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Presseartikel 2006

Hier finden Sie die Presseartikel aus 2006.
Sie wurden maschinell von unseren alten Internetseiten übertragen. Daher entsprechen sie nicht immer den Anforderungen, die wir an unseren derzeiten Internetauftritt stellen. Da sie ein Zeugnis der Aktivitäten in Reichenberg sind und eine manuelle Neuerfassung mit erheblichem Aufwand verbunden gewesen wäre, haben wir uns für diesen Weg entschieden.


Die anderen Jahrgänge des Archivs finden Sie hier:

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Unpopuläre Entscheidungen (01.12.2006)

Gemeinderat beschließt über Steuern und Gebühren

Nicht leicht gemacht hat es sich der Gemeinderat auf seiner letzten Sitzung, galt es doch über diverse Steuern und Gebühren zu befinden. Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke hatte in seiner Vorlage durchaus kräftige Steigerungen bei den Grundsteuerhebesätzen und bei der Hundesteuer vorgeschlagen. "Wir müssen unsere finanzielle Unabhängigkeit bewahren," führte er dazu aus. Dies sah ein Teil der Ratsmitglieder gänzlich anders und so stand als Kontrapunkt der Vorschlag von Beate Klamp im Raum, die Sätze bei den Vorjahreswerten zu belassen. Schlussendlich stimmte der Rat bei der Grundsteuer A für die Beibehaltung des Hebesatzes, der ja bereits im letzten Jahr moderat erhöht wurde. Auch der Gewerbesteuerhebesatz wurde beibehalten. Der Hebesatz für die Grundsteuer B wurde von 325% auf 335% angehoben; dies wird in der gesamten Gemeinde zu einer Einnahmeerhöhung von knapp 490 € führen und den einzelnen Haushalt mit durchschnittlich 6,50 € in Jahr zusätzlich belasten.
Auch bei den Hundesteuersätzen plante der Ortsbürgermeister die Sätze um 2 € pro Monat zu erhöhen. In der Diskussion wollte der Gemeinderat jedoch nur 1 € mittragen. Dies wurde dann einstimmig beschlossen.
Als nächstes standen die Gebühren für das Dorfgemeinschaftshaus und die Nebenkostenpauschalen auf der Agenda. Hier folgte der Rat dem Vorschlag des Ortsbürgermeisters, zumal für das nächste Jahr einige Arbeiten anstehen und die Energiekosten auch die Gemeinde immer mehr belasten. Zwischenzeitlich wurde geklärt, dass der Schützenverein auf einen Termin der Nutzung verzichtet. Damit zahlen die Evangelische Kirche, die Kreisvolkshochschule und der Schützenverein in 2007 für die Nebenkosten 230 € im Jahr. Gleichzeitig wurde der Ortsbürgermeister beauftragt, die Satzung für das DGH entsprechend zu ändern. Die Gebühren werden insgesamt in einer Anlage erfasst, so dass in Zukunft nur noch diese Anlage geändert werden muss. Der entsprechende Satzungsbeschluss soll in der nächsten Ratssitzung erfolgen.
Als dritten Punkt mit zukünftigen Belastungen für die Bürger Reichenbergs hatte sich der Gemeinderat mit den Friedhofsgebühren zu befassen. Bereits auf der Einwohnerversammlung hatte dazu der Ortsbürgermeister eine detaillierte Kalkulation vorgelegt. Das Ratsmitglied Beate Klamp stellte hierzu nach eigener Recherche fest, dass die Gebührenlage in der Verbandsgemeinde total uneinheitlich sei. Der von Karl Heinz Goerke vorgeschlagenen Erhöhung der Kosten für ein Reihengrab auf 450 € wollte der Gemeinderat nicht folgen. Allerdings beschloss der Rat fast generell eine Verdoppelung der Gebühren. Damit kostet einen Reihengrab in Reichenberg zukünftig 200 €. Wie der Ortsbürgermeister betonte, ist eine Kostendeckung im Bereich Friedhof dadurch noch in weiter Ferne. "Wir sind aber auf dem richtigen Weg!" stellte er fest. "Nur wenn wir bei den kostenrechnenden Einrichtungen eine annähernde Kostendeckung erreichen, behalten wir den Spielraum für eigene Entscheidungen im Haushalt."

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Brennholzpreis wurde festgelegt (01.12.2006)

Nachfrage erfordert Vergabeverfahren

Einerseits erfreulich, andererseits problematisch, so ist die Lage bei der Nachfrage der Selbstwerber in Reichenberg. In diesem Jahr stehen in Reichenberg ca. 50 rm Brennholz für die Selbstwerbung zur Verfügung. Daher musste der Gemeinderat sowohl über den Preis wie auch über das Vergabeverfahren entscheiden. Beim Preis wurde sehr schnell ein Ergebnis erzielt: 15 € soll der Raummeter in 2007 kosten, dazu kommt noch die Mehrwertsteuer. Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke wies noch einmal auf die allgemeinen Erfordernisse bei den Selbstwerbern hin: Eine Unterweisung an der Motorsäge ist ebenso Pflicht, wie die professionelle Schutzausstattung (Schnittschutzschuhe, -hose und -jacke, Helm und Gehörschutz).
Das Windhundprinzip, wer zuerst kommt malt zuerst, sollte bei der Verteilung des Brennholzes nicht gelten, darüber war sich der Gemeinderat einig. Es wurde daher festgelegt, dass je Haushalt maximal 10 rm bestellt werden können und die vorhandene Holzmenge auf die Bewerber prozentual verteilt werden soll.
Erfreulich ist allerdings der voraussichtliche Abschluss der Forstwirtschaft für 2006. Aufgrund zweier in 2006 zu verbuchender Zuweisungen wird der Forsthaushalt mit 500 € im Plus abschließen. Und das, obgleich die Wildschadensverhütungspauschale für 2 Jahre an den früheren Jagdpächter zurückgezahlt werden musste. Immerhin eine Belastung von über 250 €.
Mit 6 Jastimmen bei 1 Enthaltung hat der Gemeinderat die Unterstützung der Vereine, Verbände und Veranstaltungen auf dem Niveau des Vorjahres beschlossen. Der Frauenchor, der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr und der Schützenverein erhalten jeweils 50 €. Die Diakoniestation wird ebenfalls mit 50 € unterstützt, davon sind 12 € Mitgliedsbeitrag und 38 € freiwillige Leistung. Bei der letzten Rechnungsprüfung war festgestellt worden, dass einige Gemeinden, die finanziell sicherlich besser dastehen wie Reichenberg, nur den Mitgliedsbeitrag zahlen. Für die Seniorenfeier und den Martinszug werden zusammen 125 € zur Verfügung gestellt.
Da die Gemeinde über keine finanziellen Rücklagen verfügt und von der verfügbaren Finanzkraft ein großer Teil über die Umlagen (Verbandsgemeinde, Kreis, Fonds Deutsche Einheit) wieder abfließt, muss sich der Gemeinderat sogar mit diesen vergleichsweise geringen Beträgen auseinandersetzen. Allerdings schreibt Reichenberg zur Zeit noch eine schwarze Null und hat damit noch gewisse Handlungsspielräume. Diese Spielräume zu erhalten ist allerdings eine Herkulesaufgabe, für die der Gemeinderat und der Ortsbürgermeister auch in Zukunft viel Kraft brauchen.

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Seniorennachmittag (01.12.2006)

Herzliche Einladung

Die Gemeinde und die Kirchengemeinde freuen sich über die zahlreichen Zusagen zum diesjährigen Seniorennachmittag. Mit Kaffee und Kuchen und einigen interessanten Programmpunkten wird es sicherlich eine kurzweilige Veranstaltung werden. Kurzfristige Nachmeldungen sind auch kein Problem. Zur Erinnerung: Wir treffen uns morgen, am 02. Dezember um 14:30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus.

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Auftrag für Ingenieurleistungen vergeben (24.11.2006)

Startschuss für den Endausbau des Amtsfeldes

Einstimmig hat der Gemeinderat die Ingenieurleistungen für den Endausbau des Amtsfeldes an das Ingenieurbüro Leyendecker aus Waldesch vergeben. Damit kann das Büro mit der Ausführungsplanung und der Vorbereitung der Vergabe beginnen. Ziel ist es, Anfang 2007 entsprechende Angebote einholen zu können. Der Gemeinderat betonte nochmals, dass es auf eine kostengünstige Variante des Endausbaus ankomme, der nach nunmehr über 30 Jahren Baustraße allerdings auch notwendig sei.
Die Gesamtkosten werden sich auf ca. 90.000 € belaufen, von denen die Gemeinde 10% zu tragen hat. Diese 9.000 € tauchten dann natürlich auch bei der Beschlussfassung über den Investitions- und Vorhabensplan für 2007 auf. Weitere 3.000 € sind für die endgültige Fertigstellung der Überdachung am Feuerwehrgerätehaus geplant. Hier soll das Dach nun mit Schweißbahnen und die Gauben mit Pappschindeln eine dauerhafte Eindeckung bekommen. 500 € für den Spielplatz und 200 € für den Ersatz von Bänken in der Gemeinde runden die Vorhaben ab. Damit sind die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde jedoch bereits erschöpft.
Allerdings gibt es noch weiteren Investitionsbedarf. Im Dorfgemeinschaftshaus sollen die Räumlichkeiten im 1. Stock saniert werden, unter anderem soll dort die Einrichtung eines Jugendraums geprüft werden. Kosten von etwa 15.000 € stehen hier insgesamt im Raum. Noch größer werden die Probleme, wenn eine Sanierung des Daches erfolgen muss. Unter 100.000 € wird dies kaum zu realisieren sein. Eine Instandsetzung der geteerten Feldwege in der Gemarkung, die im Wesentlichen von den Grundstückseigentümern im Außenbereich / der Jagdgenossenschaft zu tragen sein wird, wurde zunächst einmal mit 250.000 € veranschlagt. Der innerörtliche Teil auf dem Berg wird zusätzlich 50.000 € kosten. Sollte einmal die Ortsdurchfahrt K91 saniert werden, sind über die Gemeinde zwar nur die Bürgersteige und Randstreifen abzuwickeln, aber auch hier werden auf der gesamten Länge 100.000 € nicht reichen. Eine gewisse Ratlosigkeit stellte sich beim Gemeinderat ein. Diese Beträge überfordern die Gemeinde und ihre Einwohner ganz eindeutig. Der Ortsbürgermeister wird mit der Abteilung 5 der Verbandsgemeindeverwaltung abklären, wie mit diesen Zahlen umzugehen ist und welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Vermutlich werden schwere Zeiten auf die Gemeinde zukommen. Noch sind die Instandsetzungsnotwendigkeiten jedoch nicht akut. Wenn sie aber eintreten, wird die Lage sehr prekär.

