie bereits im Loreleyecho berichtet. Die Gemeinde konnte die Rücklagen dotieren und auch die Liquidität konnte auf einem ausreichenden Stand gehalten werden. Die Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Beate Klamp, berichtete, dass bei der stichprobenartigen Überprüfung der Belege und Buchungen keine Ungereimtheiten festgestellt werden konnten. So wurde den Ortsbürgermeister, den Beigeordneten und der Verbandsgemeindeverwaltung einstimmig Entlastung erteilt.
Die beiden folgenden Tagesordnungspunkte betrafen den Wald. Der Weg hinter der Burg, der zukünftig für die Holzabfuhr genutzt werden soll, wird leider noch etwas teurer. Dieser Weg ist allerdings eine Investition für die Zukunft. Nur mit der Möglichkeit, Holz aus dem Reichenberger Wirtschaftswald abzufahren, kann die Gemeinde die Bewirtschaftung einigermaßen kostendeckend gestalten. Zwischenzeitlich wurde diese Maßnahme abgeschlossen und der betroffene Weg zunächst für die Benutzung gesperrt. "Es ist wichtig, dass sich alles über den Winter erst einmal setzen kann!", betonte der Ortsbürgermeister.
Sodann konnte über den Brennholzpreis und den Forstwirtschaftsplan beraten werden. Der Brennholzpreis wurde entsprechend der Marktlage leicht erhöht. Gleichzeitig wurde dem Förster allerdings ein Spielraum eingeräumt, um auf die Holzqualität bzw. die Erreichbarkeit zu reagieren. Da wegen des Windwurfs in diesem Jahr der geplante Einschlag nicht stattgefunden hat, wurde er nunmehr für 2011 vorgesehen.
(wird fortgesetzt)

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Verkehrsicherungspflicht auf dem Friedhof (05.11.2010)

Unfallverhütung erforderte sofortiges Handeln

Wie im Loreleyecho regelmäßig angekündigt, ist die Gemeinde verpflichtet die Standsicherheit der Grabdenkmäler zu überprüfen. Dabei stellte sich heraus, dass zwölf Grabsteine nicht standfest waren und teilweise auf den Gräbern abgelegt werden mussten.
"Die Anzahl hat mich doch sehr erschreckt," betont Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke, "aber die Unfallverhütung hat hier Vorrang!" Die Verkehrssicherheit muss gewährleistet werden. Sicherlich hat die Witterung dazu beigetragen, dass sich die Befestigungen in diesem Umfang gelöst haben.
Die Unterhaltspflichtigen sind nun aufgefordert, die Mängel in einer angemessenen Frist zu beheben.
Da es sich teilweise um ältere Grabstellen handelt, deren Ruhefrist bereits abgelaufen ist bzw. unmittelbar abläuft und der Gemeinderat beschlossen hat, die beiden unteren Grabfelder bis zum 31.05.2011 abräumen zu lassen, besteht die Möglichkeit, die Grabdenkmal vorübergehend bis zum Frühjahr auf dem Grab abzulegen.

Betroffen sind folgende Grabstellen:

  • Elisabeth Weber
  • Roland Schmitz
  • Emilie Strack
  • Anna Born
  • Klaus-Peter Kilsbach
  • Oswald Steeg
  • Doppelgrab Spriestersbach
  • Doppelgrab Plies
  • Elsa Kretschmar>
  • Alfred Tischerowski
  • Rosemarie Huppert
  • Lina Huppert

Für Rückfragen steht der Ortsbürgermeister zur Verfügung.

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Die Löcher sind zu! (05.11.2010)

Eine dreiviertel Tonne Kaltasphalt eingesetzt

Nun sind sie wieder zu, die Schlaglöcher auf dem Berg. Bei einem kurzfristigen Arbeitseinsatz unterstützt durch Günter Steeg, Wolfgang Hebel und Thorsten Dillenberger konnte an einem Vormittag die Straßenoberfläche wieder instand gesetzt werden. Tags zuvor hatte Thorsten Dillenberger das lose Material bereits entfernt und die Löcher gesäubert. Am Morgen holte Günter Steeg mit seinem Schlepper und der Rolle eine dreiviertel Tonne Kaltasphalt beim Landesbetrieb Mobilität in Bogel. Der erste Stop fand am Backesweg statt, wo bereits zwei Schubkarren Material verarbeitet wurden. Weiter ging es dann zum Berg an den Sender. Als das Schlagloch gefüllt und der Asphalt mit einer Rüttelplatte verdichtet war, stellte Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke fest: "Die ursprünglich geplante halbe Tonne hätte nicht gereicht!" So ging es weiter den Wirtschaftsweg zum Offenthal hinauf. Dort waren noch mehrer kleiner Schlaglöcher zu füllen. An einer Stelle wurde das Bankett noch mit Steinerde aufgefüllt und kurz vor Mittag war alles fertig. Auch hier zeigt sich, dass mit dem Engagement der Bürger und ein wenig Organisationsgeschick, viel für die Gemeinde erreicht werden kann. Und das bei Kosten von ca. 175 Euro für das Kaltmischgut.

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Einwohnerversammlung steht an (05.11.2010)

Thema Fusion und Thema Finanzen

Bereits heute möchte die Gemeinde auf einen Termin im Dezember hinweisen. Am 17. Dezember um 19:30 Uhr wird in Reichenberg im Dorfgemeinschaftshaus eine Einwohnerversammlung stattfinden. Themen an diesem Abend werden die geplante Fusion der beiden Verbandsgemeinden Braubach und Loreley sowie die aktuelle Finanzlage der Gemeinde sein. Zusammen mit Verbandsgemeindebürgermeister Dieter Clasen wird sich Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke den Fragen der Einwohner stellen. Da beide Themenkomplexe wesentlich die Zukunft unserer Gemeinde betreffen, sollten Sie sich diesen Termin unbedingt vormerken. Eine förmliche Einladung wird zeitnah im Loreleyecho veröffentlicht. Wir laden Sie ein, bei dieser wichtigen Weichenstellung mit dabei zu sein.

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Friedhofsabfälle illegal entsorgt (05.11.2010)

Müllbehälter am Wanderparkplatz quoll über

Ausgesprochen ungehalten reagierte Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke als er den überquellenden Müllbehälter am Reichenberger Wanderparkplatz etwas näher betrachtete. "Da hat doch glatt jemand seinen Friedhofsabfall entsorgt!" Tüten mit verwelkten Pflanzen und ein Karton, in dem offensichtlich die neue Bepflanzung transportiert wurde steckten in der Tonne.
Vor einigen Jahren wurden, wie in vielen anderen Gemeinden, die Mülltonnen auf dem Friedhof abgeschafft. Dies hat der Gemeinde erheblich Geld gespart. Damals war sich der Gemeinderat einig, dass man mit dem Behältnis, mit dem die neue Bepflanzung zum Friedhof transportiert wird, die welken Pflanzen auch wieder mit nach Hause genommen werden können. Jeder Haushalt hat eine Bio-Tonne bzw. eine Rest-Abfalltonne, und da sollte die ordnungsgemäße Entsorgung kein Problem sein.
Leider gibt es nur Vermutungen über den Übeltäter, und so bleibt der Gemeinde nur, den Abfall auf ihre Kosten zu entsorgen. "Ich hoffe, dass dies ein Einzelfall bleibt!" betont der Ortbürgermeister. "Wir werden weiterhin die Augen offen halten."

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Martinszug in Reichenberg (05.11.2010)

Martin reitet über den Berg

Bild dreier Kinder mit Laterne

Groß und Klein sind auch in diesem Jahr wieder ganz herzlich zum Martinszug eingeladen. Am 11. November ab 18 Uhr starten wir wie immer am Friedhof. Die Strecke geht diesmal über den Berg zum Dorfgemeinschaftshaus. Der St. Martin zu Pferd wird auch wieder dabei sein. Gemeinsam wollen wir, von der bewährten Kapelle begleitet, einige Lieder singen. Am Ziel wird es unter der Überdachung heißen Apfelsaft und Glühwein geben. Für jedes Kind spendiert die Gemeinde einen Weckmann und für die Erwachsenen werden wieder die leckeren Winzerbrote, auf Wunsch mit reichlich frischen Zwiebeln, angeboten. Der Erlös der Veranstaltung geht wie in jedem Jahr nach Hyderabad. Dort wird die schulische Ausbildung zweier indischer Kinder finanziert. Zusätzliche Spenden sind daher jederzeit willkommen.