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Winzertochter und Apollofalter (17.11.2006)

Mit Käsehäppchen und leckerem Wein Literaturfreunde verwöhnt

Abbildung Buch ApollofalterDie Koblenzer Kriminalkommissarin Franca Mazzari stößt beim Walken in den Winninger Weinbergen auf die Leiche der 14jährigen Hannah. Dies ist der Inhalt des Abschnitts, den Gabriele Kaiser aus ihrem Krimi Apollofalter im Reichenberger Dorfgemeinschaftshaus vortrug.
Plakat Wein und CrimeViel Mühe hatte man sich in Reichenberg bei der Vorbereitung der Lesung unter dem Motto "Wein und Crime" gegeben. Herbstlich dekorierte Tische, liebevoll arrangierte Käsehäppchen, leckerer Spuntekäs und allerlei Knabbereien waren der Rahmen, in dem Gabriele Keiser und Mona Misko aus ihren Krimis lasen. Mit kurzen klassischen Zitaten zum Thema Wein führten sie in das Thema ein und gaben Ralph Leonhard von der gleichnamigen Loreley Kellerei damit die Gelegenheit, den Gästen seinen Leonhards Primus 05 vorzustellen. So versorgt verfolgte die bedauerlicherweise überschaubare Zahl der Gäste, wie die Kommissarin in ihrer Freizeit auf eine Tote stößt. Durch ihren gekonnten Vortrag baute Gabriele Keiser dabei ganz allmählich eine Spannung auf, die gut zu der Beschreibung des Fundortes der Leiche in den Winninger Weinbergen passte. Den Kontrast dazu bildetet die zweite Textstelle, der Epilog des Buches, der die Geburtstagsfeier der Heldin zum Fünfzigsten schildert. Ohne dem zukünftigen Leser damit die Lesefreude zu verderben, gelang es Gabriele Keiser damit den Bogen vom Anfang zum Ende ihres Buches zu spannen.
Abbildung Buch WinzertochterZum Entspannen gab es nun einen 2005er Loreley Edel Riesling Kabinett Feinherb und eine kurze Pause zum Genießen der angebotenen Leckereien bevor die zweite Autorin des Abends, Mona Misko, zu Wort kam. Sie entführte die Zuhörer ins Ahrtal und die Parapsychologie. Der Kontrast stellte die Zuhörer ein wenig auf die Probe, doch diese Wendung ins Übersinnliche hatte durchaus ihren Charme.
Als dritten Wein gab es einen 2003er St. Goarshäusener Loreleyfelsen Kerner lieblich, wieder gekonnt präsentiert von Ralph Leonhard. In seinem Schlusswort äußerte Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke sein Bedauern, dass die Veranstaltung leider nicht die erhoffe Resonanz gefunden hat. Denjenigen, die dabei waren, hat es offensichtlich gefallen. Der Apollofalter war zum Schluss ausverkauft und in gemütlicher Runde wurde noch das ein oder andere Glas Wein getrunken.

Info:

Apollofalter
Franca Mazzaris erster Fall
Gabriele Keiser, Gmeiner Verlag
ISBN 3-89977-687-9
€ 9,90

Winzertochter

Mona Misko, Gmeiner Verlag
ISBN 3-89977-651-8
€ 9,90


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Volkstrauertag (17.11.2006)

Gottesdienst und Gedenkfeier

Am Volkstrauertag findet um 14:00 Uhr ein Gottesdienst in unserer Kirche statt. Im Anschluss wird am Ehrenmal in einer Gedenkfeier der Toten der Kriege und den Opfern der Gewaltherrschaft gedacht. Neben dem Frauenchor werden diesmal wieder die Konfirmanden mitwirken. Die Ortsbevölkerung, ob jung oder alt, ist dazu herzlich eingeladen.

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Veranstaltungskalender 2007 (10.11.2006)

Termine bis zum 28.11.2006 beim Ortsbürgermeister melden!

Wie in jedem Jahr werden die Vereine und Vereinigungen in Reichenberg gebeten, dem Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke bis Ende November die Termine für 2007 bekannt zu geben. Zum einen werden sie im Veranstaltungskalender der Verbandsgemeinde, der inzwischen auch im Internet unter www.loreley.info zu finden ist, bekannt gemacht, zum anderen sind sie natürlich wieder auf der Homepage der Gemeinde, www.reichenberg-rlp.de, zu finden. Sollten sich später noch Terminverschiebungen ergeben, so können diese Änderungen bei rechtzeitiger Meldung auch noch nachträglich in den monatlich erscheinenden Terminkalender aufgenommen werden.

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Martinszug in Reichenberg (10.11.2006)

Erlös geht nach Hydarabad

Kinder mit LaternenGroß und Klein sind auch in diesem Jahr wieder ganz herzlich zum Martinszug eingeladen. Am 11. November ab 18 Uhr starten wir wie immer am Friedhof. Die Strecke geht über den Berg und wieder zurück zum Dorfgemeinschaftshaus. Gemeinsam wollen wir, von der bewährten Kapelle begleitet, einige Lieder singen. Am Ziel wird es unter der Überdachung heißen Apfelsaft und Glühwein geben. Für jedes Kind spendiert die Gemeinde einen Weckmann und für die Erwachsenen werden wieder die leckeren Winzerbrote, auf Wunsch mit reichlich frischen Zwiebeln, angeboten. Der Erlös der Veranstaltung geht wie in jedem Jahr nach Hydarabad. Dort wird die schulische Ausbildung zweier indischer Kinder finanziert. Zusätzliche Spenden sind daher jederzeit willkommen.


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Volkstrauertag (10.11.2006)

Gottesdienst und Gedenkfeier

Am Volkstrauertag findet um 14:00 Uhr ein Gottesdienst in unserer Kirche statt. Im Anschluss wird am Ehrenmal in einer Gedenkfeier der Toten der Kriege und den Opfern der Gewaltherrschaft gedacht. Neben dem Frauenchor werden diesmal wieder die Konfirmanden mitwirken. Die Ortsbevölkerung, ob jung oder alt, ist dazu herzlich eingeladen.

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Bedarf der Selbstwerber wird ermittelt (10.11.2006)

Kostengünstige Alternative

Auch in diesem Jahr wird im Reichenberger Wald wieder Brennholz in Selbstwerbung bereitgestellt. Die vorgesehenen Bäume befinden sich in der die Abteilung 6a1 hinter der Burg. Sie werden, wie im letzten Jahr, durch die Waldarbeiter für die Selbstwerber gefällt. Das Herausholen und Aufarbeiten erfolgt dann wie gewohnt in eigener Regie. Der Preis für einen Raummeter beträgt 15 € ( 11 € für das Holz, 4 € für das Fällen ). Selbstwerber, die im Reichenberger Wald ihren Brennholzbedarf decken wollen, werden gebeten sich bis zum 30.11. beim Ortsbürgermeister, gerne auch telefonisch unter 435, unter Angabe der gewünschten Menge zu melden. Die angebotene Menge wurde gegenüber dem Vorjahr geringfügig verringert. Daher werden vorerst nur Reichenberger Bürger berücksichtigt.
Zu beachten ist, dass die Selbstwerber den Nachweis über das Absolvieren eines Motorsägenlehrganges erbringen müssen. Eine entsprechende Unterweisung bei der Feuerwehr ist ebenfalls ausreichend. Die entsprechenden Lehrgänge werden beim Forstamt in Nastätten angeboten.
Die konkrete Verteilung erfolgt dann im Anschluss durch Frau Reifenberger.

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Sammlung für den Volksbund (03.11.2006)

Trauer braucht einen Ort!

Namenswürfel in RossoschkaAb nächste Woche wird Julian Schmidt die jährliche Haus- und Straßensammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Reichenberg durchführen. Wir sind wieder alle aufgerufen zu helfen!
Seit über achtzig Jahren widmet sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Er betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, berät öffentliche und private Stellen, unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.
In seiner Obhut befinden sich heute 827 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten mit etwa 2 Millionen Kriegstoten. Seit der politischen Wende in Osteuropa arbeitet der Volksbund auch in den Staaten des einstigen Ostblocks. Dort fanden im Zweiten Weltkrieg etwa drei Millionen deutsche Soldaten den Tod. Das sind mehr als doppelt so viele, wie auf den Kriegsgräberstätten im Westen ruhen.
Diese Aufgabe stellt den Volksbund vor immense Schwierigkeiten. Viele der über hunderttausend Grablagen sind nur schwer auffindbar, zerstört, überbaut oder geplündert. Trotzdem konnten schon über 300 Friedhöfe aus dem II. Weltkrieg und 190 Anlagen aus dem I. Weltkrieg in Ost-, Mittel- und Südosteuropa wieder hergerichtet bzw. neu angelegt werden. Dazu zählen 51 zentrale Sammelfriedhöfe. 32 Anlagen sind zur Zeit im Bau bzw. werden instand gesetzt. Etwa 481.000 Kriegstote wurden bereits umgebettet.
Ein bedeutendes Projekt der letzten Jahre war dabei die Gedenkstätte für die Vermissten von Stalingrad. Bei dem Projekt "Namen für Rossoschka" wurden die Namen von 103.234 Vermissten der Schlacht um Stalingrad zusammengetragen und sorgsam in die polierten Oberflächen von 107 Granitwürfeln eingelassen. Vor- und Nachname, Geburtsdatum und der vermutliche Todesmonat im russischen Winter 19942/43 sind darauf vermerkt.
Der Volksbund benötigt, besonders für die Arbeit in Osteuropa, sehr hohe finanzielle Mittel. Diese müssen zum Teil durch die Haus- und Straßensammlung aufgebracht werden.
Soldatenfriedhöfe sind Stätten der Begegnung, der Versöhnung und der Mahnung zum Frieden. Deshalb organisiert der Volksbund unter anderem Fahrten zu Kriegsgräberstätten, veranstaltet nationale und internationale Jugendlager zur Pflege von Soldatenfriedhöfen und informiert in Schulen und Schulfreizeiten. In den Jugendbegegnungsstätten auf den Soldatenfriedhöfen - Golm (Insel Usedom, Deutschland), Futa-Paß (Italien), Lommel (Belgien),
Niederbronn (Frankreich) und Ysselsteyn (Niederlande) - finden Schul- und Jugendgruppen ideale Rahmenbedingungen für friedenspädagogische Projekte.
Julian Schmidt hat wieder die vom Designer Colani gestaltete Sammelbüchse, in die Sie Ihre Spende einwerfen können. Damit kann das Ausfüllen der Sammelliste grundsätzlich entfallen. Sollten Sie aber eine Spendenbescheinigung wünschen, so wird Julian die entsprechenden Daten auf der Liste vermerken.
Liebe Reichenberger, ich möchte Sie ganz herzlich bitten, für diese gute Sache einen angemessenen Beitrag zu leisten. Ich kann Ihnen versichern, dass diese Mittel für die ganz besondere Friedensarbeit des Volksbundes eingesetzt werden. In 2005 wurden in Reichenberg über 100 Euro gesammelt; dafür möchte ich allen Spendern danken. Es wäre schön, wenn in diesem Jahr ein Betrag mindestens in ähnlicher Höhe zusammen kommen würde. Sollten Sie weitere Fragen haben oder aber noch zusätzliche Informationen wünschen, so können Sie sich gerne an mich wenden.

Karl Heinz Goerke, Ortsbürgermeister

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Lohnsteuerkarten 2007 wurden verteilt (03.11.2006)

Helfen Sie bei der Ermittlung des Anteils an der Lohn- und Einkommensteuer

Sie können dabei mithelfen kommunale Aufgaben in Reichenberg mitzufinanzieren, ohne dass es Sie auch nur einen Cent kostet. Sie brauchen nur Ihre Lohnsteuerkarte für das vergangene Steuerjahr an die Gemeinde oder an das Finanzamt zurückzugeben, wenn Sie die Lohnsteuerkarte nicht für den Lohnsteuerjahresausgleich oder die Einkommensteuererklärung benötigen. Alle zurückgegebenen Lohnsteuerkarten dienen dem Statistischen Landesamt zur Errechnung des der Gemeinde zustehenden Anteils am Lohn- und Einkommensteueraufkommen des Landes. Jede fehlende Lohnsteuerkarte bedeutet weniger Geld für uns. In den nächsten Tagen werden Ihnen die Lohnsteuerkarte für 2007 zugestellt. Sollten Sie schon heute wissen, dass Sie diese nicht benötigen, so können Sie sie gerne dem Ortsbürgermeister oder aber jedem Gemeinderatsmitglied zurückgeben. Gerne können Sie auch den Briefkasten am DGH nutzen. Auch nicht benötigte Karten für 2006 können Sie auf diesem Wege gewinnbringend für die Gemeinde einsetzen. Wir werden die Karte dann entsprechend weiterleiten. Vielen Dank für Ihre Mithilfe.

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Martinszug in Reichenberg (03.11.2006)

Erlös geht nach Hydarabad

Kinder mit LaternenGroß und Klein sind auch in diesem Jahr wieder ganz herzlich zum Martinszug eingeladen. Am 11. November ab 18 Uhr starten wir wie immer am Friedhof. Die Strecke geht über den Berg und wieder zurück zum Dorfgemeinschaftshaus. Gemeinsam wollen wir, von der bewährten Kapelle begleitet, einige Lieder singen. Am Ziel wird es unter der Überdachung heißen Apfelsaft und Glühwein geben. Für jedes Kind spendiert die Gemeinde einen Weckmann und für die Erwachsenen werden wieder die leckeren Winzerbrote, auf Wunsch mit reichlich frischen Zwiebeln, angeboten. Der Erlös der Veranstaltung geht wie in jedem Jahr nach Hydarabad. Dort wird die schulische Ausbildung zweier indischer Kinder finanziert. Zusätzliche Spenden sind daher jederzeit willkommen.


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Wein und Crime in Reichenberg (28.10.2006)

Krimiabend und Weinprobe

Die Gemeinde Reichenberg lädt zu einem Abend bei Krimi und Wein in Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Loreley ein. Die beiden Autorinnen Gabriele Keiser aus Andernach und Mona Misko aus Bad Neuenahr sind Mitglied im "Syndikat", der Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren und waren Mitorganisatorinnen bei der diesjährigen Criminale, die im April in Koblenz stattfand.
"Winzertochter" von Mona Misko gibt Ihnen neben Winzern und Weinbergen des Ahrtals auch einen Einblick in mystische Welten, während Sie "Apollofalter" von Gabriele Keiser an die Mosel rund um Koblenz und Winningen führt. Beide Weinkrimis sind im Gmeiner-Verlag erschienen und zeichnen sich durch viel Lokalkolorit sowie psychologisches Gespür für die Handlungsweisen ihrer Protagonisten aus.
In unserem Dorfgemeinschaftshaus werden die beiden Autorinnen Auszüge aus ihren Krimis lesen, durchbrochen mit Sprüchen und Gedichten rund um den Wein. Ralph Leonhard wird uns dazu drei seiner Weine präsentieren und auch für das leibliche Wohl mit Spuntekäs, Trauben, Käse und allerlei Knabbereien ist gesorgt. Auf Wunsch wird es natürlich auch nichtalkoholische Getränke geben. Es erwartet Sie ein unterhaltsamer und genussreicher Abend.

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Bürger nehmen Grabpflege ernst (28.10.2006)

Rüttelprobe steht an

Der November rückt näher und damit die Feiertage, an denen durch die Bürger der Friedhof regelmäßig besucht wird. Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag sind der Anlass. Viele Reichenberger haben schon damit begonnen, die Gräber ihrer Angehörigen entsprechend herzurichten. In diesem Zeitraum kommt auch die Gemeinde ihren Verpflichtungen auf dem Friedhof nach und überprüft die Standfestigkeit der Grabdenkmale. Im Rahmen der Verkehrsicherungspflicht ist dabei sicherzustellen, dass von den Steinen keine Gefahr für den Besucher ausgeht. In diesem Zusammenhang ist auch darauf hinzuweisen, dass vor der Errichtung der Grabdenkmale von der Gemeinde eine Genehmigung einzuholen ist. Dies ist in der Regel unproblematisch, wird aber oft vergessen! Im umgekehrten Falle ist die Gemeinde ebenfalls zu informieren, wenn Grabdenkmale abgerissen und Gräber eingeebnet werden sollen. Hier geht es darum, dass die oftmals vorhandenen Fundamente restlos entfernt werden. Nur so ist es möglich, auch in Zukunft das Grabmachen durch die Gemeinschaft der Einwohner sicherzustellen. Müssen hier Maschinen und Unternehmer beschäftigt werden, so sind diese Kosten gemäß der Friedhofssatzung weiterzugeben. Durch das nachbarschaftliche Grabmachen werden hier leicht 500 bis 600 Euro gespart.
Die Gebühren in Reichenberg sind wirklich sehr niedrig. Sicherlich sind sie in den nächsten Jahren zu erhöhen, um eine bessere Kostendeckung zu erreichen. Durch sparsames Wirtschaften werden aber auch in Zukunft die Kosten der Gemeinde vergleichsweise niedrig sein.
Wenn alle zusammenarbeiten, dann bildet der Friedhof auch in Zukunft einen würdigen, aber auch bezahlbaren Rahmen für unsere verstorbenen Angehörigen.

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Singnachmittag des Frauenchors (28.10.2006)

Kaffee und Kuchen im DGH

Am 29. Oktober 2006 lädt der Reichenberger Frauenchor zu seinem traditionellen Singnachmittag ein. Mit selbstgebackenem Kuchen und fröhlichen Liedern möchten die Sängerinnen an diesem Herbstsonntag das Publikum ab 14 Uhr im Reichenberger Dorfgemeinschaftshaus erfreuen. Wer Freude am Gesang hat und auch das ein oder andere Lied selber mitsingen möchte, ist daher herzlich eingeladen.

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Ehrenamtliches Engagament prägt die Gemeinde (29.09.2006)

Kontroverse Diskussion über die Friedhofsgebühren

Mehr als 40 Einwohner konnte Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke bei der Einwohnerversammlung im Reichenberger Dorfgemeinschaftshaus begrüßen. Das Interesse an den aktuellen Themen aus der Verbandsgemeinde und am Sachstandsbericht aus Reichenberg war offensichtlich groß.
Zu Beginn berichtete Verbandsbürgermeister Dieter Clasen über die vielfältigen Aufgabengebiete der Verbandsgemeinde. Dabei betonte er, dass es der Bürger sei, der im Mittelpunkt des Verwaltungshandelns steht. Er wies auf die erfolgreiche Einrichtung des Bürgerbüros hin und informierte über die neue Internetseite. Auch die aktuelle Haushaltssituation kam zur Sprache. Stolz verkündete Clasen: "Wir konnten den Fehlbedarf in 2005 um über 200.000 Euro reduzieren." "Bei den Werken, Wasser und Abwasser, sind wir gut aufgestellt!" fuhr Clasen fort, und stellte zumindest gleich bleibende Gebühren in Aussicht. Weitere Themen waren das 3 Millionen Sanierungsprogramm für die Loreleyschule, die positive touristische Entwicklung in Verbindung mit dem Rheinsteig und die sehr gute Ausstattung und Einsatzbereitschaft der Feuerwehren in der Verbandsgemeinde.
Im Anschluss bedankte sich der Ortsbürgermeister bei den Einwohnern für ihr großes Engagement. "Die knappen finanziellen Mittel zwingen uns zu Eigenleistungen und ehrenamtlichem Engagement, und hier sehe ich die große Stärke Reichenbergs" stellte er fest. Als ein gelungenes Beispiel nannte er die Sanierung der Friedhofsmauer in Eigenleistung. Erstmals gab es in diesem Jahr einen Seniorenkaffee im Freien unter dem Dach am Feuerwehrgerätehaus. "Dies war ein echtes Reichenberger Gemeinschaftsprojekt; Gemeinde, Kirchenvorstand, Schützenverein, Feuerwehr und Frauenchor haben zusammen den Senioren einen schönen Nachmittag geboten!" so Goerke. "Sicherlich werden wir diese Veranstaltung im nächsten Jahr auch wieder anbieten."
"Brauchen wir im DGH eine Spülmaschine?" fragte der Ortsbürgermeister die Anwesenden. Es wurden dabei kurz die Vor- und Nachteile beleuchtet und die Kostenfrage diskutiert. Ein weiteres Thema war der Wunsch einiger Jugendlicher nach einem Jugendraum. Bei einem gemeinsamen Treffen der Jugendlichen mit dem Gemeinderat und dem, die Initiative unterstützenden Kirchenvorstand, soll das Projekt weiter vorangetrieben werden. Dabei gilt es zunächst, die Wünsche und Möglichkeiten zu ermitteln und verschiedene Eckpunkte festzulegen.
Sehr lebhaft und kontrovers wurde das Thema Friedhofsgebühren diskutiert. Ausgehend von den Zahlen der Jahresrechnungen erläuterte der Ortsbürgermeister die Kostensituation auf dem Friedhof. Durchschnittlichen Kosten von über 3000 € im Jahr stehen Gebühren von gerade einmal 600 € gegenüber. Wegen der geringen Zahl der Beerdigungen wird eine Kostendeckung nicht zu erreichen sein, betonte er. Als eine erste Sparmaßnahme wurden daher zu Beginn des Jahres die Mülltonnen abgeschafft. Dagegen gab es aus dem Kreis der Einwohner erheblichen Widerspruch. Trotz des Hinweises, dass ja jeder, der eine neue Bepflanzung eines Grabes vornimmt, die Behältnisse für den Hintransport auch für den Rücktransport nutzen könne, wurde vehement das erneute Aufstellen von Mülltonnen gefordert. Auch der Einwurf, dass spätestens nach Abräumen von drei Gräbern die Tonnen voll seien, und dann doch wieder alles mitgenommen werden müsse, fruchtete nicht. Ortsbürgermeister Goerke, kündigte an, dieses Thema erneut im Gemeinderat zu beraten, obgleich man ihm anmerkte, dass er über die drohenden Kosten von mehr als 360 € nicht sehr glücklich war. Wieder bei den Gebühren angelangt, lenkte Bürgermeister Clasen den Blick auf andere Städte und Gemeinden; er konnte die Anwesenden aber nicht überzeugen. In ihren Augen ist eine Gebührenerhöhung auf dem Friedhof nicht notwendig. 100 € für ein Reihengrab seien genug und es wurde daran erinnert, dass es in der Vergangenheit sogar ganz kostenfrei gewesen sei, in Reichenberg beerdigt zu werden. Das Defizit von über 2500 € im Jahr sei eben von der Gemeinde zu tragen und dies sei, da die Gemeinde bekanntlich keine Schulden habe, auch nicht weiter schlimm.
Der Wunsch des Ortsbürgermeisters, Rücklagen für die Zukunft zu bilden, wurde nicht akzeptiert. Karl Schaub, der frühere 1. Beigeordnete brachte die Meinung Vieler so auf den Punkt: "Ich habe mein Leben lang in der Gemeinde Steuern gezahlt und für die Gemeinde gearbeitet und dann hat die Gemeinde noch nicht einmal zwei Quadratmeter für mich übrig!" Eine einvernehmlich Lösung zeichnete sich nicht ab. Die Gemeinde ist aber gehalten, kostendeckende Gebühren zu nehmen und wird darauf von der Kommunalaufsicht jedes Jahr bei der Haushaltsgenehmigung hingewiesen. Dies wird aber offensichtlich von der Bevölkerung so nicht akzeptiert. Der Gemeinderat wird sich daher weiter mit diesem Problem befassen müssen.
Das Thema Unterhaltung des Radweges auf dem Kleinbahndamm sorgte ebenfalls für Diskussionsstoff. Bürgermeister Clasen regte hier eine Zusammenarbeit mit der Stadt St. Goarshausen und der Verbandsgemeinde an, um mit vorhandenem Gerät eine kostengünstige Reinigung vornehmen zu können.
Anschließend gab der Ortsbürgermeister noch die größeren Vorhaben bis zum Jahresende bekannt. Das Loch am Friedhof soll beseitigt werden. Für das Amtsfeld ist eine Anwohnerversammlung terminiert, um über eine mögliche Fertigstellung der Erschließung zu sprechen. Im November wird es eine Krimilesung mit Weinprobe geben. Für die Seniorenfeier am 02. Dezember sind noch Ideen gefragt. Der Gemeinderat wird sich mit dem ersten doppischen Haushalt befassen müssen. Das Jahr wird wieder mit einer Jahresabschlussandacht mit anschließendem Empfang ausklingen.
Zum Schluss bedankte sich der Ortsbürgermeister für das rege Interesse und die vielen Beiträge und wünschte sich auch für die Zukunft die notwendige Unterstützung.