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Verbandsgemeinde und Kreis greifen Reichenberg deutlich in die Kasse (29.10.2010)

Land hebt die Nivellierungssätze an

Mit deutlich weniger muss die Gemeinde ab 2011 auskommen. Die Nivellierungssätze bei den Grundsteuern wurden deutlich angepasst. Der Satz für die Grundsteuer A steigt von 269 auf 285, der für die Grundsteuer B von 317 auf 338. Unterhalb der Nivellierungssätze unterliegen die Steuern voll den Umlagen für Verbandsgemeinde und Kreis; oberhalb stehen Sie der Gemeinde uneingeschränkt zur Verfügung. Damit verliert die Gemeinde über 1.000 Euro.
Dies führte auf der letzten Ratssitzung zu erheblichen Diskussionen. Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke hatte in seinem Beschlussvorschlag eine Erhöhung von 30% gefordert, um auch gleich noch die drohenden Umlageerhöhungen bei VG und Kreis mit abzufangen. "Nur zum Verständnis für die Allgemeinheit, bis zum künftigen Nivellierungssatz geben wir 81,5% der von unseren Bürgern erhobenen Grundsteuer ab!" betonte er. "Nur den Teil darüber haben wir ganz für uns allein." Und es ist zu befürchten, dass es ab 2011 sogar 85,5% sein werden. "Diese Entwicklung haben wir nicht zu verantworten," betonten die Ratsmitglieder, "und dennoch müssen wir nun den Bürgern in die Tasche greifen!"
Der Rat folgte allerdings nicht dem Vorschlag des Ortsbürgermeisters, sondern erhöhten die Grundsteuer A nur von 295 auf 305 und die Grundsteuer B von 345 auf 360. Man wollte erst einmal die weitere Entwicklung abwarten.
Eins machte der Ortbürgermeister allerdings unmissverständlich klar, die benötigten Finanzmittel für die Ausgaben der Gemeinde können nur von den Bürgern kommen! "Wir leben mit unseren Sparbemühungen schon an der Schmerzgrenze!" erläuterte der Ortsbürgermeister, "ansonsten muss es noch weitere Einschnitte geben." Was das bedeuten könnte wollte sich der Rat an diesem Abend nicht ausmalen.

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Bildungsstätte Halbe - Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen (29.10.2010)

Sammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge

In der Nähe von Deutschlands größter Kriegsgräberstätte in Halbe südlich von Berlin wurde Anfang Juni der erste Schritt zur Einrichtung eines neuen Bildungszentrums getan. Mit dem Umbau des alten Schulhauses von Halbe wird eine feste Institution zur Vermittlung der Ereignisse in und um Halbe im Frühjahr 1945 geschaffen.
Im Gebiet der Ortschaft Halbe wurden gegen Ende des Zweiten Weltkrieges deutsche Truppen durch die Rote Armee eingeschlossen. Befehle aus dem Führerhauptquartier ließen einen Rückzug nicht zu. Etwa 40 000 deutsche Soldaten und Zivilpersonen verloren im Kessel von Halbe ihr Leben. Erst 1951, sechs Jahre nach der Kesselschlacht, wurde damit begonnen, die verstreut liegenden Gräber der Gefallenen auf einem Zentralfriedhof zu vereinigen. Diese Aktion ging auf das unermüdliche Wirken des Ortsgemeindepfarrers Ernst Teichmann (1906 - 1983) zurück. Unter tatkräftiger Hilfe der Bevölkerung und gegen den anfänglichen Widerstand örtlicher Behörden schloss er die Registrierung der bisher bekannten Gräber ab. Heute ruhen in Halbe neben rund 22 300 Opfern der Kesselschlacht etwa 6 000 Opfer des sowjetischen Internierungslagers Ketschendorf, ferner von der Wehrmachtsjustiz verurteilte und hingerichtete Soldaten sowie ausländische Internierte und Zwangsarbeiter.
Junge Menschen wissen nicht viel von Krieg und Gewaltherrschaft. Mit der Bildungsstätte werden sie einen Ort der Information, der Aufklärung und der Diskussion erhalten. Aus den Ereignissen der Vergangenheit für die Zukunft lernen - das ist das Motto!
Die Eröffnung der Bildungsstätte ist für September 2011 geplant. Rund 950 000 Euro betragen die Kosten für den Umbau des alten Schulhauses von Halbe. 432 000 Euro stammen von Kreis, Land und der Europäischen Union. 218 000 Euro werden von der Gemeinde Halbe aufgebracht. Der Volksbund übernimmt 300 000 Euro. Mit Ihrer Spende können auch Sie wirksam dabei helfen!
Übrigens: Noch heute werden jährlich rund 200 Kriegstote im Land Brandenburg geborgen. Nach den Kämpfen wurden sie oft nur notdürftig bestattet und ihre Umbettung zu DDR-Zeiten von der damaligen Regierung nicht unterstützt. Es kostet durchschnittlich zwischen 80 und 130 Euro, einen Kriegstoten zu suchen, zu identifizieren, umzubetten und die Angehörigen zu benachrichtigen.
Bitte unterstützen Sie diese Arbeit mit Ihrer Spende -jeder Beitrag ist ein wichtiger Baustein.

Bild einer Kreuzgruppe auf der Kriegsgräberstätte Halbe

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Veranstaltungskalender 2011 (29.10.2010)

Was geht ab in Reichenberg

Wie in jedem Jahr werden die Vereine und Vereinigungen in Reichenberg gebeten, dem Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke bis Ende November die Termine für 2011 bekannt zu geben. Zum einen werden sie im Veranstaltungskalender der Verbandsgemeinde, der auch im Internet unter www.loreley.info zu finden ist, bekannt gemacht, zum anderen sind sie natürlich wieder auf der Homepage der Gemeinde, www.reichenberg-rlp.de, zu finden. Sollten sich später noch Terminverschiebungen ergeben, so können diese Änderungen bei rechtzeitiger Meldung auch noch nachträglich in den monatlich erscheinenden Terminkalender aufgenommen werden.

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Herbsturlaub (08.10.2010)

Partenkirchen ist das Ziel

Traditionell verbringt die Familie Goerke ihren Herbsturlaub in Bayern. Daher ist der Ortsbürgermeister in der ersten Woche der Herbstferien in Partenkirchen. Für die Zeit vom 09.10. bis zum 16.10.2010 übernimmt Hans-Joachim Hopf, der 2. Ortsbeigeordnete, die Geschäfte. Er ist unter der Telefonnummer 7120 zu erreichen.

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Gospelgottesdienst zu Erntedank (01.10.2010)

Ortsbevölkerung ist herzlich eingeladen

Etwas Besonderes hat sich der Kirchenvorstand für den Erntedankgottesdienst einfallen lassen. Ein kleiner Gospel-Chor wird in diesem Jahr die musikalische Begleitung übernehmen. Natürlich darf auch bei dem ein oder anderen Lied mitgesungen werden. Traditionell gibt es im Anschluss an den Gottesdienst wieder belegte Brote und etwas zu trinken. Die gesamte Ortsbevölkerung ist dazu am 3. Oktober um 17 Uhr herzlich eingeladen.

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Fehlerteufel im Beinhaus (01.10.2010)

Falscher Wochentag

Leider hat der Fehlerteufel auf dem Plakat für die Lesung in Reichenberg zugeschlagen. Petra Schier wird am 6. November nach Reichenberg kommen, aber dies ist ein Samstag.
Die Vorbereitungen für die Veranstaltung laufen ansonsten planmäßig und die Karten können auch schon im Vorverkauf erworben werden.
"Die ersten drei Teile der Romanserie, in der die Apothekerstochter Adelina im Mittelpunkt steht, waren spannend und informativ zugleich" betont Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke, "ich bin gespannt auf die Fortsetzung!" Wie immer wird es im Anschluss an die Lesung die Möglichkeit geben, das Buch zu erwerben und es von der Autorin signieren zu lassen.