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Heimatjahrbuch für den Rhein-Lahn-Kreis 2007 (22.09.2006)

Sammelbestellung über den Ortsbürgermeister möglich

Das Heimatjahrbuch für den Rhein-Lahn-Kreis steht kurz vor der Fertigstellung. Wie in jedem Jahr hat es viele heimatbezogene Themen zum Inhalt. Durch eine Sammelbestellung über die Verbandsgemeinde ist es möglich, einen günstigeren Preis zu bekommen. In Abhängigkeit von der bestellten Menge ist eine Ermäßigung von 0,50 € oder 0,75 € möglich. Bestellungen sind bis zum 27.09. beim Ortsbürgermeister, am besten telefonisch, unter 435 möglich.

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Einwohnerversammlung (15.09.2006)

Reitzenhain und Reichenberg verwechselt

Natürlich sind alle Einwohner und Einwohnerinnen aus Reichenberg zur Einwohnerversammlung am 22. September 2006 um 19 Uhr ins Dorfgemeinschaftshaus von Reichenberg eingeladen. Durch einen bedauerlichen Irrtum waren die beiden Ort in der Pressenotiz verwechselt worden.
Sicherlich gibt es einige interessante Dinge zu berichten, nachdem der Gemeinderat in der jetzigen Zusammensetzung nunmehr zwei Jahre im Amt ist. Die Information aus der Verbandsgemeinde wird Bürgermeister Dieter Clasen übernehmen. Der Ortsbürgermeister und die Mitglieder des Gemeinderates freuen sich auf ein reges Interesse.

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Einwohnerversammlung

Am Freitag, 22. September 2006 findet um 19.00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Reichenberg eine Einwohnerversammlung statt. Auf der Tagesordnung steht ein Bericht des Ortsbürgermeisters über aktuelle Themen der Ortsgemeinde.
Weiterhin wird Bürgermeister Clasen über aktuelle Themen der Verbandsgemeinde Loreley berichten.
Zur Unterrichtung der Einwohner gemäß § 16 GemO sind alle Einwohner und Einwohnerinnen der Ortsgemeinde Reichenberg sowie der Gemeinderat der Ortsgemeinde recht herzlich einge-laden.

gez.
Karl Heinz Goerke
Ortsbürgermeister
gez.
Dieter Clasen
Bürgermeister

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Aus dem Gemeinderat (04.08.2006)

Anmerkung zum Protokoll der Ratssitzung am 26.05.2006

Auf der Sitzung des Gemeinderates am 26.05.2006 wurde in der öffentlichen Sitzung beim Punkt Mitteilungen die Liste der Hundesteuerzahler auf Vollständigkeit geprüft. Dies hätte nicht in der öffentlichen Sitzung geschehen dürfen! Diesen Fehler bedauere ich. Sollte durch eine bereits veraltete Liste der Eindruck entstanden sein, ein Reichenberger Bürger hätte seinen Hund nicht fristgerecht angemeldet, so betone ich, dass dies nicht der Fall war. Das Protokoll der Sitzung wurde unverzüglich geändert.
Auch in Zukunft wird das Protokoll für den öffentlichen Teil der Sitzung im Schaukasten ausgehängt und im Internet veröffentlicht. In dem Bearbeitungsprozess wird jedoch eine zusätzlich Kontrolle eingerichtet.

Karl Heinz Goerke
Ortsbürgermeister

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Burg wird wieder zwangsversteigert (27.07.2006)

Reichenberg: Neuer Eigentümer zahlte nicht - Weiteres Verfahren folgt

Foto der Burg ReichenbergNoch im Februar schien es, als würde sich an der unklaren Situation rund um die Burg Reichenberg etwas ändern. Bei der Zwangsversteigerung legte ein Bieter die nötige Anzahlung auf den Tisch, um das Eigentum zu erwerben. Der Termin, an dem die Restschuld beglichen werden sollte, ist aber mittlerweile ohne Zahlungseingang verstrichen.

REICHENBERG. "Die Burg ist völlig leer und zugesperrt. Einen Schlüssel habe ich nicht. Ich kann nicht mal Anfragen der Süwag beantworten, die fragen, wie sie reinkommen, um Strom abzulesen", ist Reichenbergs Ortsbürgermeister Karl-Heinz Goerke genauso ratlos wie alle, die sich fragen, was mit der Burg Reichenberg in den kommenden Jahren geschehen wird. Vermutlich erst einmal nichts, denn der neue Eigentümer, der noch bei der Zwangsversteigerung im Februar eine hohe Anzahlung leistete, ließ den späteren Zahlungstermin verstreichen, ohne die Kaufsumme in Höhe von 400 000 Euro beglichen zu haben. Für die als Gläubiger auftretende Bank war das natürlich ein unhaltbarer Zustand, deshalb haben die Verantwortlichen die Reißleine gezogen und eine erneute Zwangsversteigerung beim Amtsgericht St. Goar eingefordert.
Somit geht das gleiche Spiel, das bereits vor dem Februartermin viele Monate in Anspruch genommen hatte, wieder von vorne los. Unter anderem muss wieder Gutachten erstellt werden, das den Wert der historischen Anlage beziffern soll. Ganz so lange wie zuvor müsste die neue Vorbereitung aber nicht dauern, da ein neues Gutachten, das unwiderruflich erbracht werden muss, auf den Ergebnissen des ersten beruht.
"Die Situation ist seit Jahren unklar. Für die Bürger ändert sich also nichts", nimmt es Goerke mittlerweile mit Galgenhumor. Das Verfahren läuft bereits, heißt es aus dem Amtsgericht, doch wieder werden Monate ins Land ziehen, bis es zu einem neuen Termin kommt. Das Kuriose: Obwohl der Bieter das Geld nicht bezahlt hat, ist der Zuschlag rechtskräftig, und er bleibt Eigentümer der Burg - wenngleich ohne Eintrag ins Grundbuch. Dafür hätte er die volle Summe bezahlen müssen.

Text und Foto: Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 27.07.2006, Seite 21.   Markus Wakulat

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Seniorenkaffee (28.07.2006)

Herzliche Einladung

Wir möchten an dieser Stelle gerne noch einmal an den Seniorenkaffee erinnern, der am Samstag, dem 29. Juli ab 15 Uhr unter der Überdachung am Feuerwehrgerätehaus stattfindet und zu dem Sie bereits eine persönliche Einladung erhalten haben.
Bei hoffentlich angenehm sommerlichem Wetter werden Sie die Gelegenheit zu anregenden Gesprächen bei Kaffee und Kuchen haben. Der Chor wird Sie hin und wieder mit seinen Liedbeiträgen erfreuen und Pfarrer Löhde wird eine kleine Andacht halten.
Gerne können Sie auch erst später dazukommen. Bleiben Sie so lange Sie Lust und Zeit haben. Es soll ein gemütlicher Nachmittag in ungezwungener Atmosphäre werden.
Es freuen sich auf Ihr Kommen
der Kirchenvorstand
der Gemeinderat
die Freiwillige Feuerwehr
der Schützenverein
und natürlich der Frauenchor

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Vertretung des Ortsbürgermeisters (28.07.2006)

In der Zeit vom 31.07.2006 bis zum 16.08.2006 befindet sich der Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke im Urlaub. Die Vertretung übernimmt der 1. Beigeordnete Hans-Rudi Voss.

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Friedhofsmauer erstrahlt in neuem Glanze (22.07.2006)

Ortbürgermeister musste mehrfach Material besorgen

Bildausschnitt Friedhofsmauer

"Was unter der Regie von Wolfgang Hebel und Reinhard Wüst bereits geleistet wurde, ist wirklich außerordentlich" stellte der Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke fest. "Es ist eine Freude für mich, den Fortschritt bei der Sanierung der Friedhofsmauer Tag für Tag und Woche für Woche anzusehen!"
Bereits im letzten Jahr wurde festgestellt, dass die Friedhofsmauer dringend einer Überarbeitung bedurfte. Durch vielfältigen Bewuchs waren die Fugen heraus gebrochen und teilweise einzelne Steine lose. Eigentlich sollte diese Maßnahme im Rahmen eines 1-Euro-Jobs durchgeführt werden. Da der Gemeinde aber leider kein passender Bewerber vermittelt wurde, haben sich Wolfgang Hebel und Reinhard Wüst an die Arbeit gemacht. Unterstützung fanden Sie bei einigen weiteren Reichenbergern und so ist der Teil zur Straße hin bereits komplett fertig gestellt. Immer wieder musste der Ortbürgermeister für Nachschub an Trasszement und Trasszementmörtel sorgen, damit das Arbeitsmaterial nicht ausging. Es waren auch einige tiefe Löcher zu stopfen.
"Ich bin wirklich froh über das Engagement der beiden" so der Ortbürgermeister, "eine solche Maßnahme könnten wir sonst gar nicht über die Friedhofsgebühren finanzieren!"