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Reichenberg ist auf einem guten Weg (01.10.2010)

Trotz ungünstiger Voraussetzungen Finanzen im Griff

Ausdrücklich gelobt wurden die Bemühungen der Gemeinde Reichenberg, den Haushalt auszugleichen. "Sie haben es trotz ungünstiger Voraussetzungen in den letzten drei Jahren geschafft im Ergebnishaushalt ein positives Ergebnis zu erzielen. Und im Finanzhaushalt liegen Sie bei den ordentlichen Ein- und Auszahlungen ebenfalls im Plus!" erläuterte der Kämmerer der Verbandsgemeinde, Heribert Dillenberger. "Gehen Sie diesen Weg so weiter!"
Über dieses Lob aus kompetentem Munde freute sich der Ortsbürgermeister bei der Sitzung des Rechnungsprüfungsausschusses. Die Jahresrechnungen der Jahre 2007 bis 2009 waren nunmehr erstmals in doppischer Form zu prüfen. So konnten die Mitglieder des Rechnungsprüfungsausschusses ganz konkret die Vorteile der Doppik erkennen. In der Ergebnisrechnung wird das "betriebswirtschaftliche" Ergebnis der Gemeinde dargestellt, und dies war durchgehend positiv. Jeweils gut 5.000 € wurden als Ergebnisvortrag in 2007 und 2008 erzielt. In 2009 waren es nur noch 1.500 €. Allerdings gab es in diesem Jahr ein außerordentliches Ergebnis in Höhe von über 13.500 € durch die Auflösung des Kapitalstocks für die Straßenbeleuchtung bei der SÜWAG.
Dieses positive Ergebnis wird begleitet durch die Abrechnung der Erschließung des Amtsfeldes in 2007, der Sanierung des Daches DGH in 2008 und der Sanierung des Wirtschaftsweges zur Steegsmühle in 2009. Für diese Investitionen musste die Gemeinde Kredite in Höhe von knapp über 35.000 € aufnehmen. Diesen Krediten stehen jedoch Werte gegenüber, die über einen langen Zeitraum abgeschrieben werden.
So hat die Gemeinde zurzeit noch über 10.000 € liquide Mittel in der Kasse der Verbandsgemeinde, um die laufenden Geschäfte abzudecken. Der Saldo der ordentlichen und außerordentlichen Ein- und Auszahlungen war deshalb auch stets positiv.
Sicherlich gibt es für die Zukunft auch Risiken. Bereits in 2009 war ein deutlicher Ergebnisrückgang zu verzeichnen. Bei den verfügbaren Mitteln war ein Minus von 6.500 € zu verzeichnen. Auch waren durch die Aufnahme der Kredite Zinsen zu zahlen. Positiv wirkte sich der Holzverkauf im Forst aus, bei gut 15 ha Wirtschaftswald leider nur ein Einmaleffekt.
Für die Zukunft schweben schon einige dunkle Wolken am Horizont. Durch die Anhebung der Nivellierungssätze bei der Grundsteuer A und B werden der Gemeinde ca. 2.000 € fehlen. Die werden in den Umlagen beim Kreis und bei der Verbandsgemeinde landen. Allerdings ist wegen der Landtagswahl in 2011 keine Erhöhung der Umlagesätze zu erwarten.
"Ich hoffe, wir können unseren Weg auch in der Zukunft weiter gehen," betont Ortsbürgermeister Goerke, "nur so können wir uns unsere Gestaltungsmöglichkeiten sichern!"
In der anschließenden Tabelle sind die Zahlen der Jahresrechnungen 2007 bis 2009 dargestellt. Sollten Sie dazu Fragen oder Anmerkungen haben, so steht Ihnen der Ortsbürgermeister zu einem Gespräch gerne zur Verfügung.

Jahresrechnung Reichenberg

Bezeichnung Ist 2009 Ist 2008 Ist 2007
Steuern 71.807 € 73.847 € 72.734 €
Schlüsselzuweisung 49.017 € 50.019 € 51.537 €
Summe Erträge 120.824 € 123.866 € 124.271 €
Gewerbesteueruml., FDEh -1.241 € -1.268 € -1.725 €
Kreisumlage -47.633 € -45.948 € -43.484 €
Verbandsgemeindeumlage -48.824 € -47.134 € -49.531 €
Verbleiben für Reichenberg 23.126 € 29.480 € 29.531 €
Konzessionsabgabe 5.708 € 5.890 € 5.940 €
Verfügbare Mittel 28.834 € 35.370 € 35.471 €
Bürgermeister + Verwaltung -9.085 € -9.630 € -8.189 €
Kindertagesstätte -5.594 € -5.894 € -7.138 €
Kinder- und Jugendarbeit -916 € -1.072 € -947 €
Straßen, Wege, Plätze -11.449 € -11.010 € -9.454 €
Friedhof und Leichenhalle -1.1910 € -1.331 € -966 €
Forst 3.504 € -1.083 € -737 €
DGH -1.656 € -1.006 € -2.9610 €
Zinsen -494 € 847 € 82 €
Ergebnis ohne a.o. Ertrag 1.953 € 5.191 € 5.161 €
a.o. Ertrag 13.788 €    
Ergebnis 15.741 € 5.191 € 5.161 €

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Was mit dieser Welt gemeint, scheint mir keine Frage (17.07.2010)

Seniorenkaffee mit Hermann Alves

Hermann Alves trägt vor

Etwas ganz beeindruckendes gab es beim Seniorenkaffee in Reichenberg. Dank der großzügigen Unterstützung durch die Volksbank Rhein-Lahn konnte die Gemeinde Hermann Alves aus Bad Ems einladen. Als Spezialist in Sachen Wilhelm Busch gelang es ihm in kürzester Zeit die Reichenberger Senioren in seinen Bann zu ziehen. Anhand von frei vorgetragenen Texten konnte er viele Hinweise des Dichters zu Alltagssituationen darstellen und darüber hinaus die Bedeutung in der heutigen Zeit erläutern. Es war schon beeindruckend, wie präzise und auf den Punkt kommend, Wilhelm Busch das Leben in Reimform beschreibt.
Als Gäste konnte Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke auch vier Bewohner des Edith-Stein-Hauses begrüßen. Die Kirchengemeinde und die Ortsgemeinde wollten mit der Einladung die Verbundenheit mit dieser für die Region wichtigen Einrichtung zum Ausdruck bringen.
Der Frauenchor umrahmte wie immer gekonnt die einzelnen Programmpunkte mit seinen Liedern und setzte nach einer kurzen Andacht durch Pfarrer Alves mit der deutschen Version von "Amazing Grace" den Schlusspunkt.


Hermann Alves trägt vor

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Haushalt 1970 (16.07.2010)

Vorbericht schließt mit einem Appell an die Bürger

Schriftzug vom Titelblatt des Haushaltes 1970

Der Vorbericht des Haushaltes von Reichenberg für das Jahr 1970 schließt mit einem Appell, der heute noch immer gültig ist. (Fortsetzung der Ausführungen in den beiden letzten Wochen).
Es werden die Ausführungen zum Amtsfeld noch einmal erläutert:
Der Gesamtbetrag umfasst also 153.000 DM; nämlich 1969 = 12.700,- DM und 1970 = 140.300 DM.
Vom ordentlichen Haushalt werden 13.000,- DM entnommen; nämlich 1969 = 4.700 DM und 1970 = 8.300,- DM.
An Darlehen sollen 50.000,- DM aufgenommen werden. Wie die Darlehen dann zeitlich aufzunehmen sind, hat der Gemeinderat je nach dem Fortgang der Massnahmen zu beschliessen.
Aus Rücklagen waren 1969 8.000, - DM zu entnehmen. Die Entnahme wird jedoch erst getätigt, wenn das Geld gebraucht wird.
An Landeszuschuss werden 24.000,- DM für die Wasserleitung erwartet.
Die Grundstücksbesitzer im Amtsfeld werden 58.000,- DM an Erschliessungsbeiträgen aufzubringen haben.
Der Finanzierung dieser Ausbaumassnahmen kommt die Neuregelung über die Beteiligung der Gemeinden an der Einkommensteuer entgegen, so dass vom ordentl. Haushalt 8.300,- DM dem ausserordentl. Haushalt zugeführt werden konnten für die Vorhaben im Baugebiet Amtsfeld.
Ausser den in diesem Vorbericht angesprochenen Vorhaben wird die Gemeinde Reichenberg demnächst noch weitere Aufgaben in Angriff nehmen müssen:
1) Wasserwerksneubau- und Erweiterung,
2) Ausbau der Kanalisation,
3) Regelung der Müllabfuhr,
4) Neufassung verschiedener Satzungen,
5) Ausbau von Wanderwegen,
6) Erweiterung der Grünanlagen,
7) Massnahmen zur Wirtschaftsförderung.
Es ist zu wünschen, dass die gesamte Bürgerschaft, vornehmlich die Mitglieder der Gemeindevertretung und der Ausschüsse, mit Rat und Tat zu Hilfe sind, um vieles verwirklichen zu können, was dem Fortschritt in de Gemeinde Reichenberg dient.