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Eigener Weg führte zum Erfolg (21.07.2006)

Strom für die Gemeinde günstiger

Nachdem nun alle Fakten auf dem Tisch liegen steht fest, dass Reichenberg den Strom zur Zeit um 1,5 ct/kwh günstiger bezieht, wie diejenigen Gemeinden, die an der europaweiten Bündelausschreibung teilgenommen haben. "Damit hat sich unser Weg bestätigt" betonte Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke. Gerade der geringe Verbrauch an den drei Reichenberger Abnahmestellen führte zu diesem Ergebnis. Insgesamt geht es nicht um riesige Beträge, aber auch im Kleinen setzt die Gemeinde damit ihren konsequenten Sparkurs fort. Das Risiko für die Gemeinde besteht allerdings in der Gefahr einer Strompreiserhöhung. Dies wurde bei der Bündelausschreibung für zwei Jahre ausgeschlossen. Allerdings wurden gerade in der letzten Zeit Erhöhungen erst gar nicht genehmigt. Bei dem derzeitigen Preisunterschied müsste schon eine Erhöhung um mehr als 10% durchgesetzt werden, um auf das gleiche Preisniveau zu kommen. Aber auch die Verbauchsgewohnheiten können noch auf den Prüfstand gestellt werden; denn jede Kilowattstunde, die nicht verbraucht wird, hat das größte Sparpotenzial überhaupt.

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Erdbeere im Dorfgemeinschaftshaus (23.06.2006)

Bunte Bilder zieren die Wände

Makroaufnahme einer Erdbeere

Fünf dreiteilige Makro-Fotografien bringen Farbe ins Dorfgemeinschaftshaus. Im großen Saal hat Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke verschiedene Aufnahmen, die Motive einer Werbeserie der Landesbank Hessen-Thüringen und der Frankfurter Sparkasse zeigen, aufgehängt. Einige Besucher haben schon Vermutungen darüber angestellt, was die Motive im Einzelnen darstellen. Gut zu erkennen ist die Erdbeere, aber auch die Dahlie und die Gerbera sind nicht schwer zu erraten. Etwas komplizierter ist es dann schon bei der Bienenwabe, dem Symbol für die ehemalige Sparkasse von 1822. Das fünfte Motiv zeigt ein Stück Rasen aus dem Frankfurter Waldstadion, vermutlich die Mittellinie. Ein Geheimnis sei an dieser Stelle verraten: Die Line selbst wurde für das Foto durch Parmesankäse gedoubelt; der Kalk bzw. die Sprühfarbe waren nicht so fotogen.

Bild Light-Korridor Flughafen Frankfurt

Wer diese und weitere Motive, allerdings mit der entsprechenden Werbebotschaft sehen möchte, kann dies im Light-Korridor am Frankfurter Flughafen tun. Auf dem Weg von den Tiefgaragen zur Ankunfts- oder Abflugsebene kommt man an der größten hinterleuchteten Werbefläche der Welt vorbei.

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Reichenberg: Zum dritten Mal schießt eine Frau den Adler ab (20.06.2006)

Marion Voss Schützenkönigin - Wettbewerb dauerte mehr als fünf Stunden

Bild Marion VossREICHENBERG. Immer mehr Patronenhülsen sammeln sich an auf den Filzauflagen. Einige sind auch schon auf den Boden gerollt im Kleinkaliberstand des Schützenvereins Horrido 1912 Reichenberg. Das Königsschießen zieht sich in die Länge. 29 Erwachsene feuern immer wieder mit ihren Kleinkaliber-Gewehren in den noch hellen Juni-Abend hinaus, doch der anvisierte Adler zeigt sich zunächst unbeeindruckt.
In 50 Metern Entfernung steht der stolze Vogel zwischen Gras und Farnen. Er trägt das italienische Wappen auf der Brust, weil zu gleicher Stunde die Squadra Azzurra in Kaiserslautern gegen die USA Fußball spielt. Entsprechend zieren "Stars and Stripes" den zweiten Adler, auf den zehn Jugendliche aus zehn Metern Entfernung mit dem Luftgewehr anlegen.
Stefan Hopf hat beide Zielobjekte aus Spanholz gefertigt und dabei offenbar sehr gutes Rohmaterial erwischt. Um 18.20 beginnt das Königsschießen, und erst nach mehr als zwei Stunden gelingt es Sandra Meister, den ersten Flügel zu Fall zu bringen. Elf Runden haben da die Schützen bereits hinter sich. Weitere fünf Durchgänge sind nötig, bis der brusthohe Italien-Adler auch seine zweite Schwinge verliert. Karl-Willi Steeg setzt den entscheidenden Schuss - beim WM-Spiel endet gerade die Halbzeitpause.
"So etwas haben wir schon lange nicht mehr erlebt", staunt der SV-Vorsitzende, Franz-Josef Voss, angesichts des zähen Fortgangs. Die Striche in der Schießkladde mehren sich ebenso wie die Patronenhülsen. Ungläubig blicken die Reichenberger Schießsportler immer wieder mit dem Feldstecher über die Bahn und begutachten die Treffer im Holz.
"Normalerweise müsste der Adler schon längst unten liegen", lautet die einhellige Meinung. Doch es dauert bis 23.30 Uhr - die Fußballer haben längst schon den Abpfiff vernommen - bis der Reichenberger Schützenkönig des Jahres 2006 feststeht. Genau genommen handelt es sich um eine Schützenkönigin, denn Marion Voss schießt letztlich den Vogel ab.
Bild Clemens Lindenblatt24 Runden oder fast 700 Schuss waren letztlich dazu nötig. In Person von Marion Voss wird zum dritten Mal in der Reichenberger Ortsgeschichte eine Frau Schützenkönigin und steht somit im Mittelpunkt beim traditionellen Höhepunkt des Vereinslebens. Die Kassiererin und Frau des Vorsitzenden erhält am folgenden Tag während eines Frühschoppens ihre Insignien.
Bei den Jugendlichen behalten hingegen die männlichen Aktiven die Oberhand. Johannes Keller darf sich fortan Jungkönig nennen, das stand schon um 21.50 Uhr fest. Die Vorarbeit zu seinem finalen Treffer hatten Jan Huppert und Daniel Kuhr geleistet, indem sie dem US-Adler die Flügel vom Rumpf geschossen hatten.
Text und Fotos : Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 20.06.2006, Seite 26 Thorsten Stötzer

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Wie geht es weiter im Kindergartenzweckverband (16.06.2006)

Aus dem Gemeinderat

Recht kontrovers verlief die Diskussion über die weitere Mitgliedschaft im Kindergartenzweckverband St. Goarshausen. Ab August wird kein Kind aus Reichenberg mehr die evangelische Kindertagesstätte besuchen. Dies war für Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke der Anlass um beim Rhein-Lahn-Kreis, der für die Verteilung der Personalkosten zuständig ist, und dem Kindergartenzweckverband, über den die Sachkosten verteilt werden, eine Änderung der Kostenschlüssel zu verlangen. "Zunächst sollten die jeweiligen Kosten einmal nach Vorhalte- und Betriebskosten aufgeteilt werden" so der Ortsbürgermeister. "An den Vorhaltekosten wollen wir uns auch weiterhin anhand der Einwohnerzahlen beteiligen," führte er weiter aus. Die Betriebskosten sollen allerdings anhand der aktuellen Kinderzahlen verteilt werden. Gerade in Zeiten der Einführung der Doppik sollte eine 'verursachungsgerechte' Kostzuordnung selbstverständlich sein. Leider sah sich die Kreisverwaltung nicht in der Lage, diesen Antrag zu unterstützen, so dass der Fall nun beim Kreisrechtsausschuss anhängig ist. Erschwerend kommt hinzu, dass die evangelische Kindertagesstätte in St. Goarshausen mit Abstand die höchsten Kosten pro Kind im Rhein-Lahn-Kreis verursacht. In Summe waren dies 6795 Euro in 2005 für Reichenberg. "Auch wenn es zur Zeit nicht in die politische Landschaft passt, dies ist für Reichenberg sehr viel Geld, dem ab August eigentlich keine Leistung mehr gegenüber steht!" fasste der Ortbürgermeister seine Ansicht zusammen. Der Gemeinderat beschloss, die Entscheidung des Kreisrechtsausschusses abzuwarten und danach das Thema erneut zu beraten.
Ein weiterer Punkt der letzten Sitzung war der Endausbau des 'Amtsfeldes'. Seit nunmehr über 30 Jahren handelt es sich hier um eine Baustraße. Durch zwischenzeitlich Baumaßnahmen gibt es einige quer verlaufende Senken und die Ränder sind teilweise ausgefranst. Schon aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht, durch die Straße verläuft der Radweg entlang des Kleinbahndammes, ist hier Abhilfe notwendig. Ein positiver Effekt für die Gemeinde wäre zusätzlich durch die Neuregelung der Straßenoberflächenentwässerung möglich, da hier ein gemeindeeigener Kanal das Wasser in Richtung Bach abführen könnte. Dies würde eine jährliche Einsparung von ca. 900 Euro bedeuten. Natürlich ist kein Luxusausbau geplant, kostengünstig, haltbar und zweckmäßig solle es sein, führte der Ortsbürgermeister aus. Weitere Einzelheiten sollen dann in einer Anwohnerversammlung besprochen werden.

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Zukünftig liefert die Süwag den Strom für die Gemeinde (09.06.2006)

Aus dem Gemeinderat

Einstimmig hat der Gemeinderat sich für die Süwag als künftigen Stromlieferanten für die Gemeinde entschieden. "Die Preisdifferenz zur Konkurrenz ist minimal", so das Ratsmitglied Hermann-Willi Schmidt, "und ab 1400 kwh ist die Süwag günstigster Anbieter." Der Ortbürgermeister wurde beauftragt, die entsprechenden Verträge abzuschließen.
Als weiteren Punkt hatte der Rat über die Voraussetzungen zur Einziehung von Wegen in der Gemarkung zu beschließen. Bisher haben zwei Landwirte Interesse bekundet, gemeindliche Wegeparzellen, die nicht mehr als Weg benötigt werden, käuflich zu erwerben. Da eine Vielzahl der Wege im Rahmen der Flurbereinigung 1953 festgelegt und gewidmet worden sind, müssen sie vor dem Verkauf eingezogen werden. Dazu ist ein Satzungsbeschluss notwendig. Damit nicht für jeden Weg ein gesonderter Beschluss notwendig wird, hat Ortbürgermeister Karl Heinz Goerke vorgeschlagen, einen Plan zu erstellen, der alle notwendigen Wege aus Sicht der Gemeinde enthält. Alle anderen Wegeparzellen sollen dann en Bloc eingezogen werden. Dieses Vorgehen hat der Rat einstimmig gebilligt. Zusätzlich wurde festgelegt, dass Wege nur an die Eigentümer der angrenzenden Flächen verkauft werden sollen, unabhängig vom jeweiligen Bewirtschafter. Eine Entschädigung der Landwirte, die bei der Umlegung Flächen für Wege zur Verfügung gestellt haben, ist nicht vorgesehen.
Der Jagdpächter der Jahre 1986 bis 2005 verlangt die gezahlte Wildschadenspauschale für 9 Jahre zuzüglich Zinsen zurück. Grundlage ist eine problematische Formulierung im damaligen Jagdpachtvertrag und ein Urteil des OLG Hamm. Allerdings beträgt nach der Schuldrechtsreform des letzten Jahres die Verjährungsfrist 3 Jahre, sodass der Gemeinderat beschlossen hat, die Summe von 257,70 Euro für die Jagdjahre 2003/4 und 2004/5 zurückzuzahlen.

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Die Dorfgemeinschaft liegt den Jubilaren am Herzen (03.06.2006)

Bild Ruth und Clemens Lindenblatt

Ihr goldenes Ehejubiläum feiern Ruth und Clemens Lindenblatt aus Reichenberg an den Pfingsttagen, denn seit dem 2. Juni sind sie 50 Jahre verheiratet. Gefragt nach dem Geheimnis ihrer langen Ehe huscht beiden ein bescheidenes Lächeln über das Gesicht, wenn sie sagen: "Wir waren und sind einfach immer füreinander da." So fand der aus dem ehemaligen Ostpreußen stammende Clemens im kleinen Reichenberg nicht nur eine neue Heimat, sondern auch seine Ruth bei vielen gemeinsamen Unternehmungen mit der Dorfjugend. Die Gemeinschaft im Ort liegt beiden auch heute noch besonders am Herzen. Während sein handwerkliches Geschick bei Gemeinde, Feuerwehr oder Schützenverein immer gefragt war und ist, singt sie im Frauenchor und ist als helfende Hand bei fast allen Reichenberger Festlichkeiten dabei. Die Familie, mit zwei Töchtern und vier Enkeln, sowie viele Freunde und Verwandte gratulierten bereits.
Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 03.06.2006, Seite 19.

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Hartnäckig gewesen, Glück gehabt und sparsam gewirtschaftet! (02.06.2006)

Ergebnis für 2005 sehr positiv

Anlässlich der Beschlussfassung über die Jahresrechnung 2005 zog Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke eine positive Bilanz. "Im Plan sind wir noch von einem Fehlbedarf in Höhe von 20.000 Euro ausgegangen, am Ende konnten wir sogar noch über 8.300 Euro eines Darlehens tilgen!" Zunächst einmal hat Reichenberg sparsam gewirtschaftet und an der ein oder anderen Stelle den Haushaltsansatz unterschritten. Positiv hat sich auch die gestiegene Finanzkraft ausgewirkt, blieb doch nach Abzug der Umlagen an die Verbandsgemeinde, den Kreis und den Fonds Deutsche Einheit ein Plus von fast 10.000 Euro. Damit konnte der Fehlbedarf aus 2003 abgedeckt werden. Zusätzlich hat sich die deutlich gestiegene Konzessionsabgabe auf der Einnahmenseite bemerkbar gemacht.
Bei der Oberflächenentwässerung zahlte sich das hartnäckige Nachbohren des Ortsbürgermeisters aus. "Natürlich ist das nur ein Einmaleffekt," stellte er fest, aber es wurden per Saldo über 6.000 Euro Investitionskostenzuschuss durch die Verbandsgemeindewerke erstattet. Dieses Geld soll nun genutzt werden, um in Rahmen des Endausbaus im "Amtsfeld" die Straßenoberflächenentwässerung neu zu regeln. Ziel ist es, zukünftig jährliche Kosten in Höhe von fast 900 Euro einzusparen.
Das innere Darlehen der Jagdgenossenschaft, das für den Bau der Überdachung am Feuerwehrgerätehaus eingesetzt wurde, konnte bis auf 2.320 Euro getilgt werden.
"Wenn in Reichenberg auch weiterhin so umsichtig und sparsam gewirtschaftet wird, dann haben wir uns auch in Zukunft nichts vorzuwerfen!" so das Fazit des Ortsbürgermeisters. "Es bleibt zu hoffen, dass wir auch in Zukunft einen, wenn auch geringen finanziellen Gestaltungsrahmen erhalten können."

Haushaltsplan Reichenberg

Bezeichnung Plan 2006 Ist 2005 Plan 2005
Finanzkraft 96.800 € 98.335 € 82.800 €
Umlagen -76.500 € -72.711 € -67.100 €
Verbleiben für Reichenberg 20.300 € 25.624 € 15.700 €
Hundesteuer 500 € 775 € 800 €
Konzessionsabgabe 8.300 € 8.262 € 6.500 €
Verfügbare Mittel 29.100 € 34.661 € 23.000 €
Bürgermeister + Verwaltung -8.000 € -7.906 € -7.800 €
Kindertagesstätte -7.000 € -7.906 € -7.800 €
Straßen, Parks, Dorferneuerung -6.200 € -5.500 € -5.500 €
DGH -2.700 € -2.292 € -2.400 €
Kinder- und Jugendarbeit -700 € -423 € -700 €
Friedhof und Leichenhalle -600 € -441 € -700 €
Zinsen -600 € -420 € 100 €
Zuschüsse Vereine, Beiträge Verbände -500 € -306 € -900 €
Chronik + Archiv 100 € 191 € -100 €
Jagd, Wege, Forst, Schutzhütte, Grundst. 1.300 € -588 € 3.000 €
Erstattung Inv.k. Oberflächenentw.   6.050 €  
Fehlbedarf aus Vorjahren   -9.699 € -16.200 €
Entn./Zuf. Rücklagen   -1.082 €& nbsp;
Entn./Zuf. Rücklage Jagdgen. -1.400 € 708 € -3.200 €
Tilgung Darlehen Jagdgenossenschaft -2.800 € -8.322 €  
Saldo 0 € 0 € -20.000 €
Fehlbedarf 0 € 0 € -20.000 €

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Ortschef will nicht mehr für Kita zahlen (01.06.2006)

Reichenberg: Ab August kein Kind zu versorgen

REICHENBERG. Recht kontrovers verlief die jüngste Diskussion des Reichenberger Gemeinderates über die weitere Mitgliedschaft im Zweckverband des Kindergartens in St. Goarshausen. Ab August wird kein Kind aus Reichenberg mehr die evangelische Kindertagesstätte besuchen.
Dies war für Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke der Anlass, um beim Rhein-Lahn-Kreis, der für die Verteilung der Personalkosten zuständig ist, und dem Kindergartenzweckverband, über den die Sachkosten verteilt werden, eine Änderung der Kostenschlüssel zu verlangen.
"Zunächst sollten die jeweiligen Kosten einmal nach Vorhalte- und Betriebskosten aufgeteilt werden", so der Ortschef und Bänker. "An den Vorhaltekosten wollen wir uns auch weiterhin anhand der Einwohnerzahlen beteiligen," führte er aus. Goerke ist allerdings der Ansicht, dass sich die Betriebskosten anhand der aktuellen Kinderzahlen orientieren sollten. "Gerade in Zeiten der Einführung der Doppik sollte eine "verursachungsgerechte" Kostzuordnung selbstverständlich sein. Leider sah sich die Kreisverwaltung nicht in der Lage, diesen Antrag zu unterstützen, so dass der Fall nun beim Kreisrechtsausschuss anhängig ist", erklärte Goerke.
"Erschwerend kommt hinzu, dass die evangelische Kindertagesstätte in St. Goarshausen meines Wissens mit Abstand die höchsten Kosten pro Kind im Rhein-Lahn-Kreis verursacht", sagte der Ortsbürgemeister. In Summe waren dies 2005 6795 Euro für Reichenberg.
"Auch wenn es zurzeit nicht in die politische Landschaft passt, dies ist für Reichenberg sehr viel Geld, dem ab August eigentlich keine Leistung mehr gegenüber steht!", fasste er zusammen. Der Gemeinderat beschloss letztendlich, die Entscheidung des Kreisrechtsausschusses abzuwarten und danach das Thema erneut zu beraten.
Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 01.06.2006, Seite 17.

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Streunende Hunde gefährden Wild (26.05.2006)

Schon zwei Rehe gerissen

In den vergangenen Wochen sind mindestens zwei Rehe Opfer streunender Hunde geworden. Darüber haben die Jagdpächter Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke informiert. Gerade jetzt, da die Ricken ihre Kitze versorgen, ist dies sehr bedauerlich; besteht doch die Gefahr, dass nun ein Kitz ohne seine Mutter keine Chance zum Überleben hat.
Das Handeln der Hundebesitzer ist unverantwortlich! Hunde sind sowohl in der Ortslage als auch in der freien Natur jederzeit so zu kontrollieren, dass kein Wild oder Vieh gehetzt wird. Am effektivsten geschieht dies durch Anleinen. Im übrigen besteht die Möglichkeit, einen Hund gemäß § 7 der Hundesteuersatzung als gefährlichen Hund einzustufen, wenn er durch sein Verhalten gezeigt hat, dass er Wild oder Vieh hetzt oder reißt. Dies ist mit erheblichem finanziellen Mehraufwand für den Hundehalter verbunden!
Auch das "Stöckchenwerfen" in der Feldflur sollte unterbleiben. Es haben sich schon mehrere Landwirte darüber beklagt, dass durch ins Feld geschmissene Stöcke eine potentielle Gefahr für ihre Maschinen besteht. Auch darüber sollten die Hundebesitzer einmal nachdenken. Gemäß der einschlägigen Rechtsvorschriften sind Feld und Wald auch zur Erholung da; Grenzen sind jedoch eindeutig durch das private und das öffentliche Eigentum gesetzt.
Nur wenn alle die gebotene Rücksicht walten lassen, ist ein friedliches Nebeneinander von Erholungssuchenden, Wanderern, Joggern, Mountainbikern, Landwirten und Jägern möglich. Das egoistische Durchsetzen der eigenen Interessen kann nur ins Abseits führen.