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Sturmschaden beseitigt (09.07.2010)

Schutzhütte wieder gut bedacht

Aus den drei umliegenden Gemeinden kamen die Helfer, die bei der Beseitigung des Sturmschadens geholfen haben. Das Dach der Schutzhütte am Hausecker Wald hatte bei den Frühjahrsstürmen Schaden genommen. Großflächig waren die Schindeln vom Wind heruntergerissen worden.
Die Schutzhütte liegt in der Gemarkung von Reichenberg, wurde in Regie des Heimatvereins Patersberg erstellt und vom SPD-Orstverband Patersberg-Reichenberg-Reitzenhain betreut. Leider war sie in der letzten Zeit auch mehrfach Ziel von Vandalismus.
Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke hat das Material besorgt und gemeinsam kam man zum Ergebnis, zunächst einmal die alten Schichten von Dachpappe und Schindeln komplett zu entfernen. Immerhin gut zwei Stunden benötigte das Team, um alles herunterzureißen, die alten Nägel zu entfernen und das Dach zu säubern. Dann gab's erst einmal eine Stärkung in Form von Fleischwurst und Brötchen, die Kurt Wicht besorgt hatte.
Mit frischem Schwung ging es weiter. Zunächst wurde eine Unterlage mit Dachpappe aufgebracht, auf der dann die Schindeln befestigt wurden. Wie immer war der Anfang am schwierigsten. Als aber die Richtung stimmte und die ersten Reihen lagen, kamen die Helfer kaum hinterher, die Pakete mit den Schindelbahnen anzureichen. Erst die eine, dann die andere Seite und zum Schluss der First wurden gedeckt. Zwischenzeitlich wurde die alte Dachpappe aufgeladen, damit sie in der kommenden Woche entsorgt werden kann.
Gegen 14 Uhr war es dann geschafft und die Mannschaft machte noch einmal eine letzte Pause, ließ sich die Reste der Fleischwurst und je nach Wunsch auch noch ein Bier schmecken. "Ich möchte allen Helfern ganz herzlich für ihren Einsatz danken!" betonte Ortsbürgermeister Goerke. "Jetzt haben wir hoffentlich wieder einige Jahre Ruhe."


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Ortsbürgermeister im Sommerurlaub (09.07.2010)

Vertretung übernimmt der 1. Ortsbeigeordnete

Radelnde Gurke

Bereits zum dritten Mal verbringt der Ortsbürgermeister den Sommerurlaub mit seiner Familie in Brandenburg. Diesmal ist der Spreewald mit der zweiten Etappe einer Radtour entlang des Gurkenradweges das Ziel. Zum Abschluss wird dann noch einmal der Ortsteil Reichenberg der Gemeinde Märkische Höhe besucht.
Für die Zeit vom 20.07. bis zum 12.08.2009 übernimmt Hans-Rudi Voss, der 1. Ortsbeigeordnete, die Geschäfte. Er ist unter der Telefonnummer 7466 zu erreichen


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Haushalt 1970 (09.07.2010)

Es sollte recht viel Geld ausgegeben werden

Schriftzug vom Titelblatt des Haushaltes 1970

Der Vorbericht des Haushaltes von Reichenberg für das Jahr 1970 erläutert die umfangreichen Ausgaben, die in diesem Jahr geplant waren. (Fortsetzung der Ausführungen in der letzten Woche).
Für das Jahr 1970
sind im ordentlichen Haushalt 64.900,- DM und im ausserordentlichen Haushalt 140.300,- DM vorgesehen. Folgende Vorhaben und Massnahmen sind in diesem Haushalt berücksichtigt:
1. Schulverbandsumlage
Vom Schulverband war der Gemeinde wegen ihrer geringen Mittel bewilligt worden, ihren Anteil für den Schulneubau statt auf 3 auf 5 Jahren zu verteilen. Mit der Umlage für den Schulbetrieb hat Reichenberg in 1970 = 6.120,- DM zu entrichten.
2. Dorfverschönerung
Für die Fortsetzung der Dorfverschönerung sind bei Hh.St. 36.79 1.000,- DM eingesetzt. Auch andere Ansätze berücksichtigen mit kleineren Beträgen das Fortführen dieser Aktion, (Hh.St. 46.61 = Kinderspielplatz, 65.96 = Strassen usw., 73.61 = Friedhof, 752.830 = Anlagen).
3. Weg zur Reichenberger Kirche
Der Weg zur historischen Kapelle nahe der Burg Reichenberg bedarf der Instandsetzung. Auf Antrag soll der Kirchengemeinde hierfür ein Betrag von 500,- DM zur Verfügung gestellt werden.
4. Schiess-Stand des Schützenvereins
Freiw. Feuerwehr und Schützenverein sind in Reichenberg Träger von Veranstaltungen und Geselligkeit; neuerdings beteiligt sich noch das Volksbildungswerk durch heimatkundliche Vorträge.
Der Schiess-Stand des Schützenvereins entspricht seit langem nicht mehr den Vorschriften, so dass der Verein einen Neubau durchführen muss, wenn seine einheimischen und auswärtigen Mitglieder weiterhin ihrer Aufgabenstellung gerecht werden wollen. Der Neubau wird ca. 18.000,- DM kosten. Die Gemeinde will, bei teilweiser späterer Rückerstattung, ein Zuschuss von 4.000,- DM gewähren, wenn die Gesamtfinanzierung durch weitere Zuschüsse sowie Eigenmittel und Eigenleistung des Vereins sicher ist.
5. Flächennutzungsplan
An der Aufstellung eines gemeinsamen Flächennutzungsplans wollen sich die Gemeinden Auel, Bornich, Lierschied, Patersberg, Reitzenhain, St. Goarshausen und Weisel beteiligen. Für die Beteiligung von Reichenberg (ca. 650,- DM) ist ein Betrag bei Hh.St. 61.79 eingeplant.
6. Strassen, Wege, Plätze
Es war möglich, auch im Rechnungjahr 1970 wieder einen Betrag, nämlich 6.200 DM, für das weitere Instandsetzen von Strassen, Wegen, Plätzen im Dorf vorzusehen. Da die Finanzlage grössere Massnahmen nicht zulässt, muss versucht werden, alljährlich kleine Instandsetzungen auszuführen.
7. Feldwege
Der Ausbau weiterer Feldwege wäre erforderlich. Da aber auch hier für eine geschlossene Massnahme die Mittel fehlen, muss es mit dringenden Ausbesserungen vorerst getan sein. Es sind bei Hh.St. 76.61 1.500,- DM eingesetzt.
8. Fremdenverkehrsförderung
Ein erster Schritt, um das für Erholungssuchende sich anbietende, landschaftlich schön und nahe dem Rheintal gelegene Dorf dem Fremdenverkehr zu erschliessen, soll durch die Bereitstellung von Privatzimmern getan werden. Ziel für die nahe Zukunft ist, dass im Neubaugebiet Amtsfeld ein Fremdenverkehrsbetrieb entsteht.
9. Ausbaumassnahmen im Baugebiet Amtsfeld
Aus der nachfolgenden Übersicht ergibt sich, wie Finanzierung der Erschliessung des Neubaugebiets vorgesehen ist:

Massnahme Ansätze 1970 Zus.
  Gesamt dav.v.
o.Haushalt
Darl. Ent.
Rückl.
La.Zu-
schuss
Ersätze mit
1969
Strassenausbau Amtsfeld 49.800 2.000 19.800 - - 28.500 51.000
Kanalisation Amtsfeld 42.500 6.300 13.200 - - 23.000 46.000
Ausbau Wasserversorgung 18.000 - 17.000 - 24.000 7.000 56.000
  140.300 8.300 50.000 - 24.000 58.000 153.000

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Haushalt 1970 (02.07.2010)

Schon vor 40 Jahren war das Geld knapp

Schriftzug vom Titelblatt des Haushaltes 1970

Im Vorbericht des Haushaltes von Reichenberg für 1970 gab es einige interessante Hinweise auf die Finanzen der Gemeinde und die aktuellen Vorhaben.
Vorbericht
Die Gemeinde Reichenberg verfügt nur über bescheidene Mittel zur Verwirklichung kommunaler Vorhaben, gerade deshalb gibt es eine Vielzahl von Aufgaben, soll das Dorf in manchen Bereichen nicht hinter dem allgemeinen Stand der gemeindlichen Entwicklung zurückbleiben. Reichenberg wird seit 1. Juni 1969 von der Bürgermeisterei St. Goarshausen mitverwaltet; im Nachtragshaushalt vom 23.9.1969 war ein Teil der anstehenden Aufgaben in den Anfängen schon berücksichtigt worden.
Aus dem Jahre 1969
ist folgendes zu berichten:
1. Volksschule
Die Reichenberger Schulkinder werden in der Mittelpunktschule St. Goarshausen unterrichtet. Als Umlage für den Schulbetrieb und als Anteil für den Neubau der Verbandsschule hat die Gemeinde in 1969 6.470,- DM entrichtet.
2. Dorfverschönerung
Die Beteiligung an der Aktion "Unser Dorf soll schöner werden" hatte durch Prämierung der Gemeinde einen schönen Erfolg, für den allen freiwilligen Helfern herzlich zu danken ist.
3. Strassen, Wege, Plätze
Dank einer Finanzzuweisung des Kreises in Höhe von 5.000 DM war die Gemeinde in der Lage, für 9.600,- DM Strasseninstandsetzungen durchführen zu lassen.
4. Ortsentwässerung
Für Instandsetzung der Ortskanalisation wurden 2.700,- DM aufgewandt.
5. Friedhof
Verbesserungen konnten auch in dem ansprechenden kleinen Friedhof ausgeführt werden.
6. Wald
Für 3-000,- DM wurden Holzverkäufe getätigt, denen Ausgaben in Höhe von 1.300 DM gegenüberstehen.
7. Baugebiet Amtsfeld
Für den Beginn der Erschliessungsmassnahmen im Neubaugebiet Amtsfeld waren im ausserordentlichen Haushalt 12.700,- DM bereitgestellt worden (4.700,- DM vom ordentl. Haushalt und 8.000,- DM aus Rücklage). Die Planungsaufträge für Strassenbau, Entwässerung und Wasserversorgung wurden vergeben.
Da in 1969 nur ein Teil der Mittel erforderlich war, wurde der Betrag aus der Rücklage noch nicht entnommen. Drum hatte die Gemeinde am 1.1.1970 an Rücklagen insgesamt 9.550,- DM. Die Kassen- und Haushaltsrechnung 1969 wird voraussichtlich mit einem Sollüberschuss von ca. 3-000,- DM abschliessen.
wird fortgesetzt...

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Zufahrt muss freibleiben (17.06.2010)

Probleme durch Unachtsamkeit

Es hat sich so eingebürgert, dass in Reichenberg vor der Buswartehalle geparkt wird. Jeder der bei der Führerscheinprüfung aufgepasst hat, sollte wissen, dass auf den Bürgersteig grundsätzlich nicht geparkt werden darf. Dies gilt auch vor der Buswartehalle. Allerdings gibt es noch ein zusätzliches Problem: Die Zufahrt über den Backesweg zum Anwesen Obertal 8 wird dabei auch noch zugestellt. "Ich bitte alle Reichenberger zukünftig darauf zu achten, dass die Zufahrt in jedem Fall frei bleibt!" appelliert Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. Gerade im letzten Jahr wurde die Beschilderung der Ortsstraßen im Hinblick auf Notfälle erheblich erweitert, jetzt gilt es, diese Verbesserung durch entsprechendes Handeln auch in ihrer Wirkung zu erhalten. Sicherlich sind die Parkmöglichkeiten innerorts begrenzt, es stehen aber immer Plätze auf dem Wanderparkplatz zur Verfügung.

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Rowdies unterwegs (18.06.2010)

Bänke im Bach, Blumen rausgerissen, Schaukasten abgehängt

Leider hat die Jugendveranstaltung des Schützenvereins Horrido einen faden Nachgeschmack. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden wieder einmal die beiden Bänke an der Bushaltestelle in den Reitzenhainer Bach geworfen und die Blumen aus dem Blumenkasten gerissen. Der Schaukasten der Gemeinde am Haus Voss wurde abgehängt und in einem gegenüber liegenden Hof abgestellt. "Es ist schade, dass der Gemeinschaft immer wieder Schäden zugefügt werden!" betont Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. Es ist für die Gemeinde schon schwierig genug, alles in Ordnung zu halten. Diese sinnlose Zerstörungswut belastet uns alle auch wenn sich immer wieder Bürger finden, die ihre Arbeitskraft zu Verfügung stellen, um den Schaden zu beheben. "Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr RichMountain RoCks wieder erleben dürfen, aber ohne die anschließende Randale!" wünscht sich der Ortsbürgermeister.

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Neuer Eigentümer für Burg Reichenberg

Unternehmer aus dem Ruhrgebiet erhält den Zuschlag, nachdem Gewinner der Versteigerung Zahlungstermin verpasst hat

Im Jahre 1319 begannen die Arbeiten an der Burg Reichenberg. Zwei mächtige Türme thronten einst auf dem Fels. Übrig ist heute eine Ruine. Die Burg wird aber architekturgeschichtlich als eine der interessantesten des Rheinlandes betrachtet.
REICHENBERG. Die Burg Reichenberg hat einen neuen Eigentümer. Ein Unternehmer aus dem Ruhrgebiet hat vom Amtsgericht St. Goar den Zuschlag für das 80 Grundstücke umfassende Gemäuer oberhalb von Reichenberg erhalten. Zwar hatte der Mann in der Versteigerung zunächst gegen den einstigen Eigentümer Hans Quintes den Kürzeren gezogen, doch konnte dieser die geforderte Sicherungsleistung in Höhe von 430 000 Euro im Anschluss nicht erbringen. Der neue Eigentümer zahlt für das Anwesen 561 000 Euro.


Ein Unternehmer aus dem Ruhrgebiet hat die Burg Reichenberg für 561 000 Euro ersteigert. Zu dem Anwesen gehören neben Burg und Wohnhaus 80 weitere Grundstücke.

Reichenbergs Bürgermeister Karl Heinz Goerke freut sich, dass die Zukunft der Burg nun gesichert ist. Er ist sicher, dass der neue Eigentümer, der sich zunächst im Hintergrund hält, für den Erhalt der Ruine sorgt. "Mehr als zwei Jahre hat Herr Klein versucht, die Burg zu kaufen. Ich bin sicher, dass er die Burg nach vorne bringen wird. Ich habe einen guten Eindruck." Vermarktungsinteressen habe der Maschinenbauingenieur laut Goerke keine. "Er ist von der Burg beseelt", sagt der Ortschef, der bereits lange Kontakt zum neuen Eigentümer hat.
Er will den Unternehmer jetzt erst einmal "ankommen lassen" in seinem neuen Heim, denn für Goerke ist klar: Es wartet eine Menge Arbeit auf den Mann. Das Wohnhaus ist nach Goerkes Aussage fast nur noch als Rohbau zu gebrauchen. Aus den Heizungsanlagen wurde in den vergangenen Jahren kein Wasser abgelassen, Frostschäden sind die Folge. In den vergangenen Tagen wurden erst einmal Löcher im Dach geflickt.
Die Burg steht seit 1988 unter Denkmalschutz, zuvor wurde viel Schindluder mit dem Anwesen getrieben, Fachwerkhäuser abgerissen und alte Brunnen als Müllkippe benutzt. Zwar hat Hans Quintes bis 2003 viel an der Burg bewirkt, doch als er in finanzielle Schwierigkeiten geriert, ließ er die Arbeiten einstellen. Der neue Eigentümer sei sich der Aufgabe bewusst, habe sogar familiäre Kontakte zum Landesdenkmalamt. Goerke: "Für mich ist es wichtig, dass es nach den Jahren des Stillstands auf der Burg weitergeht. Ich habe dem neuen Eigentümer deshalb jedwede ideelle Unterstützung der Gemeinde zugesagt."