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Kunstdiebstahl (21.04.2006)

Blauer Januskopf gestohlen

Nicht gerade erfreut zeigte sich Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke, als er vom Diebstahl des "Blauen Januskopf" in Reichenberg erfuhr. Nachdem das Kunstobjekt im vergangenen Herbst bereits einmal erheblich beschädigt wurde, ist es nun ganz verschwunden. "Diese Art der Auseinandersetzung mit Gegenwartskunst", so der Ortsbürgermeister, "zeugt nicht gerade von Toleranz!" Ganz weltlich gesprochen, ist es Diebstahl. Auch wenn das Werk sicherlich nicht jedermanns/-fraus Geschmack getroffen hat und der darauf angebrachte Spruch ohne Zweifel provozieren sollte, ist dieser Umgang mit fremdem Eigentum nicht angemessen. Gerade die Geschichte lehrt uns immer wieder, dass Kunstwerke ein sehr unterschiedliches Echo hervorrufen. Allerdings war und ist die Zerstörung oder aber der Diebstahl noch nie die richtige Reaktion gewesen. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Vorgang in Reichenberg ein Einzelfall bleibt.

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60 Jahre im Bund des Lebens (13.04.2006)

August und Liesel Lenz feiern an dessen Geburtstag Diamantene Hochzeit

Bild von August und Liesel LenzREICHENBERG. Gleich zwei große Feste kann das Ehepaar August und Liesel Lenz aus Reichenberg am heutigen Donnerstag feiern. Vor 60 Jahren haben sie sich das Ja-Wort fürs Leben gegeben, und das am Geburtstag des Bräutigams. So feiert die Familie heute zugleich auch dessen 85. Geburtstag.
Groß ist der Kreis um das Jubelpaar, aus der Ehe sind nämlich zwei Töchter und ein Sohn, acht Enkel und sieben Urenkel hervorgegangen. Kennen gelernt hat sich das Paar beim "Pefferkochen" in Reichenberg, nachdem August Lenz zum Kriegsende im Frühsommer 1945 nach einer langen Odyssee durch Holland, Belgien, Österreich, Dänemark Tschechien, Polen und Schlesien einigermaßen heil wieder zu Fuß in seinem Heimatort Reitzenhain angekommen war.
Der Verlobung am 17. März 1946 folgte schnell die Hochzeit am 13. April des gleichen Jahres. August Lenz ging wieder seinem Beruf nach, er hatte Stellmacher (Wagner) gelernt und war auf vielen großen Baustellen als Spezialist für Verschaltechnik international tätiger Firmen zu Hause. Liesel Lenz, geborene Huppert, stammt aus Reichenberg, arbeitete in der familieneigenen Landwirtschaft und auf dem Hof, "das war damals so, da erlernten die Mädchen lange nicht alle einen eigenen Beruf", erinnert sie sich.
Als Jugendlicher war August Lenz sportbegeistert, im Sportverein Reitzenhain ging er allen Disziplinen der Leichtathletik nach, "aber nur bis zur Hochzeit, dann musste ich Geld verdienen, um die Familie zu unterhalten", sagt der Uropa. Ganz untätig blieb er aber nicht, und heute ist er auf ausgedehnten Spaziergängen zu sehen. Liesel Lenz fertigte einst Handarbeiten und kümmerte sich um die Kinder. Jetzt freuen sich die beiden Jubilare auf ein schönes Familienfest am Osterwochenende und sehen bei rüstiger Gesundheit zuversichtlich in die Zukunft.   Text und Bild: Rhein-Lahn-Zeitung, 13.04.2006, Norbert Schmiedel

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Fahren die Landwirte unsere Wege kaputt? (07.04.2006)

Benutzungssatzung wird offensichtlich nicht eingehalten

Wenig angetan zeigt sich Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke von rücksichtslosen Landwirten, die bei der augenblicklich feuchten Witterung mit schwerem Gerät die gemeindlichen Feld- und Waldwege kaputtfahren. Tiefe Furchen durchziehen die Wege speziell am Eichewald; auch der Steinweg wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Neben den Landwirten sind auch die Jagdausübungsberechtigten aufgefordert den § 6 Abs. 1 Nr. 1 der Satzung über die Benutzung der gemeindlichen Feld- und Waldwege zu achten. Es ist unzulässig die Wege zu benutzen, wenn dies insbesondere aufgrund jahreszeitlich bedingten Zustandes zu erheblichen Beschädigungen führt oder führen kann.
"Ich fordere alle Reichenberger auf," so der Ortsbürgermeister "Verstöße unmittelbar zu melden! Wenn es nicht anders geht, müssen auch einmal Geldbußen verhängt werden!"
Der Wald dient den Bürgern als Erholungsgebiet. Diese Funktion kann er natürlich nur wahrnehmen, wenn die Wege begehbar sind und bleiben. Sicherlich befinden wir uns nicht in einem Schlosspark, aber unsere Wege waren in Ordnung und von Wanderern und Spaziergängern gut zu nutzen. Das ist jetzt nur noch sehr eingeschränkt möglich.
Auch ist es in der Feldflur nicht angebracht, die Graswege mit Gülle derart zu verschmutzen, dass sie nur noch mit Gummistiefeln nutzbar sind. "Dieses rücksichtslose Verhalten Einzelner" erklärt Goerke "werde ich nicht weiter dulden. Mit Sorge beobachte ich auch die wiederholte Zerstörung der Absperrpfosten am Radweg Kleinbahndamm. Offensichtlich werden die Pfosten mutwillig mit schwerem Gerät umgefahren, weil man zu faul ist, anzuhalten und den Pfosten ordnungsgemäß abzulegen und wieder aufzurichten."
Der Ortsbürgermeister bittet die Bevölkerung, ihre diesbezüglichen Beobachtungen, die auf Wunsch auch vertraulich behandelt werden, zu melden. Es geht um unser gemeinsames Eigentum, für das wir alle Verantwortung tragen.

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Reichenberg hat gewählt (31.03.2006)

Super Wahlbeteiligung

Genau 138 Reichenberger haben am letzten Sonntag ihre Stimme bei der Landtagswahl abgegeben. Mit 79,3% konnte die Wahlbeteiligung gegenüber der letzten Landtagswahl 2001 noch einmal gesteigert werden, und das auch ganz entgegen dem Landestrend. "Dies ist der beste Lohn für unsere Arbeit" stellte der Ortbürgermeister Karl Heinz Goerke als Vorsitzender des Wahlvorstandes fest. Bereits um 18:30 Uhr war die Schnellmeldung durchgegeben und eine ¼ Stunde später waren alle Unterlagen verpackt. So konnte der Wahlvorstand, dem diesmal wieder vier Bürgerinnen und Bürger angehörten, die nicht im Gemeinderat sind, zum gemütlichen Teil übergehen.
Bei den Wahlergebnissen gab es keine Überraschungen. Die SPD büßte wenige Stimmen ein, die CDU konnte wenige Stimmen dazu gewinnen. FDP, Grüne und FWG verloren etwas bei den Landesstimmen. Immerhin 12 Stimmen erhielten die verschiedenen sonstigen Parteien. Leider waren auch 3 Stimmen total ungültig, bei 5 Stimmzetteln war nur die Landesstimme angekreuzt.

Landtagswahl
Wahlergebnis
vom 26. März 2006
Erklärung/Partei Stimmen Prozentsatz Stimmen Prozentsatz
Landtagswahlen 2006        
    Wahlberechtigte: 174
    davon Briefwähler: 17
    Wähler: 138
    Wahlbeteiligung: 79,31%

Wahlkreisstimme Landesstimme
%   %

    ungültig 8 3  

    SPD 71 54,6 76 56,3
    CDU 41 31,5 29 21,5
    FDP 10 7,7 9 6,7
    Grüne 8 6,2 7 5,2
    FWG     2 1,5
    Rep     1 0,7
    Tierschutz     1 0,7
    NPD     3 2,2
    WASG     3 2,2
    DSP     2 1,5
    Graue     2 1,5

    Gültig 130   135  

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Landtagswahl in Reichenberg (17.03.2006)

Vorbereitungen abgeschlossen

Die Vorbereitungen für die Landtagswahl sind abgeschlossen. Der Wahlvorstand ist bestellt und die Wahlbenachrichtigungen wurden verschickt. Somit wächst die Spannung.
Wird es auch 2006 wieder die in Reichenberg übliche hohe Wahlbeteiligung geben? Bei der Landtagswahl 2001 waren es 180 Wahlberechtigte von denen 18 Briefwahl beantragt hatten. 142 Reichenberger gingen dann zur Wahl. Geht man davon aus, dass auch alle Briefwähler gewählt haben, so lag die Wahlbeteiligung bei 88,9%; in den amtlichen Statistiken finden sich nur 78,9%, da die Briefwähler nicht auf Gemeindeebene ausgewertet wurden. Dies ist ein hervorragendes Ergebnis, denn nur derjenige, der zur Wahl geht, bestimmt die Zusammensetzung des Landtages. Und gerade die Landespolitik hat einen erheblichen Einfluss auf das Wohlergehen der Gemeinden.
Die Stimmverteilung bei den Zweitstimmen/Landesstimmen, die über die Gesamtzahl der Sitze der Parteien entscheidet, zeigte in 2001das für Reichenberg typische Bild. Bemerkenswert ist jedoch, dass die FDP und die Grünen ihr bisher bestes Ergebnis erzielten und die CDU ihr schlechtestes. Ein ganz anderes Ergebnis gab es bei den Erststimmen/Wahlkreisstimmen. Hier konnte Heinz Peter Koulen, der für die CDU antrat, fast 30% der Stimmen erringen.
Wer einmal live bei der Ergebnisermittlung dabei sein möchte, ist zur Auszählung ab 18:00 Uhr ganz herzlich eingeladen. Die Zahl der Wahlberechtigten schwankt immer so um 180 Personen, sodass das Ergebnis für Reichenberg i.d.R um 18:25 Uhr bereits feststeht.
"Gehen Sie zur Wahl!" so der Aufruf von Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke, "denn wer wählt, zählt! Nur wer wählt, bestimmt aktiv über die Zusammensetzung des Rheinland-Pfälzischen Landtages mit."