Markus Wakulat Rh.-Lahn-Ztg. Bad Ems vom Samstag, 22. Mai 2010, Seite 22

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Bunte Mischung im Gemeinderat (14.05.2010)

Viele erfreuliche Neuigkeiten

Bis zum Tagesordnungspunkt 8, den Mitteilungen mussten sich der Gemeinderat und die Zuhörer gedulden, um Informationen zur Burg Reichenberg zu erhalten. "Ich bin froh, dass die Burg nun in guten Händen ist!" betonte Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke zu Beginn seiner Informationen. "Der neue Eigentümer sieht seine Hauptaufgabe in der Erhaltung der Burg als historisch bedeutendes Bauwerk."
Sicherlich wird es noch einige Zeit dauern, bis alles gesichtet ist und die ersten größeren Maßnahmen begonnen werden können. Die letzten Jahre, in denen sich niemand um die Burg so richtig gekümmert hat, haben große Schäden hinterlassen. Kurzfristig soll nun erst einmal das Dach des Wohnhauses abgedichtet, die Wasserversorgung wieder in Gang gebracht und die Frostschäden an Heizungs- und Wasserleitungsrohren beseitigt werden. "Ich bitte alle Reichenberger auf den neuen Burgbesitzer offen und ohne Vorbehalte zuzugehen und ihn zu unterstützen." fährt der Ortschef fort. "Auf der Burg geht es nun wieder weiter, und darüber freue ich mich sehr."
Auch die Landwirte, die Felder der Burg gepachtet haben konnte der Ortsbürgermeister beruhigen. "Der neue Besitzer möchte zunächst die Pachtverträge erst einmal unverändert weiterlaufen lassen!" Auch hier müssen erst einmal die Verhältnisse gesichtet werden.
Sehr erfreulich ist auch die Unterstützung der Volksbank Rhein-Lahn eG für den geplanten Wilhelm Busch Nachmittag mit Pfarrer Alves. Am 10. Juli wird er im Rahmen des sommerlichen Seniorenkaffees Texte des bekannten Autors vortragen. Die Senioren werden gebeten, sich diesen Termin schon einmal vorzumerken.
Ein weiterer kultureller Höhepunkt ist schon für den 6. November terminiert. Petra Schier wird aus ihrem neusten Mittelalterroman lesen, der sich mit der Apothekerstochter Adelina befasst. Unterstützt wird dieser Abend durch die Loreley-Apotheke in St. Goarshausen, die uns sicherlich so manche Salbe und verschiedene Arzneien zeigen kann, die auch schon vor 600 Jahren zum Wohle der Menschen angewandt wurden.

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Resolution verabschiedet (07.05.2010)

Finanzproblem wird immer größer

Der Gemeinderat in Reichenberg hat am 3. Mai die Resolution "Rettungsschirm für die Gemeinden, Städte, Verbandsgemeinden und Landkreise" beschlossen. "Obwohl wir immer sehr sparsam waren und unsere Bürger sich überdurchschnittlich ehrenamtlich engagiert haben sind wir finanziell am Ende." betont Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. Auf der Ausgabenseite gibt es inzwischen keinerlei Einsparpotential mehr und bei den Einnahmen existieren ebenso wenig Perspektiven. Die Gemeinde steuert in eine wirtschaftliche Katastrophe, ohne Chance, das Ruder herumreißen zu können!
Bedenkt man dann noch die finanzielle Lage der Verbandsgemeinde und des Kreises, die ja über die Umlage ebenfalls von der Gemeinde zu tragen ist, dann müsste Reichenberg eigentlich Insolvenz anmelden.
"Wir leisten uns mehr, als wir uns leisten können." stellt Goerke fest. Und in Folge dessen findet kommunale Selbstverwaltung und politische Gestaltung vor Ort nicht mehr statt. Die Motivation der Ratsmitglieder und der ehrenamtlichen Helfer sinkt immer mehr. "Wir brauchen dringend ein radikales Umdenken, damit wir unsere Zukunft und die Zukunft unserer Kinder überhaupt noch aktiv gestalten können." fasst er die Forderungen des Gemeinderates zusammen. Noch ist es nicht ganz zu spät.

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Gemeinde hat keinen finanziellen Spielraum

Reichenberger Rat beschließt Resolution

REICHENBERG. Der Gemeinderat in Reichenberg hat - wie bereits zahlreiche andere Gemeinden - die Resolution "Rettungsschirm für die Gemeinden, Städte, Verbandsgemeinden und Landkreise" des Gemeinde- und Städtebunds beschlossen. Die Gründe für die Entscheidung sind schnell gefunden: "Obwohl wir immer sehr sparsam waren und unsere Bürger sich überdurchschnittlich ehrenamtlich engagiert haben, sind wir finanziell am Ende", so die kurze, aber beunruhigende Feststellung des Ortsbürgermeisters Karl Heinz Goerke. Auf der Ausgabenseite gebe es inzwischen keine Möglichkeiten mehr, etwas einzusparen. Bei den Einnahmen sehen die Perspektiven nicht besser aus. "Die Gemeinde steuert in eine wirtschaftliche Katastrophe, ohne Chance, das Ruder herumreißen zu können." Im Hinblick auf die finanzielle Situation der Verbandsgemeinde und des Kreises, die beide über die Umlage ebenfalls von der Gemeinde finanziert sind, müsste Reichenberg eigentlich Insolvenz anmelden.
"Wir leisten uns mehr, als wir uns leisten können", stellt Goerke allgemein fest. Eine kommunale Selbstverwaltung und politische Gestaltung im Ort findet nicht mehr statt. Die Motivation der Ratsmitglieder und der ehrenamtlichen Helfer sinkt dadurch weiter. "Wir brauchen dringend ein radikales Umdenken, damit wir unsere Zukunft und die Zukunft unserer Kinder überhaupt noch aktiv gestalten können", fasst der Ortschef die Forderungen des Gemeinderates zusammen.

Rh.-Lahn-Ztg. Bad Ems vom Donnerstag, 6. Mai 2010, Seite 23

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Burg Reichenberg erneut unterm Hammer (16.04.2010)

Erhöhte Sicherheitsleistung gefordert

Burg Reichenberg Gesamtanlage

Einige Reichenberger haben es sich nicht nehmen lassen, nach St.Goar zu fahren um der erneuten Versteigerung der Burg beizuwohnen. Ob dieser Termin erfolgreich war, wird sich Ende April herausstellen.
Zehn Bürger aus Reichenberg waren im Sitzungssaal des Amtsgerichtes in St. Goar anwesend, als im nunmehr vierten Termin ein neuer Eigentümer für die Burg des Ortes gesucht wurde. "Bereits seit Juni 2005 gibt es eine Hängepartie um unsere Burg!" erläuterte Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. Damals gab es kein gültiges Gebot. Im Februar 2006 wurde das historische Gemäuer dann für 400 Tsd.Euro versteigert. Doch bereits im Juli stand fest, dass der neue Eigentümer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen war. Der nächste Termin im November 2007 platzte wegen Problemen mit der Ladung des Betroffenen. Der Ersteigerer von 2006 hatte eine Adresse in Italien angegeben.
Bevor die Interessenten bieten konnten, wurden vom Rechtspfleger Herrn Lichtentähler zunächst einmal die Formalien abgearbeitet. Insgesamt 79 Grundstücke mit einem Gesamtwert von 324.270 Euro wurden einschließlich der darauf ruhenden Belastungen einzeln genannt. Die Gerichtskosten und die öffentlichen Belastungen wurden mit 24 Tsd.Euro beziffert und vom Vertreter der betreibenden Bank wurde die Gesamtversteigerung beantragt. Dann endlich war es soweit, um 10:24 Uhr wurde zur Abgabe von Geboten aufgerufen.
Das erste Gebot mit 227 Tsd.Euro kam von Hans Quintes, einem früheren Eigentümer der Burg. Es lag damit über der Grenze von 7/10 und so war eine erste Hürde genommen. Allerdings stellte postwendend der Bankenvertreter den Antrag auf eine erhöhte Sicherheitsleistung. Dies war die logische Konsequenz aus dem bisherigen Verfahren. Da die Bank knapp 420 Tsd.Euro zu bekommen hat, wurde vom Rechtspfleger die Sicherheitsleistung auf 430 Tsd.Euro festgelegt.
In den nächsten 25 Minuten entwickelte sich ein munteres Wettbieten zwischen Herrn Quintes, der sich dabei von einem Anwalt vertreten ließ und einem weiteren Bieter aus dem Ruhrgebiet. Herr Quintes erhielt dann für 570 Tsd.Euro den Zuschlag. Insgesamt wurden 21 Gebote abgegeben. Nun hat der Gewinner bis zum 27.04. Zeit, die Sicherheitsleistung zu erbringen. Der Verkündungstermin über den Zuschlag wurde auf 14 Uhr an diesem Tage festgelegt. Sollte er das Geld nicht aufbringen, wäre der Unterlegene am Zuge und könnte dann doch noch Eigentümer der Burg werden.
"Es wäre schön, wenn es auf der Burg endlich wieder weitergehen würde!" betont der Ortsbürgermeister. Und Kurt Frein vom Landesdenkmalamt in Mainz, der ebenfalls anwesend war, ergänzt: "Die Burg Reichenberg hätte es verdient."

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Burg unterm Hammer

Reichenberg: 570 000 Euro für Gemäuer geboten

REICHENBERG. Für die Burg Reichenberg ist am Montag zum vierten Mal vor dem Amtsgericht St. Goar ein neuer Burgherr gesucht worden. Den Zuschlag erhielt für 570 000 Euro ein früherer Eigentümer des herrlich gelegenen Anwesens, zu dem insgesamt knapp 80 Grundstücke gehören.
Doch bevor das letzte Angebot abgegeben wurde, entwickelte sich ein munteres Wettbieten zwischen diesem Interessenten aus Süddeutschland und einem aus dem Ruhrgebiet. Ob allerdings der Höchstbietende letztlich den Zuschlag erhält, wird sich erst am Dienstag, 27. April, zeigen. Denn bis zu diesem Zeitpunkt muss die Sicherheitsleistung erbracht werden. Verkündigungstermin ist um 14 Uhr vor dem St. Goarer Amtsgericht. Für den Fall, dass der Meistbietende dieses Geld nicht aufbringen sollte, wäre der Unterlegene am Zug, der dann Eigentümer der Burg werden könnte.
Im Februar 2006 wurde das historische Gemäuer für 400 000 Euro versteigert. Wenige Monate später stand fest, dass der neue Eigentümer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen konnte.
"Es wäre schön, wenn es auf der Burg endlich weitergehen würde", so Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. Und Kurt Frein vom Landesdenkmalamt in Mainz, der ebenfalls bei dem Versteigerungstermin anwesend war, ergänzte: "Die Burg Reichenberg hätte es verdient."

Rhein-Lahn-Zeitung - Bad Ems, Lahnstein vom Dienstag, 13. April 2010, Seite 15.

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Welterbeortsschilder dokumentieren Zugehörigkeit (02.04.2010)

Reichenberg setzt Corporate Design um

Bildkomposition von Fotos der vier Welterbeortsschilder

Insgesamt 4 neue Schilder weisen seit kurzem darauf hin, dass Reichenberg zum Welterbe Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal gehört. Die in Welterbegrün gehaltenen Schilder stehen an der B274 und der K90 im Bereich der Ortsdurchfahrt. "Ich bin sicher, das Welterbe bringt uns langfristig Vorteile!" erklärt dazu Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. Auch wenn Reichenberg nicht in dem Maße profitiert, wie die vom Tourismus geprägten Städte und Gemeinden direkt am Rhein, so gilt es die Gemeinschaft der Kommunen im Welterbegebiet zu stärken und weiterzuentwickeln. Ganz konkret hat die Gemeinde in der Vergangenheit allerdings auch schon profitiert, da durch die Zugehörigkeit zum Welterbe der Zuschuss zum Wirtschaftswegebau um 5.500 Euro aufgestockt wurde.
So freut sich der Ortsbürgermeister, dass im Rahmen eines Arbeitseinsatzes die Schilder bereits eine Woche vor Ostern aufgestellt werden konnten. Dank der tatkräftigen und kurzfristigen Hilfe von Wolfgang Hebel und Reinhard Wüst stehen die grünen Tafeln an den mit dem Landesbetrieb Mobilität abgestimmten Standorten. Sie zeigen auf der Vorderseite mit der Zahl 554 den Rheinkilometer, der vom Mittelpunkt der Gemarkung auf kürzestem Wege zu erreichen ist. Rechts erkennt man den stilisierten Rheinverlauf und natürlich darf auch der Name der Gemeinde nicht fehlen. Auf der Rückseite ist das Logo des Zweckverbandes abgebildet.
Besonders erfreulich ist, dass die Schilder vom Zweckverband finanziert wurden. Die Gemeinde musste nur noch für das Aufstellen sorgen.

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Rudi Voss geht in den Ruhestand

Winfried Gemmer ist Nachfolger als Polizeibezirksbeamter in Nastätten

Gemeinsam verabschiedeten Dienststellenleiter Edgar Friesenhahn (links) und Raimund Friesenhahn (rechts), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nastätten, nun Rudi Voss.
Gemeinsam verabschiedeten Dienststellenleiter Edgar Friesenhahn (links) und Raimund Friesenhahn (rechts), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nastätten, nun Rudi Voss.

NASTÄTTEN/ST. GOARSHAUSEN. Er war eine wichtige Bezugsperson für die Bürger, doch sie werden ihn nun nicht mehr in Uniform erleben: Polizeihauptkommissar Rudi Voss von der Polizeiinspektion St. Goarshausen ist bei der Verbandsgemeindeverwaltung als Bezirksdienstbeamter verabschiedet worden. Zum Monatsende geht er in den Ruhestand.
Voss begann Anfang 1969 bei der Bereitschaftspolizei in Wittlich-Wengerohr seine Ausbildung zum Polizeibeamten. Nach weiteren Stationen in Schifferstadt und Koblenz wurde er im Januar 1971 zum damaligen Polizeiamt in Lahnstein versetzt. Am 1. Juli 1977 wechselte er zur damaligen Schutzpolizeiinspektion nach St. Goarshausen, wo er als Schichtdienstbeamter im Einsatz war. 2003 übernahm er die Stelle des Bezirksdienstbeamten bei der Verbandsgemeinde Nastätten. In dieser Position war Voss für insgesamt 32 Ortsgemeinden zuständig.
Der allseits beliebte Beamte ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen. In seiner Heimatgemeinde Reichenberg amtierte er 17 Jahre lang als ehrenamtlicher Ortsbürgermeister und bekleidet heute den Posten des Ersten Beigeordneten. Der Pferdeliebhaber ist seit 1964 Mitglied im Schützenverein Reichenberg.
Gleichzeitig mit der Verabschiedung von Voss wurde Polizeioberkommissar Winfried Gemmer als neuer Bezirksdienstbeamter in sein Amt eingeführt. Der neue Mann verfügt über hervorragende Ortskenntnisse in der Verbandsgemeinde Nastätten. Kein Wunder: Gemmer lebt nämlich in Marienfels.

Rhein-Lahn-Zeitung - Bad Ems, Lahnstein vom Donnerstag, 25. Februar 2010, Seite 22.

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Haushalt 2010/2011 wird von der Kommunalaufsicht beanstandet (12.02.2010)