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Verstopfung (17.03.2006)

Kleine Ursache - große Wirkung

"Da stimmt doch etwas nicht!" dachte sich Clemens Lindenblatt als er sonntags ins Dorfgemeinschaftshaus kam. Aus dem Kellergeschoss stieg ihm ein unangenehmer Geruch in die Nase. Unten angekommen stellte er fest, dass die beiden Toiletten ca. 2 cm unter Wasser standen. Aus den Bodengullis war Wasser eingedrungen. Kurze Zeit darauf traf der benachrichtigte Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke ein, um sich den Schaden anzusehen. Es wurde beschlossen, einer vermuteten Verstopfung mit einer Spirale bzw. mit Wasserdruck zu Leibe zu rücken. Vorher wurden noch alle Türen ausgehängt, damit das aufsteigende Wasser keinen Schaden anrichten konnte. Entsprechende Gerätschaften wurden besorgt und zusammen mit Wolfgang May wurden die Rohre, leider ohne Erfolg bearbeitet. Nachdem man einsehen musste, dass das Problem nicht zu lösen war, wurde versucht, das Wasser zumindest abzupumpen. Thomas Michel, der zwischenzeitlich eingetroffen war, ging das Problem von außen an. Neben dem Feuerwehrgerätehaus wurde ein Bildstopfen entfernt, und schon konnte das Abwasser aus dem Zweigkanal Untertal entweichen. Auch das Wasser im DGH floss ab. Da die Verstopfung so im öffentlichen Kanalnetz lokalisiert werden konnte, wurde der Bereitschaftsdienst der Verbandsgemeindewerke alarmiert. Aber auch Hans-Peter Schmidt konnte die Verstopfung nicht beseitigen. Da nun aber keine unmittelbare Schadensgefahr mehr bestand, wurde für den nächsten Morgen ein Spülfahrzeug angefordert.
Am Montag förderten dann die eingesetzten Spezialkräfte Sand, Tampons und Damenbinden zu Tage und beseitigten die Verstopfung. Dienstags wurde dann noch eine Kamerauntersuchung durchgeführt, das Ergebnis wird noch ausgewertet.
Die Turnfrauen haben dankenswerter Weise die Toiletten gereinigt und Clemens Lindenblatt hat zwischenzeitlich die Türen wieder eingehängt. Der Schaden war also nicht besonders groß, aber dennoch ist das Ganze ärgerlich. Die Reichenberger werden daher gebeten, keine Tampons oder Damenbinden bzw. andere, zu Verstopfung führende Gegenstände, in ihre Toiletten zu schmeißen. Nach dem Motto "kleine Ursache - große Wirkung" könnte es auch Sie sonst einmal treffen. Und Wasser im Keller ist sicherlich sehr unangenehm.

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Johannes Lauer besucht Reichenberg (03.03.2006)

Ortsbürgermeister hat den Landtagskandidaten der CDU eingeladen

Auf Einladung von Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke besucht der Landtagskandidat Johannes Lauer am 11. März 2006 die Gemeinde Reichenberg. Ab 14 Uhr sollen dabei vor Ort einmal die Stärken aber auch die Schwächen Reichenbergs besprochen werde. Treffpunkt ist das Dorfgemeinschaftshaus.

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Aktuelle Themen in Reichenberg (03.03.2006)

Ehrenamtliches Engagement steht hoch im Kurs

Das ehrenamtliche Engagement der Reichenberger Bürger ist schon beachtlich! Ein wirklich sichtbares Zeichen aus der jüngsten Vergangenheit ist da zum Beispiel die Freischneideaktion rund um die evangelische Burgkirche. Ohne dieses Engagement wäre vieles in Reichenberg nicht möglich, und darauf können die Reichenberger zu recht stolz sein.
Ein Dauerthema ist natürlich auch das Geld. Der Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke wird sein Bemühen weiterhin verstärken, auch in der Zukunft für einen ausgeglichenen Haushalt zu sorgen. Das dazu auch unpopuläre Maßnahmen notwendig sind, dürfte jedem klar sein. Und das in diesem Zusammenhang auch die Versprechungen zur Landtagswahl einmal zu hinterfragen sind, liegt auf der Hand.
Ein weiterer Punkt ist die demografische Entwicklung. Stirbt Reichenberg aus? Was können wir tun, um diesen Prozess zu verlangsamen? Dies sind Fragen, die uns auch einmal über den Tellerrand und die allernächste Zukunft hinausschauen lassen. So werden wir unter Umständen ab Herbst für einen Kindergarten zahlen, der von keinem Kind aus Reichenberg mehr besucht wird.
Wie geht es mit der Überdachung am Feuerwehrgerätehaus weiter? Hier soll einmal fachmännischer Rat eingeholt werden, wie die Überdachung endgültig preiswert und gut einzudecken ist?
Dazu sind alle Bürger zu einem Rundgang am 11.03.2006 um 14 Uhr eingeladen. Treffpunkt ist das Dorfgemeinschaftshaus. Gerne können wir aber auch über anderer Fragen sprechen, die sich vor Ort ergeben. Es wird sicherlich ein interessanter Rundgang und der Ortsbürgermeister würde sich über eine rege Beteiligung der Reichenberger Bürger freuen.

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Einwohnerversammlung geplant (10.02.2006)

Auch die Gemeinde zahlt Gebühren und Abgaben

Nur zwei Tagesordnungspunkte gab es im öffentlichen Teil der letzten Gemeinderatssitzung. Zunächst wurde einstimmig die Satzung über die Benutzung des Dorfgemeinschaftshauses an die bereits im letzten Jahr beschlossene Erhöhung der Nebenkostenpauschalen angepasst.
Ortbürgermeister Karl Heinz Goerke erläuterte bei den Mitteilungen, dass im April eine Einwohnerversammlung geplant ist, bei der die Kostenkalkulation im Bereich Friedhof/Leichenhalle vorgestellt wird. Ziel dabei soll es sein, den Bürgern die Zusammensetzung der Gebühren transparent zu machen und die Notwendigkeit einer Gebührenerhöhung zu verdeutlichen.
Auch die Gemeinde hat Anfang des Jahres Abgabenbescheide erhalten. So schlägt die Oberflächenentwässerung der beiden Baugrundstücke "Auf dem Berg" mit jeweils 123 Euro zu Buche. Grundsteuer A und B sowie Landwirtschaftskammerbeitrag fallen in Höhe von 55 Euro an. Für Wasser und Abwasser im Dorfgemeinschaftshaus sind 290 Euro zu bezahlen, das Wasser auf dem Friedhof kostet die Gemeinde pauschal 120 Euro.

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Arbeitseinsatz geplant (27.01.2006)

Weitere Freischneideaktion

Am Samstag 04. Februar 2006 ab 08:30 Uhr soll im Rahmen eines Arbeitseinsatzes die Freischneideaktion fortgesetzt werden. Schwerpunkt wird erneut der Weg vom Bahndamm zur Kirche und das Gelände rund um die Kirche sein. Über die Jahre haben sich hier Bäume und Sträucher entwickelt, die dringend gestutzt werden müssen. Der Bewuchs rund ums Ehrenmal bedarf auch einer weiteren Überarbeitung. Damit soll die Aktion aus dem Dezember abgeschlossen werden.
Alle Reichenberger sind daher aufgerufen mitzuhelfen. Wer über entsprechende Gerätschaften verfügt, kann diese gerne mitbringen. Treffpunkt ist an der Kirche. Wir werden dann in verschiedenen Teams an die Arbeit gehen.
Da zu erwarten ist, dass der Einsatz über die Mittagszeit dauern wird, sorgt die Gemeinde für die Verpflegung in Form von heißer Fleischwurst und Brötchen.
Helfen Sie mit, Reichenberg lebens- und liebenswert zu erhalten.

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Wenn es gilt, stehen alle zusammen (02.01.2006)

Reichenberger blicken an Silvester gemeinsam aufs vergangene Jahr zurück

Bild vom Empfang zum Jahresausklang

Mit einem Glas Sekt in der Hand feierten die Reichenberger in ihrem Dorfgemeinschaftshaus den Jahresausklang. An der Wand prangt die Burg, das Wahrzeichen des Dorfes.

Die Bürger packen gerne mit an, doch auch Sorgen plagen die Gemeindespitze von Reichenberg. Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke nutzte die Feier zum Jahresausklang, um eine dorfpolitische Bilanz zu ziehen.
REICHENBERG. Draußen vor den Fenstern leuchten die schneebedeckten Dächer immer schwächer, bevor sich ganz und gar die Dämmerung über sie legt. Drinnen, im Dorfgemeinschaftshaus von Reichenberg, haben sich rund 45 Einwohner der kleinen Ortschaft versammelt, um auf Einladung von Orts- und Kirchengemeinde den Jahresausklang miteinander zu feiern.
Zu Beginn leitet Pfarrer Manfred Löhde eine kleine, Andacht. Der Saal wirkt gemütlich, die letzten roten Adventssterne hängen noch von der Holzdecke. Später genießt die Dorfgemeinschaft Sekt, Lebkuchen, Käsewürfel, Gummibärchen und Erdnüsse bei dem geselligen Fest. Vom kleinen Kind mit Schnuller im Mund bis zur Seniorin sind alle Altersgruppen vertreten.
Auch im Alltag gehen die Bürger viele Dinge gemeinsam an: "Wenn es gilt, stehen alle zusammen und jeder, der kann, packt mit an", beschreibt Ortsbürgermeister Karl Heinz Goerke in seiner Rede die "Stärke Reichenbergs". Es gelte, das "Wir-Gefühl" zu erhalten, betont er und hebt besonders das ehrenamtliche Engagement von Wolfgang Hebel und Reinhard Wüst hervor.
Goerke erwähnt auch die "Reichenberger, die gerne im Hintergrund bleiben möchten, aber dennoch einen wesentlichen Beitrag für unsere Gemeinde leisten" und zählt die vielfältigen Aktivitäten auf. Es werde gezimmert und gestrichen, das Ehrenmal gepflegt, der Schaukasten und Grünflächen in Ordnung gehalten und vieles mehr.
Erst kürzlich hatten freiwillige Helfer Bäume gefällt am Schießstand, oberhalb der Leichenhalle und entlang des Weges zur Kirche. "Es hat richtig Luft gegeben und die Kirche ist nun wieder vom Ortskern aus zu sehen", lobt der Bürgermeister. Außerdem berichtet er von einem ausgeglichenen Gemeindehaushalt 2006 und einem Kredit, der nun teilweise getilgt werden könne.
Doch auch die Probleme des 240 Einwohner zählenden Dorfes lässt Goerke nicht aus. So ließen sich die beiden Bauplätze "Auf dem Berg" nur schwerlich vermarkten und der Betrieb des Friedhofes verursache ein großes Defizit: Jährlich stünden Gebühreneinnahmen in Höhe von 450 Euro den Kosten von nahezu 3500 Euro gegenüber.
Obwohl man die Gebühren bereits angehoben und die Mülltonnen abgeschafft habe, müsse sich der Gemeinderat erneut mit diesem Thema befassen. Im Frühjahr solle es dazu eine Bürgerversammlung geben. Weiterhin erklärt Goerke, dass sich die Erlöse aus der Jagdpacht nach der Neuvergabe Anfang 2005 fast halbiert hätten.
Hart getroffen, sagt das Ortsoberhaupt, habe ihn eine Entscheidung des Kirchenvorstandes, nach dem auch künftig die Reichenberger Jugendlichen in Paters berg zur Konfirmation gehen sollen. "Wir haben hier einen eigenen Gemeinderat, der trotz knapper Mittel vieles für den Ort leistet. Wir haben hier einen eigenen Kirchenvorstand. Warum sollen die Kinder, die traditionell mit dem Wasser aus dem Brünnelchen hier gegenüber in unserer schönen Kirche getauft werden, nicht auch hier konfirmiert werden?"
Hinter der Frage steckt die Sorge um die Identität Reichenbergs, die Furcht vor Überalterung und die Hoffnung, junge Leute im Dorf halten zu können. "Mit jedem Haus, das leer steht, stirbt ein kleines Stückchen Reichenberg", mahnt Karl Heinz Goerke zum Jahreswechsel.   Text und Bild: Rhein-Lahn-Zeitung, 02.01.2006, Thorsten Stötzer

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