Haushaltsausgleich kann nicht erreicht werden

Die Kommunalaufsicht beanstandet den vorgelegten Haushalt wegen Verstoß gegen die Gemeindehaushaltsverordnung, da der gesetzlich vorgeschriebene Haushaltsausgleich des Ergebnishaushaltes weder im Haushaltsjahr 2010 noch in 2011 erreicht werden kann. Da das Schreiben aus Bad Ems die finanziellen Probleme der Gemeinde sehr treffend darstellen, hier die wesentlichen Teile im Original:
Aktuelle Haushaltssituation
Der Ergebnishaushalt 2010 und 2011 kann nicht ausgeglichen werden. Auch ist nach der Planung 2012 bis 2013 ein Ausgleich der Ergebnishaushalte nicht möglich. Es werden Jahresfehlbeträge von 3.900 €, 4.250 €, 3.750 € und 3.750 € ausgewiesen.
Der Stand des Eigenkapitals beläuft sich zum 31.12.2008 auf 478.727,66 €. Nach der derzeitigen Planung wird das Eigenkapital bis Ende 2011 voraussichtlich um 9.500,00 € abschmelzen. Wir weisen darauf hin, dass der Eigenkapitalausstattung in der kommunalen Doppik eine besondere Bedeutung zukommt und deshalb der Entwicklung des Eigenkapitals entsprechende Aufmerksamkeit zu widmen ist. Ein Werteverzehr zu Lasten nachfolgender Generationen sollte vermieden werden.
Nach den Vorgaben des Finanzhaushaltes 2010 reichen die ordentlichen Einzahlungen aus, um die ordentlichen Auszahlungen einschließlich der Aufwendungen zur planmäßigen Tilgung von Investitionskrediten zu decken.
Die "Freie Finanzspitze" des Haushaltsjahres 2010 beträgt 4.000 € und für 2011 3.850 €. Für den übrigen Finanzplanungszeitraum werden folgende "Freie Finanzspitzen" ausgewiesen: 2012 = 3.850 € und 2013 = 3.750 €.
Die Steuerkraft der Ortsgemeinde Reichenberg 2010 beträgt 363,39 € pro Einwohner und liegt mit 50,42 % unter dem Landesdurchschnitt (733 € pro Einwohner im Haushaltsjahr 2010).
Die Ortsgemeinde Reichenberg sollte großen Wert darauf legen, dass Unterdeckungen des Finanzhaushaltes nicht zu Verbindlichkeiten gegenüber der Verbandsgemeinde (Einheitskasse) führen und somit den Haushalt zukünftig belasten.
Den angesprochenen Prinzipien trägt die Gemeinde schon immer im Rahmen ihrer Möglichkeiten Rechnung. Allerdings ist der Einfluss auf die Steuerkraft (Einnahmenseite) und den Umlagen (Kreis und Verbandsgemeinde, Ausgabenseite), und damit auf die wesentlichen Positionen im Haushalt, nicht gegeben.

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In Reichenberg ist jetzt Sparen angesagt

Neues Dach auf dem Dorfgemeinschaftshaus drückt auf die Schuldenlast

Weil zuvor sparsam mit den Mitteln umgegangen wurde, konnte das Dach des Dorfgemeinschaftshauses von Reichenberg im vergangenen Jahr saniert werden. Doch jetzt muss der Gemeinderat wieder jeden Cent umdrehen, bevor er ausgegeben wird.
REICHENBERG. Das Dach auf dem Dorfgemeinschaftshaus von Reichenberg hatte 100 Jahre gehalten, bevor es im vergangenen Jahr durch ein neues ersetzt werden musste. 25 000 Euro hat die Gemeinde dafür als Kredit aufgenommen. Geld, das Ortsbürgermeister Karl-Heinz Goerke als gut angelegt bezeichnet. "Wenn das neue Dach auch 100 Jahre hält, ergeben sich Kosten von 250 Euro pro Jahr. Damit könnten wir leben."
Weil durch die Investition die Schulden der kleinen Ortschaft aber auf knapp 32 000 Euro angestiegen sind, ist jetzt erst einmal sparen angesagt. Die Übersicht der geplanten Investitionen im Doppelhaushalt der Jahre 2010/2011 fällt deshalb auch sehr übersichtlich aus. Lediglich der Wirtschaftsweg hinter der Burg, der zum Aufladen von Langholz dient, wird in diesem Jahr noch so ausgebaut, dass er von den Lkw angefahren werden kann. 11 000 Euro werden ausgegeben, den 950 Meter langen Pfad, den die Reichenberger auch unter der Bezeichnung "mittlerer Weg" kennen, herzurichten. Die Hälfte der Kosten übernimmt das Land.
Darüber hinaus stehen kleinere Reparaturarbeiten an wie das Erneuern des Jägerzauns am Kinderspielplatz. Goerke: "Den haben wir zwar schon großflächig gemacht, aber ein paar Stellen sind noch übrig." Den Haushalt werden die Arbeiten nicht mehr belasten, denn wie so viele Maßnahmen in den Dörfern der Region, wird auch diese von den Familien ehrenamtlich übernommen. Die jährliche Sicherheitsinspektion wird zeigen, ob noch das ein oder andere Spielgeräte ausgetauscht werden muss.
Ein Posten steht noch auf der Wunschliste des Ortsbürgermeisters und vieler Reichenberger: die Sanierung der Ortsdurchfahrt. Doch diesen Wunsch bekommen die Einwohner zunächst nicht erfüllt, denn die Kreisstraße 90 wird von Reitzenhain aus nur bis zum Ortseingang in Schuss gebracht. "Der Ausbau im Ort hätte uns zwar finanziell nicht gut getan, die Straße müsste aber saniert werden", sagt der Ortschef.
Um 2,50 Euro angehoben hat der Gemeinderat unterdessen die Miete für das Dorfgemeinschaftshaus, dessen Haushaltsposten pro Jahr ein Minus von 1700 Euro aufweist. Wegen einer hohen Gas-Nachzahlung im vergangenen Jahr hat der Rat auch die Nebenkosten angehoben - 7,50 Euro mehr werden fortan fällig. "Eigentlich müssten wir in Sachen Friedhof und Dorfgemeinschaftshaus auf Null rauskommen. Man kann die Gebühren aber nicht ins Unendliche erhöhen, dann mietet ja keiner mehr die Räume."

Markus Wakulat - Rhein-Lahn-Zeitung - Bad Ems, Lahnstein vom Freitag, 5. Februar 2010, Seite 17.

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Reichenbergs Bürger begrüßen gemeinsam das neue Jahr

Pfarrer und Ortsbürgermeister ziehen Resümee - Harmonische Stimmung

Bild vom Jahresabschluss mit Karl Heinz Goerke und Manfred Löhde
Mit prickelndem Sekt, Säften und Knabbergebäck wünschten Karl Heinz Goerke und Manfred Löhde allen Bürgerinnen und Bürgern ein gutes neues Jahr 2010

REICHENBERG. Regelmäßig zum Silvesterabend kommen die Reichenberger im Bürgerhaus zusammen, um das alte Jahr zu verabschieden und sich auf das neue Jahr einzustimmen. Das tun sie nicht mit einem lauten Hallo, sondern auf besinnliche Art.

Pfarrer Manfred Löhde, begleitet von Renate Tauber am Klavier, begann mit einer Andacht, dann kam Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke zu Wort, wobei die Gäste mit Sekt, Saft und Knabbergebäck bewirtet wurden. So wurde eine sehr harmonische und fröhliche Stimmung geschaffen, die die Anwesenden in persönlichen Gesprächen zueinander führte.
Manfred Löhde sagte: "Die entstandenen Krisen sind nur oberflächlich behoben, der Optimismus der Menschen sinkt immer weiter. Die Menschen flüchten in Fantasie- und Märchenwelten." Die Globalisierung könne aber auch eine Chance sein zum Zusammenwachsen, zum Erkennen weltweit gemeinsamer Probleme, um sie dann auch gemeinsam zum Wohle der Menschen zu beheben.
Der Mensch soll nicht zu streng mit sich selbst sein, wenn er am Ende eines Jahres Bilanz zieht. Die wirkliche Bilanz zieht Gott alleine, und der würde nicht aufrechnen, sondern mit der Stimme der Liebe einen Freispruch erteilen, damit der Mensch die Chance hat, sich zu besinnen und neu zu beginnen im neuen Jahr, meinte der Pfarrer.
Der Ortsbürgermeister erinnerte zunächst an die Teilnahme an der Lichteraktion Rheinpartie, bei der "sich unsere kleine Gemeinde in ein sehr gutes Licht gerückt hat". An Gerhard Schaub, der für die Ton- und Lichttechnik verantwortlich war, überreichte Goerke ein Geschenk.
Trotz der schwierigen finanziellen Lage habe die Gemeinde einiges bewegen können: Die Dächer des Dorfgemeinschaftshauses und des Feuerwehrgerätehauses sind saniert worden, der Wirtschaftsweg zur Stegsmühle wurde hergestellt. Der Dank der Gemeinde gilt allen Helfern, Initiatoren und Ideengebern, sagte Goerke, der dazu aufrief, sich noch mehr in das Gemeindeleben einzubringen. Der Erste Beigeordnete Rudi Voss dankte Goerke im Namen der Bürger für dessen "Arbeit zum Wohle aller". Dann wurden die Gläser gefüllt und es erklang "Prosit Neujahr, alles Gute viel Glück und Gesundheit im neuen Jahr 2010".

Norbert Schmiedel - Rhein-Lahn-Zeitung - Bad Ems, Lahnstein vom Samstag, 2. Januar 2010, Seite 20.

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